Browsing Category

Jobchancen erhöhen

Designleistung kalkulieren

Freier Modedesigner: Wie werden Designleistungen kalkuliert?

„… eine ganze Kollektion zu entwerfen. Von den Farben, Stoffen und Styles über technische Zeichnungen in Illustrator und Worksheets erstellen, Anprobe, Skizzen verbessern, Kommentare schreiben an das jeweilige Produktionsland. Es wird ein Style von A bis Z bezahlt und ich bin komplett überfragt, wie ich diese Designleistungen kalkulieren kann.“

Das war eine Anfrage, die ich vor einiger Zeit erhalten habe und steht exemplarisch für die vielen Anfragen, die ich zum Kalkulieren von Designleistungen für die Modebranche erhalten habe. In den letzten Jahren konnte ich mir einen guten Einblick in dieser Feld verschaffen, da ich auch selbst immer wieder auf der Suche nach Freelancern bin. Darum möchte ich deine Fragezeichen mit diesem Beitrag heute auflösen.

Die Stundenanzahl deiner Designleistungen kalkulieren

Letzte Woche wurde das Thema zum richtigen Stundensatz behandelt und heute möchte ich die Frage beantworten, wie du deine Designleistungen kalkulieren kannst, sprich wie du herausfindest, wie du deine Stunden für ein Projekt berechnest. Das ist in der Kreativwirtschaft gar nicht so leicht zu beantworten, denn für kreative Arbeiten gibt es kein fixes Zeitfenster. Dennoch benötigst du einen Preis, den du deinem Kunden in einen Kostenvoranschlag oder ein Angebot packen musst. Ein wichtiger Bestandteil liegt darin, dass du ein ausführliches Briefing für den Auftrag erhältst, welche Tätigkeiten du übernehmen sollst.

Viele Auftraggeber tun sich schwer mit dem Briefing, darum kannst du dich an die folgende Fragen richten, um deine Designleistung kalkulieren zu können:

  • Welche Infos bekommst du zur Verfügung gestellt? Gibt es Vorlagen von früheren Saisons, die du nutzen kannst? Welche Recherchen werden von dir erwartet?
  • Wie viele Modelle, Moodboards, Schnitte, Kollektionsentwürfe etc. sollst du erstellen?
  • Sollen Korrekturen von dir übernommen werden? Wenn ja, wie viele sind üblich und um welchen Zeitraum handelt es sich, in dem die Korrekturen stattfinden? (Das ist ganz wichtig für die Planung deines Terminkalenders)
  • Wie viel Zeit hast du für die Umsetzung, sprich was ist die Deadline?
  • Musst du dich an besondere Vorgaben halten, mit denen du dich erst einmal intensiv beschäftigen musst? Z. B. besondere Richtlinien beim Layout in den Grafikdateien.
  • Wie bzw. in welchem Datei-Format sollen die Ergebnisse übergeben werden? (Wenn du die Originaldatei herausgibst, kann diese auch weiterhin vom Unternehmen verwendet werden, d. h. das Unternehmen hat dadurch einen zusätzlichen Mehrwert.
  • An welchen, bzw. an wie vielen Besprechungen wirst du während des Auftrags teilnehmen? Ist eine längere Präsenzzeit notwendig?
  • Welche Stückzahlen werden ca. anhand deiner Arbeit produziert? (Es macht einen großen Unterschied, ob ein von dir entworfenes Kleid 500x oder 100.000x produziert wird)

Anhand der Antworten, kannst du dir ein besseres Bild über den Umfang des Auftrags machen. Danach geht es daran, dir zu überlegen, wie lange du für die jeweiligen Tätigkeiten benötigst.

Designleistungen kalkulieren mit Zeiterfassung

Ich notiere mir dazu immer meine Arbeitszeiten für jede Tätigkeit separat, um Folgeaufträge und auch Aufträge von Neukunden besser einschätzen zu können. Dabei sehe ich auch immer wieder einen deutlichen Unterschied zu den verschiedenen Marken. Hochpreisige Labels benötigen viel mehr Recherche und Individualität, damit auch mehr Zeit. Je tiefgründiger deine Arbeit sein muss, desto mehr Stunden wendest du dafür auf. Aber auch große Marken, bei denen du dich an strenge Vorgaben halten musst, werden viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, als ein kleines Start-up, bei dem du evtl. sogar aus vorherigen Recherchen für andere Marken zurückgreifen kannst. Damit meine ich nicht, dass du die gleiche Arbeit zweimal verkaufst, aber wenn cropped Trend ist, ist cropped eben Trend, dafür musst du dann nicht zweimal recherchieren.

Tagessätze nutzen

Sollte deine Arbeitskraft längerfristig vor Ort benötigt werden, kannst du mit Tagessätzen rechnen. Die Anwesenheit sollte vorher genau festgelegt werden und vergiss deine Fahrkosten nicht einzukalkulieren.

Ich empfehle dir, je nach Kunden großzügiger Stunden zu berechnen oder eben die ein oder andere Tätigkeit zeitlich kürzer zu kalkulieren, gerade wenn es sich um Gründer handelt.  Bedenke auch, dass ein Neukunde immer mehr Aufwand erfordert als ein Bestandskunde. Einige Kunden erwarten neben deinem Portfolio auch eine Art Bewerbung, bei der du dich vorstellst oder eine kleine Aufgabe löst, um zu sehen, ob dein Stil zum Unternehmen passt. Diese Arbeit gehört zur Akquise dazu und wird sich bezahlt machen, wenn du einen langfristigen Kunden dazugewonnen hast, auf den du gut eingespielt bist.

Außerdem möchte ich dir in diesem Sinne noch mitgeben, dass es völlig in Ordnung ist, wenn du noch einmal nachkalkulieren musst. Dafür kannst du den Auftraggeber gleich sensibilisieren, anstatt plötzlich mit einer weiteren Rechnung um die Ecke zu kommen. Das funktioniert z. B. gut über Korrekturschleifen oder wenn dein Auftraggeber plötzlich eine Komplettänderung wünscht, die so nicht einkalkuliert worden ist. Dazu ist es wichtig, dass du in deinem Angebot detailliert festhältst, was der Kunde für den Preis bekommen wird.

Hast du Fragen dazu? Ich freue mich auf deinen Kommentar dazu!

Du möchtest mehr Kunden in für deine Selbstständigkeit? Ich fördere regionale Freelancer sowie Mode Start-ups über das Modedienstleisterverzeichnis und bringe dich damit ins Sichtfeld für deine zukünftigen Kunden.

So lassen sich Designleistungen kalkulieren, das kann dich außerdem interessieren:

Stundensatz für Dienstleistung als Modedesigner

Wie kalkuliere ich den Stundensatz als selbstständiger Modedesigner?

Welchen Preis solltest du für deine Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner verlangen? Was kostet die Ausfertigung einer Kollektion? Wie solltest du dabei abrechnen? Diese Fragen sind gar nicht so einfach zu beantworten, da viele Faktoren davon abhängen. Aber die Antworten sind essenziell, um mit deiner Selbstständigkeit erfolgreich zu sein.

Viele Kreative verkaufen sich unter ihrem Wert

Unter Freelancern in der Kreativwirtschaft ist es leider weit verbreitet, sich deutlich unter dem eigenen Wert zu verkaufen. Gerade wenn es um die Themen Krankenversicherung oder gar Rentenversicherung geht, haben viele Creatives Schweißperlen auf der Stirn.

Ein Arbeitnehmergehalt kann nie alleine als Gegenstand für deine Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner dienen

Aber wie ermittelst du den Wert für deine Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner? Und wie bleibst du am Ende noch konkurrenzfähig auf einem hart umkämpften Markt? Angestellte in der Kreativbranche arbeiten oft für einen Mindestlohn, dies mehr schlecht als recht. Das sollte nicht das Ziel einer Selbstständigkeit sein. Ein Arbeitnehmerlohn kann niemals Maßstab für einen Freelancer sein. Denn neben deinen privaten Fixkosten und deinem Privatvergnügen musst du eine Reihe weiterer Punkte berücksichtigen:

Du musst dir Geld zurücklegen, falls du eine Weile keine Aufträge haben solltest. Gerade in der Corona-Krise standen viele Creatives von heute auf morgen ohne neue Aufträge da. Das gilt ebenso für Krankheiten, die jeden von uns treffen können. Selbstverständlich musst du als Freelancer deine Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung zu 100% bezahlen. Mit einem Zusatz in deiner Versicherung erhältst du ab 6 Wochen Krankengeld.

