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Für Freelancer

Hinter den Kullissen der Jungdesigner von Studio Pilcrow – Design aus zwei Welten

Zwei völlig verschiedene Kulturen miteinander vereinen? In der Modewelt ist das möglich. So beweist es ein junges Label aus Süddeutschland – Studio Pilcrow. Die Gründer des Modelabel, Mimi und Simmi haben sich zum Ziel gesetzt, laotische Gelassenheit mit gut strukturierter, deutscher Mentalität zu vereinen. Alles über ihren Einstieg im Interview mit den Jungdesignern des Modelabels..

Interview mit dem Modelabel Studio Pilcrow.

Model: Oliver Keder Fotograf: Simeon Oßwald

 

Das Pilcrow oder Absatzzeichen markiert den Anfang eines neuen Paragrafen einer Geschichte. Mit jeder Kollektion wollen die Modeschöpfer einen Teil der Geschichte einer laotischen Familie erzählen, die in den 80er Jahren ihr Zuhause verlassen hatte, um ein Leben in Deutschland aufzubauen. Die erste Kollektion „Vientiane Highschool“ ist dabei an die Studienzeit der laotischen Schüler angelegt.

 

Den Gründern von Pilcrow ist es nicht nur wichtig, dass ihre Produkte die höchste Qualität besitzen, sondern auch nachhaltig und fair produziert werden. Darum haben sie mit größter Sorgfalt ihre Produzenten ausfindig gemacht.

 

„Wir sind nämlich der Meinung, dass Kleidung nicht nur gut aussehen, sondern mit gutem Gewissen getragen werden soll.“

 

Interview Modedesigner Studio Pilcrow

Model: Oliver Keder
Fotograf: Simeon Oßwald

 Mimi, die Tochter laotischer Migranten, hat einen Abschluss an der Akademie Mode und Design in München. Durch ein anschließendes Praktikum bei einem jungen Modelabel, konnte sie erste Erfahrungen in der Modewelt sammeln. Durch verschiedene Nebenjobs im Verkauf konnte sie sich ebenfalls einen Einblick in den stationären Handel verschaffen. 

 

Simmi hat seinen Bachelor an der Hochschule der Medien in Stuttgart im Fach Medien Design absolviert. Er arbeitet nebenher als Gestalter bei einer Werbeagentur und ist Geschäftsführer eines Food Trucks.

 

Wie wurde die Idee für das eigene Label geboren?

Die Idee ein eigenes Label zu Gründen kam uns vor ein paar Jahren in den Sinn. 2015 hat Mimi ihren Bachelor in Mode Design an der Akademie Mode und Design in München gemacht und Simmi seinen Bachelor ein Jahr früher in Medien Design an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Wir standen also vor der Entscheidung wo es uns hin verschlägt und wie wir unsere Kreativität zusammen bringen .

Da wir beide unsere eigenen Chefs sein wollten und uns für Design und Mode interessieren, dachten wir uns: Wieso probieren wir es nicht?“

 

 

Interview Modelabel Studio Pilcrow

Model: Oliver Keder
Fotograf: Simeon Oßwald

Wo verkauft ihr eure Kollektion?

Zum Release der ersten Kollektion wurde ein Pop-Up Store betrieben, der aktuelle Vertrieb erfolgt ausschließlich online.

 

Was ist euer bisher grösster Erfolg?

Womit wir nicht unbedingt gerechnet hätten, ist das positive Feedback während des Pop-Up Stores und den zufriedenen Kunden, die uns darin bestärken weiter zu machen.

 

Wie gestaltet sich euer Arbeitsalltag?

Einer jeden Kollektion geht eine gemeinsame Ideenfindung voraus. Im Anschluss kümmert sich Mimi um Schnitte und Samples, welche wir dann zusammen mit unseren Produzenten besprechen und umsetzen. Fotografiert wird unsere Kollektion im Moment von Simmi im ateliereigenen Studio. Unsere Marketing Strategien entstehen ebenfalls im Team und werden dann von Simmi in die Wege geleitet. Kommt es zu einem Kauf, übernimmt Mimi den Versand. 

 

Was sind eure Ziele für Studio Pilcrow?

