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Wie findest du einen Praktikumsplatz im Bereich Modedesign?

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Generation Praktikum

Nach dem Ende meines Designstudiums 2010 hatte ich viele neue Fertigkeiten erlernt und doch stellte sich mir die Frage, wie finde ich einen Praktikumsplatz im Bereich Modedesign. Alle meine Fähigkeiten würden mir nützen, um mich als selbstständiger Designer zu verwirklichen – um Mode zu entwerfen. Aber wie finde ich einen Weg, meine Kenntnisse in einem Unternehmen auszubauen?

Heute weiß ich, es bedarf extremer Ausdauer, ein flexibles Leben, dass dir keine Hürden in den Weg stellt und einen starken unabdingbaren Willen (und einen Nebenjob, der dich über Wasser hält).

Insgesamt absolvierte ich drei Praktika in sehr unterschiedlichen Unternehmenskonstrukten. Mein erstes Praktikum dauerte nur einige Wochen in einem Couture Atelier. Die Inhaberin präsentierte mehr Kunst als Mode auf der Berliner Fashion Week und verkaufte diese Kreationen rund um den Globus an Stars und Millionäre. Es hörte sich wie ein Traum an. Für manch einen Praktikanten dort war es vielleicht auch einer. Ich bemerkte aber, dass die Couturewelt nicht der richtige Ort für mich war. Zudem war das Praktikum unbezahlt, was die Regel in dieser Branche darstellt, einen jedoch irgendwann „absaufen“ lassen würde.

Daher bewarb ich mich weiter, bis ich ein Praktikum bei einer Wäsche- und Bademodenfirma ergatterte. Die Musterproduktion fand teilweise noch in der Firma selbst statt und ich bekam die Möglichkeit meine eigene Bademodenkollektion zu erstellen. Zudem bekam ich ein Taschengeld und eine firmeneigene Wohnung zur Verfügung gestellt – ein echter Hauptgewinn. Dafür wurde ich jedoch auch als billige Arbeitskraft für den Zuschnitt der Modelle eingesetzt. Nach manchen Tagen konnte ich meine Finger kaum noch bewegen, da diese vom festen Griff der schweren Schneiderscheren schmerzten – geschwollene Hände und regelmäßiger Blutstau waren die Folge. Dennoch blieb ich dort acht Monate, brachte mir die Programme CorelDraw und Assyst bei, lernte die Verarbeitung und Schnitterstellung von Bademoden und das Einplatzieren von placed Prints für die unterschiedlichen Größen.

Danach fand befand sich die Branche gerade in einer wirtschaftlichen Talfahrt und ich bekam ein weiteres Mal nur einen Praktikumsplatz angeboten. Bezahlt und an einem der schönsten Flecken Deutschlands, aber eben kein Praktikum mit Übernahmegarantie. Wieder hängte ich mich voll in meinen Job. Neben Collagen erstellen und überarbeiten von technischen Zeichnungen, bereitete ich Übergabetermine an die Vertriebsmitarbeiter vor, nahm an Fotoshootings teil, etc.

Mein Fazit aus dieser Zeit hat gute und auch negative Seiten. Es ist meiner Meinung nach extrem wichtig nach dem Studium oder auch für den Quereinstieg, die Modebranche hautnah zu erleben. Vorstellungen und die Realität liegen oft weit auseinander. So entsteht ein gutes Bild für jeden, der tiefer in die Branche eintauchen möchte und das ist so manche Strapazen wert. Mit Ausdauer und Leidenschaft auch realisierbar, sogar wenn auch nur eine Stelle durch ein anstrengendes Assessment Center zu haben ist. Die Praktikumszeit ist keine einfache, es gibt viele finanzielle Einschränkungen und keine Sicherheiten. Letzteres ist aber auch mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag eine Illusion, denn Firmen können bei schlechter wirtschaftlicher Lage jederzeit entlassen. Achte bei der Wahl des Arbeitgebers auch darauf, dass du ebenfalls einen Gewinn davon hast und genügend Erfahrungen sammelst. Kaffeekochen sollte nicht die Regel sein.

So findest du einen Praktikumsplatz im Bereich Modedesign

Nun komme ich zu meinen eigentlichen Tipps, wie du einen Praktikumsplatz findest:

