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Selbstständigkeit

Meine erste Kundin

heute berichte ich dir von meinen ersten Schritten als Designerin in Richtung Selbstständigkeit. Die grandiose Idee für diesen Artikel stammt von Gudrun und ihrer Plattform Achtung Designer. Der ursprüngliche Titel „mein erster Designauftrag“ ist nicht ganz passend für mich, da ich als Modedesignerin hier über den ersten Verkauf aus meiner eigenen Kollektion schreiben werde. Besser würde für mich der Titel lauten: „Meine erste Kundin“. Die Artikelidee hat mich dazu inspiriert einen sehr persönlichen Artikel von meinem ersten Verkauf zu verfassen.

Modekarriere verkauf

Mit Euphorie bei der Arbeit

Ich kann mich noch sehr gut an meine Startphase erinnern. Sie war geprägt von wahnsinniger Euphorie. Es gab kaum etwas anderes an das ich denken konnte, so sehr packte mich der Gedanke der Selbstständigkeit. Die Idee war ein eigenes Modelabel mit modernen Dirndlkleidern zu gründen. Fachkenntnisse für die Umsetzung waren vorhanden, außerdem hatte ich mich sehr intensiv mit der Wahl der Materialien beschäftigt.

Neben meinem – milde ausgedrückt – Vollzeitjob, hatte ich die Nächte damit verbracht Stoffmuster zu bestellen, Prototypen zu nähen, Schnitte zu Perfektionieren und zu Gradieren.

Mit jeder Arbeitsstunde wuchs meine Leidenschaft für meine Kollektion. Auch wenn damals zeitgleich viele Existenzängste mitmischten. Eine Zeit lang habe ich mich auch an einigen „Problemen“ festgebissen und war kurz davor zu resignieren. Doch es überkam mich immer wieder das Gefühl – etwas wird geboren.

Das erste Fotoshooting

Doch um meine Kollektion Endkunden anbieten zu können, benötigte ich noch professionelle Bilder. Mein Budget war jedoch sehr klein und das Risiko mit der Kollektion zu scheitern war sehr hoch. Darum entschied ich mich für den Beginn zu einem Shooting auf TFP-Basis (Time for Prints). D.h. alle Beteiligten arbeiten unentgeltlich und jeder bekommt am Ende die fertigen Fotos als Entlohnung.

Es war für mich ein großes Glück, dass ich zu meinem ersten Fotoshooting so tolle Menschen um mich hatte. Die Bedingungen waren alles andere als einfach. Das Shooting war draußen und wir hatten gnadenlose Sonne, bei weit über 30 Grad. Das Make-up saß trotz allem perfekt, dank der tollen Visagistin Carolin.

 

Die erste Kundin

Nach dem Fotoshooting wollte ich schnellstmöglich meine Internetpräsenz mit den professionellen Fotos vervollständigen und meine erste Kampagne starten. Doch noch bevor ich meine Kleider online gestellt hatte, trudelte eine Email von einer meiner beiden Models ein. In dieser gestand sie mir, dass sie sich in meine Dirndlkollektion verliebt habe und nun gerne selbst eines kaufen wolle.

Das war der Moment in dem ich wirklich bestätigt bekommen hatte, dass man tatsächlich bereit war, für mein Handwerk Geld auszugeben. Es war ein echtes Glücksgefühl und ich werde diese Situation niemals vergessen.

Du möchtest gerne wissen, was alles bei der Planung deines Shootings wichtig ist? Ich habe dir eine Liste vorbereitet mit wichtigen Utensilien und nützlichen Tipps: To-do-Liste-TFP-Shooting

Fotograf:: Brian Cann Model: Alicia Molle

Fotograf:: Brian Cann
Model: Alicia Molle in Jolina

Zielorientierung

Seid diesem Tag habe ich immer wieder Menschen von meinem Design und meiner Wertvorstellung „Made In Germany“ überzeugen können. In der Zwischenzeit habe ich viel gelernt. Darum habe ich das Online Magazin Modekarriere ins Leben gerufen, um anderen Designern eine Starthilfe für ihre ersten Schritte zu geben. Und natürlich sah bei mir auch nicht immer alles rosig aus, ich habe mich gerade zu Beginn, anstatt auf das Machen viel zu sehr mit den Fragen und den Problemen der Selbstständigkeit auseinandergesetzt.