Gerne würden wir über den Zeitraum einiger Kollektionen sowohl feste Kunden, als auch Vertriebspartner gewinnen, um den Sprung von der risikobehafteten Selbstständigkeit hin zum sichereren Bedienen der Kunden via Order-Messen zu schaffen. Besonders am Herzen liegt uns auch das Ausbauen der Zusammenarbeit mit laotischen Kunsthandwerkern und Produzenten.

 

Der Start ist geschafft, auch wenn es einige Hürden zu überwinden gab. Vor allem die Suche nach den richtigen Produzenten hat die beiden lange beschäftigt. Gerade diese so wichtigen Punkte werden in einer Ausbildung zum Modedesigner zu wenig bis gar nicht angeschnitten, wie ich selbst schmerzlichst festgestellt habe. Darum ist es so wichtig sich in diesem Job stetig weiterentwickeln zu wollen und gleichzeitig an seinen Zielen festzuhalten. Auch der Austausch mit Gleichgesinnten kann dabei hilfreich sein.

 

Ich danke Mimi und Simmi für ihren offenen Einblick hinter die Kullissen von Studio Pilcrow und wünsche ihnen viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg!

5 kreative Tipps: Mach dir den Schlechtwetter-Blues zu Nutze

Es ist trüb, nass und kalt und das nun schon seit Monaten. So langsam reicht es. Als Designer befinden wir uns mitten in der Sommersaison, doch bei einem Blick nach draußen kann man da nur müde lächeln. Es ist immer wieder nur grau. Darum habe ich mir verschiedene kreative Tipps für dich ausgedacht, wie du die Jahreszeit für deine kreative Arbeit nutzen kannst.

Kämpfe nicht gegen Dinge an, die du nicht beeinflussen kannst, lerne damit zu leben und davon zu profitieren.

Tipps für kreative Köpfe Schlechtwetter Blues

Mach dir deine Stimmung zu Nutze

Du bist gerade in melancholischer Stimmung? Gut so! Nutze deine Emotionen, um etwas Authentisches zu erschaffen. Lebe deine Stimmung kreativ aus, in Fotografien, in Grafiken oder in Malereien. Denn wahre Kunst entsteht aus den Gedanken und Gefühlen des Schöpfers. Nimm diese Werke, gesammelt als Inspiration oder nutze sie als zusätzliche Einnahmequelle. So kannst du z.B. T-Shirts mit deinen Grafiken bedrucken, digitale Druckdateien als Upload zur Verfügung stellen und und und… (weitere Ideen findest du in diesem Artikel)

 

Starte ein Outdoorshooting

Was? Bei diesem Wetter möchtest du keinen Fuß vor die Tür setzen. Ich sage dir aber, auch die Nässe kann ihren eigenen Charme haben. Warum solltest du dir das nicht zu Nutze machen? Darum kannst du auch genau jetzt ein Outdoorshooting starten, anstatt in einem künstlich beleuchteten Studio die Sehnsucht nach Sonne noch größer werden zu lassen. Die Lichtverhältnisse sind draußen nicht optimal, aber sehr melancholisch. Es ist eine Herausforderung, aber hast du einen talentierten Fotografen mit einem guten Auge an deiner Seite, kann ein wirklich außergewöhnliches und emotionales Fotoshooting entstehen. Deine Zielgruppe wird dich für deine Authentizität belohnen. Schließlich kannst du mit einem Bademode Shooting auf Mallorca niemanden mehr beeindrucken. Tipps für ein gelungenes Fotoshooting kannst du dir hier kostenlos als PDF herunterladen:To-do-Liste-TFP-Shooting

Tipps für kreative Köpfe Schlechtwetter Blues

Kreiere eine Schlechtwetter-Blues Kollektion

Wenn du selbstständig als Designer arbeitest, steckst du gedanklich wahrscheinlich gerade in der nächsten Winterkollektion oder Frühjahrskollektion. Darum sind draußen gerade ideale Bedingungen für deine Inspiration. Mal ehrlich, unser Winter ist insgesamt überwiegend nass und grau, als ein Winter Wonderland in weiß (außer du lebst in den Bergen). Auch wenn uns die Werbung das immer wieder so verkaufen will. Immer seltener benötigen wir über einen längeren Zeitraum dicke Winterpullover und Daunenjacken. Wir brauchen Nässe-freundliche Kleidung, die unsere Haut atmen lässt. Sieh es darum als Herausforderung, was du Menschen in dieser Jahreszeit Gutes tun kannst. Vielleicht entwirfst du ja eine tolle Regenschirmkollektion oder besondere Regencapes. Menschen möchten sich auch bei verregnetem Wetter modisch kleiden, es sollte nur alltagstauglich und bequem sein.