  • Es gibt zwei große Internetstellenbörsen für die Fashion Industry: www.fashion-united.de und www.textilwirtschaft.de
  • Suche direkt auf der Unternehmenswebseite nach Stellen oder der Möglichkeit eine Initiativbewerbung zu schicken
  • Auf allen Jobbörsen kannst du Praktikumsstellen finden, so auch Indeed, Stepstone etc.
  • Erstelle dir ein Profil auf Linkedin oder Xing und checke auch hier regelmäßig die Angebote
  • Suche über Modemessen nach Ausstellernamen (das findest du auch über das Internet heraus), Modemarken oder Agenturen, die du bisher noch nicht kanntest
  • Neben Modelabels kannst du auch über Produktionsagenturen, Lohnnähereien, Trendagenturen oder modeaffine Werbeagenturen suchen
  • Schaue in deinen eigenen Kleidungsstücken das Pflegeetikett an, wer hier der Hersteller ist. Einige Firmen verkaufen nur die Ware und der Hersteller ist ein ganz anderes evtl. ebenfalls in Deutschland ansässiges Unternehmen
  • Begib dich auch im Ausland auf die Suche, denn Auslandserfahrung wird nach wie vor sehr hoch angesehen
  • Checke alle diese Möglichkeiten kontinuierlich, sodass du viele Unternehmen auf dem Schirm hast, auch wenn vielleicht gerade nicht die richtige Stelle für dich frei ist.
  • Achte auf die Aktualität bei einem ausgeschriebenen Praktikumsplatz für den Bereich Modedesign. Ist die Anzeige mehr als 2 Wochen alt, solltest du einmal nachhaken, ob der Bewerbungsprozess noch offen ist. Und sei schnell, das kann ich nur immer wieder betonen. Hast du mit einem Unternehmen telefoniert, sollte die Bewerbung dort spätestens nach zwei Tagen „auf dem Tisch liegen“, sonst wirst du wieder vergessen.

Wenn du entsprechende Stellenausschreibungen gefunden hast oder dich für eine Initiativbewerbung entscheidest, geht es an die Formulierung  und das Layout deiner kreativen Bewerbung.

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Der Einstieg als Modejournalistin: ein Interview mit der Chefredakteurin Katharina Pfannkuch

Die Modejournalistin Katharina Pfannkuch
Foto: Die Modejournalistin Katharina Pfannkuch

Sie recherchieren, interpretieren, berichten und kommentieren – Modejournalisten. Kenntnisse aus der Modewelt und die Fertigkeiten des Journalismus werden in diesem Berufsbild vereint. Dabei geht um mehr, als nur über Trendthemen zu schreiben und glamouröse Events zu besuchen. Für einen guten Artikel ist es unerlässlich, auch die wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründe der Modebranche abzubilden.

Wie findest du den Einstieg in den Modejournalismus?

Das Berufsbild eignet sich perfekt für einen Quereinstieg. Ein spezifisches Studium ist nicht unbedingt nötig. Das heißt aber, dass du dir das Wissen und die Fertigkeiten, die du während eines Studiums in mehreren Semestern erlangst, selbst aneignen musst. Zudem solltest du dich im Modebereich sehr gut auskennen. Dazu kann ein Praktikum in einem Modeunternehmen sehr hilfreich sein (mit oder ohne Studium), um hinter die Kulissen dieser Branche blicken zu können. Auch die Mithilfe auf modespezifischen Events kann dir den Einstieg erleichtern. Über alle dem ist das Schreibhandwerk essenziell für diesen Beruf. Übe dies, wo du nur kannst.

Als angehender Modejournalist beginnst du bestenfalls mit einem Volontariat und kannst zudem Erfahrungen als freier Journalist sammeln. In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Zeitschriften und Magazinen für die Modejournalisten arbeiten. Zum einen gibt es modeinteressierte Privatpersonen, die das Publikum darstellen.

Zum anderen gibt es auch Modeunternehmen und andere Branchenexperten als Zielgruppe, für die verschiedene Fachzeitschriften verlegt werden.

Der Quereinstieg von Katharina Pfannkuch zur Modejournalistin

Wie ein Quereinstieg in den Modejournalismus funktionieren kann, konnte ich im Interview mit der frischgebackenen Chefredakteurin Katharina Pfannkuch erfahren. Mit ihrem hochinteressanten Lebenslauf gibt sie einen Einblick über die Möglichkeiten, die einem als Modejournlistin offen stehen:

Katharina Pfannkuch studierte Islamwissenschaft und machte ihren Master in Arabistik. Gegen Ende des Studiums schrieb sie bereits als freie Autorin für verschiedene Print- und Onlinemedien. Zudem berichtete sie durch lange Aufenthalte in den Emiraten, Tunesien, Ägypten und Syrien über ihr Fachgebiet.

Die Modejournalistin Katharina Pfannkuch
Foto: Die Modejournalistin Katharina Pfannkuch

Modekarriere: Wie ging es bei dir nach dem Studium weiter und wo stehst du heute?

Katharina Pfannkuch: „Mein Auftraggeber-Kreis wuchs vor allem, seit ich als freie Journalistin aus Tunesien und Ägypten über den sogenannten Arabischen Frühling berichtete. Nachdem ich für ein halbes Jahr eine Kollegin im Stil-Ressort der „Welt am Sonntag“ in Berlin vertreten hatte, arbeitete ich seit Sommer 2018 als freie Journalistin von Düsseldorf aus, unter anderem für die „Frankfurter Allgemeine Tageszeitung“, „Die Welt am Sonntag“ und deren Supplements*, für das „Handelsblatt“ und verschiedene lokale Magazine.

In diesem Herbst wurde mir dann der Posten als Chefredakteurin des Frauen- und Lifestyle-Magazins „MAXI“ angeboten, das im Frühjahr wieder auf den Markt kommen wird – endlich! Ich selbst habe „MAXI“ immer wahnsinnig gerne gelesen und es erfüllt mich mit Stolz, aber auch mit Respekt, dass ich das Heft nun mitgestalten und in die Zukunft führen darf. Als Chefredakteurin bin ich festangestellt. Es ist eine große Herausforderung, an der wir mit einem kleinen, aber sehr leidenschaftlichen Team arbeiten.“

Modekarriere: Wie hast du deinen Wandel vollzogen als freie Journalistin über Länder, wie Ägypten zu berichten und dann in die Modewelt einzusteigen?