Da du kein Urlaubsgeld bekommst, musst du dies ebenfalls in deinen Stundenlohn einberechnen. Auch Anschaffungskosten für Arbeitsmaterial, Lizenzgebühren für bestimmte Programme etc. sind weitere zusätzliche Belastungen, die in eine Entlohnung für deine Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner einfließen müssen.

Grundsätzlich gilt, deine Einnahmen müssen höher sein als deine Ausgaben. Klingt einleuchtend, ist aber leider oft nicht die Realität

Ein Rechenbeispiel zum Stundensatz:

Hier berechne ich den Stundenlohn für eine Vollzeittätigkeit als Freiberufler. Zu Beginn kannst du dich an deinem letzten Bruttolohn orientieren. Achte aber darauf, ob Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld eingeschlossen ist oder nicht. Falls du vorher noch nicht gearbeitet hast, kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 2500 Euro Brutto rechnen, je nachdem wo du wohnst auch höher.

Dein Bruttogehalt lag zuletzt bei                   3308,33 Euro

Arbeitgeberanteil von KK, PV und RV         639,34 Euro

Zwischensumme                                3947,67 Euro

Der Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nach Lebenssituation, ob du Mitglied bei der KSK bist und in welchem Bundesland du lebst. D. h. dein Lohn würde im Monat 3947,67 Euro Minimum betragen. Was heißt das für den Stundenlohn? Als Freiberufler kannst du nicht 8 Stunden pro Tag an „Manpower“ zur Verfügung stellen, denn neben dem Abarbeiten von Aufträgen bist du viele Stunden mit Kundenterminen, Akquise, Abrechnungen, Beratungen etc. beschäftigt.

Die „Nebensachen“ nehmen gerne mal mehr Zeit in Anspruch, als die eigentliche Arbeit selbst. Daher kannst du mit max. 6 Stunden produktiver Arbeit pro Tag rechnen. Es hat nichts mit Faulheit zu tun, glaub mir, du wirst mehr Stunden mit deinem administrativen Aufgaben verbringen, als du dir zunächst vorstellst. Aber dafür bekommst du mit der Zeit ein Gefühl. Mit nur sechs Stunden pro Tag muss sich dein Stundenlohn erhöhen. Außerdem haben Angestellte durchschnittlich 2 Urlaubstage pro Monat. Auch das gilt für dich zu berücksichtigen, ebenso wie durchschnittlich 6 Krankheitstage pro Jahr.

Kalendertage pro Jahr               365 Tage

Wochenenden/ Feiertage          117 Tage (Feiertage variieren je nach Bundesland)

Urlaubstage                                   24 Tage

Krankentage                                   6 Tage

Arbeitstage pro Jahr             218 Tage

Arbeitstage pro Monat            18 Tage

Stunden pro Monat                120 Stunden

Damit wären laut des Beispiels 219,31 Euro pro Arbeitstag zu verdienen. Wenn du sechs Stunden pro Tag bezahlt bekommst, wären das 36,55 Euro pro Stunde. Aktuell haben wir eine Mehrwertsteuer von 16%, die du für jede Stunde veranschlagen und an den Staat abgeben musst. Weiterhin kommen noch Fixkosten für die Tätigkeit ins Spiel. Hier habe ich einige Fixkosten aufgelistet, diese sind jedoch sehr individuell.

Domaingebühren pro Jahr             60 Euro

Telefon/ Internet pro Jahr             360 Euro

Handykosten pro Jahr                    360 Euro

Computerlizenzen pro Jahr           720 Euro

Marketingausgaben pro Jahr         600 Euro

Zwischensumme                      2100 Euro/ 175 Euro pro Monat/ 1,46 Euro pro Stunde

Dein Lohn wäre nun bei 18 Arbeitstagen bei 36,55 Euro + 1,46 Euro für die Fixkosten. Das ergibt dann 38,01 Euro.

Stundenlohn Netto                           38,01 Euro

10% Gewinnrücklagen         3,80 Euro

Umsatzsteuer                                     6,69 Euro

Realer Stundensatz                      48,50 Euro

Wie schon erwähnt handelt es sich hier um ein fiktives Beispiel für die Berechnung eines Stundenlohns Freelancer-Designer. Hier gibt es keine Produkte und auch keine Gewerbesteuer. Die Zahlen werden sehr individuell ausfallen. Singlehaushalte oder Creatives aus der Stadt haben deutlich höhere Stundensätze, selbst als Starter. Mit steigender Erfahrung passt du dein „Bruttogehalt als Modedesigner“ weiter an.

5 Argumente, die deinen Stundensatz für die Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner verteidigen

Vielleicht kommt dir dieser Betrag recht hoch vor und du fragst du dich nun, wie du diesen Preis rechtfertigen kannst. Aus diesem Grund habe ich einige Argument für dich, die zeigen, dass dein errechneter Stundenlohn völlig gerechtfertigt ist:

  1. Das Unternehmen, das dich beauftragen wird, muss dir zunächst einmal keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, d.h. kein technischer Aufwand, keine Kosten für Büromöbel.
  2. Selbstverständlich zahlt das Unternehmen auch keine Steuern und Sozialabgaben für dich. So hat die Buchhaltung viel weniger Arbeit, denn monatliche Abrechnungen sind nicht zu unterschätzen.
  3. Auch musst du nicht in eine Personalkartei aufgenommen werden, du erhältest keine Brandschutz- oder Datenschutzunterweisung.
  4. Für einen Freelancer werden keine vermögenswirksamen Leistungen ausgegeben.
  5. Arbeitnehmer haben im Gegensatz zu Freelancern viele unproduktive Zeiten, wie Team-Meetings, Kaffee- oder Raucherpausen, Krankheit, Weiterbildung, Einarbeitung, Personalgespräche etc. Ein Freelancer bekommt ein Briefing, steht im Austausch mit dem Auftraggeber, wird aber nicht von Alltagsgeschäft, unzähligen Meetings oder Übergaben an Kollegen unterbrochen. Außerdem wirst du nur für deine Arbeit bezahlt, ein Leerlauf bleibt mit einem freien Mitarbeiter nicht auf Kosten des Unternehmens.

Wie du also siehst, bringst du als Freiberufler bereits viele Vorteile für einen Auftraggeber mit, warum sollte also ein Schnäppchenpreis das Argument sein?

Da es noch so viel mehr zum Thema Dienstleistungsberechnung zu sagen gibt, erwartet dich nächste Woche an dieser Stelle die Antwort auf die Frage, wie du die benötigten Stunden für ein Projekt richtig einschätzt und je nach Auftraggeber veranschlagst.

Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Dazu freue ich mich auf einen Kommentar zu diesem Thema! Hier geht es nun weiter mit Teil 2: Stunden deiner Designleistungen kalkulieren.

Inspiration für freie Tage

Inspiration für freie Tage

Anzeige | Stand 24.03.2020

Als du gestern aufgewacht bist, hast du vermutlich zum ersten Mal gespürt, dass sich etwas in Deutschland stark verändert hat. Auch nach dem Wochenende liegt eine große Stille in der Luft. Es fühlt sich nicht an wie Urlaub, aber auch nicht wie Wochenende. Vor kurzer Zeit war das Leben noch völlig normal. Menschen sind morgens zur Arbeit gefahren, du bist deiner Ausbildung oder deinem Job nachgegangen, hast dir Stoffe gekauft oder die Modegeschäfte nach Inspiration durchforstet. Doch in der Zwischenzeit hat sich die Welt um 180 Grad gedreht.

