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Marketing und Business Tipps

7 Marketing Tipps für dein eigenes Modelabel

Welche Marketing Möglichkeiten hast du für dein eigenes Modelabel? Nur wenn du es beherrscht die Aufmerksamkeit auf deine Marke zu ziehen, wirst du auch Verkäufe in dem übersättigten Markt generieren. Dabei geht es darum die eigene Sichtbarkeit zu vergrößern, mehr Kunden für sich zu gewinnen und deinen Imageaufbau zu betreiben.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Mode-Start-ups haben sich die folgenden Ideen als besonders erfolgreich bewiesen. Gerade für den Start sind sie sinnvoll, da sie nicht zu kostenintensiv sind. Allerdings wird jede Marketing Strategie für dein eigenes Modelabel viel Zeit in Anspruch nehmen.

 

1. Sei präsent

Es ist ganz einfach, wenn du dich versteckst wirst du nicht gefunden. Das gilt nicht nur für die Online Welt. Finde heraus, wo sich dein Kunde aufhält und platziere dich genau dort. Erfolgreiche kleine Modelabels in meiner Region finde ich sehr schnell, weil sie präsent sind. Sie mieten eine geschickte Werbetafel in der Stadt, die sind auf allen großen Verkaufsevents dabei, inkl. Weihnachtsmärkte. Sie sponsern einen Verein oder statten diesen aus.

Sie sind persönlich vor Ort, sprechen mit ihren Kunden und bauen Vertrauen auf. Und das ist für eine nachhaltige Kundenbindung unerlässlich.

 

Um präsent zu sein, musst du nicht nur für deinen Kunden sichtbar sein. Schließe dich auch mit der Kreativwirtschaft in deiner Nähe kurz. Sie geben dir gerne kostenlose Beratungstermine, wie du deine Idee noch besser machen kannst. Außerdem kannst du dir Unterstützung in einem Designerverein holen, wie etwa den VDMD. Hierdurch lernst du neue Leute aus der Branche kennen und die sich ebenfalls für deine Idee interessieren und über weitere Erfahrungen verfügen, wie du mit dem richtigen Marketing dein eigenes Modelabel vorantreiben kannst.

 

2. So schaffst du vertrauensvolles Marketing für dein eigenes Modelabel

Vermutlich wirst auch du einen Onlineshop betreiben, im größeren oder kleineren Stil. Dazu möchte ich dir einen einfachen Hinweis geben, denn es gibt immer noch so viele junge Gründer da draußen, die genau an diesem Punkt scheitern: ein ordentliches Impressum.

Erst diese Woche hat mich eine Anfrage ereilt. Die Gründerin hat von ihrem sehr vielversprechenden Konzept geschrieben und dabei auch auf ihre Webseite verlinkt. Ich schaue mir generell bei neuen Anfragen gerne das Impressum, FAQs etc. an. Diese essenziellen Seiten zeigen sehr schnell, wie professionell die Marke ist. Leider fand ich hier nur einen Namen und eine Emailadresse vor. Womöglich sitzt die Marke in meiner Nähe. Leider kann ich dies so nicht herausfinden. Abgesehen davon gibt es in Deutschland eine Impressumpflicht für alle Webseitenbetreiber, ob selbstständig angemeldet oder nicht.

Daraus gibt sich neben dem geringen Vertrauen, das den Kunden entgegengebracht wird noch ein weiteres Problem. An welche Adresse können Kunden ihre Ware zurückschicken, wenn sie sie reklamieren müssen? Der Hinweis: „Bitte schreiben Sie bei Reklamationen oder Beanstandungen unter...“ Auch das ist nicht rechtskonform.

 

Neben diesem einfachen Hinweis, kannst du auch noch durch eine weitere Methode Vertrauen schaffen. Gebe deinen Kunden die Möglichkeit, dich zu bewerten. Ob auf Facebook oder direkt im Onlineshop. Das hat nicht nur den Vorteil für spätere Kunden sich über deine Produkte zu informieren, sondern du erhältst dadurch auch ein ehrliches Feedback und kannst für weitere Produkte daraus lernen.

 

3. Biete deinen Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis

Marketing eigene Kollektion

Hier ist deine Kreativität für deinen Onlineshop gefragt. Sich an den Shop-Aufbau von Zalando & Co. zu orientieren wird dich nicht weiterbringen, denn sie beherrschen bereits 97% des Modemarktes. Darum musst du dich ins Zeug legen, damit du einen Teil übrigen 3% ergatterst.

In der heutigen Zeit ist eine gute Idee allein kein Garant mehr für ein erfolgreiches Business. Denn niemand hat tatsächlich noch einen Bekleidungsbedarf. Es geht darum, dass du dich abhebst, ein Erlebnis bzw. eine Geschichte aufbaust und somit deine Ware für den Kunden schmackhaft machst.

Dieser Tipp ist besonders wichtig, wenn du dir ausgesucht hast ein T-Shirt Label zu gründen. Warum gerade das? Weil so gut wie jeder damit startet und in den meisten Fällen niemals seinen Lebensunterhalt damit bestreiten wird.

Hauche deinem Onlineshop leben ein. Es sollte etwas anderes werden, als das was die Kunden kennen. Dennoch ist es unerlässlich, dass die Seite benutzerfreundlich und übersichtlich gestaltet ist. Hier ist eine Investition in einen Profi sinnvoll, denn vom Foto bis zum Text sollte die Seite deine Geschichte widerspiegeln. Neben informativen Dummy-Fotos, die deine Kollektion dem Kunden zur Anschauung dienen, solltest du Outfitideen einbauen. Mach es dem Kunden einfach, wie er deine Kleidungsstücke eindrucksvoll in Szene setzen kann. Dabei kannst du auch zusätzliches Geld verdienen, indem du andere Marken in Kooperation oder als sog. Affiliate-Marketing anbietest. Damit bekommst du von den 97% auch ein Stückchen ab.

Auch die Texte sollten eine eindeutige Sprache sprechen. Aus meiner Erfahrung als Mode-Texter weiß ich, wie ein Wort die Fantasie eines Kunden anregen kann. Damit lädst du ihn zum Träumen an und genau das wünscht er sich beim Shoppen – Emotionen.

 

4. Gehe Kooperationen ein

Neben meinem Tipp, zusätzlich Affiliate-Marketing zu betreiben, möchte ich dir noch die Möglichkeit aufzeigen, mit anderen Selbstständigen zu kooperieren. Mit einem Konzeptstore kannst wunderbar Marketing für dein Modelabel betreiben. Deine Modekollektion oder deine Schmuckaccessoires platziert der Inhaber neben anderen Lifestyleprodukten. Eine einladende und stimmige Atmosphäre entsteht dabei. Besitzt du ein ökologisch bewusstes Label, könntest du bei Kosmetikerinnen oder Bio-Kosmetik-Shops anfragen, ob sie deine Kollektion aufnehmen wollen. Dazu ist es üblich, dass du ihnen monatlich eine kleine Miete bezahlst.

Auch Cafés oder Friseursalons, Barbershops bieten sich dafür an. Diese Konzepte sind oftmals in kleineren Städten oder Stadtteilen abseits der Innenstädte vielversprechender, da der Kunde hier weniger unter Stress steht und regelmäßiger die gleichen Locations besucht. Wenn deine Zielgruppe gerne feiert, könntest du auch bei einem Club anfragen, ob du dort eine Modenschau veranstalten könntest und so zusätzliche Kunden in die Räumlichkeit bringen könntest.

 

5. Teile deine Talente und dein Wissen

Neben klassischem Marketing für dein eigenes Modelabel kannst du andere Menschen von deinen Fähigkeiten überzeugen, in dem du z.B. Kurse über die VHS oder Online über die Plattform Udemy anbietest. Weiterhin kannst du Ebooks erstellen. Die Designerin Sarah Ehrentraut lebt neben ihrem Traum von der eigenen Wäschekollektion auch ihre Leidenschaft für Schnitttechnik aus. Dafür erstellt sie immer neue Schnitte, die sie an Selbstnäher verkauft. Damit positioniert sie sich als Expertin für ihren Bereich. Jedoch zeigt sie sich auf ihrem Instagram Account sehr nahbar und authentisch, zeigt ihre Vision, erklärt, wo sie ihre Informationen herbekommt. Ihre Zielgruppe schätzt dies und so wird Sarah zu einem wichtigen Ansprechpartner.

Durch weitere Kompetenzen und eine breitere Aufstellung deiner Dienstleistungen kannst du auch ganz neue Kunden erschließen. Wenn du etwas viele Rapports oder Muster für deine Kollektionen benötigst, könntest du noch einige mehr produzieren und zusätzlich dich als Textildesigner auf einer  separaten Plattform zeigen. Mit dieser zusätzlichen Expertise erhöhst du ebenfalls deine Aufmerksamkeit.

 

6. Suche andere Lösungen

Es muss nicht immer ein eigenes Label sein. Dir gefällt eine Idee, die auf deinem Markt in Deutschland bisher nicht verfügbar ist? Warum nicht die Vorteile von deren Marketinginstrumenten nutzen und das Unternehmen anschreiben, dass du deren Kollektion gerne auf dem deutschen Markt vertreiben möchtest.

marketing tipps für dein eigenes modelabel

 

 

6. Blogger & Co.

Der ultimative Tipp schnell auf sich aufmerksam zu machen lautet: kleide einen Blogger, einen C-Promi oder eine andere Person des öffentlichen Lebens ein. Bei deinen Anfragen gibt es einiges zu beachten:

Recherchiere ausführlich, ob die angefragte Person, besser gesagt ihre Zielgruppe zu deiner Marke passt. Gehe lieber ein bis zwei bezahlte Kooperationen ein, als viele unbezahlte, die dir keinen gewünschten Effekt bringen. Es kann sogar ein Imageschaden entstehen, wenn du mit Produkten willkürlich um dich wirfst. So wird am Ende deiner Kleidung kein Wert mehr zugeschrieben, wenn sie jeder kostenlos haben kann. Bewahre also eine Exklusivität.