Katharina Pfannkuch: „Seit 2013 schrieb ich immer öfter über das Kopftuch muslimischer Frauen. In den vielen Interviews, die ich zwischen Istanbul, Kairo, Hamburg  und Berlin  zu diesem Thema führte, wurde mir die modische Dimension, die dieses Kleidungsstück haben kann, immer bewusster. Begriffe wie Hijabista und Modest Fashion** kamen damals gerade erst auf, ein ganz neuer Stil entstand und es war unglaublich spannend, diese Entwicklung zu dokumentieren.

Auch die Bedeutung für die Textilindustrie interessierte mich. So entstanden meine ersten Beiträge für die Stil-Ressorts großer Medien und schnell wurde mir klar, dass mein Herz für diesen Bereich noch lauter schlägt als für die politische Berichterstattung.“

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Modekarriere: Welche Tätigkeit am Modejournalismus macht dir am meisten Spaß?

Katharina Pfannkuch: „Ich liebe es, Interviews zu führen und Menschen, über deren Arbeit ich schreibe, persönlich zu begegnen. Oft werde ich dabei überrascht; es entstehen neue Perspektiven und im besten Fall ein echter Austausch mit den Interviewpartnern.“

Modekarriere: Was sind deiner Meinung nach Pflichtevents, an denen man als Modejournalismus anwesend sein sollte?

Katharina Pfannkuch: „Modenschauen informieren einerseits über Trends und sind zugleich eine gute Plattform zum Netzwerken. Um die ersten Kontakte zu knüpfen, eignen sich aber auch Konferenzen zum Thema Mode sehr gut. Die können an Universitäten stattfinden oder in Museen. Ich selbst habe auf diese Weise viele kostbare Kontakte geknüpft, sei es als Speaker bei Panels oder als Gast im Publikum. Konferenzen mit prominenter Besetzung können auch die Möglichkeit zu Interviews bergen. In London konnte ich bei einem solchen Event zum Beispiel Tim Blanks live erleben und sogar Hussein Chalayan interviewen. Eine weitere Option sind Journalisten-Workshops, auch wenn sie sich nicht explizit um Mode drehen.“

Modekarriere: Du hast eine Biografie über Karl Lagerfeld mitgeschrieben. Wie kam es dazu und wie würdest du deine Arbeit daran beschreiben?

Katharina Pfannkuch: „Der Verlag war damals durch meine Artikel über Modetrends und Modegeschichte, in denen Karl Lagerfeld natürlich immer wieder eine Rolle spielte, aufmerksam geworden und machte mir das Angebot, für die Neuauflage von „Karl“ einige Kapitel beizusteuern. Paul Sahner, der Autor der Biographie, ist ja leider 2015 verstorben und konnte sein Buch nicht mehr selbst vollenden.

Es war eine Herausforderung, das Werk eines so erfahrenen und brillanten Autors wie Paul Sahner zu ergänzen, aber natürlich habe ich mich ihr gerne gestellt! Die Arbeit an dem Buch selbst war sehr lehrreich für mich, da ich noch strukturierter planen musste als sonst – einfach, um der Fülle der Informationen, die es über eine Ikone wie Karl Lagerfeld gibt, gerecht zu werden.“

Modekarriere: Gibt es ein besonderes Motto bzw. Zitat in deinem Leben?

Katharina Pfannkuch: „Ich folge weniger einem Zitat als einer Haltung:

Immer dazu lernen wollen und neugierig bleiben.“

Modekarriere: Hast du Pläne für die Zukunft? Gibt es Projekte, die du gerne irgendwann verwirklichen möchtest?

Katharina Pfannkuch: „An einem der aufregendsten Projekte, die ich mir vorstellen kann, nämlich selbst ein Magazin zu gestalten, arbeite ich momentan. Ansonsten gibt es jede Menge Interviewpartner, die ich gerne mal treffen möchte. Und irgendwann einmal genug Muße haben, um ein ganz eigenes Buch zu schreiben, das wäre ein Traum von mir.“

Modekarriere: Was würdest du einer angehenden Modejournalistin empfehlen? Gibt es einen Tipp, den du selbst zu deiner Einstiegszeit gerne gewusst hättest?

Katharina Pfannkuch: „Mode immer in all ihren Facetten – den ästhetischen, den wirtschaftlichen und den politischen – zu sehen. Im Modejournalismus geht es nicht nur um Trends und schöne Schnitte, sondern auch um den Zeitgeist. Wie sich etwa Dresscodes verändern oder zunehmend auflösen, sagt viel über gesellschaftliche Entwicklungen aus.

