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Marketing und Business Tipps

Modeeinkäufer überzeugen

Wie kann ich einen Modeeinkäufer überzeugen?

Deine Kollektion steht, du kennst deine Zielgruppe, dein Traum ist zum Greifen nah. Zu deinem Glück fehlen dir nur noch die richtigen Vertriebspartner. Einkäufer für Boutiquen, Modehäuser, Boutiquenbesitzer etc.. All jene die sich dafür entscheiden, deine Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen und daran glauben, ihre Zielgruppe mit deiner Kollektion begeistern zu können. Die Vertriebsmöglichkeit über eine Einkaufsabteilung kann sich gerade bei großen Modehäusern schwierig gestalten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Einkäufer gegenüber neuen Marken extrem skeptisch sind, gerade wenn du mit deinem Modelabel erst einmal einen Fuß in die Tür bekommen möchtest . Am Ende kommt es nur auf die Zahlen an. Penibel wird errechnet, welche Drehung der Artikel auf der Ladenfläche macht, sprich, wie schnell auf den Quadratmeter verkauft wird. Dardurch fallen die meisten Marken so schnell wieder aus dem Sortiment, wie sie einst aufgenommen wurden. Bei kleinen Boutiquen ist die Sache noch einfacher, hier freut man sich über eine Kollektion, die sich von den bekannten Marken der großen Modeketten abhebt und genau das schätzen auch die Kunden dieser Geschäft.  In diesen Geschäften bekommst du meist die Möglichkeit, ausgewählte Artikel auf Kommission zu verkaufen. Das heißt, du bekommst erst Geld, wenn ein Teil verkauft wurde und damit eignet es sich kaum, wenn du in etwas höheren Stückzahlen produzieren lässt.



Der Schritt zum Modeeinkäufer

Als erstes ist es wichtig, dass du deine Kollektion und die angestrebte Zielgruppe weißt einzuschätzen. Du für dich klar und vorallem begründbar sein zu welchen Modehäusern, Marken etc. deine Artikel passen würden. Genau diese Argumente wirst du für die Vorstellungsgespräche benötigen. Bereite dich gut darauf vor und vor allem versuche ein persönliches Gespräch oder zumindest ein Telefonat mit anschließender Musterzusendung zu erwirken. Einkäufer sind vielbeschäftigte Menschen, die oft unterwegs sind und täglich einen schwall an Emails erhalten. Durch verschiedene Gespräche mit Einkäufern und auch aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass einige aufgehört haben, Nachrichten zu lesen, in denen sie CC stehen. Wieder andere lesen Nachrichten nur, wenn ihnen ihr Assistent den Hint gibt, dass es sich um eine wichtige Nachricht handelt.

Suche nach passenden Boutiquen oder Pop-Up Shops. Durchforste Online-Shops, die thematisch mit deiner Kollektion harmonieren würden. Rufe in der Zentrale an, schildere dein Anliegen und frage nach dem zuständigen Einkäufer. In der Regel wirst du weitergeleitet, da die Empfangsdame nicht weiß, ob der Einkäufer Bedarf an neuen Marken hat oder nicht. Achte bei der Nummer aber darauf, dass es kein Nummer für den Kundenservice ist. Denn die Callcenter sitzen meist weit weg von den Firmenzentralen.

 

Einkäufer auf sich aufmerksam machen

Es gibt aber auch eine einfachere Möglichkeit an einen Einkäufer heranzutreten, ohne dass du das Gefühl bekommst, dass du jemanden mit deinem Anliegen überfällst. So kannst du entscheidende Konktakte über unterschiedlichste Messen knüpfen. Dabei gibt es Messen speziell für den Modeeinkauf, aber auch Designermärkte, die sich ebenfalls auch an Endkunden richten. Die Platzierung auf einer Messe ist für dich auf jedenfall ein Gewinn, da dabei jede Menge Gespräche führen kannst und gleich ein Feedback für deine Arbeit bekommst.