Stelle eine Anfrage immer individuell und persönlich. Wenn du einen kostenfreien Deal aushandeln willst, wirst du meist keine Rechte an den entstanden Fotos von der öffentlichen Person haben. Erkläre in einer kurzen Email, was du dir vorgestellt hast und wie die Person davon profitieren kann (mit oder ohne Bezahlung). So kann sie evtl. ein Outfit von dir erhalten oder du beteiligst sie am Gewinn, für jedes verkaufte Teil, das über ihren Code bei dir bestellt wurde (Letzteres macht nur Sinn, wenn du bereits einen Kundenstamm hast, da du andernfalls noch keine Erfahrungswerte bezüglich der Nachfrage hast).

Deine Webseite muss absolut professionell wirken, so wie ich es weiter oben bereits erwähnt habe. Sie ist deine Visitenkarte für einen Kooperationspartner. Telefoniert oder trefft euch persönlich, um Missverständnisse beim Auftragsbriefing zu vermeiden. Nenne klar, was dein Ziel ist und gebe deinem Kooperationspartner das Gefühl, das er/sie auch etwas davon hat.

 

Denke auch daran, dich selbst und deine Freunde mit deiner Kollektion auszustatten. Das schafft Authentizität. Veranstalte auch Gewinnspiele, bei denen du Teile aus deiner Kollektion gegen Fotos etc. verlost.

 

Am Ende möchte ich dir noch sagen: bleib geduldig! Nicht jede Strategie wird dir sofort massenweise Kunden einbringen. Eine breite Mischung verschiedener Tools ist sinnvoll, für eine langfristig gesteigerte Sichtbarkeit. Vertraue nicht alleine auf Facebook und Instagram. Gib dich nah und kommuniziere mit deinem Kunden, wann immer es möglich ist. Denke auch daran, dass dein Produkt perfekt sitzt und nicht im Nachhinein reklamiert werden muss. Außerdem sollest du genügend Vorrat zur Verfügung haben, wenn du eine Marketing Kampagne für dein eigenes Modelabel startest.

So kannst du eine Kollektion nachhaltig produzieren lassen

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Das Thema Nachhaltigkeit ist besonders in der Bekleidungsindustrie ein wichtiges Thema. Kaum eine andere Branche verschmutzt unsere Umwelt mehr. Darum ist es erfreulich, dass das Bewusstsein für nachhaltig und fair produzierte Kleidung wächst. Das lässt sich an der Nachfrage im Handel und an der steigenden Zahl der Fair-Fashion-Labels erkennen. Große Modeketten haben diesen Markt inzwischen auch erkannt und versuchen eine speziell beworbene Fair-Fashion Kollektion nachhaltig produzieren zu lassen. Bei vielen großen Marken ist die Produktion jedoch nicht sehr transparent. Es wird vieles alleine der richtigen Marketingstrategie überlassen und die konventionelle Produktion bleibt für den Hauptanteil des Sortiments weiterhin bestehen. Dies kritisiert auch Greenpeace.

Daher sehen sich gerade viele junge Start-ups in der Verantwortung etwas an den derzeitigen Produktionsbedingungen zu ändern. Doch wo kannst du deine Kollektion nachhaltig produzieren lassen, auch in kleinerer Stückzahl?

Werkstatt Workshop vom deine Kollektion nachhaltig produzieren zu lassen für Modedesigner

Foto: Good Garment Collective | Die Werkstatt der Produktionsagentur

Mit Hilfe einer Produktionsagentur eine Kollektion nachhaltig produzieren lassen

Ein wichtiger Partner bei der Entwicklung oder Herstellung der eigenen Kollektion kann eine Produktionsagentur sein, die Start-ups durch diesen Prozess begleitet. Ich bin dabei auf die Produktionsagentur Good Garment Collective gestoßen, mit der du deine Kollektion fair und nachhaltig produzieren lassen kannst. Sie unterstützen ihre Kunden, wie Designer, Fashion Brands oder fachfremde Unternehmen mit Leidenschaft bei der Entwicklung nachhaltiger Textilprodukte und der Realisierung innovativer Projekte.

 

Welche Leistungen kann Good Garment Collective dir anbieten?

Die Agentur vereint in ihrem Team ganz unterschiedliche Kompetenzen in den Bereichen Bekleidungstechnik, Modemanagement oder Modedesign.

„Zu unserem Team gehören die drei Gründerinnen Marita Jablonski, Stefanie Harborth und Jenny Stobbe, die im April 2017 mit Good Garment Collective gestartet haben. Zwei weitere Mitarbeiter, Felicia und Christin sind seit einem Jahr dabei, außerdem unterstützt uns immer ein Praktikant. Je nach Fähigkeit und Leidenschaft gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten in den Bereichen Kollektionskonzeption, Modell- und Schnittentwicklung, im Materialsourcing oder Produktionsmanagement. Somit können wir als Team ein breites Dienstleistungsportfolio anbieten. Mal sind wir als Berater in der Startphase eines Labels gefragt oder betreuen die Produktion bis Qualitätskontrolle für mittelständische Unternehmen“, erklärt mir die Agentur.

 

Dabei ist dem Unternehmen für die erfolgreiche Arbeit wichtig, dass niemand dabei zu schaden kommt. Deswegen tut das Team sein Bestes, Produkte sinnvoll zu gestalten, Ressourcen zu schonen und eine Kollektion nachhaltig produzieren zu lassen.

 

Workshops für Gründer und Kreative aus der Modebranche

Weiterhin hat sich das Expertenteam dem Thema Weiterbildung verschrieben. Dafür bietet die Agentur regelmäßige Workshops an. Sowohl Modedesigner, Fashion Start-ups aber auch fachfremde Unternehmer/innen aus dem Bereich Marketing und Sales, die eine Businessidee für ein eigenes textiles Produkt haben, nehmen an den verschiedenen Workshops teil.

„Oft können es sich Start-ups oder Designer am Anfang ihrer Gründung nicht leisten alle Positionen (Schnitt, Material, Produktion) mit uns zusammen zu entwickeln, deshalb möchten wir ihnen eine Weiterbildung ermöglichen z.B. zur Materialbeschaffung oder zum Produktionsmanagement“, so das Team.

Team Good Garment Collective - kollektion nachhaltig produzieren

Foto: Good Garment Collective | Das Expertenteam (von links: Jenny, Marita, Christin, Felicia, Sven, Stefanie)

 

Ziel ist es, dass du anschließend die Punkte möglichst eigenständig übernehmen kannst. Dafür bekommst du Handouts und Tabellen als ‚Fahrpläne‘, um dich damit durch den Prozess leiten zu können. Die Workshops sind eine gewinnbringende Investition und durch eine Bildungsprämie förderfähig. Du lernst dort Gleichgesinnte kennen und kannst dich mit den Experten austauschen. Alle Workshops sind auf der Website zu finden. Regelmäßig informiere ich dich auch in meiner Facebook-Gruppe Als Modedesigner durchstarten über neue Termine.

Wie findest du nachhaltige Stoffe für deine Kollektion?

Bei der Stoffbeschaffung (Materialsourcing) ist es wichtig, sich mit den unterschiedlichen Qualitäten auszukennen und Wissen über Fasern, Zutaten und Veredelungen zu besitzen. Speziell für den Sustainable Bereich solltest du gängige Zertifikate und deren Anforderungen kennen und dir auch über Recycling und Verwertung deiner Produkte Gedanken machen.

Bei der Planung der Stoffmenge spielt es für deine Kollektion auch eine Rolle, dass deine Produkte bei einer hochwertigen Qualität dennoch preislich konkurrenzfähig bleiben.

bei der Modeentwicklung für ein Modelabel | Kolletion nachhaltig produzieren

Foto: Good Garment Collective | Mitgründerin Stefanie bei der Modellentwicklung für NASCH Sportswear

Eine Möglichkeit sich über eine Vielzahl nachhaltiger Stoffe und Innovationen zu informieren sind Messebesuche z.B. ReSOURCE auf der Munich Fabric Start. Ein solcher Besuch ist jedoch mit einem enormen Zeitaufwand verbunden. Dabei sind die Stoffhersteller häufig mit großen Abnehmern beschäftigt und nehmen ein kleines Start-up kaum wahr. So passiert es häufig, dass du bestellte Musterstofflaschen nicht zugeschickt bekommst. In diesem Fall lohnt es sich nach Restbeständen zu fragen oder sich mit anderen Modedesignern zusammenzutun, wenn du eine kleine Kollektion produzieren lassen willst.