Zielorientierung ist nun für mich das wichtigste Wort, seid ich meinen ersten Auftrag bekommen habe.

Mich würde auch deine Geschichte interessieren. Was ist die Geschichte hinter deinem ersten Auftrag/ Verkauf etc.? Füge deine Erfahrung selbst in einen Kommentar oder lass mir einen Link da. Ich freue mich deine Story zu hören.

Edelbunt apparel: Ein freiheitsliebender und bunter Lebensstil, den auch die Designerin Sabine Kanngiesser lebt

„Wir leben den Moment“, so war auch mein Gefühl, als ich das erste Mal mit edelbunt apparel in Berührung kam.

Der Slogan trifft zu 100 Prozent auf das Label von Sabine Kanngiesser zu.

Edelbunt apparel wurde vor knapp 3 Jahren gegründet. Die Idee dahinter war, durch Kleidung einen freiheitsliebenden und bunten Lebensstil auszudrücken. „Anhand der vielen ankommenden edelbunten Fotos, die uns von überall aus der Welt erreichen, scheint uns das ganz gut gelungen zu sein und freut uns zutiefst.“, berichtet die Designerin und Inhaberin des Labels stolz.

„I wish to live a life that causes my soul to dance inside my body“

Sabine ist der Inbegriff der Selbstständigkeit.

Selbst und Ständig:

Sie ist der kreative Kopf hinter dem Label, steht mit ihren Kunden und Lieferanten im direkten Kontakt, ist für den Bereich Social Media verantwortlich und auf vielen Stil-Messen anzutreffen.“An sich mache ich alles, auch wenn ich viele liebe, unterstützende Hände an meiner Seite habe.“

Zurzeit wird ebenfalls an einer neuen Website gearbeitet. Sabine wird hier auch selbst die Texte schreiben und die Pflege der Website übernehmen.

Auf meine Frage nach ihrem bisher größten Erfolg hat mir Sabine folgendes zu sagen:

„Ich bin sehr stolz auf das edelbunte Imagevideo, welches wir 2015 in Berlin gedreht haben und auf Facebook und unserer Page www.edelbunt.me angesehen werden kann. Hier kommt das edelbunte Gefühl sehr gut zum Tragen…

Ein besonderes Highlight war es auch, durch Köln über den Weihnachtsmarkt zu gehen und jemand Fremdem zu begegnen, der unsere Cap trug. Das war (m)ein einmaliges Gefühl und mein persönliches Highlight 2015. Aber auch der Zuspruch von vielen edelbunten Menschen macht mich sehr stolz und gibt immer wieder neuen Auftrieb.“

Das Video hat mich ebenfalls dem Vibe von ebelbunt apparel näher gebracht. Mittlerweile sehe ich immer mehr, die Wichtigkeit eines solchen Imagevideos. Es transportiert nicht nur eine Botschaft, sondern auch ein Lebensgefühl, dass mit dem Label in Verbindung gebracht werden kann. In Kürze will ich dir hier noch einmal einen ausführlicheren Post zu diesem Thema präsentieren.

„Die Natur kreiert nicht ohne Bedeutung wir machen es ihr gleich“

edelbunt

 

Neben ihrer Liebe zur Mode ist auch das Reisen ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens. „Ich selbst war bereits auf 4 Kontinenten. In zwei Wochen geht es nach Kambodscha zum Abschalten und neue Energie tanken.“, so die Designerin.