Hier einige Tipps für einen gelungenen Messestand:

n  Einen Tisch oder ein Regal im vorderen Bereich, auf dem kleine Zusatzartikel stehen. Etwas an dem Menschen stehen bleiben und sich nicht durch horende Preise etc. bedroht fühlen könnten (evtl. Postkarten, Ohrringe, Schlüsselanhänger)

n  Gute Beleuchtung, mit der du deine Kollektion ins rechte Licht rücken kannst

n  Eine Wandgestaltung, die die Stimmung der Kollektion aufgreift, ob rustikal mit Holz oder weiß mit Fotorahmen für ein puristisches Stimmungsbild

n  Eine Möglichkeit für Kunden die Kleidung anprobieren zu können

n  Kredit- oder EC Kartenzahlung  ermöglichen, wenn direkt verkauft wird

n  Eine Atmosphäre schaffen mit Blumen, Teppichen oder speziellen Kleiderständern

n  Lookbooks und Infomaterial

n  Mannequins

n  Kleiderständer leicht zugänglich, vorderne hinstellen (damit man im Vorbeigehen gleich anfassen kann)

n  Keinen richtigen Eingang bauen, damit sich der Interessent nicht in der Falle fühlt

n  Schmeichelnde Lichtverhältnisse und einen guten Spiegel



 

Verkaufe eine Message

Deine Kollektion kann super aussehen, qualitativ hochwertig produziert worden sein und auch noch eine Innovation beinhalten, dennoch werden dich Einkäufer in der Flut der Modemarken schnell übersehen. Darum ist es so wichtig, einen „Rahmen“ um die Kollektion zu bauen. Bei jeder Handlung mit deinem Modelabel, sollte dieser Rahmen sichtbar sein. Egal ob das ein Briefkopf, eine Email oder ein Lookbook ist.

Präsentiere deine Kollektion, als würdest du ein Schaufenster oder einen Pop-Up-Store gestalten. Es ist wichtig, beim Einkäufer eine Emotion zu erzeugen, damit du nicht in der Masse verschwindest. Gleichzeitig pusht das nochmal die Wertschätzung beim Betrachter. Wenn er vor deiner Kollektion steht und sich denkt „Wow“, wird er kaum an dir vorbeikommen. Dabei muss es nicht einmal ein aufwändiger Messebau sein. Erzähl einfach eine Geschichte. Ob gerahmte Fotos aus dem Shooting, Plakate oder Dekoelemente wie Pflanzen.

Präsentiere deinen potenziellen Weiterverkäufer stets deine Idee zum Kollektionsaufbau. So kann sich der Einkäufer besser in deine Gedanken versetzen und sich gleichzeitig vorstellen, wie schön ansprechend, dass für seine Kunden aussieht.

Hier auf Pinterest habe ich dir einige Beispiele zusammengetragen


Tipps für kreative Köpfe Schlechtwetter Blues

5 kreative Tipps: Mach dir den Schlechtwetter-Blues zu Nutze

Es ist trüb, nass und kalt und das nun schon seit Monaten. So langsam reicht es. Als Designer befinden wir uns mitten in der Sommersaison, doch bei einem Blick nach draußen kann man da nur müde lächeln. Es ist immer wieder nur grau. Darum habe ich mir verschiedene kreative Tipps für dich ausgedacht, wie du die Jahreszeit für deine kreative Arbeit nutzen kannst.

Kämpfe nicht gegen Dinge an, die du nicht beeinflussen kannst, lerne damit zu leben und davon zu profitieren.

Tipps für kreative Köpfe Schlechtwetter Blues

Mach dir deine Stimmung zu Nutze

Du bist gerade in melancholischer Stimmung? Gut so! Nutze deine Emotionen, um etwas Authentisches zu erschaffen. Lebe deine Stimmung kreativ aus, in Fotografien, in Grafiken oder in Malereien. Denn wahre Kunst entsteht aus den Gedanken und Gefühlen des Schöpfers. Nimm diese Werke, gesammelt als Inspiration oder nutze sie als zusätzliche Einnahmequelle. So kannst du z.B. T-Shirts mit deinen Grafiken bedrucken, digitale Druckdateien als Upload zur Verfügung stellen und und und… (weitere Ideen findest du in diesem Artikel)

 