Mein wichtigster Tipp ist ziemlich simpel: Man sollte immer extrem hohe Ansprüche an sich selbst und an die eigene Arbeit haben. Und sich eine thematische Nische suchen! Ich hatte von Anfang an wirklich viel Glück mit Redakteuren und Mentoren, die mir tolle Tipps gegeben, meine Texte anfangs auch sehr scharf kritisiert und mir viel beigebracht haben.“

Vielen Dank liebe Katharina für den umfangreichen Einblick in deinen Beruf als Modejournalistin und Chefredakteurin!

*Supplements: In der Publizistik sind damit zusätzliche Hefte, Beilagen und Sonderausgaben gemeint.

**Hijabista und Modest Fashion: Die Lust an der Verhüllung als globales Mode-Phänomen

Falls du mehr zum Thema Modejournalismus wissen willst, hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinen Fragen. Gerne auch per Email an info@modekarriere.com.

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Die Abschlusskollektion – wie kreierst du einen Trend?

der erste Tag mit einer herausfordernden Aufgabenstellung im Hinterkopf: Eine eigenständige Abschlusskollektion zu entwerfen. Aber wie beginne ich? Wie kreiere ich einen Trend?

Mein momentaner Auftrag inspiriert mich dazu, dem Mythos dahinter auf den Grund zu gehen.

Trends werden auf den Laufstegen dieser Welt den Menschen präsentiert. Perfekt inszeniert. Sie entstehen aus den Köpfen genialer Designer.

 

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Trends  können aber auch unspektakulärer daherkommen. Alternative Gesellschaftsformen leben uns Trends vor. Die kleiderhafte Ausdrucksweise von z.B. Punks beflügelt die Massen. Die Suche beflügelt. Der Glaube in eine Anarchie, in eine freie Welt, in eine alternative Lebensausrichtung lässt in uns die Sehnsucht wachsen, uns in unseren Modekombinationen an diese Gruppen anzupassen.

 

Um als Designer einen Trend zu erschaffen, gilt es in erster Linie zu beobachten. Ein Auge auf die Menschen zu haben, auf die unterschiedlichen Gruppierungen. Ihre Bedürfnisse und Sorgen in unserer aktuellen Welt zu kennen. Und den Markt zu sehen. In Geschäfte zu spazieren und die Qualitäten und Details von diesen in sich aufzunehmen.

Wie aber entgehst du Opfer eines aufgetauten Trends zu werden? Bewusst oder unbewusst zu kopieren?

 

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lass dich inspirieren.

 

Nicht nur an der Mode. Gehe in Museen, Möbelgeschäfte, in ferne Länder. Sauge deine Inspiration aus verschiedenen Quellen und gib dir die Zeit, unbekümmert mit einen visuellen Eindrücken zu spielen. Erstelle eine Mindmap mit allen Ideen, die aus deinem kreativen Inneren sprudeln. Halte alles fest. In einem Notizbuch – in Worten oder in Bildern. Meine persönlich Liebste Inspirationsquelle sind Stoffe und Tapeten. Für Letzteres kann ich dir das Tapetenmuseum im Elsass ans Herz legen. Eine Pilgerstätte für eine Vielzahl an Modedesignern.

 

Bei der Modemesse Premiere Vision erhältst du auch eine gute Einsicht über die Farbwelten der kommenden Saison. Viele Kreative ergründeten hierfür den Farbeinsatz führender Stoffhersteller, ja sogar Garnhersteller und ebenso die Beweggründe für diesen Farbwechsel und ihrer Wirkung auf unsere Psyche.

 

Es fühlt sich so wunderbar an, mit den Händen in die verschiedenen Materialien einzutauchen. Vor dem inneren Auge blitzen völlig selbstverständlich die Einsatzmöglichkeiten auf. Durch die Berührung lernen wir einen Stoff wirklich kennen. Und ebenso die feinen Unterschiede auch vermeintlich ähnlicher Qualitäten.

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Es geht um die Farbwelt. Um die Stimmung. Die Atmosphäre, die sich um den Trend legt, ihn greifbar macht. All das auf den Punkt gebracht: in einem Key-Look – komprimierter noch – in ein Key-Item. 

Welche Prints spiegeln die Farbe und die Atmosphäre wider? Die großen Aufreger, die Highlighter einer Kollektion. Und dann ist ein neuer Trend geboren.

 

Suchst du noch mehr Informationen für eine gelungene Abschlusskollektion? Bei Amazon habe ich hier ein interessantes Buch zu diesem Thema gefunden:

Mit einem Klick hier, gelangst du zu Amazon und kannst einen genaueren Blick auf das Buch werfen.

Die Must-Have Utensilien für Modedesigner

Utensilien für Modedesigner

Sicherlich ist dir schon aufgefallen, wie viele unterschiedliche Materialen und Utensilien du für dein Vorhaben als Modedesigner angeboten bekommst. Von der Stoffschere bis zum Lineal.
Bei manchen Dingen, wie z.B. Scheren muss man auch mal richtig tief in die Tasche greifen, ohne zu wissen, ob man später mit den erstandenen Utensilien auch klar kommt.
Die nachfolgenden Produkte sind von mir während der Zeit meiner Ausbildung erprobt worden und zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus. Die meisten Utensilien benutze ich bis heute. So kannst du dir auch eine Menge Geld sparen, indem du gleich die richtigen Artikel kaufst und kannst lange Freude daran haben.