Die Produktionsstätten haben keine Rohwaren mehr aus China erhalten. Keine Schiffe oder Flugzeuge mit neuer Ware wurden mehr geschickt. Nun haben die Modegeschäfte in Deutschland geschlossen. Prada näht bereits Atemschutzmasken. Die Branche steht still. In der sonst so eng getakteten Textilindustrie gibt es nur noch wenig zu tun. Internationale Konzerne wie Bestseller oder H&M entlassen Massen an Mitarbeitern. Die Zentralen stellen die Mitarbeiter auf Kurzarbeit oder Ähnliches um. Denn sind wir ehrlich, Mode ist in diesen Zeiten nicht mehr sehr gefragt. Auch der Onlinehandel spürt dies. Die Bevölkerung spart, wartet ab, wie lange die Situation anhält. Keiner ist in Kauflaune, außer bei Gewissen Verbrauchsgütern…

Wie gehst du nun damit um? Eine kleine Hoffnung gibt es. Auch wenn die Welt nicht mehr die selbe sein wird wie zuvor, wird auch die Modewelt nach der Krise irgendwann wieder florieren. Die Karten werden gerade neu gemischt. Der Markt war auch vor der Krise sehr angespannt, es gab viele Insolvenzen und nur wandlungsfähige Unternehmen werden mit der jetzigen Gegebenheit auch nach der Krise weiterbestehen. Bereite dich auf diese Zeit bestens vor!

Innovative Ideen sind jetzt gefragt, die die Probleme von Morgen lösen. Anstatt jetzt verzweifelt nach Stellen in der Branche zu schauen solltest du dich weiterbilden, um umfangreich gerüstet in die Branche einzusteigen. Dazu bekommst du heute eine Liste mit Inspiration für freie Tage.

Die Quarantäne Inspirationsliste

Verbessere deine Grafikkenntnisse

Mit Hilfe von speziellen Angeboten für Studenten und Schülern für Adobe Illustrator

kannst du deine Kenntnisse für die Erstellung von Tech Packs und Prints verbessern. Diese Kenntnisse sind unerlässlich für dich, wenn du in der Modeindustrie Fuß fassen willst. Umfangreiches Wissen zu diesem Programm kannst du dir über die Online-Akademie UDEMY aneigenen. Hier findest du meine Auswahl an Kursen, die sich für Modedesigner gut eigenen.

Um dich besser bei Adobe Illustrator zurecht zu finden, gibt es hier einen tolles Youtube-Video auf Englisch, in dem dir eine Designerin erklärt, worauf es bei einer technischen Zeichnung ankommt und wie du die Zeit dafür optimierst. Ideal, wenn du gerade Zeichnungen für dein Portfolio erstellen willst.

Beschäftige dich mit alternativen Produktionsmöglichkeiten und Materialien

Lerne den 3D-Druck kennen, informiere dich über Recycling-Konzepte, lass dir kreative Stoffmanipulationen einfallen. Sammle all das Wissen, wie die Branche in die nächste Ebene aufsteigen kann. Dieses Wissen hilft dir sowohl für den späteren Einstieg als Arbeitnehmer in der Modebranche als auch für eine Selbstständigkeit. Denn es werden nach der Krise Experten benötigt, die Modemarken unabhängiger bei solchen Krisen machen.

Ein toller Kurs, um dir Grundkenntnisse in 3D-Fashion aufzubauen, wurde von der der israelischen Designerin Danit Peleg kreiert. Sie gibt dir damit exklusive Einblicke, in die Entwicklung ihrer 3D gedruckten Kollektion.

Ausschnitt aus dem Online Kurs von Danit Peleg

Zwei Bücher, die mich in Bezug auf Fair Fashion sehr begeistern, möchte ich dir auf keinen Fall vorenthalten. Denn meine große Hoffnung für die Zeit nach der Krise ist es, dass wir uns stärker für den Umweltschutz einsetzen und alternative Lösungen für die konventionelle Massenproduktion finden, damit wir die Freude an der Mode irgendwann mit reinem Gewissen zelebrieren können.

Buch Fashion made fair
Mit dem Klick auf das Buch, kannst du es bei Amazon ansehen
Mit dem Klick auf das Buch, kannst du es dir bei Amazon ansehen.

Weitere Buchtipps findest du auch hier auf der Rubrik Modebücher.

Erweitere dein Business-Wissen

Auch Marketing und Webdesign sind vielleicht für dich interessant. Dazu bietet die Moz Academy derzeit ein kostenloses SEO-Training an. Gerade, wenn du in der aktuellen Zeit deine Webseitenkenntnisse schulen willst, lohnt sich die investierte Zeit. Hier kannst du es dir anschauen.

Wenn du dich grundsätzlich mit dem Aufbau einer eigenen Webseite mit Hilfe von WordPress beschäftigen willst, kann ich dir dieses Youtube-Video ans Herz legen. Mein erstes Video zum Thema Page-Building war ebenfalls von Tyler Moore. Er hilft einem schnell die grundsätzliche Idee von WordPress zu verstehen, die ersten Installationen durchzuführen und schnell wunderschöne Resultate zu bekommen. Ganz aktuell ist das Video nicht mehr, aber vieles kannst du auch jetzt noch umsetzen.

Ein neues Video für 2020 gibt es hier. Dort wird der Bau der Webseite anhand des Plugins Elementor Step für Step erklärt.

Natürlich gibt es auch Mütter, die aktuell vor enorme Herausforderungen mit dem Homeoffice gestellt sind. Hier geben die Expertinnen Juliane und Katrin hilfreiche Tipps in einem Online Workshop weiter.

Welche Jobs werden nach der Krise gefragt sein?

Die großen Unternehmen werden nach der Krise vermutlich mehr Kapazitäten auf den Online-Handel auslegen und auch die Digitalisierung vorantreiben. Daher kann es in den folgenden Berufen zu einem Anstieg kommen:

Online-Stylist

Mit dem Trend- und Outfitgedanken des Stylists können Software Experten Algorhythmen für ein perfektes Online-Shoppingerlebnis erstellen.

Editor und Social Media Manager

Auch in Krisenzeiten möchten die Menschen einen Blick hinter die Marke werfen. Als Editor oder Social Media Manager wird die Kundenbindung dauerhaft gefördert, vor allem durch das sog. Storytelling.

Data Scientist

Mit Hilfe von Datenquellen aller Art werden Antworten auf Fragen gefunden, um dem Kunden einen Mehrwert zu bieten.

Fashion-Coder

Ein Modedesigner mit Programmierkenntnissen? Das wäre für viele kleine Start-Ups ein Jackpot. Denn auch als Modedesigner wälzt du oftmals einfach nur Akten hin und her. Gerade für die Möglichkeit des Homeoffice ist das kein tragbarer Zustand. Als Modedesigner kennst du die Bedürfnisse deiner Kollegen und kannst gleichzeitig Arbeitsprozesse verändern und Lösungen schnell implementieren.

3D-Druck Experte

Eine Produktion ohne Auslagerung? 3D-Druck ist vielleicht noch Zukunftsmusik, aber gerade schwer im Kommen. Addidas, Iris van Herpen, Danit Peleg.. Viele steigen hier inzwischen ein.

Ich wünsche dir viel Kraft und Gesundheit für die nächste Zeit. Auf Modekarriere wirst du weiterhin mit wertvollen Inhalten und Tipps für deine Kreativität versorgt. Wie sieht dein Alltag derzeit aus? Was tust du in der Krise für deine Karriere. Lass es mich gerne in einem Kommentar wissen.

praktikums modedesign

Wie findest du einen Praktikumsplatz im Bereich Modedesign?

Generation Praktikum

Nach dem Ende meines Designstudiums 2010 hatte ich viele neue Fertigkeiten erlernt und doch stellte sich mir die Frage, wie finde ich einen Praktikumsplatz im Bereich Modedesign. Alle meine Fähigkeiten würden mir nützen, um mich als selbstständiger Designer zu verwirklichen – um Mode zu entwerfen. Aber wie finde ich einen Weg, meine Kenntnisse in einem Unternehmen auszubauen?

Heute weiß ich, es bedarf extremer Ausdauer, ein flexibles Leben, dass dir keine Hürden in den Weg stellt und einen starken unabdingbaren Willen (und einen Nebenjob, der dich über Wasser hält).