Warum z. B. ziehe ich jetzt keine Absatzschuhe an? Die Sohlen der meisten Schuhe würden mich rutschen lassen, die Absätze sind durch ihre enorme Höhe ungeeignet und die wenigsten sind wasserdicht. Leider machen sich Designer viel zu wenig Gedanken über alltäglichen Gebrauch. Vielleicht liegt genau hier deine Chance?

 

Lang lebe der Zwiebellook

Was eignet sich bei diesem Wetter besser, als der gute alte Zwiebellook. Es ist nicht wirklich kalt und auch nicht wirklich warm. Eine wasserabweisende Oberfläche ist besonders wichtig. In einem Moment scheint noch die Sonne, im nächsten regnet es wieder. Eine wasserfeste Tasche ist ebenso wichtig, damit nicht der gesamte Inhalt nicht „klamm“ wird. Darauf solltest du jetzt vor allem achten, wenn du in Outfits verkaufst oder diese planen musst. Denke praktisch. Und zeige deiner Zielgruppe, wie du ihr Problem mit dem unbeständigen Wetter lösen kannst.

Hast du einen Onlineshop? So kannst du unter jedem Produkt Kombinationsmöglichkeiten anbieten. Und ggf. auch etwas, das ich im nächsten Punkt anspreche. Ich rate dir, passe dich an das Wetter an, anstatt dagegen anzukämpfen. Im Handel habe ich seit Jahren immer wieder erlebt, wie das Wetter die Schuld an Umsatzeinbußen bekommt. Es wird einem auch nicht leicht gemacht, wenn die Geschäfte auf Sommer, Sonne, Sonnenschein getrimmt werden. Im Rahmen eines kleinen Geschäftes hast du hier die Chance, zusätzlich Umsätze zu generieren. Tolle Zusatzprodukte können fingerlose Handschuhe oder Earbags sein. Darum sei clever, nutze deine Chance und biete Lösungen an.

 

Gehe Kooperationen ein

Du hast keine Produkte oder keine Kollektion, die zu diesem Wetter passt und möchtest trotzdem erfolgreich Marketing betreiben?

Suche dir einen Partner, der Produkte vertreibt, die deiner Zielgruppe aus dem Schlechtwetter-Blues helfen können. Das können Wellness-Socken sein, schicke Gummistiefel, stimmungsaufhellender Tee, Bücher… Hier ist deine Kreativität gefragt.

Thematisiere diese Produkte in Fotoshootings, schreibe darüber in deinem Newsletter oder biete sie zu deiner Kollektion an. Vielleicht kannst du auch eine Illustration zu einem sehr spezifischen Produkt anfertigen. Ein spontanes Beispiel: Eine Zeichnung eines Mädchens, das mit gesunkenem Kopf auf einer verregneten Straße unter einem japanisch inspirierten Regenschirm geht. Das Mädchen spiegelt sich im trüben Wasser der Regenpfützen, welche von gefallenen Blütenblättern umrahmt werden.

Solche Vorlagen lassen sich wunderbar für Facebook und Ähnliches nutzen. Diese Inspirationen geben deiner Zielgruppe das Gefühl, sie zu verstehen und werden auch dir Freude bereiten, wenn du dich bewusst mit dem Wetter auseinandersetzt.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner kreativen Umsetzung des Schlechtwetter-Blues!

Wenn du noch weitere Ideen hast, lass es mich wissen. Gerne kannst du dich auch verlinken, wenn du schon eine Idee erfolgreich umgesetzt hast.

So erstellst du schnell den perfekten Businessplan für dein Modelabel

Der Businessplan ist ein wichtiges Instrument für dein Mode Business, in dem du dich auf das Wesentliche fokussierst. Gerade wir kreativen Köpfe haben es schwer uns an einen festen Plan zu halten. Aus uns sprudelt eine Idee nach der Anderen. Aus genau diesem Grund, brauchst du eine fundierte Grundstruktur, auf die du immer zurückgreifen kannst, wenn dein kreativer Geist einmal wieder mit dir durch geht.

