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Meine Stories

Meine erste Kundin

heute berichte ich dir von meinen ersten Schritten als Designerin in Richtung Selbstständigkeit. Die grandiose Idee für diesen Artikel stammt von Gudrun und ihrer Plattform Achtung Designer. Der ursprüngliche Titel „mein erster Designauftrag“ ist nicht ganz passend für mich, da ich als Modedesignerin hier über den ersten Verkauf aus meiner eigenen Kollektion schreiben werde. Besser würde für mich der Titel lauten: „Meine erste Kundin“. Die Artikelidee hat mich dazu inspiriert einen sehr persönlichen Artikel von meinem ersten Verkauf zu verfassen.

Modekarriere verkauf

Mit Euphorie bei der Arbeit

Ich kann mich noch sehr gut an meine Startphase erinnern. Sie war geprägt von wahnsinniger Euphorie. Es gab kaum etwas anderes an das ich denken konnte, so sehr packte mich der Gedanke der Selbstständigkeit. Die Idee war ein eigenes Modelabel mit modernen Dirndlkleidern zu gründen. Fachkenntnisse für die Umsetzung waren vorhanden, außerdem hatte ich mich sehr intensiv mit der Wahl der Materialien beschäftigt.

Neben meinem – milde ausgedrückt – Vollzeitjob, hatte ich die Nächte damit verbracht Stoffmuster zu bestellen, Prototypen zu nähen, Schnitte zu Perfektionieren und zu Gradieren.

Mit jeder Arbeitsstunde wuchs meine Leidenschaft für meine Kollektion. Auch wenn damals zeitgleich viele Existenzängste mitmischten. Eine Zeit lang habe ich mich auch an einigen „Problemen“ festgebissen und war kurz davor zu resignieren. Doch es überkam mich immer wieder das Gefühl – etwas wird geboren.

Das erste Fotoshooting

Doch um meine Kollektion Endkunden anbieten zu können, benötigte ich noch professionelle Bilder. Mein Budget war jedoch sehr klein und das Risiko mit der Kollektion zu scheitern war sehr hoch. Darum entschied ich mich für den Beginn zu einem Shooting auf TFP-Basis (Time for Prints). D.h. alle Beteiligten arbeiten unentgeltlich und jeder bekommt am Ende die fertigen Fotos als Entlohnung.

Es war für mich ein großes Glück, dass ich zu meinem ersten Fotoshooting so tolle Menschen um mich hatte. Die Bedingungen waren alles andere als einfach. Das Shooting war draußen und wir hatten gnadenlose Sonne, bei weit über 30 Grad. Das Make-up saß trotz allem perfekt, dank der tollen Visagistin Carolin.

 

Die erste Kundin

Nach dem Fotoshooting wollte ich schnellstmöglich meine Internetpräsenz mit den professionellen Fotos vervollständigen und meine erste Kampagne starten. Doch noch bevor ich meine Kleider online gestellt hatte, trudelte eine Email von einer meiner beiden Models ein. In dieser gestand sie mir, dass sie sich in meine Dirndlkollektion verliebt habe und nun gerne selbst eines kaufen wolle.

Das war der Moment in dem ich wirklich bestätigt bekommen hatte, dass man tatsächlich bereit war, für mein Handwerk Geld auszugeben. Es war ein echtes Glücksgefühl und ich werde diese Situation niemals vergessen.

Du möchtest gerne wissen, was alles bei der Planung deines Shootings wichtig ist? Ich habe dir eine Liste vorbereitet mit wichtigen Utensilien und nützlichen Tipps: To-do-Liste-TFP-Shooting

Fotograf:: Brian Cann Model: Alicia Molle

Fotograf:: Brian Cann
Model: Alicia Molle in Jolina

Zielorientierung

Seid diesem Tag habe ich immer wieder Menschen von meinem Design und meiner Wertvorstellung „Made In Germany“ überzeugen können. In der Zwischenzeit habe ich viel gelernt. Darum habe ich das Online Magazin Modekarriere ins Leben gerufen, um anderen Designern eine Starthilfe für ihre ersten Schritte zu geben. Und natürlich sah bei mir auch nicht immer alles rosig aus, ich habe mich gerade zu Beginn, anstatt auf das Machen viel zu sehr mit den Fragen und den Problemen der Selbstständigkeit auseinandergesetzt.

Zielorientierung ist nun für mich das wichtigste Wort, seid ich meinen ersten Auftrag bekommen habe.

Mich würde auch deine Geschichte interessieren. Was ist die Geschichte hinter deinem ersten Auftrag/ Verkauf etc.? Füge deine Erfahrung selbst in einen Kommentar oder lass mir einen Link da. Ich freue mich deine Story zu hören.