 

Wenn du in diesem Thema Unterstützung benötigst kann dir Good Garment Collective ein großes Repertoire an Stoffen und den richtigen Stoffherstellern präsentiert. Die Agentur sucht von GOTS und IVN Best zertifizierten Naturmaterialien über Tencelstoffe bis hin zu recycelten synthetischen Stoffen geeignete Materialien für deine nachhaltige Kollektion aus. Dabei spielen aber nicht nur Zertifikate eine Rolle. Sie wollen Zulieferer unterstützen, die sich im Bereich Nachhaltigkeit stark machen und bereit sind, neue und auch unbequeme Wege zu gehen. Das können auch sehr kleine, traditionelle Hersteller sein, die auch ohne Zertifikat eine nachhaltige Stoffauswahl anbieten. Die Auswahl der Materialien erfolgt nach den Anforderungen des Produktes, wird ganzheitlich betrachtet und mit dem Nachhaltigkeitskonzept der Marke abgestimmt.

 

Bei einem Workshop kann dir dieses Wissen ebenfalls vermittelt werden. Dabei wirst du an unterschiedliche Materialien und Fasern herangeführt und erhältst Antworten auf Frage: Wo finde ich ökologisch und fair produzierte Stoffe für meine Kollektion? Du erfährst auch alles über gängige Zertifikate und deren Anforderungen.

 

In welchen Ländern kannst du deine Kollektion nachhaltig produzieren lassen?

Viele nachhaltige Produktionen finden überwiegend in Europa statt. Das richtige Produktionsland hängt vom Produkt selbst und von der gewünschten Menge ab. Bei manchen Manufakturen kannst du einen Style schon ab zehn Stück pro Farbe produzieren lassen, dabei musst du allerdings mit Mindermengenzuschlägen zusätzlich zum Produktionspreis rechnen.

Eine Produktion mit mindestens 50 Stück pro Style lässt sich schon einfacher realisieren. Das hat den Hintergrund, dass „Production Lines“ für dein Produkt geblockt werden. Die benötigten Nähmaschinen werden für deine Kollektionsteile perfekt eingestellt (Fadenfarbe bestimmt, Fadenspannung ermittelt etc.) und die Näherinnen nähen in der Regel die einzelnen Arbeitsschritte, bis die Produktion abgeschlossen ist. In Ländern wie Portugal übrigens beginnt die Mindeststückzahl bei ca. 300 Teilen pro Style.

 

Bei jeder Produktion ist eine gut durchdachte Vorbereitung nötig. Der Hersteller benötigt die richtigen Maße bzw. Schnitte und Produktionsunterlagen, um Problemen vorzubeugen. Während der Produktion können oftmals Hindernisse auftreten, die gelöst werden müssen.

Workshop Sustainable Trends und Brand Building | Workshops Modedesigner Weiterbildung

Foto: Good Garment Collective | Workshop Sustainable Trend & Brand Building

 

Hier ist Good Garment Collective mit ihrem Erfahrungsschatz ein wertvoller Ansprechpartner. Das Team arbeitet vorwiegend mit Produktionsstätten in Polen, Deutschland und Portugal zusammen, realisiert aber auch Projekte mit anderen europäischen Ländern, wie Kroatien und Griechenland. Je nach Produktionsvolumen und Projekt finden sie einen geeigneten Produktionspartner bei möglichst kurzen Transportwegen.

„Generell sind faire Entlohnung, transparente Produktionsprozesse, sowie eine gute Kommunikation während des Projektes ein ausschlaggebendes Kriterium für eine Zusammenarbeit“, erklärt die Produktionsagentur.

 

Modelabels, die von Good Garment Collective unterstützt werden

Seit der Gründung der Agentur im April 2017 haben die Gründer Modedesigner und Unternehmer/innen bei verschiedenen Projekten erfolgreich begleitet. So gehört das Label Julia Leifert zu einem der längsten Kunden. Julia Leifert ist ein aufstrebendes Berliner Label, das Sustainable Womenswear im High-End Fashion Bereich anbietet. Die gleichnamige Modedesignerin verbindet mit ihrer Mode bequeme Lässigkeit mit puristischer, cleaner Eleganz und zeigt damit, dass sich eine ökologisch und fair produzierte Kollektion zeigen lassen kann. Im Fokus stehen nachhaltige Materialien und lokale Produktion mit fairen Herstellungsbedingungen.

Good Garment Collective begleitet das Label von Beginn an und unterstützt die Designerin von der Modellentwicklung bis zur Produktion.

 

Ein sehr innovatives Projekt, für das die Produktionsagentur die Modellentwicklung und das Produktionsmanagement übernimmt, ist das nachhaltige Label ooshi aus Berlin – Deutschlands erstes Label für Periodenunterwäsche. Ooshi’s sind komfortabel, bequem und durch das innovative, integrierte Membransystem auslaufsicher. ooshi’s sind in verschiedenen Modellen und Designs für Mädchen und Frauen erhältlich.

 

Wenn du Lust hast dein Label oder deine Geschäftsidee ebenfalls voranzubringen, lohnt sich die Teilnahme an einem Workshop von Good Garment Collective in Berlin. In meinem Newsletter findest du zur Zeit einen Rabattcode von 10% auf dein Workshop Ticket.

Was sind für dich interessante Weiterbildungen im Modebereich? Schreib mir gerne einen Kommentar dazu.

 

Ortsunabhängige Berufe in der Modebranche – Modeillustrator

In der Modebranche ortsunabhängig arbeiten – geht das? Ich stelle heute den Beruf Modeillustrator vor und habe dazu ein Interview mit der Illustratorin Yael Hertzog geführt. Zunächst werde ich dir noch ein paar Infos zu dem Berufsbild geben:

 

Was macht ein Modeillustrator?

Durch die Digitalisierung hat die Kunstform einen Wandel vollzogen und ist heute ein wichtiges Mittel zur Abstraktion, um Träume anzuregen. Sowohl in Zeitschriften, auf Webseiten, als Lifestyle-Deko gerahmt oder in Werbespots werden heute Modeillustrationen genutzt. Die meisten Illustratoren sind Freiberufler und arbeiten an Aufträgen unterschiedlicher Kunden, sie können aber auch ein Gewerbe betreiben und eigene Projekte realisieren. Mehr dazu erfährst du weiter unten im Interview.

Damit können Illustratoren sich ihren Arbeitsort selbst aussuchen und in der Modebranche ortsunabhängig arbeiten. Meetings lassen sich auch häufig über Skype realisieren.

Welche Ausbildung benötigt ein Illustrator?

Das Berufsbild des Illustrators ist nicht geschützt, sodass ein Quereinstieg möglich ist. Eine Grundvoraussetzung sind deine Fertigkeiten beim Zeichnen und ein eigener Stil. Viele Illustratoren haben jedoch zuvor eine Ausbildung im Bereich Mode absolviert oder ein Modestudium abgeschlossen. Dort hatten sie genug Zeit verschiedene Techniken auszutesten und so ihre eigene „Handschrift“ zu finden. Weiterbildungsmöglichkeiten findest du bei Onlineakademie Udemy (Partnerlink) oder einen ersten kostenlosen Schnupperkurs findest du bei der Summer School der AMD Mode und Design Akademie GmbH.

 

Nun geht es auf zum Interview mit meiner Interviewpartnerin Yael Hertzog.

Ortsunabhängig arbeiten Modedesigner

Foto: Yael Hertzog

Yael ist Mutter und lebt in Hadera, einer Stadt zwischen Haifa und Tel Aviv in Israel.

 

„Ich habe in der Highschool mit meinen Zeichenstudien begonnen und machte danach ein Modestudium am „Shenkar“ College in Tel Aviv. Durch den Beruf meines Vaters sind wir in meiner Kindheit die meiste Zeit in der Welt umhergereist. Für ein Jahr habe ich auch in Australien gelebt. Ich liebe es ortsunabhängig zu arbeiten.“

Seit wann zeichnest du und wie hast du deinen eigenen Stil entwickelt?

„Ich zeichne bereits seit meinem vierten Lebensjahr. Ich kann mit gut erinnern, dass es meine Lieblingsbeschäftigung war, woimmer ich mich befand. Ich fand diese in Notizbüchern und Postern, die ich besaß. Außerdem wuchs ich mit zwei älteren Brüdern auf, daher hatten wir viele Comic-Hefte, die mich stark beeinflussten, was man auch heute noch noch an meinem Zeichenstil sehen kann.“

modebranche ortsunabhängig arbeiten Illustration Yael Hertzog

Illustration by Yael Hertzog

Wie bist du zur Modeillustration gekommen? War das schon immer dein Traumberuf?

„Auf diese Idee hatte mich ein Freund gebracht, den ich von unserem her Modestudium kannte. Ich habe meinen Abschluss 2003 gemacht und bekam kurz danach eine Anstellung als Kostümdesignerin für unterschiedliche Produktionen. Ich liebte diese Tätigkeit und hatte schon damals Illustrationen angefertigt, um mich für meine Arbeit zu orientieren. Durch die Schwangerschaft mit meinem ersten Kind war mir klar, dass Kostümdesign nicht in meinem Lifestyle als Mutter passen würde. Aus diesem Grund wollte ich mich neu orientieren und Illustrator zu werden, war eine ganz klare Entscheidung für mich. Mein Zeichenstil bewegte sich, trotz meinem Hang zum Comic, immer um Modezeichnungen und heute habe ich viel Erfolg damit, diesen Stil mit verschiedenen Elementen zu mixen.“

 

Du bist Mutter, wie vereinbarst du deinen Alltag mit deinem Job? Das stelle ich mir ganz schön stressig vor.