Für Nähwütige

 

Für einen goldenen Schnitt wie bei der Haute Couture

 

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf da Foto klickst)

  • ein 50 cm Lineal ist eine echte Erleichterung gerade wenn du ein Kleid oder einen langen Rock erstellst
    Minenbleistift, immer spitz ohne lästiges Anspitzen
    Radiergummi + Radierstift
  • Fixogum ist ein etwas teurer Flüssigkleber, der allerdings durch seine Eigenschaft abziehbar zu sein, für die Erstellung von Papier Schnitten ideal ist. Kleben, abziehen, kleben. Ein echter Traum beim Ausstellen von Röcken:

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf da Foto klickst)

  • Stoffe zum Drapieren vom holländischer Stoffmarkt
    Seidenpapier günstig auf Rollen vom holländischen Stoffmarkt
    Termin findest du hier.

 

Am Anfang steht die Idee eines Modedesigners

  • Buntstifte von Faber Castell
  • Copic Ciao (mit feiner und mittlere Spitze) Für die Hautfarbe benutze ich bei sehr hellem Teint E50 + YR20 und gebräuntem Teint: E21 + E31 (+Schatten und Contouren E33)
  • Feinliner 0,3 und 0,5 von Copic
  • Copicpapier von der Papierfabrik Schoellershammer (nur auf dem richtigen Papier lassen sich Copicstifte nahtlos miteinander vermischen und Schattierungen erzielen. Diese Stifte werden auch für Comiczeichnungen benutzt)
  • Bleistifte in verschiedenen Härtegraden von Faber Castell:

 

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf da Foto klickst)

  • weißer Gelstift
  • Schminke Aquarellfarben (erstmal nur die Basisfarben. Glaub mir so sagenhaft intensive Aquarellfarben hast noch nicht gesehen)
  • Aquarellpapier von Hahnenmühle
  • Wasserbehälter
  • Mischpalette
  • Materialbibliothek für Schraffuren (Beginn am besten gleich deine Sammlung von Jeansresten bis zum Sandpapier. Lege das Material unter deine schon colorierte Zeichnung und gehe vorsichtig mit der flachen Kante eines Buntstifts darüber)
  • Sketchbook, um deine Ideen festzuhalten Copic Marker-Skizzenbuch, 12,7 x 17,8 cm, 50 Blatt, SKBK5x7*

Du kannst mit Schraffuren unterschiedliche Materialien nachempfinden 

 

Einen Tipp hab ich noch für dich:

Da du dich in einer Branche bewegst, die ständig neue Trendfarben festlegt, würde ich davon absehen, Farben ohne den genauen Nutzen im Voraus zu kaufen. Warte lieber ab, was du wirklich brauchst. Bei dem Hobbymarkt „Idee“ oder in gut sortierten Schreibwarengeschäften bekommst du auch noch spontan Stifte.

Um gut vorbereitet zu sein, habe ich dir speziell auf die Bedürfnisse eines Modedesigners Fachbücher ausgesucht und ebenso Romane, die dich auf dein Vorhaben einstimmen.

Falls du noch Fragen oder eigene Tipps für die besten Utensilien für Modedesigner hast, lass es mich unten in den Kommentaren wissen.

(Credit für Logos: LogoMakr.com)

*Partnerlink für meine Bezugsquellen.

10 Tipps für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Was ist für dich das aller Schlimmste an einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner? Dass dem Personaler deine Arbeiten nicht gefallen? Die kühlen und abgeklärten Blicke deines Gegenüber? Die Möglichkeit, deine Schwächen zu erkennen? Es ist ein Thema, mit dem viele an ihre Grenzen stoßen. Bist du aber richtig vorbereitet wirst du dich schon gleich viel souveräner fühlen.

Darum trage ich dir hier meinen Erfahrungsschatz in Sachen Vorstellungsgespräch als Modedesigner zusammen und kann dir schon gleich verraten, dass jedes Kennenlernen anders sein wird und aufs eine Herausforderung darstellt. Und es geht letztlich nicht nur darum, dass du dich bestmöglich verkaufst. Es ist ebenso wichtig, dass du ein besseres Bild von deinem Unternehmen erhältst, um selbst einschätzen zu können, ob die offene Stelle richtig für dich ist. Tipps für eine gelungene Bewerbung findest du hier.

Eine Chefin betonte immer wieder, sie wolle Designer in einem Vorstellungsgespräch haben, die „sprühen“. Ein guter Kandidat für sie ist ein Mensch, dem man von der Nasenspitze aus und vom ersten Wort her anmerkt, wie viel kreative Energie in ihm steckt. Natürlich spielt dabei das richtige Outfit eine enorme Rolle. Nicht umsonst gilt das Sprichwort: „Für der erste Eindruck zählt“ Vor allem in der Modebranche zählt der noch einmal mehr.

 

Das richtige Outfit für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Nun könnte dir Anne Hathaway im Film „Der Teufel trägt Prada“ in den Sinn kommen. Aber beim richtigen Outfit geht es gar nicht darum, im Chanel Kostüm aufzutauchen und dabei noch schwindelerregend hohe Absätze zu tragen, die jeden deiner Schritte noch unsicherer werden lassen.