Businessplan für dein Modelabel

Außerdem hilft dir der Businessplan, deine Geschäftsidee richtig zu formulieren. Vielleicht kennst du das ebenfalls. Du lernst neue Leute kennen und dann kommt die ganz normale Frage: „Was machst du beruflich.“ Ich empfinde es gerade beim Entwickeln eines Modelabels sehr schwer, einem branchenfremden Menschen, eine zufriedenstellende Antwort zu geben sehr schwierig. Auch für diesen Fall findest du mit einem Businessplan für dein Modelabel eine einfache Antwort für neugierige Fragen.

Spätestens, wenn du Banken oder andere Institutionen für dein Projekt mit ins Boot holst, ist ein ausführlicher Businessplan unerlässlich. Dazu würde ich dir in jedem Fall eine Gründungsberatung empfehlen. Laut der IHK kannst du eine Förderung zu diesem Coaching beantragen. Dafür gelten die folgenden Voraussetzungen:

… Der Existenzgründer muss bereits selbstständig tätig sein. Zu Zeitpunkt des Beratungsbeginns darf die Existenzgründung allerdings nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.“

 

Welche Punkte im Businessplan sind unerlässlich für die eigene Reflexion?

Mein aller erster Businessplan war in einer halben Stunde geschrieben. Geholfen hatte mir dabei ein befreundeter Unternehmer, der natürlich genau die richtigen Fragen zu meinem Geschäftsmodell hatte. Es war kein Meisterwerk, hatte mir damals aber sehr geholfen einen besseren Blick für mein Vorhaben zu erhalten. Darum möchte ich dir heute keinen Aufbau eines klassischen Businessplans vorstellen. Eine tolle Auswahl an bank- gerechten Musterbusinessplänen findest du hier.

Im Folgenden erhältst du alle wichtigen Kernfragen, um einen Businessplan für dein Modelabel aufzusetzen und dir über dein Vorhaben im Klaren zu werden:

Deine Geschäftsidee

Schreibe diese Idee in einem Satz (kurz, knapp, knackig). Das so wirst du dein Vorhaben in Zukunft auch immer Neugierigen präsentieren.

 

Investitionen für den Start

Was ist für den Start deiner Kollektion finanziell nötig?

Was sind deine Fixkosten? (z.B. Mitarbeiter, Ateliermiete, Webhosting etc.)?

Welche Kosten fallen neben der Kollektion an? (z.B. Gewerbeschein, Gründungsberatung, Geschäftsreisen)

 

Dein Unternehmerlohn

Wieviele Mittel benötigst du für den privaten Bedarf monatlich? (z. B. Lebensmittel)

Was sind deine Fixkosten? (z. B. Handyvertrag, Versicherungen, ggf. Altersvorsorge)

 

Produzenten und Dienstleistungspartner

Welche Lieferanten liefern dir in welcher Menge? Und zu welchem Preis? Ist seine Ware/Dienstleistung dauerhaft verfügbar?

Wo verkaufst du deine Ware?

Wie lagerst bzw. versendest du deine Ware?

 

Zielgruppe für deine Kollektion

Wer ist dein Idealkunde?

Gibt es Menschen in deinem Umfeld, die deiner Kundschaft entsprechen?

Was arbeitet dein Kunde? Wo wohnt er bzw. sie? Wofür interessiert sich diese Person? Alter? Welches Probleme hat dieser Kunde?

Gehörst du selbst du deiner Zielgruppe?

 

Alleinstellungsmerkmal der Idee und Kaufanreiz

Was braucht dieser Kunde? Welche Probleme lösen deine Produkte? Was unterscheidet dich von deinen Mitbewerbern? Was ist deine Innovation?

 

Worst- and Best-Case

Die Basisfrage im Businessplan für dein Modelabel lautet:

Was ist dein Ziel und bis wann möchtest du es erreichen?

(z.B. einen gewissen Stundenlohn innerhalb eines Jahres erreichen oder eine bestimmte Menge deiner Produkte verkaufen etc.)