Insgesamt absolvierte ich drei Praktika in sehr unterschiedlichen Unternehmenskonstrukten. Mein erstes Praktikum dauerte nur einige Wochen in einem Couture Atelier. Die Inhaberin präsentierte mehr Kunst als Mode auf der Berliner Fashion Week und verkaufte diese Kreationen rund um den Globus an Stars und Millionäre. Es hörte sich wie ein Traum an. Für manch einen Praktikanten dort war es vielleicht auch einer. Ich bemerkte aber, dass die Couturewelt nicht der richtige Ort für mich war. Zudem war das Praktikum unbezahlt, was die Regel in dieser Branche darstellt, einen jedoch irgendwann „absaufen“ lassen würde.

Daher bewarb ich mich weiter, bis ich ein Praktikum bei einer Wäsche- und Bademodenfirma ergatterte. Die Musterproduktion fand teilweise noch in der Firma selbst statt und ich bekam die Möglichkeit meine eigene Bademodenkollektion zu erstellen. Zudem bekam ich ein Taschengeld und eine firmeneigene Wohnung zur Verfügung gestellt – ein echter Hauptgewinn. Dafür wurde ich jedoch auch als billige Arbeitskraft für den Zuschnitt der Modelle eingesetzt. Nach manchen Tagen konnte ich meine Finger kaum noch bewegen, da diese vom festen Griff der schweren Schneiderscheren schmerzten – geschwollene Hände und regelmäßiger Blutstau waren die Folge. Dennoch blieb ich dort acht Monate, brachte mir die Programme CorelDraw und Assyst bei, lernte die Verarbeitung und Schnitterstellung von Bademoden und das Einplatzieren von placed Prints für die unterschiedlichen Größen.

Danach fand befand sich die Branche gerade in einer wirtschaftlichen Talfahrt und ich bekam ein weiteres Mal nur einen Praktikumsplatz angeboten. Bezahlt und an einem der schönsten Flecken Deutschlands, aber eben kein Praktikum mit Übernahmegarantie. Wieder hängte ich mich voll in meinen Job. Neben Collagen erstellen und überarbeiten von technischen Zeichnungen, bereitete ich Übergabetermine an die Vertriebsmitarbeiter vor, nahm an Fotoshootings teil, etc.

Mein Fazit aus dieser Zeit hat gute und auch negative Seiten. Es ist meiner Meinung nach extrem wichtig nach dem Studium oder auch für den Quereinstieg, die Modebranche hautnah zu erleben. Vorstellungen und die Realität liegen oft weit auseinander. So entsteht ein gutes Bild für jeden, der tiefer in die Branche eintauchen möchte und das ist so manche Strapazen wert. Mit Ausdauer und Leidenschaft auch realisierbar, sogar wenn auch nur eine Stelle durch ein anstrengendes Assessment Center zu haben ist. Die Praktikumszeit ist keine einfache, es gibt viele finanzielle Einschränkungen und keine Sicherheiten. Letzteres ist aber auch mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag eine Illusion, denn Firmen können bei schlechter wirtschaftlicher Lage jederzeit entlassen. Achte bei der Wahl des Arbeitgebers auch darauf, dass du ebenfalls einen Gewinn davon hast und genügend Erfahrungen sammelst. Kaffeekochen sollte nicht die Regel sein.

So findest du einen Praktikumsplatz im Bereich Modedesign

Nun komme ich zu meinen eigentlichen Tipps, wie du einen Praktikumsplatz findest:

  • Es gibt zwei große Internetstellenbörsen für die Fashion Industry: www.fashion-united.de und www.textilwirtschaft.de
  • Suche direkt auf der Unternehmenswebseite nach Stellen oder der Möglichkeit eine Initiativbewerbung zu schicken
  • Auf allen Jobbörsen kannst du Praktikumsstellen finden, so auch Indeed, Stepstone etc.
  • Erstelle dir ein Profil auf Linkedin oder Xing und checke auch hier regelmäßig die Angebote
  • Suche über Modemessen nach Ausstellernamen (das findest du auch über das Internet heraus), Modemarken oder Agenturen, die du bisher noch nicht kanntest
  • Neben Modelabels kannst du auch über Produktionsagenturen, Lohnnähereien, Trendagenturen oder modeaffine Werbeagenturen suchen
  • Schaue in deinen eigenen Kleidungsstücken das Pflegeetikett an, wer hier der Hersteller ist. Einige Firmen verkaufen nur die Ware und der Hersteller ist ein ganz anderes evtl. ebenfalls in Deutschland ansässiges Unternehmen
  • Begib dich auch im Ausland auf die Suche, denn Auslandserfahrung wird nach wie vor sehr hoch angesehen
  • Checke alle diese Möglichkeiten kontinuierlich, sodass du viele Unternehmen auf dem Schirm hast, auch wenn vielleicht gerade nicht die richtige Stelle für dich frei ist.
  • Achte auf die Aktualität bei einem ausgeschriebenen Praktikumsplatz für den Bereich Modedesign. Ist die Anzeige mehr als 2 Wochen alt, solltest du einmal nachhaken, ob der Bewerbungsprozess noch offen ist. Und sei schnell, das kann ich nur immer wieder betonen. Hast du mit einem Unternehmen telefoniert, sollte die Bewerbung dort spätestens nach zwei Tagen „auf dem Tisch liegen“, sonst wirst du wieder vergessen.

Wenn du entsprechende Stellenausschreibungen gefunden hast oder dich für eine Initiativbewerbung entscheidest, geht es an die Formulierung  und das Layout deiner kreativen Bewerbung.

Das könnte dich auch interessieren:

Der Einstieg als Modejournalistin: ein Interview mit der Chefredakteurin Katharina Pfannkuch

Sie recherchieren, interpretieren, berichten und kommentieren – Modejournalisten. Kenntnisse aus der Modewelt und die Fertigkeiten des Journalismus werden in diesem Berufsbild vereint. Dabei geht um mehr, als nur über Trendthemen zu schreiben und glamouröse Events zu besuchen. Für einen guten Artikel ist es unerlässlich, auch die wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründe der Modebranche abzubilden.

Wie findest du den Einstieg in den Modejournalismus?

Das Berufsbild eignet sich perfekt für einen Quereinstieg. Ein spezifisches Studium ist nicht unbedingt nötig. Das heißt aber, dass du dir das Wissen und die Fertigkeiten, die du während eines Studiums in mehreren Semestern erlangst, selbst aneignen musst. Zudem solltest du dich im Modebereich sehr gut auskennen. Dazu kann ein Praktikum in einem Modeunternehmen sehr hilfreich sein (mit oder ohne Studium), um hinter die Kulissen dieser Branche blicken zu können. Auch die Mithilfe auf modespezifischen Events kann dir den Einstieg erleichtern. Über alle dem ist das Schreibhandwerk essenziell für diesen Beruf. Übe dies, wo du nur kannst.

Als angehender Modejournalist beginnst du bestenfalls mit einem Volontariat und kannst zudem Erfahrungen als freier Journalist sammeln. In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Zeitschriften und Magazinen für die Modejournalisten arbeiten. Zum einen gibt es modeinteressierte Privatpersonen, die das Publikum darstellen.

Zum anderen gibt es auch Modeunternehmen und andere Branchenexperten als Zielgruppe, für die verschiedene Fachzeitschriften verlegt werden.

Der Quereinstieg von Katharina Pfannkuch zur Modejournalistin

Wie ein Quereinstieg in den Modejournalismus funktionieren kann, konnte ich im Interview mit der frischgebackenen Chefredakteurin Katharina Pfannkuch erfahren. Mit ihrem hochinteressanten Lebenslauf gibt sie einen Einblick über die Möglichkeiten, die einem als Modejournlistin offen stehen:

Katharina Pfannkuch studierte Islamwissenschaft und machte ihren Master in Arabistik. Gegen Ende des Studiums schrieb sie bereits als freie Autorin für verschiedene Print- und Onlinemedien. Zudem berichtete sie durch lange Aufenthalte in den Emiraten, Tunesien, Ägypten und Syrien über ihr Fachgebiet.