Zieh das an, worin du dich wohl fühlst und was deinen Stil unterstreicht. In einem Modeunternehmen musst du auch gar nicht die typischen Stilregeln beachten. Bei einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner ist im Prinzip alles erlaubt, wichtig ist nur, dass du symbolisierst, dass du in das Unternehmen passt. Für ein Gespräch in einem Haute Couture Atelier kleide ich mich femininer, als bei einer Jeansmarke.

Soll ich am besten Teile von der Marke tragen, wirst du dich vielleicht Fragen. Wenn du die Marke liebst und sowieso trägst, warum nicht? Allerdings würde ich davon abraten, dich von Kopf bis Fuß in eine ungewohnte Marke zu hüllen und dann beim Vorstellungsgespräch mit der brandneuen Kollektion aufzutauchen. Zum einen ist das für deinen Gegenüber extrem auffällig und natürlich wirst du verstärkt Rückfragen zu erwarten haben.

Auf meiner Pinnwand findest du ein paar aktuelle Anregungen (Stand FS 2018).

Erlange Know-How

Eine gute Vorbereitung macht dich fit für das Gespräch. Lerne etwas über die Firmenphilosophie.

Schau dir an, wo die Marke erhältlich ist. Es wird immer wieder gern gefragt, woher man die Marke kennt.

Außerdem solltest du den Stil der Kollektion beschreiben können und was du persönlich daran bewundernswert findest.

Deinen eigenen Lebenslauf solltest du ebenso gut kennen, wie einige der aktuellen Modetrends der Saison.

Verschaffe dir auch einen Überblick über die direkten Konkurrenten.

Überlege dir gut, wie du begründest, weshalb du gerne für dieses Unternehmen arbeiten möchtest oder warum du den Arbeitsplatz wechselst und mach dir in deiner Vorstellung bereits ein Bild, wie die zukünftigen Tätigkeiten aussehen könnten.

Wie soll ich mich Verhalten?

Sei immer offen und höflich. Steh auf, wenn jemand den Raum betritt, gib jedem die Hand mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich selbst habe ein super schlechtes Namensgedächtnis, dafür gibt es aber einen Trick: Wiederhole den Namen deines Gegenüber. „Ich freue mich sehr Sie kennenzulernen Fr. …“ „Vielen Dank Herr … für die Einladung zum persönlichen Kennenlernen.“

Wo genau deine Hände beim Gespräch sind und ob du deine Beine überschlägst oder nicht, sind Fragen, die evtl. beim Management eine Rolle spielen oder bei sehr seriösen Unternehmen. Solange du nicht lümmelst, deine Schultern schon fast den Tisch vor dir berühren und du den Boden anstarrst, wird vieles toleriert. Es geht nicht um die perfekte Haltung, sondern um deine Ausstrahlung. Du gestikulierst sehr viel? Das ist wunderbar. Aber zwinge dir kein Verhalten auf, das dir sonst auch nicht liegt.

Vielleicht wirst du auch im Unternehmen herumgeführt. Sei neugierig. Begrüße alle anderen Mitarbeiter, bestenfalls gib ihnen die Hand und stell dich kurz vor. (Lieber auch 2x, als jemanden auszulassen). Und bedanke dich am Ende der Führung.

Du kannst das!

Vermittle deinem Gesprächspartner, dass du für alles bereit bist. Selbst wenn du im innersten Panik bekommst, sei mutig und trau dir auch Aufgaben zu, die du bisher noch nicht kennengelernt hast. Die Modebranche wird dich sowieso irgendwann eiskalt erwischen, warum also versuchen, davor davon zu laufen? Was du jedoch unterlassen solltest, ist lügen! Sei offen für neues, aber bleib bei den Tatsachen. Schwindeln wird sehr schnell entlarvt.

Fettnäpfchen umgehen

Rede stehts respektvoll über andere andere Personen. Eine der obersten Regeln lautet: Rede niemals schlecht über jemanden. Weder über deine Lehrer, noch über vorherige Arbeitgeber.

Kein Meister ist vom Himmel gefallen. D.h. erläutere dein Know-How, aber lasse im Gespräch genug Raum, dass dir dein Gegenüber auch noch die Arbeitsweisen des Unternehmens erklären kann.

Sei bitte nicht schockiert, falls man das Gespräch auf Englisch switchen wird, wenn du dies als Sprache in deinem Lebenslauf angegeben hast.

Antworte auch auf „seltsame“ Fragen gewissenhaft. Es ist dazu auch okay zu fragen, ob du eine kurze Bedenkzeit bekommst. Manchmal tauchen etwas abnormale Fragen mitten im Gespräch auf, dies soll dein Stresslevel testen. „Mit welchem Star würden Sie sich vergleichen und warum?“ „Was war das bisher größte Erfolgserlebnis in Ihrem Leben?“

In der Modebrache sollte man unempfindlich, bei der Frage nach der Kleidergröße sein. Ein Modeunternehmen freut sich immer über Mitarbeitern, die evtl. Musterteile zur Beurteilung anprobieren können. Größe 38 ist dabei der klare Favorite. D. h. aber nicht, dass dies ein Einstellungskriterium ist.