Best-Case

Du erreichst dein Ziel! Wie sieht die optimale Situation aus? Was muss dafür passieren?

Worst-Case-Alternative

Welche Risiken birgt dein Vorhaben?

Wie sähe eine Geschäftsaufgabe aus?

Wie könntest du an finanzielle Mittel kommen? (z.B. Nebenjob)

 

Aufgaben bis zur Gründung

Hier erstellst du eine genaue To-Do-Liste der Aufgabe, die du vor der Gründung noch in Angriff nehmen musst. Darin sollte unter Anderem stehen: Businessplan schreiben.

Übrigens: Auch wenn du schon ein Mode Startup gegründet hast, ist der Businessplan ein guter Leitfaden, um deine aktuellen Ziele zu realisieren. Ebenfalls kann es manchmal dazu kommen, dass du erst mit gewisser Zeit, eine finanzielle Unterstützung von deiner Bank benötigst. Wie schon am Anfang erwähnt, sind für offizielle Institutionen aber ausführlichere Angaben zu machen.

Hast du dazu noch Fragen? Ich helfe dir gerne weiter und stehe dir mit meinem Feedback zur Verfügung.

Du möchtest als freiberuflicher Modedesigner arbeiten?

Du möchest als freiberuflicher Modedesigner arbeiten

Eigentlich hast du keine Lust ein eigenständiges Label aufzubauen. Das Risiko ist dir zu hoch und du siehst, wenig Chancen am Markt bestehen zu bleiben. Oder du möchtest dich nur mit Design beschäftigen und nicht mit der Frage nach Produktionsstätten und Vertriebsmöglichkeiten? Dann ist die Arbeit als freiberuflicher Modedesigner vielleicht genau das Richtige für dich.

Im Folgenden erkläre ich dir die groben Unterschiede und die vielen Möglichkeiten, die die freiberufliche Tätigkeit als Modedesigner mit sich bringen.

Der Vergleich: Freiberuflicher Modedesigner und Selbstständiger mit eigenem Label

Den künstlerischen Beruf eines Designers kannst du sowohl im Rahmen einer eigenen Kollektion, wie auch als freiberufliche Tätigkeit ausüben.

Als Freelancer tauscht du deine Arbeitszeit direkt gegen Geld. Du führst Aufträge für andere Personen aus. Als Unternehmer mit einem Gewerbe setzt du deine eigenen Ideen um, entwickelst deine eigene Kollektion und vertreibst sie.

Wenn du etwa von einer Modefirma beauftragt wirst z. B. ein T-Shirt-Design zu erstellen agierst du als freiberuflicher Modedesigner. Solltest du jedoch aus eigener Motivation heraus ein T-Shirt-Design kreiiren, den Print auf ein T-Shirt drucken und es in einem Onlineshop (egal ob eigener Shop oder über einen Zwischenhändler) verkaufen, ist diese Tätigkeit selbstständig.

Ein großer Unterschied liegt auch in der Anmeldung.

Als Unternehmer musst du ein Gewerbe, beim Gewerbeamt melden und daraufhin ab einer gewissen Einkommensgrenze Gewerbesteuer bezahlen.

Ich möchte hier bewusst nicht auf die genauen Beträge und tiefgründigen steuerlichen Hintergründe eingehen.

Mit einem Unternehmen hast du die Möglichkeit unter verschiedenen Rechtsformen zu wählen, welche unter Anderem deine Haftung festlegen.

Mit einer freiberuflichen Tätigkeit ist dies von vorn herein festgelegt.

Als Freelancer in einem kreativen Beruf hast du die besondere Möglichkeit der Künstlersozialkasse beizutreten. Diese übernimmt 50% deiner Beiträge.

Die freiberufliche Tätigkeit eines Modedesigners

Als freiberuflicher Modedesigner erstellst du für deine Auftraggeber in der Regel ein Design. Entweder geht es um eine ganze Kollektion oder um einzelne Teile, die dein Kunde zu seiner Kollektion noch ergänzen möchte.

Hier ist es durchaus ratsam, sich auf ein Fachgebiet zu konzentrieren und nicht einfach alle Designaufträge abdecken zu wollen.