Starte ein Outdoorshooting

Was? Bei diesem Wetter möchtest du keinen Fuß vor die Tür setzen. Ich sage dir aber, auch die Nässe kann ihren eigenen Charme haben. Warum solltest du dir das nicht zu Nutze machen? Darum kannst du auch genau jetzt ein Outdoorshooting starten, anstatt in einem künstlich beleuchteten Studio die Sehnsucht nach Sonne noch größer werden zu lassen. Die Lichtverhältnisse sind draußen nicht optimal, aber sehr melancholisch. Es ist eine Herausforderung, aber hast du einen talentierten Fotografen mit einem guten Auge an deiner Seite, kann ein wirklich außergewöhnliches und emotionales Fotoshooting entstehen. Deine Zielgruppe wird dich für deine Authentizität belohnen. Schließlich kannst du mit einem Bademode Shooting auf Mallorca niemanden mehr beeindrucken. Tipps für ein gelungenes Fotoshooting kannst du dir hier kostenlos als PDF herunterladen:To-do-Liste-TFP-Shooting

Tipps für kreative Köpfe Schlechtwetter Blues

Kreiere eine Schlechtwetter-Blues Kollektion

Wenn du selbstständig als Designer arbeitest, steckst du gedanklich wahrscheinlich gerade in der nächsten Winterkollektion oder Frühjahrskollektion. Darum sind draußen gerade ideale Bedingungen für deine Inspiration. Mal ehrlich, unser Winter ist insgesamt überwiegend nass und grau, als ein Winter Wonderland in weiß (außer du lebst in den Bergen). Auch wenn uns die Werbung das immer wieder so verkaufen will. Immer seltener benötigen wir über einen längeren Zeitraum dicke Winterpullover und Daunenjacken. Wir brauchen Nässe-freundliche Kleidung, die unsere Haut atmen lässt. Sieh es darum als Herausforderung, was du Menschen in dieser Jahreszeit Gutes tun kannst. Vielleicht entwirfst du ja eine tolle Regenschirmkollektion oder besondere Regencapes. Menschen möchten sich auch bei verregnetem Wetter modisch kleiden, es sollte nur alltagstauglich und bequem sein.

Warum z. B. ziehe ich jetzt keine Absatzschuhe an? Die Sohlen der meisten Schuhe würden mich rutschen lassen, die Absätze sind durch ihre enorme Höhe ungeeignet und die wenigsten sind wasserdicht. Leider machen sich Designer viel zu wenig Gedanken über alltäglichen Gebrauch. Vielleicht liegt genau hier deine Chance?

 

Lang lebe der Zwiebellook

Was eignet sich bei diesem Wetter besser, als der gute alte Zwiebellook. Es ist nicht wirklich kalt und auch nicht wirklich warm. Eine wasserabweisende Oberfläche ist besonders wichtig. In einem Moment scheint noch die Sonne, im nächsten regnet es wieder. Eine wasserfeste Tasche ist ebenso wichtig, damit nicht der gesamte Inhalt nicht „klamm“ wird. Darauf solltest du jetzt vor allem achten, wenn du in Outfits verkaufst oder diese planen musst. Denke praktisch. Und zeige deiner Zielgruppe, wie du ihr Problem mit dem unbeständigen Wetter lösen kannst.

Hast du einen Onlineshop? So kannst du unter jedem Produkt Kombinationsmöglichkeiten anbieten. Und ggf. auch etwas, das ich im nächsten Punkt anspreche. Ich rate dir, passe dich an das Wetter an, anstatt dagegen anzukämpfen. Im Handel habe ich seit Jahren immer wieder erlebt, wie das Wetter die Schuld an Umsatzeinbußen bekommt. Es wird einem auch nicht leicht gemacht, wenn die Geschäfte auf Sommer, Sonne, Sonnenschein getrimmt werden. Im Rahmen eines kleinen Geschäftes hast du hier die Chance, zusätzlich Umsätze zu generieren. Tolle Zusatzprodukte können fingerlose Handschuhe oder Earbags sein. Darum sei clever, nutze deine Chance und biete Lösungen an.

 

Gehe Kooperationen ein

Du hast keine Produkte oder keine Kollektion, die zu diesem Wetter passt und möchtest trotzdem erfolgreich Marketing betreiben?

Suche dir einen Partner, der Produkte vertreibt, die deiner Zielgruppe aus dem Schlechtwetter-Blues helfen können. Das können Wellness-Socken sein, schicke Gummistiefel, stimmungsaufhellender Tee, Bücher… Hier ist deine Kreativität gefragt.