„Mein Tag beginnt recht früh, um ca. 6 Uhr morgens. Ich starte mit meiner Arbeit ungefähr um 8.30 Uhr und bleibe bis 16 Uhr dran. Danach hole ich meine Kinder ab und verbringe den Rest des Tages mit ihnen. Wenn ich eilige Projekte, Fertigstellungstermine oder Meetings habe, arbeite ich solange weiter, wie mein Mann oder ein Babysitter auf die Kinder aufpassen kann. Es ist nicht immer einfach, aber wenn man es wirklich möchte, ist es möglich. Außerdem gebe ich jeden Tag mein Bestes, um noch Zeit mit meiner Familie zu verbringen.“

 

Wo befindet sich dein Arbeitsplatz?

 „Ich arbeite zuhause in meinem Studio.“

 

Was ist deine liebste Zeichentechnik?

„Ich mag es neue Techniken auszuprobieren. Ich liebe Aquarellfarben, aber seit einiger Zeit habe ich immer mehr schwarze Tusche implementiert. Für mich ist es wunderbar, wenn sich deckende Techniken und die Transparenz von Aquarell gegenüberstehen.“

 

Was zeichnet deiner Meinung nach einen guten Illustrator aus?

„Um ein guter Illustrator zu sein, ist es am wichtigsten, dass du deine Arbeit liebst, dass du eine Leidenschaft für das Zeichnen hast. Denn wie bei allen anderen freiberuflichen Jobs, gilt auch hier – es ist kein einfacher Job! Als guter Künstler musst du deine Fertigkeiten immer weiter verbessern und nie aufhören Neues zu lernen oder dir anzueignen.“

 

Wie hast du deine ersten Kunden bekommen?

„Zu meinen ersten Kunden gehörten Bekannte von unserem Modestudium. Manche von ihnen waren inzwischen Head of Designer in großen Modekonzernen oder Freiberufler, die Zeichnungen oder Illustrationen für ihre Arbeit benötigten. Ich glaube am besten ist es, wenn man seinem Umfeld von seiner Tätigkeit erzählt. Deine Bekannten erzählen dann weiter von deiner Arbeit. Wenn du in dem gut bist, was du tust, werden immer mehr Menschen zu dir finden.“

 

Wie können dich potenzielle Kunden finden?

„Gefunden zu werden ist heutzutage mit all den sozialen Netzwerken sehr einfach. Früher war das noch etwas anders und Kunden haben von mir durch andere Kunden gehört. Gute Mund-zu-Mund-Propaganda ist das beste, was man für ein Business haben kann.“

 

Wo entstanden bisher Probleme mit Kunden? Wie kann man so etwas umgehen?

 „Leider ist es so, auch wenn du dein bestes gibst, um den Kunden zufrieden zu stellen, ist es möglich dass es von Zeit zu Zeit zu Problemen kommt. Mein bester Ratschlag an Illustrationen, die in solch einer Situation stecken, lautet: Hör immer genau zu, was dein Kunde braucht. Auch wenn der Kunde es manchmal nicht direkt ausspricht, kann man, wenn man genau hinhört, verstehen, was er eigentlich meint. Außerdem sind ein guter Servicegedanke und deine Verfügbarkeit ein Schlüssel zu einem erfolgreichen Projekt und wiederkehrenden Kunden. Behandle einen unzufriedenen Kunden gut, es wird einem ein besseres Resultat geben, als ihn unzufrieden zu lassen. Es geht dabei nichtt ums eigene Ego, sondern um deren Produkt.“

 

Welches war das mit Abstand schönste Projekt für dich bisher?

„Eigentlich liebe ich alle meine Projekte und es ist schwer sich für eines zu entscheiden. Ich würde aber sagen, am meisten habe ich es genossen für „Babyland“ zu arbeiten. Das ist die größte Umstands-Messe in Israel! Das Unternehmen, das dieses Event veranstaltet, hat sich zu einem zeitgemäßeren Auftritt entschlossen, als das übliche „Soft Baby“-Image, das jeder von solchen Messen kennt. Das Ergebnis war spektakulär und wurde landesweit veröffentlicht. Das Projekt war ein riesiger Erfolg und ich war glücklich, dass ich dabei eine so große Rolle spielen durfte.“

ortsunabhängig arbeiten als Modedesigner

Illustration: Yael Hertzog

 

Zusätzlich zu deiner Freelance-Tätigkeit als Illustratorin, hast du einen Onlineshop gegründet. Kannst du ein bisschen darüber erzählen?

Ich betreibe seit letztem Jahr einen eigenen Onlineshop mit illustrierten Produkten von mir. Es ist für mich ein ziemliches Abenteuer. Meine Produkte werden in den USA hergestellt und bedruckt und danach weltweit versendet. Ich plane auch für dieses Jahr eine separate Bade- und Surfkollektion mit einer Bademodenfirma zu starten.

Dankeschön Yael! Ich wünsche dir noch weiterhin gutes Gelingen!

 

Hier findest du das Originalinterview:

Interview with the fashion illustrator Yael Hertzog

„I am 40 years old, born and raised in Israel. Living today in Hadera, which is exactly in the middle between Haifa and Tel Aviv. I started fashion studies in high school and continued in college. I studied in „Shenkar“ college in Tel Aviv. Because of my fathers work  I traveled all around the world most of my life and lived about one year in Australia. I love working globally.“

 

remote work as fashion illustrator

Foto: Yael Hertzog

How did you learn your own style of illustrating and how long do you draw already?

„I’ve been drawing since age 4! I remember it quite good as my favorite activity wherever I was. I used to practice by copying drawings I found on notebooks and posters I had. Also, since I was growing up with two older brothers, we had lots of comic books lying around so I was very influenced by comic books art and you can see that even today in my style of illustration.“

 

How did you come up with the idea to become a fashion illustrator?

„The idea of becoming a fashion illustrator came actually from my best friend who’s been there with me since our fashion studies in college. I’ve graduated college in 2003 and immediately became a costume designer for all performance arts. I loved it and always used illustration as a leading tool in my work as a designer. During my pregnancy with my first child I knew that being a costume designer will not fit my lifestyle as a mom anymore so I wanted to make a change and illustration was the natural choice. My style, even if it was heavily influenced by comic books or anima was always around fashion drawings and today I succeed in mixing them all together.“

 

How is your usual business day working as being a mother?

„My day begins very early around 6 am. I start my work day around 08:30 am and always stop around 4 pm to pick up my kids and spend the rest of the day with them. If I have urgent projects, deadlines or meetings waiting I continue working as long as it takes while my husband or a babysitter takes care of the kids. It’s not always easy but it’s possible if you really want it. I do my best to have some quality time with my family every day.“

 

ortsunabhängig arbeiten als Modeillustrator

Illustration: Yael Hertzog

Where are you working from?

„I’m working from my home studio.“

 

What is your favourite technique of illustrating?

„I like to try out new techniques of drawing all the time. I love using watercolors but lately I found myself working more and more with black ink on paper. I just love the opaque (nontransparent) affect as oppose to the transparency of watercolors.“

 

What do you think it’s necessary to become a good illustrator?

„In order to become a good illustrator, I believe you need first of all have to completely love it, be passionate about it, because like any other freelance job – it is not easy! Like every good craftsman, you will need to practice endlessly. Always be in a learning mode, there is always something new to learn or try out.“

 

How did you get your first customers?

„My first customers were people who knew me from our studies in fashion college. Some of them were already head designers in large fashion companies or freelance designers who needed sketches and illustrations for their work. I think it is best to start spreading the word about your art to your closest circle and then let it go from there. If you are good in what you do, more people will come to you.“

 

How could your customers find you?

„Finding me today is very easy with all the social networks, but a decade ago things were a little different, and clients heard about me from other clients. Word to mouth recommendations are the best kind you can have as a business.“

 

 Did you ever had problems with a customer? And is there an advise you would like to give to young creatives, who would like to start in fashion illustrating?

„Unfortunately, even when you give your best and do everything in your power to satisfy your clients, it is inevitable to have problems once in a while with customers. My best advice for illustrators is to listen always to what your customer needs. Even if they don’t say it specifically, you can always listen carefully to understand what they really need. Also, your service and availability are most of the times the key to a successful project and to a returning customer. Remember that dealing well with an unhappy customer will give you better results than falling apart from it. This is not about your ego, it’s about their end product.“

 

What was your favourite project until today?

Although I love all my projects and it’s really hard to choose, I would say that I mostly enjoyed working on „Babyland“, which is the largest maternity event in Israel! The company producing the event decided to go for a more fashionable look than the usual „soft babies“ branding everyone is used to seeing in these kind of events. The result was spectacular and published nationally. It was a huge success and I loved having such a big part in that.

 

Besides your work as fashion illustrator you are running your own online shop. Could you tell me a bit about it?

„I have been running my own online shop of illustrated products for past year and it’s been an amazing adventure. My products are printed and manufactured in the USA and sent worldwide. Also I plan to start a separate swim and surf collection with a swimwear company this year.“

Thanks alot Yael! I wish you great success for your further projects!

Wie kann ich einen Modeeinkäufer überzeugen?