Als kleiner Tipp:

Ich lese viel über Businessaufbau.. Immer wieder wird betont, wer JEDEN als seine Zielgruppe ansieht, hat niemanden als seine Zielgruppe. Das sehe ich genauso.

Überlege dir daher genau, wer dein Kunde sein sollte und welches Angebot du ihm bieten möchtest. Vielleicht kennst du dich besonders gut im Bereich Funktionsbekleidung aus oder hast eine Leidenschaft für Unterwäsche. Oder du gehst in eine noch speziellere Nische und bietest z. B. Design für 3D Drucker an.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Viel Spaß beim Auswählen!

Welche Möglichkeiten hast du noch in der Modebranche als Freelancer zu arbeiten?

Gibt es noch eine ganze Bandbreite von Berufssparten, die du freiberuflich ausüben könntest:

  • Schnittdirektrice
  • Trendscout
  • Modeberater
  • Illustrator
  • Modejournalist
  • Schneiderin
  • Nähkursleiterin
  • Patterndesigner

Als Freiberuflicher Modedesigner ein eigenes Label gründen

Es ist auch möglich als Freelancer zu arbeiten und dennoch eigene Produkte zu designen. Sobald du jedoch deine eigene Linie vermarktest, kommst du um eine Gewerbeanmeldung nicht mehr herum.

Um dir jedoch ein wenig die Angst davor zu nehmen, kannst du zu Beginn der Gründung die Kleinunternehmerregelung beantragen. D. h. kurzum, der unternehmerische und vor allem auch buchhalterische Aufwand wird auf ein Minimum beschränkt, da du mit dieser Regelung auf einen niedrigen Umsatz spekulierst.

Hier habe ich dir einige Ideen zusammengestellt, die du neben deiner freiberuflichen Tätigkeit wunderbar auf selbstständiger Basis ausüben kannst:

  • Drucke deiner Modezeichnungen bei Dawanda verkaufen
  • Modeschnitte erstellen und verkaufen
  • Einen Onlineshop zu einem bestimmten Nischenthema betreiben (durch Dropshipping etc. benötigst du nicht mal mehr ein eigenes Lager)

Wie steigst du als Freelance-Designer ein?

Als einer deiner ersten Tätigkeiten neben der bürokratischen Abklärung sollte die Erstellung eines eigenen Internetauftritts sein. Es reicht zunächst über die sozialen Medien einzusteigen und ein aussagekräftiges, jedoch nicht zu detailverliebtes Profil über deine Tätigkeiten für deine potenziellen Kunden zu errichten.

Entwerfe dazu das perfekte Angebot. Mach dir klar, wer deine Zielgruppe ist und was diese Kunden brauchen. Etwas anbieten, das niemand möchte und wonach es keinen Bedarf gibt macht wenig Sinn. Behalte das immer im Hinterkopf.

Weiter geht es daran Kunden zu werben. Dazu können dir Google, Fachmessen, Facebookgruppen, Meetups und Anmeldungen bei Freelancerportalen helfen. Dabei ist es wichtig, dass du klar und deutlich auf dein Angebot aufmerksam machst. Trete professionell auf und biete potenziellen Kunden Einblicke in deine bisherigen arbeiten.

Letztendlich geht es darum, richtig mit einer Kundenanfrage umzugehen. Reagiere schnell mit einem passenden Angebot. Denke auch daran, dich nicht unter wert zu verkaufen. Mit deinem Stundenlohn solltest du dich schon im Vorfeld auseinandergesetzt haben.

Nachdem du einen Auftrag erledigt hast, bleibe mit dem Kunden weiterhin in freundlichem Kontakt. War er vollauf zufrieden, bittest du ihn vielleicht um eine positive Rezension.

Vielleicht stehst du gerade vor der Frage, ob du als Freelancer arbeiten solltest. Gibt es hierzu noch weitere Argumente, die du gerne erwähnen möchtest?

*Dieser Artikel wurde auf von mir sorgfältig geprüft und basiert auf eigenen Erfahrungen, bitte beachte jedoch, dass ich keine rechtliche Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte übernehme.