 Die Welt entdecken gehört zum Lifestyle von edelbunt

Das Reisen spiegelt ebenfalls den edelbunten Lifestyle wieder. Denn zu ihrer Zielgruppe gehören Menschen, die weltoffen und viel unterwegs sind.

Die Inhaberin des Labels selbst ist 30 Jahre alt und arbeitet hauptberuflich im Marketingbereich. Sie genießt es mit anderen Menschen zusammen zu sein und ist viel und gerne unterwegs. Auf ihren Reisen holt sie sich Inspirationen von anderen Kulturen und Menschen. So bekräftigen sie auch die vielen ankommenden Fotos von edelbunt Fans von überall aus der Welt noch weiter.

„The best project you will ever work on is you“

 

Das Label ist ganz klar auf die Menschen konzentriert, die Sabines Mode tragen. Alle Teile werden mit Sorgfalt und Liebe produziert. So wird z. B. großen Wert auf Fair Trade und zertifizierte Ware gelegt, da dem Label die soziale Verantwortung eine Herzensangelegenheit ist.

Durch die kreativen Aufdrucke und Statments, wird versucht immer wieder ein Schmunzeln auf den Gesichtern der Menschen zu erzeugen. In den knapp 3 Jahren hat Sabine die Erfahrung gemacht, dass jedes Design seine ganz eigenen Liebhaber hat. Durch die kleinen Auflagen wird die Besonderheit für die Kunden abgerundet.

Seit knapp 3 Jahren ist Sabine nun schon mit ihrem Label auf Erfolgskurs und dabei viel unterwegs. Zurzeit ist sie auf dem Stijl DesignMarkt in Mainz zu finden.

Anderen kreativen Einsteigern möchte sie folgendes mitgeben: „Glaubt an Euch, denn wenn Ihr es nicht tut, wer sollte es sonst tun!“ Jeder Mensch soll das machen, was er machen möchte. Viel Herzblut, eine Vision und sehr viel Engagement und Willensstärke sollte man mitbringen, so fährt Sabine fort. Ihre Worte sind voller Energie und beflügeln. Sie vertritt mit ihren Worten genau die gleiche Meinung wie ich. „Jeder kann sich selbst verwirklichen, wenn er es wirklich möchte.“ Und mit dieser Weisheit hält sie sich nun schon seit 3 Jahren auf einem so hart umkämpften Markt. Denn am Ende kommt es nicht auf das Geld oder Ähnliches an, sondern nur auf die innere Einstellung.

Ich bin gespannt in welchen Ländern ihr Label in der Zukunft noch zu finden sein wird und wünsche ihr alles Gute!

Hat dir der Post gefallen? Gibt es etwas das dich daran besonders interessiert? Schreib mir einen Kommentar, ich beantworte gerne deine Fragen.

Shipsheip: Wie das Label Crowdfunding als Finanzierungsmöglichkeit nutzt

Da ich immer wieder nach Finanzierungsmöglichkeiten für den Startschuss eines eigenen Labels gefragt werde, möchte ich dir heute ein Designer Team vorstellen. Sie versuchen Ihre zweite Kollektion über Crowdfunding zu finanzieren.

Crowdfunding ist ein immer stärker werdender Trend aus den USA, der es gerade kleineren Unternehmen möglich macht, sich Geld für ihr Vorhaben zu beschaffen, ohne einen Kredit bei der Bank aufnehmen zu müssen.

Um bei Crowdfunding ein Projekt zu starten musst du nur die benötigte Summe und den Zeitraum angeben und dich den potenziellen Unterstützern vorstellen. Hier ist es wichtig, die Punkte hervorzuheben, warum dein Projekt unterstützungswürdig ist und was es erfolgsversprechend und  anders macht.

Am Ende heißt es dann alles oder nichts. Nur wenn dein Projekt die Fundingschwelle erreicht, darfst du die Summe behalten, ansonsten musst du das Geld den Geldgebern zurückzahlen.