Deine Kollektion steht, du kennst deine Zielgruppe, dein Traum ist zum Greifen nah. Zu deinem Glück fehlen dir nur noch die richtigen Vertriebspartner. Einkäufer für Boutiquen, Modehäuser, Boutiquenbesitzer etc.. All jene die sich dafür entscheiden, deine Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen und daran glauben, ihre Zielgruppe mit deiner Kollektion begeistern zu können. Die Vertriebsmöglichkeit über eine Einkaufsabteilung kann sich gerade bei großen Modehäusern schwierig gestalten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Einkäufer gegenüber neuen Marken extrem skeptisch sind, gerade wenn du mit deinem Modelabel erst einmal einen Fuß in die Tür bekommen möchtest . Am Ende kommt es nur auf die Zahlen an. Penibel wird errechnet, welche Drehung der Artikel auf der Ladenfläche macht, sprich, wie schnell auf den Quadratmeter verkauft wird. Dardurch fallen die meisten Marken so schnell wieder aus dem Sortiment, wie sie einst aufgenommen wurden. Bei kleinen Boutiquen ist die Sache noch einfacher, hier freut man sich über eine Kollektion, die sich von den bekannten Marken der großen Modeketten abhebt und genau das schätzen auch die Kunden dieser Geschäft.  In diesen Geschäften bekommst du meist die Möglichkeit, ausgewählte Artikel auf Kommission zu verkaufen. Das heißt, du bekommst erst Geld, wenn ein Teil verkauft wurde und damit eignet es sich kaum, wenn du in etwas höheren Stückzahlen produzieren lässt.



Der Schritt zum Modeeinkäufer

Als erstes ist es wichtig, dass du deine Kollektion und die angestrebte Zielgruppe weißt einzuschätzen. Du für dich klar und vorallem begründbar sein zu welchen Modehäusern, Marken etc. deine Artikel passen würden. Genau diese Argumente wirst du für die Vorstellungsgespräche benötigen. Bereite dich gut darauf vor und vor allem versuche ein persönliches Gespräch oder zumindest ein Telefonat mit anschließender Musterzusendung zu erwirken. Einkäufer sind vielbeschäftigte Menschen, die oft unterwegs sind und täglich einen schwall an Emails erhalten. Durch verschiedene Gespräche mit Einkäufern und auch aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass einige aufgehört haben, Nachrichten zu lesen, in denen sie CC stehen. Wieder andere lesen Nachrichten nur, wenn ihnen ihr Assistent den Hint gibt, dass es sich um eine wichtige Nachricht handelt.

Suche nach passenden Boutiquen oder Pop-Up Shops. Durchforste Online-Shops, die thematisch mit deiner Kollektion harmonieren würden. Rufe in der Zentrale an, schildere dein Anliegen und frage nach dem zuständigen Einkäufer. In der Regel wirst du weitergeleitet, da die Empfangsdame nicht weiß, ob der Einkäufer Bedarf an neuen Marken hat oder nicht. Achte bei der Nummer aber darauf, dass es kein Nummer für den Kundenservice ist. Denn die Callcenter sitzen meist weit weg von den Firmenzentralen.

 

Einkäufer auf sich aufmerksam machen

Es gibt aber auch eine einfachere Möglichkeit an einen Einkäufer heranzutreten, ohne dass du das Gefühl bekommst, dass du jemanden mit deinem Anliegen überfällst. So kannst du entscheidende Konktakte über unterschiedlichste Messen knüpfen. Dabei gibt es Messen speziell für den Modeeinkauf, aber auch Designermärkte, die sich ebenfalls auch an Endkunden richten. Die Platzierung auf einer Messe ist für dich auf jedenfall ein Gewinn, da dabei jede Menge Gespräche führen kannst und gleich ein Feedback für deine Arbeit bekommst.

Hier einige Tipps für einen gelungenen Messestand:

n  Einen Tisch oder ein Regal im vorderen Bereich, auf dem kleine Zusatzartikel stehen. Etwas an dem Menschen stehen bleiben und sich nicht durch horende Preise etc. bedroht fühlen könnten (evtl. Postkarten, Ohrringe, Schlüsselanhänger)

n  Gute Beleuchtung, mit der du deine Kollektion ins rechte Licht rücken kannst

n  Eine Wandgestaltung, die die Stimmung der Kollektion aufgreift, ob rustikal mit Holz oder weiß mit Fotorahmen für ein puristisches Stimmungsbild

n  Eine Möglichkeit für Kunden die Kleidung anprobieren zu können

n  Kredit- oder EC Kartenzahlung  ermöglichen, wenn direkt verkauft wird

n  Eine Atmosphäre schaffen mit Blumen, Teppichen oder speziellen Kleiderständern

n  Lookbooks und Infomaterial

n  Mannequins

n  Kleiderständer leicht zugänglich, vorderne hinstellen (damit man im Vorbeigehen gleich anfassen kann)

n  Keinen richtigen Eingang bauen, damit sich der Interessent nicht in der Falle fühlt

n  Schmeichelnde Lichtverhältnisse und einen guten Spiegel



 

Verkaufe eine Message

Deine Kollektion kann super aussehen, qualitativ hochwertig produziert worden sein und auch noch eine Innovation beinhalten, dennoch werden dich Einkäufer in der Flut der Modemarken schnell übersehen. Darum ist es so wichtig, einen „Rahmen“ um die Kollektion zu bauen. Bei jeder Handlung mit deinem Modelabel, sollte dieser Rahmen sichtbar sein. Egal ob das ein Briefkopf, eine Email oder ein Lookbook ist.

Präsentiere deine Kollektion, als würdest du ein Schaufenster oder einen Pop-Up-Store gestalten. Es ist wichtig, beim Einkäufer eine Emotion zu erzeugen, damit du nicht in der Masse verschwindest. Gleichzeitig pusht das nochmal die Wertschätzung beim Betrachter. Wenn er vor deiner Kollektion steht und sich denkt „Wow“, wird er kaum an dir vorbeikommen. Dabei muss es nicht einmal ein aufwändiger Messebau sein. Erzähl einfach eine Geschichte. Ob gerahmte Fotos aus dem Shooting, Plakate oder Dekoelemente wie Pflanzen.

Präsentiere deinen potenziellen Weiterverkäufer stets deine Idee zum Kollektionsaufbau. So kann sich der Einkäufer besser in deine Gedanken versetzen und sich gleichzeitig vorstellen, wie schön ansprechend, dass für seine Kunden aussieht.

Hier auf Pinterest habe ich dir einige Beispiele zusammengetragen


5 kreative Tipps: Mach dir den Schlechtwetter-Blues zu Nutze

Es ist trüb, nass und kalt und das nun schon seit Monaten. So langsam reicht es. Als Designer befinden wir uns mitten in der Sommersaison, doch bei einem Blick nach draußen kann man da nur müde lächeln. Es ist immer wieder nur grau. Darum habe ich mir verschiedene kreative Tipps für dich ausgedacht, wie du die Jahreszeit für deine kreative Arbeit nutzen kannst.

Kämpfe nicht gegen Dinge an, die du nicht beeinflussen kannst, lerne damit zu leben und davon zu profitieren.

Tipps für kreative Köpfe Schlechtwetter Blues

Mach dir deine Stimmung zu Nutze

Du bist gerade in melancholischer Stimmung? Gut so! Nutze deine Emotionen, um etwas Authentisches zu erschaffen. Lebe deine Stimmung kreativ aus, in Fotografien, in Grafiken oder in Malereien. Denn wahre Kunst entsteht aus den Gedanken und Gefühlen des Schöpfers. Nimm diese Werke, gesammelt als Inspiration oder nutze sie als zusätzliche Einnahmequelle. So kannst du z.B. T-Shirts mit deinen Grafiken bedrucken, digitale Druckdateien als Upload zur Verfügung stellen und und und… (weitere Ideen findest du in diesem Artikel)

 

Starte ein Outdoorshooting

Was? Bei diesem Wetter möchtest du keinen Fuß vor die Tür setzen. Ich sage dir aber, auch die Nässe kann ihren eigenen Charme haben. Warum solltest du dir das nicht zu Nutze machen? Darum kannst du auch genau jetzt ein Outdoorshooting starten, anstatt in einem künstlich beleuchteten Studio die Sehnsucht nach Sonne noch größer werden zu lassen. Die Lichtverhältnisse sind draußen nicht optimal, aber sehr melancholisch. Es ist eine Herausforderung, aber hast du einen talentierten Fotografen mit einem guten Auge an deiner Seite, kann ein wirklich außergewöhnliches und emotionales Fotoshooting entstehen. Deine Zielgruppe wird dich für deine Authentizität belohnen. Schließlich kannst du mit einem Bademode Shooting auf Mallorca niemanden mehr beeindrucken. Tipps für ein gelungenes Fotoshooting kannst du dir hier kostenlos als PDF herunterladen:To-do-Liste-TFP-Shooting

Tipps für kreative Köpfe Schlechtwetter Blues

Kreiere eine Schlechtwetter-Blues Kollektion

Wenn du selbstständig als Designer arbeitest, steckst du gedanklich wahrscheinlich gerade in der nächsten Winterkollektion oder Frühjahrskollektion. Darum sind draußen gerade ideale Bedingungen für deine Inspiration. Mal ehrlich, unser Winter ist insgesamt überwiegend nass und grau, als ein Winter Wonderland in weiß (außer du lebst in den Bergen). Auch wenn uns die Werbung das immer wieder so verkaufen will. Immer seltener benötigen wir über einen längeren Zeitraum dicke Winterpullover und Daunenjacken. Wir brauchen Nässe-freundliche Kleidung, die unsere Haut atmen lässt. Sieh es darum als Herausforderung, was du Menschen in dieser Jahreszeit Gutes tun kannst. Vielleicht entwirfst du ja eine tolle Regenschirmkollektion oder besondere Regencapes. Menschen möchten sich auch bei verregnetem Wetter modisch kleiden, es sollte nur alltagstauglich und bequem sein.