Zeige Schwächen

Eine gefürchtete Frage, bei fast jedem Bewerber: „Was sind ihre Schwächen?“ Eigentlich ist das schon ein bisschen frech, aber leider wird diese Frage regelmäßig gestellt. Überlege dir lieber eine aufrichtige Antwort. Spreche auch an, wie du aktuell versuchst, dieses „Problem“ in den Griff zu bekommen. Hier wird jedoch werder verlangt über psychische Probleme zu sprechen, noch über irgendwelche emotionalen Dinge. Es geht lediglich um die kleinen Ecken und Kanten, die wir alle haben, die uns liebenswert machen. Z. B. kann es sein dass du kein geborener Rhetoriker bist, dafür hast du aber erst einen Rednerkurs besucht oder du bist sehr selbstkritisch, was deine eigene Arbeit angeht…

Sei neugierig

Zum Ende des Gesprächs wird man häufig gefragt, wo es noch Unklarheiten gibt oder ob du selbst noch etwas wissen möchtest. Es wird von dir erwartet, dass du neugierig auf das Unternehmen bist. Allerdings ist man oftmals von all den Erzählungen des Personalchefs ziemlich reizüberflutet und es will dir vielleicht so gar kein Stichpunkt mehr einfallen, den es zu hinterfragen gäbe. Kluge Antworten im Vorfeld zu überlegen, kann dich in dieser Situation retten. So könnten mögliche Fragen aussehen:

„Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen?“

„Wie gestalten Sie die Einarbeitungsphase? Wird man dabei das gesamte Unternehmen kennenlernen/durchlaufen?“

„Wie groß ist das Team, in dem ich arbeiten werde?“

Das Assessment Center als Modedesigner

In meiner Laufbahn wurde ich immer wieder mit Assessment Center konfrontiert. Dies auch bei großen Unternehmen, wie Tom Tailor. (Dieses Vorstellungsgespräch als Modedesigner habe ich übrigens über den Young Professionals Day der Textwirtschaft ergattert).

Ein solches „Bewerbungsduell“ dauert meist den ganzen Tag. Mit dir am Tisch sitzen 5 – 11 weitere Kandidaten. Die Aufgaben sind in der Regel machbar, wenn du eine Leidenschaft für den Job hast. Es gibt immer eine kleine kreative Vorstellungsrunde und eine Gruppenaufgabe. Außerdem werden weitere Fähigkeiten, wie Präsentationstalent oder die Beherrschung von Grafikprogrammen getestet. Manchmal sind auch Rollenspiele dabei. Zum Schluss folgt das Einzelgespräch. Leider oftmals mit einer langen vorherigen Wartezeit verbunden.

Vor dem eigentlichen Tag, wurde mir auch schon mal eine Hausaufgabe aufgegeben. Ich hatte 3 Tage Zeit eine Kollektion nach den eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Diese Kollektion sollte jeder Kandidat dann zum Ende des Tages hin präsentieren.

Am Ende hat sich bei mir ein Satz der 3 „Jury Mitglieder“ eingeprägt: „Wir suchen nicht nach der Besten, die alle Aufgaben perfekt erledigt. Wir suchen nach der Besten für uns. Jemand, die zwar aus der Gruppe hervorsticht, aber dennoch keine Unruhe schafft.

Alles im Gepäck?

Bring eine vollständige Bewerbungsmappe und ebenso dein Portfolio mit zum Gespräch, auch wenn du eine Email mit Anhang gesendet hast und diese auch offensichtlich angekommen ist. Personalchefs sind vergessliche Wesen und manche Abteilungsleiter wissen schlichtweg nicht, wie ein Kopierer funktioniert, darum überlasse nichts dem Zufall. Dein gedrucktes Portfolio kannst du so auch nochmal präsentieren und wichtige Details veranschaulichen. Eine einfache Möglichkeit, deinen Gegenüber zu begeistern.

Ein Stift und ein nettes Notizbuch sind auch gern gesehene Begleiter bei deinem Vorstellungsgespräch und unerlässliche Utensilien bei einem Vorstellungsgespräch.

Last but not least

Komm unbedingt pünktlich zum Vorstellungsgespräch! Nichts wird dir mehr die Stelle kosten, als ein/e genervte/r Personalchef/in oder gar Unternehmer/in, der oder die warten muss.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit meinen Tipps und freue mich von deinen Erfahrungen unten in den Kommentaren zu hören!

Wie du heute schon deinem Traum von einer Karriere in der Modebranche näher kommst

Durch das Internet haben wir Zugang zu schier unendlich vielen Informationen, oftmals zu vielen Informationen. Es ist ein Irrgarten voller grenzenloser Möglichkeiten und Probleme, von denen du noch nicht einmal wusstest. Wie also findest du einen Weg, heute schon deiner Traumkarriere näher zu kommen?

Karriere in der Modebranche

Möglichst geradlinig sollte dieser Weg sein

In meinem Fall war er dies nicht. Als für mich damals die Zeit kam, meinen Traum eine Karriere in der Modebranche verwirklichen zu können, also kurz vor meinem Schulabschluss wurde mir mein Wunschberuf Modedesignerin von allen Seiten ausgeredet. Ich nahm Abstand von meinem Traum und Begann eine Ausbildung im Handel. Erst Jahre später bin ich meinem Ruf nach Kreativität und Design wieder gefolgt.