Thematisiere diese Produkte in Fotoshootings, schreibe darüber in deinem Newsletter oder biete sie zu deiner Kollektion an. Vielleicht kannst du auch eine Illustration zu einem sehr spezifischen Produkt anfertigen. Ein spontanes Beispiel: Eine Zeichnung eines Mädchens, das mit gesunkenem Kopf auf einer verregneten Straße unter einem japanisch inspirierten Regenschirm geht. Das Mädchen spiegelt sich im trüben Wasser der Regenpfützen, welche von gefallenen Blütenblättern umrahmt werden.

Solche Vorlagen lassen sich wunderbar für Facebook und Ähnliches nutzen. Diese Inspirationen geben deiner Zielgruppe das Gefühl, sie zu verstehen und werden auch dir Freude bereiten, wenn du dich bewusst mit dem Wetter auseinandersetzt.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner kreativen Umsetzung des Schlechtwetter-Blues!

Wenn du noch weitere Ideen hast, lass es mich wissen. Gerne kannst du dich auch verlinken, wenn du schon eine Idee erfolgreich umgesetzt hast.

Shop Pop, Shopping Events

Pop Up Stores als Chance für dein eigenes Label

Pop Up Stores treffen genau den Nerv der Zeit und erfreuen sich daher zunehmender Beliebtheit. Pop Up Stores bieten viele Vorteile im Vergleich zum klassischen Einzelhandel. In einem vorherigen Artikel, habe ich diese Möglichkeit der Vermarktung deines Labels bereits erwähnt.

Shop Pop, Shopping Events

Foto Dag von Boor

 

 

 

 

Seit Beginn diesen Jahres gibt es einen ganz besonderen Service zum Thema Pop Up Store, den die beiden Diplom Designerinnen Frauke Ghosh und Ricarda Buckel ins Leben gerufen haben. Sie waren es leid von tollen Shopping Events an den Litfaßsäulen zu erfahren und dann zu merken, dass sie wieder einmal zu spät dran waren. Denn das Event ist bereits wieder zu Ende. Mit ihrer Webseite Shop Pop listen Sie nun alle Events und Pop Up Stores deutschlandweit auf. Die beiden erklären dir genau, warum der Trend anhalten wird und warum du unbedingt dabei sein solltest:

Zum einen nutzen Unternehmen Pop Up Stores um neue Produkte vorzustellen und auf ihre Marktfähigkeit zu testen ohne sich an einen langfristigen Mietvertrag zu binden. Das ist gerade für Start Ups mit eingeschränktem Budget interessant. Etablierte Einzelhändler nutzen Pop Up Stores auch um neue Standorte und Zielgruppen auszuprobieren. Dabei wird einerseits getestet, ob die Lage des Pop Up Stores sich für ein permanentes Geschäft eignet. Andererseits wird der Pop Up Store als Instrument genutzt, um auf die Marke aufmerksam zu machen.“

 

Online to Offline

Ein weiteres Indiz für den Trend zeichnet sich ab. Immer mehr reine Online Händler begeben sich mittlerweile mit ihren Produkten in die Offline Handelswelt. Zu dieser Trendwende haben die beiden Shop Pop Gründerinnen ein sehr interessantes Beispiel: „In Hamburg hat gerade der Online Luxus Second-Hand Modehändler Rebelle in bester Lage in der Hamburger Innenstadt einen Pop Up Store eröffnet. Oft geht das auch mit spannenden Marketingaktionen einher, die natürlich viel mediale Aufmerksamkeit bringen. Ein gutes Beispiel ist hier der gerade geendete Adidas Pop Up Store „Knit for You“. Mit dem Experiment „Storefactory“ testet der Sportartikelhersteller Möglichkeiten, die die Digitalisierung für die Produktion innerhalb der Ladenfläche bietet. Kunden konnten hier Strickpullover designen und innerhalb von ein paar Stunden wurden diese direkt in dem Pop Up Store gefertigt.“

Es wird prognostiziert das dieses O2O (Online to Offline) genannte Phänomen eher zunehmen wird. Mit der Eröffnung eines Pop-Up Store wollen Online Händler ihre Produkte erlebbar machen oder einfach einen neuen Vertriebsweg testen.