Die Modejournalistin Katharina Pfannkuch
Foto: Die Modejournalistin Katharina Pfannkuch

Modekarriere: Wie ging es bei dir nach dem Studium weiter und wo stehst du heute?

Katharina Pfannkuch: „Mein Auftraggeber-Kreis wuchs vor allem, seit ich als freie Journalistin aus Tunesien und Ägypten über den sogenannten Arabischen Frühling berichtete. Nachdem ich für ein halbes Jahr eine Kollegin im Stil-Ressort der „Welt am Sonntag“ in Berlin vertreten hatte, arbeitete ich seit Sommer 2018 als freie Journalistin von Düsseldorf aus, unter anderem für die „Frankfurter Allgemeine Tageszeitung“, „Die Welt am Sonntag“ und deren Supplements*, für das „Handelsblatt“ und verschiedene lokale Magazine.

In diesem Herbst wurde mir dann der Posten als Chefredakteurin des Frauen- und Lifestyle-Magazins „MAXI“ angeboten, das im Frühjahr wieder auf den Markt kommen wird – endlich! Ich selbst habe „MAXI“ immer wahnsinnig gerne gelesen und es erfüllt mich mit Stolz, aber auch mit Respekt, dass ich das Heft nun mitgestalten und in die Zukunft führen darf. Als Chefredakteurin bin ich festangestellt. Es ist eine große Herausforderung, an der wir mit einem kleinen, aber sehr leidenschaftlichen Team arbeiten.“

Modekarriere: Wie hast du deinen Wandel vollzogen als freie Journalistin über Länder, wie Ägypten zu berichten und dann in die Modewelt einzusteigen?

Katharina Pfannkuch: „Seit 2013 schrieb ich immer öfter über das Kopftuch muslimischer Frauen. In den vielen Interviews, die ich zwischen Istanbul, Kairo, Hamburg  und Berlin  zu diesem Thema führte, wurde mir die modische Dimension, die dieses Kleidungsstück haben kann, immer bewusster. Begriffe wie Hijabista und Modest Fashion** kamen damals gerade erst auf, ein ganz neuer Stil entstand und es war unglaublich spannend, diese Entwicklung zu dokumentieren.

Auch die Bedeutung für die Textilindustrie interessierte mich. So entstanden meine ersten Beiträge für die Stil-Ressorts großer Medien und schnell wurde mir klar, dass mein Herz für diesen Bereich noch lauter schlägt als für die politische Berichterstattung.“

View this post on Instagram

رأيكم؟

A post shared by Modest fashion (@vogue.hijabers) on

Modekarriere: Welche Tätigkeit am Modejournalismus macht dir am meisten Spaß?

Katharina Pfannkuch: „Ich liebe es, Interviews zu führen und Menschen, über deren Arbeit ich schreibe, persönlich zu begegnen. Oft werde ich dabei überrascht; es entstehen neue Perspektiven und im besten Fall ein echter Austausch mit den Interviewpartnern.“

Modekarriere: Was sind deiner Meinung nach Pflichtevents, an denen man als Modejournalismus anwesend sein sollte?

Katharina Pfannkuch: „Modenschauen informieren einerseits über Trends und sind zugleich eine gute Plattform zum Netzwerken. Um die ersten Kontakte zu knüpfen, eignen sich aber auch Konferenzen zum Thema Mode sehr gut. Die können an Universitäten stattfinden oder in Museen. Ich selbst habe auf diese Weise viele kostbare Kontakte geknüpft, sei es als Speaker bei Panels oder als Gast im Publikum. Konferenzen mit prominenter Besetzung können auch die Möglichkeit zu Interviews bergen. In London konnte ich bei einem solchen Event zum Beispiel Tim Blanks live erleben und sogar Hussein Chalayan interviewen. Eine weitere Option sind Journalisten-Workshops, auch wenn sie sich nicht explizit um Mode drehen.“

Modekarriere: Du hast eine Biografie über Karl Lagerfeld mitgeschrieben. Wie kam es dazu und wie würdest du deine Arbeit daran beschreiben?

Katharina Pfannkuch: „Der Verlag war damals durch meine Artikel über Modetrends und Modegeschichte, in denen Karl Lagerfeld natürlich immer wieder eine Rolle spielte, aufmerksam geworden und machte mir das Angebot, für die Neuauflage von „Karl“ einige Kapitel beizusteuern. Paul Sahner, der Autor der Biographie, ist ja leider 2015 verstorben und konnte sein Buch nicht mehr selbst vollenden.

Es war eine Herausforderung, das Werk eines so erfahrenen und brillanten Autors wie Paul Sahner zu ergänzen, aber natürlich habe ich mich ihr gerne gestellt! Die Arbeit an dem Buch selbst war sehr lehrreich für mich, da ich noch strukturierter planen musste als sonst – einfach, um der Fülle der Informationen, die es über eine Ikone wie Karl Lagerfeld gibt, gerecht zu werden.“

Modekarriere: Gibt es ein besonderes Motto bzw. Zitat in deinem Leben?

Katharina Pfannkuch: „Ich folge weniger einem Zitat als einer Haltung:

Immer dazu lernen wollen und neugierig bleiben.“

Modekarriere: Hast du Pläne für die Zukunft? Gibt es Projekte, die du gerne irgendwann verwirklichen möchtest?

Katharina Pfannkuch: „An einem der aufregendsten Projekte, die ich mir vorstellen kann, nämlich selbst ein Magazin zu gestalten, arbeite ich momentan. Ansonsten gibt es jede Menge Interviewpartner, die ich gerne mal treffen möchte. Und irgendwann einmal genug Muße haben, um ein ganz eigenes Buch zu schreiben, das wäre ein Traum von mir.“

Modekarriere: Was würdest du einer angehenden Modejournalistin empfehlen? Gibt es einen Tipp, den du selbst zu deiner Einstiegszeit gerne gewusst hättest?

Katharina Pfannkuch: „Mode immer in all ihren Facetten – den ästhetischen, den wirtschaftlichen und den politischen – zu sehen. Im Modejournalismus geht es nicht nur um Trends und schöne Schnitte, sondern auch um den Zeitgeist. Wie sich etwa Dresscodes verändern oder zunehmend auflösen, sagt viel über gesellschaftliche Entwicklungen aus.

Mein wichtigster Tipp ist ziemlich simpel: Man sollte immer extrem hohe Ansprüche an sich selbst und an die eigene Arbeit haben. Und sich eine thematische Nische suchen! Ich hatte von Anfang an wirklich viel Glück mit Redakteuren und Mentoren, die mir tolle Tipps gegeben, meine Texte anfangs auch sehr scharf kritisiert und mir viel beigebracht haben.“

Vielen Dank liebe Katharina für den umfangreichen Einblick in deinen Beruf als Modejournalistin und Chefredakteurin!

*Supplements: In der Publizistik sind damit zusätzliche Hefte, Beilagen und Sonderausgaben gemeint.

**Hijabista und Modest Fashion: Die Lust an der Verhüllung als globales Mode-Phänomen

Falls du mehr zum Thema Modejournalismus wissen willst, hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinen Fragen. Gerne auch per Email an info@modekarriere.com.

Mehr zum Thema Praktika und Berufseinstieg

Die Abschlusskollektion – wie kreierst du einen Trend?

der erste Tag mit einer herausfordernden Aufgabenstellung im Hinterkopf: Eine eigenständige Abschlusskollektion zu entwerfen. Aber wie beginne ich? Wie kreiere ich einen Trend?

Mein momentaner Auftrag inspiriert mich dazu, dem Mythos dahinter auf den Grund zu gehen.

Trends werden auf den Laufstegen dieser Welt den Menschen präsentiert. Perfekt inszeniert. Sie entstehen aus den Köpfen genialer Designer.

 

◊◊◊

Trends  können aber auch unspektakulärer daherkommen. Alternative Gesellschaftsformen leben uns Trends vor. Die kleiderhafte Ausdrucksweise von z.B. Punks beflügelt die Massen. Die Suche beflügelt. Der Glaube in eine Anarchie, in eine freie Welt, in eine alternative Lebensausrichtung lässt in uns die Sehnsucht wachsen, uns in unseren Modekombinationen an diese Gruppen anzupassen.