Joana und Daniela von SHIPSHEIP nutzen ebenfalls Crowdfunding als Finanzierungsmöglichkeit bei der Plattform Startnext:

(Foto: Christoph Benjamin Schnedler)

 

Ihr seid auf die Idee gekommen euch mit Crowdfunding zu finanzieren: Wie erlebt ihr diese Zeit und wie sind eure Erfahrungen damit?

 
Crowdfunding hat sich als alternative Finanzierungsmöglichkeit mittlerweile schon ziemlich etabliert, zumindest in Start-Up-Kreisen. Daher kannten wir auch schon einige, die selbst „gecrowdfunded“ haben. Von Startnext sind wir auf jeden Fall sehr begeistert, weil alles so unkompliziert ist – und die Betreuung extrem sympathisch. Da merkt man auf jeden Fall, dass alle mit Herzblut dabei sind.

Wie seid ihr darauf gekommen ein Modelabel zu gründen?

Als Modedesignerin und Theologin lag der Gedanke, ein ecofaires Modelabel zu gründen, relativ schnell auf der Hand. Weil es zwei Dinge, die wir lieben und von denen wir überzeugt sind, perfekt miteinander verbindet: Ethik & Ästhetik. Die Idee dazu hatten wir schon relativ früh, als wir gemeinsam in Berlin gewohnt und beide noch studiert haben.

Wir lieben Mode, aber für deren Produktion Ausbeutung und Umweltverschmutzungen hinnehmen? Auf keinen Fall. Genauso wenig wollen wir klassische Ökomode machen, die nicht ernst genommen wird. Weil wir wissen, dass anspruchsvolles, schönes Design und ethische Prinzipien nicht nur miteinander vereinbar sind, sondern gerade erst in Kombination einen wahren Mehrwert schaffen.

Die ersten Schritte waren dann bei uns vor allen Dingen Handelspartner/innen finden, die dieselben Ansprüche wie wir haben. Außerdem natürlich Finanzierungsmöglichkeiten und einen Gründungsberater, der uns in betriebswirtschaftlichen Fragen und Marketing unterstützt.

Wie sieht euer Berufsalltag seither aus?

Joana kümmert sich um all das, was mit Design zu tun hat – ob Website, Produkte, Flyer et cetera. In den letzten Wochen hat sie sich daher natürlich hauptsächlich mit unserer zweiten Kollektion beschäftigt – hat fleißig Prototypen genäht, Shootings organisiert und technische Zeichnungen angelegt. Und Daniela kümmert sich um alles Inhaltliche: Blogbeiträge, Kommunikation, Interviews, Social Media…

In den letzten Wochen vor allen Dingen rund um die Kampagne. Normalerweise wären wir beide damit schon ausgelastet, aber es kommen immer noch viele zusätzliche organisatorische Dinge hinzu, der allgemeine Alltagswahnsinn oder heißgeliebte To Dos wie Buchhaltung.

Was ist das einzigartige an eurem Label?

Das Besondere an SHIPSHEIP ist vielleicht das Ziel, darauf hin zu arbeiten, irgendwann nicht mehr besonders zu sein. Und unseren Ansatz zum Alltag zu machen. Was zunächst paradox klingt, ist relativ simpel: Denn unsere Vision liegt darin, mit dazu beizutragen, ecofaire Mode selbstverständlich zu machen.

Das wollen wir nicht nur durch unsere Produkte umsetzen, sondern auch durch inhaltlichen Input und unseren Anspruch, immer ein Stückchen besser zu werden. Woran man uns natürlich trotzdem von anderen Marken unterscheiden kann, ist unser eigenes Design. Wir lieben klare, puristische Schnitte. Außerdem sind alle unsere Materialien von besonders langlebiger Qualität und unsere Kunden haben die Möglichkeit, uns die Produkte irgendwann zum Recyceln zurückzuschicken. Und, woran man uns immer erkennt: jedes unserer Produkte hat einen farbigen Stich, den wir persönlich annähen.