Warum z. B. ziehe ich jetzt keine Absatzschuhe an? Die Sohlen der meisten Schuhe würden mich rutschen lassen, die Absätze sind durch ihre enorme Höhe ungeeignet und die wenigsten sind wasserdicht. Leider machen sich Designer viel zu wenig Gedanken über alltäglichen Gebrauch. Vielleicht liegt genau hier deine Chance?

 

Lang lebe der Zwiebellook

Was eignet sich bei diesem Wetter besser, als der gute alte Zwiebellook. Es ist nicht wirklich kalt und auch nicht wirklich warm. Eine wasserabweisende Oberfläche ist besonders wichtig. In einem Moment scheint noch die Sonne, im nächsten regnet es wieder. Eine wasserfeste Tasche ist ebenso wichtig, damit nicht der gesamte Inhalt nicht „klamm“ wird. Darauf solltest du jetzt vor allem achten, wenn du in Outfits verkaufst oder diese planen musst. Denke praktisch. Und zeige deiner Zielgruppe, wie du ihr Problem mit dem unbeständigen Wetter lösen kannst.

Hast du einen Onlineshop? So kannst du unter jedem Produkt Kombinationsmöglichkeiten anbieten. Und ggf. auch etwas, das ich im nächsten Punkt anspreche. Ich rate dir, passe dich an das Wetter an, anstatt dagegen anzukämpfen. Im Handel habe ich seit Jahren immer wieder erlebt, wie das Wetter die Schuld an Umsatzeinbußen bekommt. Es wird einem auch nicht leicht gemacht, wenn die Geschäfte auf Sommer, Sonne, Sonnenschein getrimmt werden. Im Rahmen eines kleinen Geschäftes hast du hier die Chance, zusätzlich Umsätze zu generieren. Tolle Zusatzprodukte können fingerlose Handschuhe oder Earbags sein. Darum sei clever, nutze deine Chance und biete Lösungen an.

 

Gehe Kooperationen ein

Du hast keine Produkte oder keine Kollektion, die zu diesem Wetter passt und möchtest trotzdem erfolgreich Marketing betreiben?

Suche dir einen Partner, der Produkte vertreibt, die deiner Zielgruppe aus dem Schlechtwetter-Blues helfen können. Das können Wellness-Socken sein, schicke Gummistiefel, stimmungsaufhellender Tee, Bücher… Hier ist deine Kreativität gefragt.

Thematisiere diese Produkte in Fotoshootings, schreibe darüber in deinem Newsletter oder biete sie zu deiner Kollektion an. Vielleicht kannst du auch eine Illustration zu einem sehr spezifischen Produkt anfertigen. Ein spontanes Beispiel: Eine Zeichnung eines Mädchens, das mit gesunkenem Kopf auf einer verregneten Straße unter einem japanisch inspirierten Regenschirm geht. Das Mädchen spiegelt sich im trüben Wasser der Regenpfützen, welche von gefallenen Blütenblättern umrahmt werden.

Solche Vorlagen lassen sich wunderbar für Facebook und Ähnliches nutzen. Diese Inspirationen geben deiner Zielgruppe das Gefühl, sie zu verstehen und werden auch dir Freude bereiten, wenn du dich bewusst mit dem Wetter auseinandersetzt.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner kreativen Umsetzung des Schlechtwetter-Blues!

Wenn du noch weitere Ideen hast, lass es mich wissen. Gerne kannst du dich auch verlinken, wenn du schon eine Idee erfolgreich umgesetzt hast.

Pop Up Stores als Chance für dein eigenes Label

Pop Up Stores treffen genau den Nerv der Zeit und erfreuen sich daher zunehmender Beliebtheit. Pop Up Stores bieten viele Vorteile im Vergleich zum klassischen Einzelhandel. In einem vorherigen Artikel, habe ich diese Möglichkeit der Vermarktung deines Labels bereits erwähnt.

Shop Pop, Shopping Events

Foto Dag von Boor

 

 

 

 

Seit Beginn diesen Jahres gibt es einen ganz besonderen Service zum Thema Pop Up Store, den die beiden Diplom Designerinnen Frauke Ghosh und Ricarda Buckel ins Leben gerufen haben. Sie waren es leid von tollen Shopping Events an den Litfaßsäulen zu erfahren und dann zu merken, dass sie wieder einmal zu spät dran waren. Denn das Event ist bereits wieder zu Ende. Mit ihrer Webseite Shop Pop listen Sie nun alle Events und Pop Up Stores deutschlandweit auf. Die beiden erklären dir genau, warum der Trend anhalten wird und warum du unbedingt dabei sein solltest:

Zum einen nutzen Unternehmen Pop Up Stores um neue Produkte vorzustellen und auf ihre Marktfähigkeit zu testen ohne sich an einen langfristigen Mietvertrag zu binden. Das ist gerade für Start Ups mit eingeschränktem Budget interessant. Etablierte Einzelhändler nutzen Pop Up Stores auch um neue Standorte und Zielgruppen auszuprobieren. Dabei wird einerseits getestet, ob die Lage des Pop Up Stores sich für ein permanentes Geschäft eignet. Andererseits wird der Pop Up Store als Instrument genutzt, um auf die Marke aufmerksam zu machen.“

 

Online to Offline

Ein weiteres Indiz für den Trend zeichnet sich ab. Immer mehr reine Online Händler begeben sich mittlerweile mit ihren Produkten in die Offline Handelswelt. Zu dieser Trendwende haben die beiden Shop Pop Gründerinnen ein sehr interessantes Beispiel: „In Hamburg hat gerade der Online Luxus Second-Hand Modehändler Rebelle in bester Lage in der Hamburger Innenstadt einen Pop Up Store eröffnet. Oft geht das auch mit spannenden Marketingaktionen einher, die natürlich viel mediale Aufmerksamkeit bringen. Ein gutes Beispiel ist hier der gerade geendete Adidas Pop Up Store „Knit for You“. Mit dem Experiment „Storefactory“ testet der Sportartikelhersteller Möglichkeiten, die die Digitalisierung für die Produktion innerhalb der Ladenfläche bietet. Kunden konnten hier Strickpullover designen und innerhalb von ein paar Stunden wurden diese direkt in dem Pop Up Store gefertigt.“

Es wird prognostiziert das dieses O2O (Online to Offline) genannte Phänomen eher zunehmen wird. Mit der Eröffnung eines Pop-Up Store wollen Online Händler ihre Produkte erlebbar machen oder einfach einen neuen Vertriebsweg testen.

Finde dein passendes Shopping Events

Zur Zeit findest du auf Shop Pop zwischen 45 – 60 Events. Diese Zahlen wechseln fast täglich, steigt stetig an. „Bei uns werden bundesweit ganz viele unterschiedliche Events gebündelt und damit werden auch Interessenten erreicht, die vorher noch über keine Informationen der Veranstaltungen verfügt haben.“, so erklären Frauke Ghosh und Ricarda Buckel die Werbewirksamkeit der Events. Schau doch einfach mal vorbei, vielleicht gibt es auch bald in deiner Nähe ein Event, um deine Kollektion zu präsentieren. Durch diese zeitlich begrenzten Events hat dein Kunde die Chance sich hautnah mit dir als Designer auszutauschen und deine Marke besser kennenzulernen. Und auch du hast den Vorteil, frei von langen vertraglichen Verpflichtungen deine Zielgruppe zu treffen und ihre Bedürfnisse erkennen. Damit profitieren am Ende auch deine Produkte, die du mit jedem neuen Feedback verbessern kannst.

 

Du suchst deinen eigenen Pop Up Store?

Shop Pop, Pop Up Stores

Collage Frauke Ghosh und Ricarda Buckel

 

 

 

 

Du möchtest nicht nur an einem Shopping Event teilnehmen, sondern hast Lust deinen eigenen Laden zu betreiben? Bei Pop Shop kannst du dich auch über aktuelle Pop Up Stores informieren und sehen, wie Andere sich am Markt präsentieren. Über die Internetplattform Go-PopUp hast du die Möglichkeit gewerbliche Ladenflächen mieten. Eines der entscheidendsten Punkte betrifft die Lage. Damit steht oder fällt deine gesamte Idee. Betreibe eine genaue Recherche. Welche Zielgruppe möchtest du ansprechen? Wo hält sich deine Zielgruppe auf? Mache dir auch Gedanken was die Anlieferung deiner Einrichtung und Ware angeht, denn auch hier ist die Lage zu beachten. Bevorzugst du ein Shop-in-Shop Konzept oder möchtest du einen Store alleine betreiben? Checke auch deine Umgebung ab. Gibt es evtl. Störfaktoren, die dich in deinem Erfolg bremsen könnten? Das können eine Baustelle, ein stark riechender Imbiss etc. sein.

 

Die richtige Vorbereitung

Ist dein perfekter Standort gefunden, musst du die Zeit bis zur Eröffnung richtig einzuteilen. Bis zum Tag X geht es darum, den Laden einzurichten, mit Ware zu füllen und Werbung dafür zu machen. Im Vorfeld sollten die Punkte, wie du deine Ware nachbestücken kannst und welche Arten von Bezahlung du anbietest geklärt sein.

Beim Thema Einrichtung solltest du dich unbedingt beraten lassen. Denn der erste Eindruck ist alles was zählt. In deinem Store sollte der Kunde deine Marke wiedererkennen. Darum sollte alles diesem Ziel entsprechend abgestimmt werden. Beachte unbedingt auch die Wirkung von Farbe. Auch wenn du vielleicht ein rotes Logo hast, heißt das nicht, dass alle Wände rot sein müssen. Akzente haben oftmals einen größeren Effekt.