 

Um als Designer einen Trend zu erschaffen, gilt es in erster Linie zu beobachten. Ein Auge auf die Menschen zu haben, auf die unterschiedlichen Gruppierungen. Ihre Bedürfnisse und Sorgen in unserer aktuellen Welt zu kennen. Und den Markt zu sehen. In Geschäfte zu spazieren und die Qualitäten und Details von diesen in sich aufzunehmen.

Wie aber entgehst du Opfer eines aufgetauten Trends zu werden? Bewusst oder unbewusst zu kopieren?

 

◊◊◊

lass dich inspirieren.

 

Nicht nur an der Mode. Gehe in Museen, Möbelgeschäfte, in ferne Länder. Sauge deine Inspiration aus verschiedenen Quellen und gib dir die Zeit, unbekümmert mit einen visuellen Eindrücken zu spielen. Erstelle eine Mindmap mit allen Ideen, die aus deinem kreativen Inneren sprudeln. Halte alles fest. In einem Notizbuch – in Worten oder in Bildern. Meine persönlich Liebste Inspirationsquelle sind Stoffe und Tapeten. Für Letzteres kann ich dir das Tapetenmuseum im Elsass ans Herz legen. Eine Pilgerstätte für eine Vielzahl an Modedesignern.

 

Bei der Modemesse Premiere Vision erhältst du auch eine gute Einsicht über die Farbwelten der kommenden Saison. Viele Kreative ergründeten hierfür den Farbeinsatz führender Stoffhersteller, ja sogar Garnhersteller und ebenso die Beweggründe für diesen Farbwechsel und ihrer Wirkung auf unsere Psyche.

 

Es fühlt sich so wunderbar an, mit den Händen in die verschiedenen Materialien einzutauchen. Vor dem inneren Auge blitzen völlig selbstverständlich die Einsatzmöglichkeiten auf. Durch die Berührung lernen wir einen Stoff wirklich kennen. Und ebenso die feinen Unterschiede auch vermeintlich ähnlicher Qualitäten.

◊◊◊

Es geht um die Farbwelt. Um die Stimmung. Die Atmosphäre, die sich um den Trend legt, ihn greifbar macht. All das auf den Punkt gebracht: in einem Key-Look – komprimierter noch – in ein Key-Item. 

Welche Prints spiegeln die Farbe und die Atmosphäre wider? Die großen Aufreger, die Highlighter einer Kollektion. Und dann ist ein neuer Trend geboren.

 

Suchst du noch mehr Informationen für eine gelungene Abschlusskollektion? Bei Amazon habe ich hier ein interessantes Buch zu diesem Thema gefunden:

Mit einem Klick hier, gelangst du zu Amazon und kannst einen genaueren Blick auf das Buch werfen.
Utensilien für Modedesigner

Die Must-Have Utensilien für Modedesigner

Sicherlich ist dir schon aufgefallen, wie viele unterschiedliche Materialen und Utensilien du für dein Vorhaben als Modedesigner angeboten bekommst. Von der Stoffschere bis zum Lineal.
Bei manchen Dingen, wie z.B. Scheren muss man auch mal richtig tief in die Tasche greifen, ohne zu wissen, ob man später mit den erstandenen Utensilien auch klar kommt.
Die nachfolgenden Produkte sind von mir während der Zeit meiner Ausbildung erprobt worden und zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus. Die meisten Utensilien benutze ich bis heute. So kannst du dir auch eine Menge Geld sparen, indem du gleich die richtigen Artikel kaufst und kannst lange Freude daran haben.

Für Nähwütige

*Mit einem Klick auf das Bild, wirst du zum Buch Shop weitergeleitet.

Für einen goldenen Schnitt, wie bei der Haute Couture

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf da Foto klickst)

  • ein 50 cm Lineal ist eine echte Erleichterung gerade wenn du ein Kleid oder einen langen Rock erstellst
    Minenbleistift, immer spitz ohne lästiges Anspitzen
    Radiergummi + Radierstift
  • Fixogum ist ein etwas teurer Flüssigkleber, der allerdings durch seine Eigenschaft abziehbar zu sein, für die Erstellung von Papier Schnitten ideal ist. Kleben, abziehen, kleben. Ein echter Traum beim Ausstellen von Röcken:

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf das Foto klickst)

  • Stoffe zum Drapieren vom holländischer Stoffmarkt
    Seidenpapier günstig auf Rollen vom holländischen Stoffmarkt
    Termin findest du hier.

Am Anfang steht die Idee eines Modedesigners

  • Buntstifte von Faber Castell
  • Copic Ciao (mit feiner und mittlere Spitze) Für die Hautfarbe benutze ich bei sehr hellem Teint E50 + YR20 und gebräuntem Teint: E21 + E31 (+Schatten und Contouren E33)
  • Feinliner 0,3 und 0,5 von Copic
  • Copicpapier von der Papierfabrik Schoellershammer (nur auf dem richtigen Papier lassen sich Copicstifte nahtlos miteinander vermischen und Schattierungen erzielen. Diese Stifte werden auch für Comiczeichnungen benutzt)
  • Bleistifte in verschiedenen Härtegraden von Faber Castell:

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf da Foto klickst)

  • weißer Gelstift
  • Schminke Aquarellfarben (erstmal nur die Basisfarben. Glaub mir so sagenhaft intensive Aquarellfarben hast noch nicht gesehen)
  • Aquarellpapier von Hahnenmühle
  • Wasserbehälter
  • Mischpalette
  • Materialbibliothek für Schraffuren (Beginn am besten gleich deine Sammlung von Jeansresten bis zum Sandpapier. Lege das Material unter deine schon colorierte Zeichnung und gehe vorsichtig mit der flachen Kante eines Buntstifts darüber)
  • Sketchbook, um deine Ideen festzuhalten Copic Marker-Skizzenbuch, 12,7 x 17,8 cm, 50 Blatt, SKBK5x7
    *

Du kannst mit Schraffuren unterschiedliche Materialien nachempfinden

 

 

 

 

Einen Tipp hab ich noch für dich:

Da du dich in einer Branche bewegst, die ständig neue Trendfarben festlegt, würde ich davon absehen, Farben ohne den genauen Nutzen im Voraus zu kaufen. Warte lieber ab, was du wirklich brauchst. Bei dem Hobbymarkt „Idee“ oder in gut sortierten Schreibwarengeschäften bekommst du auch noch spontan Stifte.

Um gut vorbereitet zu sein, habe ich dir speziell auf die Bedürfnisse eines Modedesigners Fachbücher ausgesucht und ebenso Romane, die dich auf dein Vorhaben einstimmen.

Falls du noch Fragen oder eigene Tipps für die besten Utensilien für Modedesigner hast, lass es mich unten in den Kommentaren wissen.

(Credit für Logos: LogoMakr.com)

*Partnerlink für meine Bezugsquellen.

Vorstellungsgespräch als Modedesigner

10 Tipps für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Was ist für dich das aller Schlimmste an einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner? Dass dem Personaler deine Arbeiten nicht gefallen? Die kühlen und abgeklärten Blicke deines Gegenüber? Die Möglichkeit, deine Schwächen zu erkennen? Es ist ein Thema, mit dem viele an ihre Grenzen stoßen. Bist du aber richtig vorbereitet wirst du dich schon gleich viel souveräner fühlen.

Darum trage ich dir hier meinen Erfahrungsschatz in Sachen Vorstellungsgespräch als Modedesigner zusammen und kann dir schon gleich verraten, dass jedes Kennenlernen anders sein wird und aufs eine Herausforderung darstellt. Und es geht letztlich nicht nur darum, dass du dich bestmöglich verkaufst. Es ist ebenso wichtig, dass du ein besseres Bild von deinem Unternehmen erhältst, um selbst einschätzen zu können, ob die offene Stelle richtig für dich ist. Tipps für eine gelungene Bewerbung findest du hier.