Shipsheip bei den Kleinbauern in Bolangir/Oriss

(Foto: Christoph Benjamin Schnedler)

Das Thema Nachhaltigkeit steht bei euch an oberster Stelle: Wie war es für euch Produzenten zu finden?

Wir haben anfangs tatsächlich sehr viel Zeit damit verbracht, geeignete Produzenten zu finden. Etliche Stoffsamples aus England und Holland haben wir bestellt und tausende Emails nach Indien geschickt. Es ist zwar nicht besonders schwierig, Produzenten zu finden, aber jemanden zu finden, der kleine Bestellmengen anbietet wiederum schon.

Einer unserer Freunde, der unser Team zwischenzeitlich unterstützt hat, hat uns dann auf die 3FREUNDE gebracht. Das war auf jeden Fall unser Glück, denn über sie können wir nicht nur kleinere Stückzahlen beziehen, sondern auch auf ihre Wertschöpfungskette – vom Baumwollfeld bis zur Näherei – zurückgreifen, die nicht nur unseren Ansprüchen genügt, sondern sich bereits jahrelang bewährt hat.

Zusätzlich übernehmen sie für uns organisatorische Dinge, wie Transport, Zoll und Lizenzierung. Wenn wir also Produkte bestellen, sprechen wir die Prototypen zwar mit der Manufaktur in Indien selber ab, Bestellung und Abwicklung läuft dann aber über die 3FREUNDE als unser Zwischenlieferant. Dementsprechend mussten wir auch niemanden von unserer Kollektion überzeugen – allerdings hat es uns einiges an Zeit gekostet, unseren Prototypen für unseren Hood JUNO BAI so anzupassen, dass er umsetzbar war. Dafür war es mehr als hilfreich, direkt in Indien vor Ort zu sein, als die Absprachen telefonisch und per Post zu regeln.

Eure Produktion ist sehr transparent, denn ihr zeigt die Bedingungen vor Ort: Möchtet ihr noch weitere Schritte in Richtung nachhaltigeres Bewusstsein gehen, als nur durch eure Kollektion?

Unserer Meinung nach besteht das Hauptproblem immer noch darin, dass zu wenig bewusst ist, was alles hinter einem einzelnen Shirt oder einer Hose steckt. Die traurige Tatsache ist ja, dass für die meisten Produkte nicht nur die Umwelt massiv verschmutzt wird, sondern Menschen regelrecht ausgebeutet werden und gegen ihre Rechte verstoßen wird.

Dabei ist es nicht relevant, ob man in Billiggeschäften oder bei teuren Marken einkauft: die wahren Kosten tragen meist nicht wir, sondern diejenigen, die es sich am wenigsten leisten können. Dafür wollen wir natürlich sensibilisieren. Das tun wir hauptsächlich über unseren Blog und sämtliche weitere Kanäle, wie beispielsweise Facebook.

Geplant ist aber, dass wir auch Workshops anbieten. In unserer Kampagne ist das sogar schon in den „Dankeschöns“ erhältlich. Mittlerweile haben wir dazu auch schon einige Anfragen bekommen, unter anderem von Hochschulen. Die Nachfrage scheint also da zu sein.

Euer Projekt bei Startnext läuft am 22.02.2016 aus: Seid ihr zuversichtlich und habt ihr einen Plan B?

Natürlich sind wir zuversichtlich! Aber genauso natürlich haben wir auch einen Plan B, vielleicht sogar noch einen Plan C. So oder so, es wird auf jeden Fall weitergehen bei SHIPSHEIP.

Wie sieht euer Blick in die Zukunft aus?