Finde dein passendes Shopping Events

Zur Zeit findest du auf Shop Pop zwischen 45 – 60 Events. Diese Zahlen wechseln fast täglich, steigt stetig an. „Bei uns werden bundesweit ganz viele unterschiedliche Events gebündelt und damit werden auch Interessenten erreicht, die vorher noch über keine Informationen der Veranstaltungen verfügt haben.“, so erklären Frauke Ghosh und Ricarda Buckel die Werbewirksamkeit der Events. Schau doch einfach mal vorbei, vielleicht gibt es auch bald in deiner Nähe ein Event, um deine Kollektion zu präsentieren. Durch diese zeitlich begrenzten Events hat dein Kunde die Chance sich hautnah mit dir als Designer auszutauschen und deine Marke besser kennenzulernen. Und auch du hast den Vorteil, frei von langen vertraglichen Verpflichtungen deine Zielgruppe zu treffen und ihre Bedürfnisse erkennen. Damit profitieren am Ende auch deine Produkte, die du mit jedem neuen Feedback verbessern kannst.

 

Du suchst deinen eigenen Pop Up Store?

Shop Pop, Pop Up Stores

Collage Frauke Ghosh und Ricarda Buckel

 

 

 

 

Du möchtest nicht nur an einem Shopping Event teilnehmen, sondern hast Lust deinen eigenen Laden zu betreiben? Bei Pop Shop kannst du dich auch über aktuelle Pop Up Stores informieren und sehen, wie Andere sich am Markt präsentieren. Über die Internetplattform Go-PopUp hast du die Möglichkeit gewerbliche Ladenflächen mieten. Eines der entscheidendsten Punkte betrifft die Lage. Damit steht oder fällt deine gesamte Idee. Betreibe eine genaue Recherche. Welche Zielgruppe möchtest du ansprechen? Wo hält sich deine Zielgruppe auf? Mache dir auch Gedanken was die Anlieferung deiner Einrichtung und Ware angeht, denn auch hier ist die Lage zu beachten. Bevorzugst du ein Shop-in-Shop Konzept oder möchtest du einen Store alleine betreiben? Checke auch deine Umgebung ab. Gibt es evtl. Störfaktoren, die dich in deinem Erfolg bremsen könnten? Das können eine Baustelle, ein stark riechender Imbiss etc. sein.

 

Die richtige Vorbereitung

Ist dein perfekter Standort gefunden, musst du die Zeit bis zur Eröffnung richtig einzuteilen. Bis zum Tag X geht es darum, den Laden einzurichten, mit Ware zu füllen und Werbung dafür zu machen. Im Vorfeld sollten die Punkte, wie du deine Ware nachbestücken kannst und welche Arten von Bezahlung du anbietest geklärt sein.

Beim Thema Einrichtung solltest du dich unbedingt beraten lassen. Denn der erste Eindruck ist alles was zählt. In deinem Store sollte der Kunde deine Marke wiedererkennen. Darum sollte alles diesem Ziel entsprechend abgestimmt werden. Beachte unbedingt auch die Wirkung von Farbe. Auch wenn du vielleicht ein rotes Logo hast, heißt das nicht, dass alle Wände rot sein müssen. Akzente haben oftmals einen größeren Effekt.

 

Marketingtipps für den eigenen Pop Up Store

Für deinen erfolgreichen Start ist es in erster Linie unumgänglich, PR für deinen Pop Up Store zu machen. Eine Möglichkeit bietet dir, die Eröffnung selbst. Plane dein Event sorgfältig. Schätze ab, wie viele Gäste du erwartest, welche Getränke und Häppchen serviert werden. Vielleicht möchtest du deinen Gästen auch ein kleines Giveaway als Erinnerung mitgeben?

Shop Pop, Pop Up Stores

Foto Dag von Boor

Weiterhin solltest du in sozialen Netzwerken und im Internet präsent sein. Hierzu ist Shop Pop ebenfalls deine richtige Adresse. Du kannst deinen Pop Up Store bei ihnen melden und bewerben. Ein einfacher Eintrag ohne Foto ist sogar kostenlos. Für einen Eintrag mit ausführlicher Beschreibung/Infos und 1-4 Fotos wird pauschal 39,00 EUR für eine Veröffentlichung (bis zu 2 Monaten) berechnet.