Somit kann ich dir eine Art Schlachtplan aus erster Hand liefern. Dabei spielen Etappenziele eine große Rolle.

 

Entwickle eine Strategie

Seinen großen Traum vor Augen zu haben ist wichtig. Aber vielleicht ist dein Ziel noch so weit entfernt, dass du manchmal gar nicht mehr weißt, ob du überhaupt noch in die richtige Richtung läufst. Darum solltest du dir Etappenziele setzen. Es ist außerdem ein schönes Gefühl, auf ein etwas näheres Ziel hinzuarbeiten, dass von dir zeitig absolviert werden kann und du immer wieder kleine Momente zum Feiern hast. Das gibt der Kraft und Motivation.

 

Finde heraus, was dir wirklich Spaß macht

Das klingt zunächst simpel, meistens ist dies jedoch die größte Hürde. Du bist fest davon überzeugt in einem kreativen Job arbeiten zu wollen, hast aber noch keine genaue Vorstellung von den vielen Möglichkeiten in der Branche. Der Bereich Design ist sehr breit gefächert.

Du kannst Pläne schmieden, in einem Couture Atelier eines großen Designers arbeiten zu wollen oder stellst dir eine Selbstständigkeit mit einem Taschenlabel vor. Allerdings kann es schnell passieren, dass dir deine Träume in der Realität nicht mehr zusagen.

Ich habe ebenfalls durch meine Praktikumserfahrungen schnell gemerkt, in welchen Bereichen ich arbeiten möchte und in welchen ich es mir gar nicht vorstellen kann. Außerdem habe ich auch ganz neue Berufssparten kennengelernt, von denen ich vorher noch nichts ahnte.

Aber ich lernte dabei, dass Erfahrung der beste Weg ist, um herauszufinden, was dir wirklich Spaß macht. Suche dir daher einen Praktikumsplatz bei einem Start-up Label, einem Couture Label oder wo du dir auch immer vorstellst, hinzugehören. Nur durch eine vorherige Kostprobe wirst du die nötige Erfahrung sammeln und hinterher besser wissen, was du dir wirklich vorstellen kannst.

Und ja, ich weiß die Branche ist hart. Manch einer wird jetzt aufschreien und sagen, man könne froh sein, überhaupt etwas in diesem Bereich zu finden. Ich bin jedoch der Meinung, dass es niemandem auf Dauer gut tut, einen Job zu machen, in dem man sich nicht wohl fühlt. Gerade, wenn man so nah dran ist, seine Berufung zu finden.

 

Erstelle ein Portfolio für deine Karriere in der Modebranche

karriere in der Modebranche

Ob du kurz davor stehst ein Studium anzufangen oder bereits eine Ausbildung als Designerin begonnen hast. Trage deine bisher entstandenen Arbeiten zusammen und erstelle ein Portfolio. Das ist sozusagen eine Übersicht, über deinen bisherigen Kenntnisstand und deine Kreativität, die sowohl für potenzielle Arbeitgeber, wie auch Fachschulen mit Aufnahmeprüfung wichtig ist. Deine Arbeiten können auch unterschiedliche Themen haben. Es ist gar nicht schlimm, wenn du keine komplette Kollektion bisher genäht oder gezeichnet hast.

Du kannst mit dem Begriff Portfolio nicht sehr viel anfangen? Oder du hast keine Vorstellung, wie ein stilvoller Aufbau eines Portfolios mit deiner persönlichen Note aussehen kann? Mir ging es früher genauso. Doch ich kann dir sagen für deine Karriere in der Modebranche ist es unerlässlich. In der Zwischenzeit konnte ich viele Erfahrungen durch den Austausch mit Personaliern und anderen Designern sammeln und möchte dir in Kürze meinen Ratgeber zum Thema – Portfolio Design für kreative Berufe – vorstellen.

Wenn du wissen willst, wann mein Ratgeber erhältlich ist, kannst du dich in meinen Newsletter eintragen. Spam und Datenweitergabe sind bei mir ein Tabu. Versprochen.

Eines möchte ich dir noch mit auf den Weg geben: Natürlich ist es nicht relevant, all diese Punkte an einem Tag abzuhaken. Es zählt nur der Gedanke, dass du dich einen Schritt nach vorne bewegst, nicht nur für deine Dozenten, deine Abgaben, deinen Nebenjob, deine Ablenkungen etc. lebst. Sonst wird dein Traum immer nur ein Traum bleiben.

Beginnst du aber mit einem dieser Punkte ernsthaft, wird aus deinem Traum ein Plan und es gibt dir ein gutes Gefühl voran zu kommen.

Today is a perfect day to start living your dreams.“

Träume sind etwas Wunderbares und ich bin sehr froh selbst immer noch Träume zu haben, damit nicht den von der Gesellschaft vor diktierten Weg zu gehen. Ich wünsche dir viel Erfolg für deine Karriere in der Modebranche.