 

Marketingtipps für den eigenen Pop Up Store

Für deinen erfolgreichen Start ist es in erster Linie unumgänglich, PR für deinen Pop Up Store zu machen. Eine Möglichkeit bietet dir, die Eröffnung selbst. Plane dein Event sorgfältig. Schätze ab, wie viele Gäste du erwartest, welche Getränke und Häppchen serviert werden. Vielleicht möchtest du deinen Gästen auch ein kleines Giveaway als Erinnerung mitgeben?

Shop Pop, Pop Up Stores

Foto Dag von Boor

Weiterhin solltest du in sozialen Netzwerken und im Internet präsent sein. Hierzu ist Shop Pop ebenfalls deine richtige Adresse. Du kannst deinen Pop Up Store bei ihnen melden und bewerben. Ein einfacher Eintrag ohne Foto ist sogar kostenlos. Für einen Eintrag mit ausführlicher Beschreibung/Infos und 1-4 Fotos wird pauschal 39,00 EUR für eine Veröffentlichung (bis zu 2 Monaten) berechnet.

 

Ich freue mich von deiner Erfahrung zum Thema Pop Up Store zu hören.

Offline Vermarktung: Wie kannst du deine Bekanntheit steigern?

Was ist der große Unterschied von Offline-Vermarktung deines Labels zur online Variante? Und wie schaffst du es kostengünstig deine Offline Vermarktung zu starten und kannst damit deine Bekanntheit steigern?

Der große Unterschied dieser beiden Varianten lautet:

Offline wirst du den Kunden tatsächlich kennenlernen.

Bekanntheit steigern Modelabel

 

Es gibt dir die Möglichkeit zum Austausch. Auch mit deiner Konkurrenz kannst du dich hier und da austauschen, vor allem auf den vielen Modemessen und Märkten. Austausch ist wichtig, um deine Kollektion zu optimieren, die Bedürfnisse deiner Kunden kennenzulernen und den Kunden selbst genau identifizieren zu können. Es ist also eine hervorragende Möglichkeit, dir über einige Fragen über deinen Kunden klar zu werden. Wer ist mein Kunde? Wie lebt er? Was sind seine Gewohnheiten? Und die wichtigste Frage von allen: Was braucht er?

Nun stelle ich dir einige Möglichkeiten vor, die dir helfen dein Label offline bekannter zu machen.

 

Pop Up-Store, ein moderner Weg kann deine Bekanntheit steigern

Ein Weg deine Produkte offline zu verkaufen, ist der Weg des Pop-up-Stores. Es hat weniger mit direktem Marketing zu tun. Dies übernimmt oft die Stadt oder der Eigentümer der Pop-up-Stores selbst. Dennoch wirst du von deren Marketing durch eine Anmietung eines solchen Raumes profitieren. Du kannst in Ruhe testen, wie sich deine Produkte verkaufen lassen und wertvolle Erfahrungen durch die Gespräche mit deinen Kunden sammeln. Du bist an keine langjährigen Verträge gebunden.

Ein weiterer großer Vorteil von Pop-up-Stores ist die Lage. Sie befinden sich oftmals in 1A-Lage und sind damit für den Kunden leicht zugänglich. Auf der Webseite Brickspaces.de findest du im Handumdrehen Pop-Up-Stores in deiner Nähe.

Vielleicht kannst du dich auch mit anderen Designern zusammenschließen, die zu deinem Label passen. Das spart Mietkosten und zusammen könnt ihr dem Kunden ein breites Sortiment und ein besonderes Verkaufserlebnis zu bieten.

Des Weiteren hast du auch noch die Möglichkeit tageweise an Pop-Up-Events teilzunehmen. Das sind tolle Veranstaltungen, die eine hohe Besucherzahl versprechen und damit auch deine Bekanntheit deutlich erhöhen können.

Durch Pressemitteilungen Aufmerksamkeit erlangen

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Mit dieser Vermarktungsmöglichkeit stellst du einer Fachzeitschrift oder Zeitung dein Label vor. Du schreibst einen kompletten Text, wie du ihn selbst gerne lesen würdest. Die meisten Pressemitarbeiter sind sehr dankbar einen fertigen Entwurf zu erhalten, den sie nur noch in Länge und durch kleine Korrekturen bearbeiten müssen.

Basiere deinen Text aber nicht nur auf Daten. Hier sollten mehr Informationen zu deinem Label preisgegeben werden, als die Leser auch auf deiner About-Homepage-Rubrik finden würden. Schreibe über persönliche Dinge, die die Leser der Zeitschrift interessieren könnten. Im besten Fall bist du selbst Leser dieser Zeitschrift. Dadurch kannst du dir die Frage stellen, was du als Leser in Erfahrung bringen willst.

Nachdem du eine Pressemitteilung verfasst hast, versuche diese direkt an einen Mitarbeiter zu schicken. In einer info@-Emailadresse gehen diese Dinge gerne mal unter. Falls sich niemand meldet kannst du nach einiger Zeit auch gerne einmal telefonisch nachhaken.

Du möchtest, dass ich hier einen Artikel über dich und deine Kollektion veröffentliche? Dann fülle am besten gleich mein Kontaktformular aus. Ich setze mich dann mit dir in Verbindung.

 

Printmedien sind das A und O

Ein weiteres Mittel, um bekannter zu werden sind verschiedene Arten von Printmedien. Dazu gibt es unterschiedliche Formen.

Visitenkarten sind unerlässlich für dein erfolgreiches Label, auch wenn du ausschließlich online verkaufst. Eine weitere sinnvolle Investition sind Broschüren, Kataloge, Lookbooks oder sogenannte Magalogs.

Letzteres ist eine Zwischenform aus Magazin und Katalog. Es ist eine neue Form zusätzliche Aufmerksamkeit zu bieten und gleichzeitig dem Kunden einen Mehrwert zu liefern. Hier kannst du etwa verschiedene Outfit Kombinationen innerhalb deiner Kollektionen aufzeigen. Einige Labels verfassen auch Artikel, über die Entstehung der Kollektion – gerade wenn die Marke einen nachhaltigen Grundgedanken besitzt. Ebenfalls schön sind Schmink- und Beautytipps, die deine Kollektion abrunden oder Hinweise auf Veranstaltungen, an denen du teilnimmst. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Umsetzen lassen sich diese Printprodukte auch schon für einen schmalen Geldbeutel. Zum Beispiel bietet Flyer Alarm eine gute Qualität zu sehr günstigen Preisen an. Ich habe dort selbst immer bestellt und war bisher sehr zufrieden.

Wenn du diesen Punkt für dich sehr interessant findest, aber nicht so recht weißt, wie du ihn angehen kannst, bin ich dir gerne behilflich. Schreib mir einfach eine Email an: info@modekarriere.com.

Ich werde dich kostenlos beraten.

 

Sponsoring kann deine Bekanntheit steigern

Mit Hilfe von Sponsoring kannst du in deiner Nähe schnellere Bekanntheit erlangen. Suche dir dafür einige Veranstaltungen und relevante Events aus, informiere dich darüber, wer an der Veranstaltung teilnimmt und frage bei den Personen oder Firmen, die für dich in Betracht kommen, ob du sie sponsern kannst. Dabei kannst durch eine Ausgabe finanziell sponsern oder durch deine Kollektion selbst. D.h. du kannst bei einer Sportveranstaltung etwa einen Sportler ausstatten. Oder du stellst für eine Abschlussmodenschau Modeschülern Accessoires für ihre Kollektion zur Verfügung. Bei einer Veranstaltung einer Modeschule könntest du auch zu einem Contest aufrufen. Auch hier musst du nur die Möglichkeiten erkennen.

 

Messen und Märkte haben viel Potenzial

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Die Möglichkeit sich auf Messen zu präsentieren ist besonders attraktiv, wenn du Einkäufer und Wiederverkäufer zu deiner Zielgruppe auserkoren hast und somit deine Kollektion weiterverkaufen möchtest. Wichtig ist hier die Auswahl der richtigen Messe. Darum solltest du dich vorher über die verschiedenen Messen informieren und gegebenenfalls auch ein Ausstellerverzeichnis des Vorjahres anfordern.

Allerdings sind verschiedene Messen und Märkte auch etwas für dich, wenn du Endkunden bedienen möchtest. Zu Beginn müssen es auch gar nicht die großen und teuren Modemessen sein. Es ist wichtig, dass du deine Kunden findest, dir viel Feedback einholen kannst und dadurch auch sehr viel über dein Label lernen kannst. Es gibt Labels, die damit begonnen haben, auf Flohmärkten neben ihren gebrauchten Kleidern aus dem eigenen Kleiderschrank erste Kollektionsteile anzubieten. Wir haben alle mal mit dem ersten kleinen Schritt angefangen.

Nun bist du gefragt. Hinterlasse mir einen Kommentar, wie dir der Artikel gefallen hat. Hast du bereits Erfahrungen mit diesen Vermarktungsmöglichkeit gemacht? Hast du noch weitere Frage zu diesem Thema?

Bekanntheit erhöhen: Wie vermarkte ich mein eigenes Modelabel online?

