Inspirationsblockade? Motivation als Designer finden

Es fällt dir schwer, Motivation als Designer zu finden? Du hast dir so viele Projekte im Kopf ausgemalt, aber du findest keinen Antrieb sie umzusetzen?
Motivation als Designer
In unserem Job sollte es uns eigentlich leicht fallen, im wahrsten Sinne des Wortes, wie ein junger Hund morgens aus dem Bett zu springen und gar nicht erwarten zu können, mit unseren kreativen Projekten zu beginnen. Denn wir leben den Traum einer schaffenden/ schöpferischen Tätigkeit nachgehen zu können.

Und dennoch sind wir gerade als Kreative in bester Gesellschaft, Dinge vor uns herzuschieben, unsere inspirative Quelle versiegen zu lassen und noch schlimmer: ein dauerhaft schlechtes Gewissen unserer Gabe gegenüber, dass uns sogar krank machen kann.
So weit muss es aber nicht kommen. Im Folgenden habe ich dir einige Tipps zusammengestellt, wie du deine Motivation als Designer ankurbeln kannst:

Lerne positive Emotionen mit deiner Arbeit zu verbinden.

Das größte Problem meiner Meinung nach ist die Tatsache, dass wir negative Gefühle mit unseren Modeprojekten in Verbindung bringen. Daher entwickeln wir eine Abwehrhaltung dagegen und schieben alles Andere vor. Es gibt einen Trick, wie du deine Sichtweise ins Positive verändern kannst.
Lerne zu Visualisieren, indem du nicht in Bildern denkst, sondern in wohligen Emotionen. Es bringt leider wenig, dir dein Ziel detailgetreu vor Augen zu führen, wenn du Emotional nicht anwesend bist. Eine stärkere Wirkung hat das Ganze also, wenn du dich an einen Moment erinnerst, der dich in Bezug auf dein jetziges Ziel besonders bewegt hat.
Bei mir war das eine Nacht, alleine in einem Zelt in der Wüste, bei 0 Grad unter sternenklarem Himmel. Als ich im Bett lag und der absoluten Stille der Nacht lauschte, sprudelten plötzlich nur so die Ideen aus mir heraus. Es war schwierig, alles in meinem Notizbuch festzuhalten. Es fühlte sich an, als hätte man eine Wasserluke geöffnet und alle Ideen strömen ungehindert aus meinem Kopf heraus. Und auch, wenn es eine unangenehm bitterkalte Nacht für mich war, bin ich doch sehr glücklich eingeschlafen und kann jene Magie bis heute festhalten.

Set your mind free

Motivation als Designer
Als kreative Menschen sind wir ein nahes Zusammenleben mit unserem inneren Kritiker gewohnt und doch fällt es uns oft schwer, vor lauter Zweifeln noch voranzukommen. Außerdem glauben wir häufig, alles schon auf Anhieb perfekt machen zu müssen. Aber wie auch Tänzer oder Sänger täglich üben müssen und auch irgendwann mal klein angefangen haben, musst du dir bewusst werden, dass auch du dich in einem Lernprozess befindest. Es wird immer neue Aufgaben geben, die du zum ersten Mal machst, aber du musst dir eingestehen, dass du sie dadurch nicht fehlerfrei hinbekommen wirst. Darum ist es so wichtig, die Dinge mit einer „unschuldigen“ Neugierde zu betrachten, denn alles andere ist ein Killer für deine Motivation als Designer.
 
Beginne, übe und Step by Step
Das verhindert die ständige Grübelei. Einige Beispiele:
  • Du willst zeichnen lernen, also probiere verschiedene Zeichenstile aus, bevor du dich auf einen festlegst, den du noch nicht wirklich beherrscht.
  • Du willst ein Modelabel gründen, beschäftigst dich aber schon mit Marketing und Werbung, bevor du überhaupt ein perfektes Produkt in Händen hältst.
  • Nach deiner Ausbildung möchtest du in Firma XY arbeiten, bewirbst dich aber nicht mal, weil du Angst vor einem Accessment Center hast.

Die entscheidenden 5 Minuten für deine Motivation als Designer

Du möchtest so gerne eine Karriere in der Modebranche starten oder arbeitest vielleicht sogar in einem kreativen Beruf, hast aber das Gefühl, gestalterisch nicht ausgelastet zu sein oder träumst insgeheim von einem eigenen Projekt. Doch du fühlst dich nach deinem stressigen Alltag nur noch erledigt und sehnst dich nach Ruhe und Entspannung? Gleichzeitig hast du ein schlechtes Gewissen deiner Kreativität gegenüber, hast das Gefühl dich im Kreis zu bewegen und nichts zustande zu bringen. Aber ich sage dir, mit einem kleinen Trick ist es dennoch möglich, sogar ein Modelabel neben einem Vollzeitjob entstehen zu lassen.
Entwickle eine Routine. Setz dich jeden Tag (wirklich jeden Tag) für wenigstens 5 Minuten vor deine Herzensangelegenheit. Am besten tust du dies immer zur gleichen Zeit. Da ich ein Morgenmensch bin, stehe ich jeden Morgen ein bisschen früher auf, um mich meinen Projekten zu widmen. Für diese Zeit solltest du schon alles zurechtlegen, damit du direkt mit der Arbeit loslegen kannst. Erarbeite z. B. jeden Tag ein bisschen das erste Schnittmuster für einen Prototypen oder beginne mit einer Inspirationscollage. Aber nimm dir täglich zumindest diese 5 Minuten vor. Vergiss für die diese Minuten deine Zweifel an diesem Projekt und beginne einfach. Dein Kritiker kann sich dann am Ende der fertigen Arbeit noch einmal zu Wort melden. Aber danach hast du schon einmal den Vorteil, eine fertige Arbeit in den Händen zu halten.

Am schwierigsten ist der Beginn. Wir können uns monate- oder sogar jahrelang in Ausreden winden. Allem voran ist der Zeitfaktor. Aber wenn du es schaffst, einen Anfang zu finden und diese Routine beizubehalten, wird sie sich in deinem Innersten festigen und du wirst merken, wie dieser kaum merkliche Zeitaufwand langsam Früchte trägt.

Bewahre dir eine Reserve für den nächsten Tag

Kreativität ist anstrengend. Ich merke selbst, wenn ich gerade ein neues Kleidungsstück entwerfe und dabei so richtig in meiner Flowphase bin, will ich nichts tun, außer an diesem Projekt weiterzuarbeiten. Ich vergesse dabei zu essen und spüre erst, wenn es schon viel zu spät ist, dass ich meine Energie komplett verbraucht habe. Das gilt auch für meine Kreativität. Darum ist es so wichtig, dass du lernst, rechtzeitig aus einer kreativen Phase herauszukommen, bevor deine sprudelnde Quelle der Inspiration versiegt. Behalte dir ein bisschen davon zurück – nach dem Motto aufhören, wenn es am schönsten ist. Hab keine Angst dass dein Projekt nicht mehr weiterlaufen wird. Durch diese bewusste Fernhaltung davon, wirst du auch am nächsten Tag wieder daran arbeiten wollen.
Und das Wichtigste: Gib niemals auf. Auch wenn du an der einen Sache scheitern magst, deine Kreativität wird neue Wege für dich bereit halten, du musst es nur zulassen.
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