 

Ich freue mich von deiner Erfahrung zum Thema Pop Up Store zu hören.

Bekanntheit steigern Modelabel

Offline Vermarktung: Wie kannst du deine Bekanntheit steigern?

Was ist der große Unterschied von Offline-Vermarktung deines Labels zur online Variante? Und wie schaffst du es kostengünstig deine Offline Vermarktung zu starten und kannst damit deine Bekanntheit steigern?

Der große Unterschied dieser beiden Varianten lautet:

Offline wirst du den Kunden tatsächlich kennenlernen.

Bekanntheit steigern Modelabel

 

Es gibt dir die Möglichkeit zum Austausch. Auch mit deiner Konkurrenz kannst du dich hier und da austauschen, vor allem auf den vielen Modemessen und Märkten. Austausch ist wichtig, um deine Kollektion zu optimieren, die Bedürfnisse deiner Kunden kennenzulernen und den Kunden selbst genau identifizieren zu können. Es ist also eine hervorragende Möglichkeit, dir über einige Fragen über deinen Kunden klar zu werden. Wer ist mein Kunde? Wie lebt er? Was sind seine Gewohnheiten? Und die wichtigste Frage von allen: Was braucht er?

Nun stelle ich dir einige Möglichkeiten vor, die dir helfen dein Label offline bekannter zu machen.

 

Pop Up-Store, ein moderner Weg kann deine Bekanntheit steigern

Ein Weg deine Produkte offline zu verkaufen, ist der Weg des Pop-up-Stores. Es hat weniger mit direktem Marketing zu tun. Dies übernimmt oft die Stadt oder der Eigentümer der Pop-up-Stores selbst. Dennoch wirst du von deren Marketing durch eine Anmietung eines solchen Raumes profitieren. Du kannst in Ruhe testen, wie sich deine Produkte verkaufen lassen und wertvolle Erfahrungen durch die Gespräche mit deinen Kunden sammeln. Du bist an keine langjährigen Verträge gebunden.

Ein weiterer großer Vorteil von Pop-up-Stores ist die Lage. Sie befinden sich oftmals in 1A-Lage und sind damit für den Kunden leicht zugänglich. Auf der Webseite Brickspaces.de findest du im Handumdrehen Pop-Up-Stores in deiner Nähe.

Vielleicht kannst du dich auch mit anderen Designern zusammenschließen, die zu deinem Label passen. Das spart Mietkosten und zusammen könnt ihr dem Kunden ein breites Sortiment und ein besonderes Verkaufserlebnis zu bieten.

Des Weiteren hast du auch noch die Möglichkeit tageweise an Pop-Up-Events teilzunehmen. Das sind tolle Veranstaltungen, die eine hohe Besucherzahl versprechen und damit auch deine Bekanntheit deutlich erhöhen können.

Durch Pressemitteilungen Aufmerksamkeit erlangen

Bekanntheit steigern pressemitteilung

Mit dieser Vermarktungsmöglichkeit stellst du einer Fachzeitschrift oder Zeitung dein Label vor. Du schreibst einen kompletten Text, wie du ihn selbst gerne lesen würdest. Die meisten Pressemitarbeiter sind sehr dankbar einen fertigen Entwurf zu erhalten, den sie nur noch in Länge und durch kleine Korrekturen bearbeiten müssen.

Basiere deinen Text aber nicht nur auf Daten. Hier sollten mehr Informationen zu deinem Label preisgegeben werden, als die Leser auch auf deiner About-Homepage-Rubrik finden würden. Schreibe über persönliche Dinge, die die Leser der Zeitschrift interessieren könnten. Im besten Fall bist du selbst Leser dieser Zeitschrift. Dadurch kannst du dir die Frage stellen, was du als Leser in Erfahrung bringen willst.

Nachdem du eine Pressemitteilung verfasst hast, versuche diese direkt an einen Mitarbeiter zu schicken. In einer info@-Emailadresse gehen diese Dinge gerne mal unter. Falls sich niemand meldet kannst du nach einiger Zeit auch gerne einmal telefonisch nachhaken.