Traumkarriere Modebranche

Wie du heute schon deiner Traumkarriere näher kommst

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Durch das Internet haben wir Zugang zu schier unendlich vielen Informationen, oftmals zu vielen Informationen. Es ist ein Irrgarten voller grenzenloser Möglichkeiten und Probleme, von denen du noch nicht einmal wusstest. Wie also startest du heute schon deinen Weg in die Modebranche?

Möglichst geradlinig sollte dieser Weg in die Modebranche sein.

In meinem Fall war er dies nicht. Von meinem Traum Modedesignerin zu werden, habe ich eine Abzweigung in den Handel genommen. Zuvor wurde mir mein Wunsch regelrecht tot geredet.

 

Glücklicherweise habe ich es doch noch geschafft meinen Berufswunsch wahr zu machen. Somit kann ich dir eine Art Schlachtplan aus erster Hand liefern. Dabei spielen Etappenziele eine große Rolle.

Entwickle eine Strategie.

Seinen großen Traum vor Augen zu haben ist wichtig. Aber vielleicht ist dein Ziel noch so weit entfernt, dass du manchmal gar nicht weißt, ob du überhaupt noch in die richtige Richtung läufst. Darum solltest du dir Etappenziele setzen. Es ist außerdem ein schönes Gefühl, auf ein etwas näheres Ziel hinzuarbeiten, dass von dir zeitig absolviert werden kann und du immer wieder kleine Momente zum Feiern hast. Das gibt der Kraft und Motivation.

Frage dich selbst, was kannst du heute dafür tun? Sofort? Morgen? In einer Woche? In einem Monat? In einem Jahr? In 5 Jahren?

Finde heraus, was dir wirklich Spaß macht.

Das klingt zunächst simpel, meistens ist dies jedoch die größte Hürde. Du bist fest davon überzeugt in einen kreativen Job ausüben zu wollen, hast aber noch keine genaue Vorstellung von den vielen Möglichkeiten in der Branche. Der Bereich Design hat sehr viele unterschiedliche Sparten.

Finde heraus, in welchem Bereich du dich sehen möchtest. Das hilft dir auch, dir deine Ziele detailliert vor Augen zu halten. Du kannst Pläne schmieden, ein Couture Atelier aufbauen zu wollen oder stellst dir eine Selbstständigkeit mit einem Taschenlabel vor.

 

Suche dir einen Praktikumsplatz bei einem Start-up Label, einem Couture Label oder wo du dir auch immer vorstellst, hinzugehören. Nur durch eine vorherige Kostprobe wirst du die nötige Erfahrung sammeln und hinterher besser wissen, was du dir wirklich vorstellen kannst.

success modebranche

Erstelle ein Portfolio.

Trage deine bisher entstandenen Arbeiten zusammen und erstelle ein Portfolio. Das ist sozusagen eine Übersicht, über deinen bisherigen Kenntnisstand und führt dir vor Augen was du bisher geleistet hast. Deine Arbeiten können auch unterschiedliche Themen haben. Es ist gar nicht schlimm, wenn du keine komplette Kollektion bisher genäht oder gezeichnet hast.

Du kannst mit dem Begriff Portfolio nicht sehr viel anfangen? Oder du hast keine Vorstellung, wie ein stilvoller Aufbau eines Portfolios mit deiner persönlichen Note aussehen kann? Mir ging es früher genauso. Doch in der Zwischenzeit konnte ich viele Erfahrungen durch den Austausch mit Personaleren und anderen Designern sammeln und möchte dir in Kürze meinen Ratgeber zum Thema – Portfolio Design für kreative Berufe – vorstellen.

Wenn du wissen willst, wann mein Ratgeber erhältlich ist, kannst du dich in meinen Newsletter eintragen. Spam und Datenweitergabe sind bei mir ein Tabu. Versprochen.

Eines möchte ich dir noch mit auf dem Weg geben: Natürlich ist es nicht relevant, all diese Punkte an einem Tag abzuhaken. Es zählt nur der Gedanke, dass du dich einen Schritt nach vorne bewegst.

Beginnst du mit einem dieser Punkte ernsthaft, wird aus deinem Traum ein Plan und es gibt dir ein gutes Gefühl voran zu kommen.

„Today is a perfect day to start living your dreams.“

Hast du schon deinen ersten Schritt in Richtung Traumkarriere gemacht? Ich freue mich auf deine Kommentare zu diesem Thema!