Janni Schyma: Mit einer Benefizmodenschau zum Erfolg

Es war nicht der perfekte Werdegang, wie Ioannis Schyma seine Laufbahn als Modedesigner selbst beschreibt. Dennoch hat der noch sehr junge Designer mit einem bewundernswerten Einsatz seinen Traum vom eigenen Label erfüllt.

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Er hatte keinen Businessplan in der Hand, keine Räumlichkeiten zur Produktion und natürlich kein Budget. Er hatte aber eine Vision, mit welcher der Jungdesigner eine erste große Modenschau auf die Beine stellte. Mit gerade einmal 19 Jahren hat er die komplette Organisation, von der Location- und Modelsuche, der Aufstellung einer Gästeliste sowie der Suche nach Sponsoren und etlichen anderen Aufgaben selbst übernommen.

Nach einem halben Jahr Planung wurde aus der Modenschau eine Benefizmodenschau zugunsten des Kinderhospizes in Stuttgart.

„Ich habe mir gedacht, wenn ich mir schon soviel Mühe gebe und ich so eine große Veranstaltung aufbaue, will ich mehr bewirken als nur eine Modenschau den Leuten zu präsentieren.“ Die Zusammenarbeit mit dem Kinderhospiz lief so gut und harmonisch ab, dass es diese Zusammenarbeit noch bis heute gibt.

 

Zwei Gegensätze vereint in einer Benefizmodenschau

Mode und soziales Engagement für schwerstkranke Kinder? Wie passt das zusammen? Ich selbst kam bei dem Gedanken erst einmal ins Grübeln. Aber nach weiterer Recherche war ich umso mehr begeistert, zu sehen, wie sehr ihm das Thema Kinderhospiz am Herzen liegt und wie er einen Weg gefunden hat, diese Gegensätze zu vereinen.

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“

 

Mit seiner Benefizmodenschau hat er es geschafft ein Modelabel in Stuttgart zu etablieren, auf die sensible Thematik aufmerksam zu machen und Berührungsängste abzubauen.

„Sterbebegleitung gehört im Kinderhospiz zwar auch zu den Aufgaben, das Projekt versteht sich aber als viel mehr. Das Kinderhospiz ist eine Oase, in der kranke Kinder und ihre Familienangehörigen neue Energie tanken können. Ein Ort, an dem gerade aufgrund der Nähe zum Tod das Leben gefeiert wird.“, so hat Ioannis das sensible Thema in einem früheren Interview auf den Punkt gebracht.

Sein Label Janni Schyma entstand im August 2015. Seither hat er viel gelernt, gerade auch, was soziales Engagement angeht.

Durch seine gesammelten Erfahrungen auf anderen Benefizveranstaltungen weiß er: „Man kann sehr viel machen und erreichen, egal wie viel finanzielle Mittel man zur Verfügung hat, man muss es nur wollen. Da hilft auch alleine schon die Unterstützung der Tombola, bei welchem der Erlös der Lose gespendet wird.“

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„Mein Hobby ist mein Beruf“

Als Vollzeitdesigner verbringt er seinen Arbeitsalltag bei guter Auftragslage meist in seinem Atelier, um Aufträge abzuarbeiten. Sein Büro besteht aus zwei kleine Räume, in Stuttgart Mitte (Kriegsbergstr. 28), direkt am Stuttgarter Hauptbahnhof.

Alle Aufträge werden erst auf Anfrage von ihm eigens angefertigt. Er näht alle Teile selbst und besorgt dafür die Stoffe aus der Region.

Wenn es wenige oder auch mal gar keine Aufträge gibt, ist er auf Veranstaltungen unterwegs, um Aufträge zu bekommen. „Kontakte pflegen und neue Kontakte zu bekommen, ist unglaublich wichtig! So langsam hat sich ein Pool mit ganz viel verschiedenen Leuten aus komplett verschiedenen Branchen gebildet, und genau das ist für mich sehr wichtig.“, so beschreibt mir Janni eine seiner wichtigsten Punkte, damit sein Label überleben kann.

Freizeit gibt es in Jannis Leben aufgrund all dieser Aufgaben nicht viel. Nachtschichten, sowie arbeiten an Feier- und Sonntagen gehören zu seinem Alltag dazu. Seine Leidenschaft hat er zum Beruf gemacht, darum macht ihm das nichts aus. Dennoch will er sich im Sommer etwas Zeit zum Entspannen nehmen. Mit aufgeladenen Akkus und voller Energie soll es dann weiter gehen.

Sein Ziel ist es persönlich sowie geschäftlich in Stuttgart bleiben zu können. Er liebt die Stadt und dort sieht er noch die Möglichkeit, alles erreichen zu können. „Berlin ist zwar die Modemetropole schlechthin, aber da gibt es schon genug Modedesigner an jeder Ecke, da besteht die Gefahr schnell unterzugehen.“

 

Für dich als kreativen Einsteiger möchte er dir folgenden Tipp mit auf den Weg geben:

„Glaub immer an dich selbst und lass dir von niemanden sagen, dass du etwas nicht kannst! Lass dich nicht von negativen Menschen oder negativen Gedanken beeinflussen. Solange du positiv an die Sache herangehst, kann man alles erreichen! Bau dir mit der Zeit einen Pool mit Kontakten auf, das war und ist für mich sehr wichtig und wird es genauso für dich sein.“

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Christina Groß Fotografie

Die drei wichtigsten Dinge für ihn auf dem Weg in die Selbstständigkeit:

Wille, Ziele und Ausdauer.

Sich Ziele setzen ist niemals falsch, nimm dir einen bestimmten Punkt vor und versuch diesen Punkt in einer bestimmten Zeit zu erreichen, mit dem nötigen Wille schafft man das auch! Falls man das Ziel evtl. nicht in seinem geplanten Zeitraum erreicht oder ein wenig verfehlt hat, dann gib nicht auf, sondern hab die Ausdauer, sich an den Spaß nochmal und nochmal zu wagen.“

 

Vielen Dank Ioannis Schyma für das tolle Interview. Ich glaube mit deiner Einstellung kannst du noch Großes erreichen! Modekarriere wünscht dir weiterhin viel Erfolg! Vielleicht sieht man sich ja mal auf einer Benefizmodenschau 😉

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