Die schönsten Entwürfe sind leider nicht viel mehr wert, wenn sie niemand sehen kann. Das Thema „Vermarktung“ ist enorm wichtig, um deine Kunden bei der Markenvielfalt am Ende zu deinem Label zu bringen und um ihnen deine Besonderheiten zu präsentieren. Durch den finanziellen Aspekt sind viele, gerade noch junge Labels gezwungen, auf große Marketing Kampagnen zu verzichten, um die Bekanntheit des eigenen Labels zu erhöhen.

Aber es gibt eine gute Nachricht, denn ich habe viele gute Tipps zusammengefasst, die deine Bekanntheit erhöhen, aber nicht teuer oder gar kostenlos sind.

Eine wichtige Frage musst du vorab klären:

Wo und wem bietest du deine Kollektion an? Es macht einen großen Unterschied, ob du deine Kollektion in der eigenen Boutique oder im stationären Einzelhandel anbietest ODER über einen Onlineshop.

Die Faustregel lautet, sich dem Kunden an dem Ort zu präsentieren, an dem er dich finden wird.

Im heutigen Artikel erkläre ich einige Wege, wie du deine eigene Modekollektion online vermarkten kannst.

Social Media

Allen Online-Marketinginstrumenten voran sind Facebook & Co. Oftmals stehen die Social Mediaauftritte noch vor der offiziellen Homepage oder gar vor dem Onlineshop. Dieses Medium hat den entscheidenden Vorteil, dass es ist einfach, eine Fanpage schnell erstellt werden kann und dabei viele Menschen erreicht. Allerdings erhältst du über Facebook & Co nur ein treues Publikum, wenn du regelmäßig postest.

Besonders gut kann es auch bei deinen Fans ankommen, sie in deine Entscheidungen einzubinden. Stelle offene Fragen oder lasse sie abstimmen.

Im Lauf der Zeit lassen sich dann auch gezielte Werbekampagnen starten. Diese kosten allerdings Geld. Wenn du hierfür deine Zielgruppe und deren Interessen sehr genau kennst und kannst du mithilfe von Facebook-Werbung eine große Bekanntheit erlangen.

Auch Instagram und Pinterest sind tolle Plattformen, um dein eigenes Modelabel bekannter zu machen und bieten die Chance von einer breiten Masse Aufmerksamkeit zu erlangen. Regelmäßige Updates und auch einige Einblicke hinter die Kollektion lassen dein Publikum wachsen.

Vergiss nicht, alle Medien miteinander zu vernetzen und kreiere am besten deinen eigenen Hashtag, damit andere gezielt nach Beiträgen von dir suchen können. Außerdem gib deinem Fan immer die Chance an dich und deine Kollektion heranzukommen. Gib deine Emailadresse oder deinen Onlineshop an, sei dabei nicht zu aufdringlich und ganz wichtig! Überprüfe regelmäßig deine Nachrichten und antworte immer und so schnell wie möglich!

Externe Onlineshops

Der korrekte Aufbau eines Onlineshops ist für viele Designer gerade am Anfang ein Buch mit sieben Siegeln. Und selbst dann bleibt die Frage offen, wie kommen die Kunden zum Onlineshop. Genau hier setzen Plattformen, wie Da Wanda oder Etsy an. Sie bringen die Kunden zu dir. Alles was du tun musst ist, ein Profil zu erstellen, das Material, wie Fotos und Texte in deinen Shop einzufügen und deine AGBs etc. zu verfassen. In den verschiedenen Rubriken kannst du nun von potenziellen Kunden entdeckt werden.

Mit einer guten Präsentation und etwas Glück werden deine Angebote evtl. von der Plattform gepusht, indem sie für einen bestimmten Anlass auf der Titelseite angezeigt werden. In meiner Zeit als selbstständige Designerin habe ich selbst über Da Wanda meine Produkte angeboten und war mehr als überrascht, dass ich damals selbst für ein Titelangebot ausgewählt wurde. Das verhalf mir natürlich zu einem zusätzlichen Push.

Crowdfunding

Eine weitere tolle Möglichkeit neben dem Gedanken der Finanzierung, kann Crowdfunding auch dazu beitragen ein größeres Publikum zu bekommen, Kontakt zu seiner Zielgruppe aufzunehmen und die Idee auszutesten. Vor kurzem habe ich mit dem Label SHIPSHEIP bereits über ihre Erfahrungen mit Crowdfunding gesprochen.

Übrigens hat es mich sehr gefreut, zu hören, dass die beiden ihre Fundingschwelle erreicht haben und das Projekt somit erfolgreich war. Hier kannst du das Interview noch einmal nachlesen.

Das Label Front Row Society hat ihre Idee ebenfalls über Crowdfunding finanziert und ihr Projekt selbst steht im Zeichen von Crowdfunding.

Das Konzept lautet: „Fashion Democracy.“  Über ihre Online-Plattform kommen Designer und Künstler weltweit zusammen und stellen sich einem Publikum von über 40.000 Mitgliedern. Es wird dabei über die beliebtesten Entwürfe abgestimmt und am Ende werden diese als Tücher, Taschen oder Damenoberbekleidung produziert. Dabei hat Front Row Society starke Partner, wie das KaDeWe oder Breuninger.

Wie ich finde eine sehr interessante Idee, die auch deinem Label zu mehr Bekanntheit verhelfen kann. Ab sofort werde ich dich auf meiner Homepage über aktuelle Challenges von Front Row Society auf dem Laufenden halten.

Label-Datenbank

Bei Seiten wie TheLabelFinder.de kannst du deine Marke mit deinen Verkaufspunkten eintragen lassen. Der Vorteil ist eine enorme Reichweite. Speziell bei TheLabelFinder greifen Kooperationspartner, wie die deutsche Vogue, GQ, Glamour und ANNABELLE auf die Datenbank zurück, um Marken zu finden.

Auf der Online-Plattform Modeopfer110 kannst du dich ebenfalls in deren Label-Datenbank eintragen lassen. Über diese Datenbank konnte ich damals nach interessanten Labels für eine Praktikantenstelle suchen und auch heute nutze ich diese Auflistung noch sehr gerne bei meiner Suche nach Newcomern.

Einen eigenen Blog schreiben

Das klingt im ersten Moment nicht nach einem Job für einen Modedesigner, doch mit dieser Möglichkeit

kannst du deiner Zielgruppe, auf kreativer Weise, deine Visionen und Ideen noch näher bringen. Durch das regelmäßige Verfassen von neuen Artikeln kannst du deine Kunden noch weiter an dich binden und mehr über sie und ihre Bedürfnisse erfahren. Es gibt die Möglichkeit durch einen separaten Anbieter wie Blogger.com oder WordPress.com einen simplen Blog zu erstellen.

Ich würde dir jedoch empfehlen, diesen  schon zu Beginn in deine Homepage einzubauen. Es ist ein wenig technisches Geschick nötig und nimmt gerade am Anfang viel Zeit in Anspruch, aber du kannst viel Geld sparen, wenn du diese Arbeit selbst übernimmst. Und übrigens kann es auch eine Menge Spaß machen.

Durch das regelmäßige vernetzen deines Blogs, wird deine Sichtbarkeit bei Google erhöht und ein größeres Publikum wird auf dich und deine Arbeit aufmerksam.

Mit Bloggern kooperieren um eigene Bekanntheit zu erhöhen

Fashion-Blogger, Youtube-Stars etc. sind die Vorbilder von morgen. Es sind die Stars zum Anfassen, was deren Fans fasziniert. Sie nehmen Einfluss auf unsere Entscheidungen, indem sie Produkte für uns testen und ihre Meinung zu Dingen aussprechen. Für dich sind besonders die Fashion-Blogger als „lebendes Werbeplakat“ interessant, denn sie zeigen ihren Fans die Tragbarkeit deines Modelabels und hauchen somit Leben in deine Kollektion.

Dieses und das Thema „einen eigenen Blog schreiben“ sind sehr eng miteinander verstrickt. Es ist nicht immer einfach den passenden Fashion-Blogger für sich zu gewinnen, vor allem, wenn du noch kein Budget für eine gute Bezahlung hast. Hast du aber einen aktuellen Blog, der den Fashion-Blogger anspricht, kann es dennoch zu einer „Geschäftsbeziehung“ kommen. Frei nach dem Prinzip: Eine Hand wäscht die andere.

Doch wie findest du Fashionblogger? Es gibt einschlägige Facebook Gruppen, wie „Fashion Collab Deck“ oder „Bloggerinnen und Blogger gesucht“ machen es dir einfach mit Fashion-Bloggern in Kontakt zu treten. Oder du suchst dir über Bloglovin‘ einen Fashion-Blogger aus und schreibst ihn einfach an. Dabei solltest du nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, sprich vielmehr ein Lob für den Blog aus und verweise auf deine Kollektion oder ein tolles Projekt, dass du gerade startest. Wenn der Blogger Interesse an deinem Label hat, könnt ihr beide von der tollen Kooperation profitieren.


Und nun kommt es auf dich an – Call to Action:

Was du heute schon tun kannst?

Hast du noch keine Fanpage auf Facebook, Instagram oder Pinterest? Erstelle heute noch eine Fanpage und/oder erstelle einen tollen Post mit Bildern und deinem persönlichen Hashtag von deiner heutigen Arbeit.

Füge noch meinen Hashtag #Modekarriere hinzu und lass mich so an deiner Arbeit teilhaben. Ich lasse dir gerne einen Like da.


Im nächsten Artikel erfährst du mehr über die offline Vermarktung deines eigenen Labels, z.B. durch Popup Stores.