Wenn wir alles zusammenbekommen, werden wir die zweite Kollektion wie geplant umsetzen – das bedeutet, wir setzen uns mit Girish aus der Mila-Manufaktur in Verbindung, schleifen vielleicht noch ein letztes Mal zusammen an den Prototypen und dann wird bestellt! Im März/ April gibt es dann die neuen Stücke in unserem Onlineshop.

Was möchtet ihr anderen kreativen Einsteigern gerne in punkto Crowdfunding mit auf den Weg geben?

Wichtig ist definitiv, dass man sich gut vorbereitet und sich frühzeitig und regelmäßig Feedback einholt. Denn je mehr man selber im eigenen Thema drinsteckt, desto leichter kann man den Blick dafür verlieren, wie das Ganze von außen wahrgenommen wird. Und beim Crowdfunding ist es natürlich am wichtigsten, dass alle schnell verstehen, warum genau das Projekt so unterstützenswert ist.

Außerdem muss man sich klarmachen, dass die Arbeit, wenn die Kampagne startet, eher mehr als weniger wird, weil die Kommunikation sehr zeitintensiv ist. Die gute Nachricht dabei ist allerdings: selbst wenn die Kampagne nicht erfolgreich ist, ist diese Arbeit nicht umsonst gewesen – weil man seinen Bekanntheitgrad immens gesteigert hat.

Persönliche Eckdaten:

Joana: 26 Jahre aus Köln, hat Modedesign studiert und arbeitet mittlerweile an ihrer Alma Mater, der AMD in Düsseldorf

Daniela: 29 Jahre aus Köln, Theologin mit Schwerpunkt Wirtschaftsethik und Entwicklungszusammenarbeit. Neben dem Label arbeitet sie bei FEMNET, einer Frauenrechtsorganisation, die sich für die Rechte von Mädchen und Frauen weltweit einsetzt, und als freie Referentin für Fair Trade Deutschland.

Bist du auch so begeistert von der Vision von Shipsheip? In den nächsten Tagen kannst du das Team noch auf Startnext unterstützen. Sichere dir dabei ein exklusives Dankeschön vom Label.

Hast du bereits ebenfalls Erfahrungen mit Crowdfunding gemacht? Lass es mich gerne in einem Kommentar wissen.

Die eigene Kollektion: So hat es Princepalmedesign geschafft

Hast du dich schon immer gefragt, wie du eine eigene Kollektion aufbauen kannst? Heute erfährst du, wie das junge Designer Duo von Princepalmedesign den Start in die Selbstständigkeit geschafft hat.

Auf der Suche nach Talenten in der Modebranche, haben mich auf Instagram die außergewöhnlichen Designs des Labels sofort angesprochen, darum wollte ich gerne mehr über die Geschichte hinter dem Label erfahren.

Princepalmedesign – das sind Julia 24 und Marco 22 Jahre alt. Ihr Label – das sind durchdesignte Caps und Shirts. Gemeinsam leben sie ihren Traum von der Selbstständigkeit in der Modebranche. Auf ihrem Internetauftritt lässt sich sofort ihre unverwechselbare Handschrift erkennen, welche sich wie ein roter Faden durch die sozialen Netzwerke zieht. Selbst bei meiner ersten Kontaktaufnahme merkte ich schnell: Hier sind Profis am Werk.

Das Logo – cool und gleichzeitig einprägsam, ist aus dem Nach- bzw. Spitznamen von Marco entstanden. „Die Palme war und ist sein Markenzeichen und da mussten wir irgendwas daraus machen.“, so verrät Julia.

Eine Idee wurde geboren

Die Idee für das Label ist eher zufällig entstanden. Erst begann es mit einer Cap als Geburtstagsgeschenk für Marco und vor knapp 4 Monaten war die erste Cap mit Schriftzug, Krone und Palme entstanden. „Wir designten auch recht zügig das erste Shirt hinterher und da war die Idee der eigenen Kollektion schon geboren.“

Nach vielen Tüfteleien und schlaflosen Nächten ist die Kollektion entstanden, die nun schon bald mit Shirts und Caps an den Start gehen soll. „Darauf sind wir ziemlich stolz, weil wir beide nie gedacht hätten, dass aus solch einer Idee mal echt was wird.“

Aufgabenverteilung und Disziplin

Viel Zeit für Freizeit bleibt den beiden nicht, neben dem Aufbau des Labels, arbeiten sie noch hauptberuflich in der Krankenpflege.