Eine Chefin betonte immer wieder, sie wolle Designer in einem Vorstellungsgespräch haben, die „sprühen“. Ein guter Kandidat für sie ist ein Mensch, dem man von der Nasenspitze aus und vom ersten Wort her anmerkt, wie viel kreative Energie in ihm steckt. Natürlich spielt dabei das richtige Outfit eine enorme Rolle. Nicht umsonst gilt das Sprichwort: „Für der erste Eindruck zählt“ Vor allem in der Modebranche zählt der noch einmal mehr.

 

Das richtige Outfit für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Nun könnte dir Anne Hathaway im Film „Der Teufel trägt Prada“ in den Sinn kommen. Aber beim richtigen Outfit geht es gar nicht darum, im Chanel Kostüm aufzutauchen und dabei noch schwindelerregend hohe Absätze zu tragen, die jeden deiner Schritte noch unsicherer werden lassen.

Zieh das an, worin du dich wohl fühlst und was deinen Stil unterstreicht. In einem Modeunternehmen musst du auch gar nicht die typischen Stilregeln beachten. Bei einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner ist im Prinzip alles erlaubt, wichtig ist nur, dass du symbolisierst, dass du in das Unternehmen passt. Für ein Gespräch in einem Haute Couture Atelier kleide ich mich femininer, als bei einer Jeansmarke.

Soll ich am besten Teile von der Marke tragen, wirst du dich vielleicht Fragen. Wenn du die Marke liebst und sowieso trägst, warum nicht? Allerdings würde ich davon abraten, dich von Kopf bis Fuß in eine ungewohnte Marke zu hüllen und dann beim Vorstellungsgespräch mit der brandneuen Kollektion aufzutauchen. Zum einen ist das für deinen Gegenüber extrem auffällig und natürlich wirst du verstärkt Rückfragen zu erwarten haben.

Auf meiner Pinnwand findest du ein paar aktuelle Anregungen (Stand FS 2018).

Erlange Know-How

Eine gute Vorbereitung macht dich fit für das Gespräch. Lerne etwas über die Firmenphilosophie.

Schau dir an, wo die Marke erhältlich ist. Es wird immer wieder gern gefragt, woher man die Marke kennt.

Außerdem solltest du den Stil der Kollektion beschreiben können und was du persönlich daran bewundernswert findest.

Deinen eigenen Lebenslauf solltest du ebenso gut kennen, wie einige der aktuellen Modetrends der Saison.

Verschaffe dir auch einen Überblick über die direkten Konkurrenten.

Überlege dir gut, wie du begründest, weshalb du gerne für dieses Unternehmen arbeiten möchtest oder warum du den Arbeitsplatz wechselst und mach dir in deiner Vorstellung bereits ein Bild, wie die zukünftigen Tätigkeiten aussehen könnten.

Wie soll ich mich Verhalten?

Sei immer offen und höflich. Steh auf, wenn jemand den Raum betritt, gib jedem die Hand mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich selbst habe ein super schlechtes Namensgedächtnis, dafür gibt es aber einen Trick: Wiederhole den Namen deines Gegenüber. „Ich freue mich sehr Sie kennenzulernen Fr. …“ „Vielen Dank Herr … für die Einladung zum persönlichen Kennenlernen.“

Wo genau deine Hände beim Gespräch sind und ob du deine Beine überschlägst oder nicht, sind Fragen, die evtl. beim Management eine Rolle spielen oder bei sehr seriösen Unternehmen. Solange du nicht lümmelst, deine Schultern schon fast den Tisch vor dir berühren und du den Boden anstarrst, wird vieles toleriert. Es geht nicht um die perfekte Haltung, sondern um deine Ausstrahlung. Du gestikulierst sehr viel? Das ist wunderbar. Aber zwinge dir kein Verhalten auf, das dir sonst auch nicht liegt.

Vielleicht wirst du auch im Unternehmen herumgeführt. Sei neugierig. Begrüße alle anderen Mitarbeiter, bestenfalls gib ihnen die Hand und stell dich kurz vor. (Lieber auch 2x, als jemanden auszulassen). Und bedanke dich am Ende der Führung.

Du kannst das!

Vermittle deinem Gesprächspartner, dass du für alles bereit bist. Selbst wenn du im innersten Panik bekommst, sei mutig und trau dir auch Aufgaben zu, die du bisher noch nicht kennengelernt hast. Die Modebranche wird dich sowieso irgendwann eiskalt erwischen, warum also versuchen, davor davon zu laufen? Was du jedoch unterlassen solltest, ist lügen! Sei offen für neues, aber bleib bei den Tatsachen. Schwindeln wird sehr schnell entlarvt.

Fettnäpfchen umgehen

Rede stehts respektvoll über andere andere Personen. Eine der obersten Regeln lautet: Rede niemals schlecht über jemanden. Weder über deine Lehrer, noch über vorherige Arbeitgeber.

Kein Meister ist vom Himmel gefallen. D.h. erläutere dein Know-How, aber lasse im Gespräch genug Raum, dass dir dein Gegenüber auch noch die Arbeitsweisen des Unternehmens erklären kann.

Sei bitte nicht schockiert, falls man das Gespräch auf Englisch switchen wird, wenn du dies als Sprache in deinem Lebenslauf angegeben hast.

Antworte auch auf „seltsame“ Fragen gewissenhaft. Es ist dazu auch okay zu fragen, ob du eine kurze Bedenkzeit bekommst. Manchmal tauchen etwas abnormale Fragen mitten im Gespräch auf, dies soll dein Stresslevel testen. „Mit welchem Star würden Sie sich vergleichen und warum?“ „Was war das bisher größte Erfolgserlebnis in Ihrem Leben?“

In der Modebrache sollte man unempfindlich, bei der Frage nach der Kleidergröße sein. Ein Modeunternehmen freut sich immer über Mitarbeitern, die evtl. Musterteile zur Beurteilung anprobieren können. Größe 38 ist dabei der klare Favorite. D. h. aber nicht, dass dies ein Einstellungskriterium ist.

Zeige Schwächen

Eine gefürchtete Frage, bei fast jedem Bewerber: „Was sind ihre Schwächen?“ Eigentlich ist das schon ein bisschen frech, aber leider wird diese Frage regelmäßig gestellt. Überlege dir lieber eine aufrichtige Antwort. Spreche auch an, wie du aktuell versuchst, dieses „Problem“ in den Griff zu bekommen. Hier wird jedoch werder verlangt über psychische Probleme zu sprechen, noch über irgendwelche emotionalen Dinge. Es geht lediglich um die kleinen Ecken und Kanten, die wir alle haben, die uns liebenswert machen. Z. B. kann es sein dass du kein geborener Rhetoriker bist, dafür hast du aber erst einen Rednerkurs besucht oder du bist sehr selbstkritisch, was deine eigene Arbeit angeht…

Sei neugierig

Zum Ende des Gesprächs wird man häufig gefragt, wo es noch Unklarheiten gibt oder ob du selbst noch etwas wissen möchtest. Es wird von dir erwartet, dass du neugierig auf das Unternehmen bist. Allerdings ist man oftmals von all den Erzählungen des Personalchefs ziemlich reizüberflutet und es will dir vielleicht so gar kein Stichpunkt mehr einfallen, den es zu hinterfragen gäbe. Kluge Antworten im Vorfeld zu überlegen, kann dich in dieser Situation retten. So könnten mögliche Fragen aussehen:

„Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen?“

„Wie gestalten Sie die Einarbeitungsphase? Wird man dabei das gesamte Unternehmen kennenlernen/durchlaufen?“

„Wie groß ist das Team, in dem ich arbeiten werde?“

Das Assessment Center als Modedesigner

In meiner Laufbahn wurde ich immer wieder mit Assessment Center konfrontiert. Dies auch bei großen Unternehmen, wie Tom Tailor. (Dieses Vorstellungsgespräch als Modedesigner habe ich übrigens über den Young Professionals Day der Textwirtschaft ergattert).