Ohne eine klare Aufgabenverteilung und Disziplin funktioniert es dabei nicht. Vor allem, da die beiden eine größere Entfernung örtlich voneinander trennt. Mit Hilfe von Tablet/ Laptop und Telefon werden alle Probleme gemeinsam erfolgreich bewältigt. „Ab und an treffen wir uns dann und arbeiten eine Nacht durch und erledigen die Wege gemeinsam, die sehr wichtig sind. Sonst erledigt jeder seine Aufgaben, so wie er kann und was so anfällt im Alltag.“

Marco kümmert sich dabei besonders um die Direktkontakte und die Internetpräsenz. Julia ist für die Emailkontakte und die Koordination zuständig. Das Herzstück, das Design wird immer von beiden gemeinsam entwickelt.

Und das ist überzeugend, nicht nur bei den Kollektionsteilen sieht man die Leidenschaft der beiden, auch der Gesamteindruck ist ansprechend. Eines ist ihnen dabei immer wichtig: „Bist jetzt war uns eigentlich immer wichtig, dass wir Spaß am Designen haben und auch nur solche Sachen designen, die wir selber auch tragen würden. Wir wollen unserem Stil und vor allem uns treu bleiben.“

Internetpräsenz

Zunächst wird die Kollektion über eine Facebook Seite und die Instagram Präsenz gezeigt.

Meiner Meinung nach ein tolles Werkzeug, um eine erste Resonanz zu erkennen. Eine Seite kann schnell und einfach erstellt werden und ist zudem kostenlos. Man sollte nur den Aufwand, den die sozialen Netzwerke machen, nicht unterschätzen. Eine gute Facebook Seite ist nur dann interessant, wenn sie auch regelmäßig mit neuen Posts „gefüttert“ wird.

Bald wird es auch eine Homepage geben. Die beiden wünschen sich für die Zukunft mit der Kollektion an den breiten Markt zu gehen. Ihnen ist bewusst, dass dieser Bereich hart umkämpft wird. Jedoch hat Sie ihre Idee, ihr Mut und Durchhaltevermögen schon so weit gebracht.

Tipps für angehende Designer von Princepalmedesign

Viele junge Kreative wünschen sich den Durchbruch in ihrer Selbstständigkeit. Das Wichtigste ist erst einmal einen Anfang zu finden und mit dem Handeln zu beginnen. Wer sich nur mit dem Würde, Hätte, Könnte beschäftigt, wird es noch nicht einmal bis zur Startlinie schaffen. Die beiden Designer empfehlen jungen Designern, nicht aufzugeben und an sich zu glauben. „Klar wird es auch Tage und Momente geben, an denen man alles hinschmeißen möchte, aber man muss halt immer wieder an seinen Zielen festhalten.“, so die einstimmige Meinung des Duos.

Man muss nicht der/ die Beste sein. Es ist unnötig sich mit anderen zu Vergleichen oder einen Wettkampf auszutragen. Als Neuling wird man diesen ohnehin nicht gewinnen können. Stattdessen rät Princepalmedesign allen Einsteigern in die Selbstständigkeit: „Man sollte „einfach“ darum kämpfen besser als gestern zu sein und den Blick nach hinten zu richten, um zu schauen, wie weit man gekommen ist.“

Modekarriere wünscht Princepalmedesign einen gelungenen Start mit ihrer neuen Kollektion.

Bist du auch neugierig auf die Arbeit der beiden? Zu finden ist die Kollektion auf

Facebook oder Instagram.