Ein solches „Bewerbungsduell“ dauert meist den ganzen Tag. Mit dir am Tisch sitzen 5 – 11 weitere Kandidaten. Die Aufgaben sind in der Regel machbar, wenn du eine Leidenschaft für den Job hast. Es gibt immer eine kleine kreative Vorstellungsrunde und eine Gruppenaufgabe. Außerdem werden weitere Fähigkeiten, wie Präsentationstalent oder die Beherrschung von Grafikprogrammen getestet. Manchmal sind auch Rollenspiele dabei. Zum Schluss folgt das Einzelgespräch. Leider oftmals mit einer langen vorherigen Wartezeit verbunden.

Vor dem eigentlichen Tag, wurde mir auch schon mal eine Hausaufgabe aufgegeben. Ich hatte 3 Tage Zeit eine Kollektion nach den eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Diese Kollektion sollte jeder Kandidat dann zum Ende des Tages hin präsentieren.

Am Ende hat sich bei mir ein Satz der 3 „Jury Mitglieder“ eingeprägt: „Wir suchen nicht nach der Besten, die alle Aufgaben perfekt erledigt. Wir suchen nach der Besten für uns. Jemand, die zwar aus der Gruppe hervorsticht, aber dennoch keine Unruhe schafft.

Alles im Gepäck?

Bring eine vollständige Bewerbungsmappe und ebenso dein Portfolio mit zum Gespräch, auch wenn du eine Email mit Anhang gesendet hast und diese auch offensichtlich angekommen ist. Personalchefs sind vergessliche Wesen und manche Abteilungsleiter wissen schlichtweg nicht, wie ein Kopierer funktioniert, darum überlasse nichts dem Zufall. Dein gedrucktes Portfolio kannst du so auch nochmal präsentieren und wichtige Details veranschaulichen. Eine einfache Möglichkeit, deinen Gegenüber zu begeistern.

Ein Stift und ein nettes Notizbuch sind auch gern gesehene Begleiter bei deinem Vorstellungsgespräch und unerlässliche Utensilien bei einem Vorstellungsgespräch.

Last but not least

Komm unbedingt pünktlich zum Vorstellungsgespräch! Nichts wird dir mehr die Stelle kosten, als ein/e genervte/r Personalchef/in oder gar Unternehmer/in, der oder die warten muss.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit meinen Tipps und freue mich von deinen Erfahrungen unten in den Kommentaren zu hören!

Karriere in der Modebranche

Wie du heute schon deinem Traum von einer Karriere in der Modebranche näher kommst

Anzeige |

Wie findest du einen Weg, heute schon deiner Karriere in der Modebranche näher zu kommen? Durch das Internet haben wir Zugang zu schier unendlich vielen Informationen, oftmals zu vielen Informationen. Es ist ein Irrgarten voller grenzenloser Möglichkeiten und Probleme, von denen du noch nicht einmal wusstest. Darum habe ich dir hier ein paar Praxiserfahrungen zusammengestellt:

Karriere in der Modebranche

Setze dir einen Fokus

Die Idee, Modedesigner zu werden hatte ich niemals aus den Augen verloren, selbst nicht, als er mir nach meinem Schulabschluss von allen Seiten ausgeredet wurde. Die Agentur für Arbeit, Familie und Freunde wussten schlichtweg nicht, wie sie mich unterstützen sollten und vor allem, wie man in dieser Sparte später mal Geld verdienen soll. Also nahm ich erst einmal Abstand von meinem Traum und begann mit einer Ausbildung im Handel. Aber mein Wunsch hatte mich auch während der Ausbildung nie verlassen. Nebenbei habe ich mir so viele Möglichkeiten gesucht, doch noch meinen Traum zu verwirklichen und Jahre später bin ich meinem Ruf nach Kreativität und Design wieder gefolgt. Ich habe meinen Traum von einer Karriere in der Modebranche verwirklichen. Ein Fokus kann eben auch Unterbrechungen beinhalten, aber er sollte immer Teil des Lebens bleiben.

Somit kann ich dir eine Art Schlachtplan aus erster Hand liefern. Dabei spielen der Fokus und Etappenziele eine große Rolle.

 

Entwickle eine Strategie für deine Karriere in der Modebranche

Den großen Traum vor Augen zu haben ist wichtig. Aber vielleicht ist dein Ziel noch so weit entfernt, dass du manchmal gar nicht mehr weißt, ob du überhaupt in die richtige Richtung läufst. Darum solltest du dir kleinere Etappenziele setzen. Es ist ein schönes Gefühl, auf ein näheres Ziel hinzuarbeiten, das von dir zeitig absolviert werden kann und du immer wieder kleine Momente zum Feiern hast. Das gibt der Kraft und Motivation.

 

Finde heraus, was dir wirklich Spaß macht

Das klingt zunächst simpel, meistens ist dies jedoch die größte Hürde. Du bist fest davon überzeugt in einem kreativen Job arbeiten zu wollen, hast aber noch keine genaue Vorstellung von den vielen Möglichkeiten in der Branche. Der Bereich Design ist sehr breit gefächert.

Du kannst Pläne schmieden, in einem Couture Atelier eines großen Designers arbeiten zu wollen oder stellst dir eine Selbstständigkeit mit einem Taschenlabel vor. Allerdings kann es schnell passieren, dass dir deine Träume in der Realität nicht mehr zusagen.

Ich habe ebenfalls durch meine Praktikumserfahrungen schnell gemerkt, in welchen Bereichen ich arbeiten möchte und in welchen ich es mir gar nicht vorstellen kann. Außerdem habe ich auch ganz neue Berufssparten kennengelernt, von denen ich vorher noch nichts ahnte.

Aber ich lernte dabei, dass Erfahrung der beste Weg ist, um herauszufinden, was dir wirklich Spaß macht. Suche dir daher einen Praktikumsplatz bei einem Start-up Label, einem Couture Label oder wo du dir auch immer vorstellst, hinzugehören. Durch eine vorherige Kostprobe wirst du die nötige Erfahrung sammeln und hinterher besser wissen, was du dir wirklich vorstellen kannst.

 

Erstelle ein Portfolio für deine Karriere in der Modebranche

karriere in der Modebranche

Ob du kurz davor stehst ein Studium anzufangen oder bereits eine Ausbildung als Designerin begonnen hast. Trage deine bisher entstandenen Arbeiten zusammen und erstelle ein Portfolio. Das ist sozusagen eine Übersicht, über deinen bisherigen Kenntnisstand und deine Kreativität, die sowohl für potenzielle Arbeitgeber, wie auch Fachschulen mit Aufnahmeprüfung wichtig ist. Deine Arbeiten können auch unterschiedliche Themen haben. Es ist gar nicht schlimm, wenn du keine komplette Kollektion bisher genäht oder gezeichnet hast.

Du kannst mit dem Begriff Portfolio nicht sehr viel anfangen? Oder du hast keine Vorstellung, wie ein stilvoller Aufbau eines Portfolios mit deiner persönlichen Note aussehen kann? Mir ging es früher genauso. Doch ich kann dir sagen für deine Karriere in der Modebranche ist es unerlässlich. In der Zwischenzeit konnte ich viele Erfahrungen durch den Austausch mit Personalern und anderen Designern sammeln und dazu kannst du gerne meine Bewerbungsvorlagen ansehen.

kreative Bewerbung Modedesigner
Mit einem Klick auf das Bild, wirst du zum Creative Market weitergeleitet.

Eines möchte ich dir noch mit auf den Weg geben: Natürlich ist es nicht relevant, all diese Punkte an einem Tag abzuhaken. Es zählt nur der Gedanke, dass du dich einen Schritt nach vorne bewegst, nicht nur für deine Dozenten, deine Abgaben, deinen Nebenjob, deine Ablenkungen etc. lebst. Sonst wird dein Traum immer nur ein Traum bleiben.

Beginnst du aber mit einem dieser Punkte ernsthaft, wird aus deinem Traum ein Plan und es gibt dir ein gutes Gefühl voran zu kommen.

„Today is a perfect day to start living your dreams.“

Träume sind etwas Wunderbares und ich bin sehr froh selbst immer noch Träume zu haben, damit nicht den von der Gesellschaft vor diktierten Weg zu gehen. Ich wünsche dir viel Erfolg für deine Karriere in der Modebranche.