Du möchtest, dass ich hier einen Artikel über dich und deine Kollektion veröffentliche? Dann fülle am besten gleich mein Kontaktformular aus. Ich setze mich dann mit dir in Verbindung.

 

Printmedien sind das A und O

Ein weiteres Mittel, um bekannter zu werden sind verschiedene Arten von Printmedien. Dazu gibt es unterschiedliche Formen.

Visitenkarten sind unerlässlich für dein erfolgreiches Label, auch wenn du ausschließlich online verkaufst. Eine weitere sinnvolle Investition sind Broschüren, Kataloge, Lookbooks oder sogenannte Magalogs.

Letzteres ist eine Zwischenform aus Magazin und Katalog. Es ist eine neue Form zusätzliche Aufmerksamkeit zu bieten und gleichzeitig dem Kunden einen Mehrwert zu liefern. Hier kannst du etwa verschiedene Outfit Kombinationen innerhalb deiner Kollektionen aufzeigen. Einige Labels verfassen auch Artikel, über die Entstehung der Kollektion – gerade wenn die Marke einen nachhaltigen Grundgedanken besitzt. Ebenfalls schön sind Schmink- und Beautytipps, die deine Kollektion abrunden oder Hinweise auf Veranstaltungen, an denen du teilnimmst. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Umsetzen lassen sich diese Printprodukte auch schon für einen schmalen Geldbeutel. Zum Beispiel bietet Flyer Alarm eine gute Qualität zu sehr günstigen Preisen an. Ich habe dort selbst immer bestellt und war bisher sehr zufrieden.

Wenn du diesen Punkt für dich sehr interessant findest, aber nicht so recht weißt, wie du ihn angehen kannst, bin ich dir gerne behilflich. Schreib mir einfach eine Email an: info@modekarriere.com.

Ich werde dich kostenlos beraten.

 

Sponsoring kann deine Bekanntheit steigern

Mit Hilfe von Sponsoring kannst du in deiner Nähe schnellere Bekanntheit erlangen. Suche dir dafür einige Veranstaltungen und relevante Events aus, informiere dich darüber, wer an der Veranstaltung teilnimmt und frage bei den Personen oder Firmen, die für dich in Betracht kommen, ob du sie sponsern kannst. Dabei kannst durch eine Ausgabe finanziell sponsern oder durch deine Kollektion selbst. D.h. du kannst bei einer Sportveranstaltung etwa einen Sportler ausstatten. Oder du stellst für eine Abschlussmodenschau Modeschülern Accessoires für ihre Kollektion zur Verfügung. Bei einer Veranstaltung einer Modeschule könntest du auch zu einem Contest aufrufen. Auch hier musst du nur die Möglichkeiten erkennen.

 

Messen und Märkte haben viel Potenzial

bekanntheit steigern modemesse

Die Möglichkeit sich auf Messen zu präsentieren ist besonders attraktiv, wenn du Einkäufer und Wiederverkäufer zu deiner Zielgruppe auserkoren hast und somit deine Kollektion weiterverkaufen möchtest. Wichtig ist hier die Auswahl der richtigen Messe. Darum solltest du dich vorher über die verschiedenen Messen informieren und gegebenenfalls auch ein Ausstellerverzeichnis des Vorjahres anfordern.

Allerdings sind verschiedene Messen und Märkte auch etwas für dich, wenn du Endkunden bedienen möchtest. Zu Beginn müssen es auch gar nicht die großen und teuren Modemessen sein. Es ist wichtig, dass du deine Kunden findest, dir viel Feedback einholen kannst und dadurch auch sehr viel über dein Label lernen kannst. Es gibt Labels, die damit begonnen haben, auf Flohmärkten neben ihren gebrauchten Kleidern aus dem eigenen Kleiderschrank erste Kollektionsteile anzubieten. Wir haben alle mal mit dem ersten kleinen Schritt angefangen.

Nun bist du gefragt. Hinterlasse mir einen Kommentar, wie dir der Artikel gefallen hat. Hast du bereits Erfahrungen mit diesen Vermarktungsmöglichkeit gemacht? Hast du noch weitere Frage zu diesem Thema?

Instagram Modekarriere

Bekanntheit erhöhen: Wie vermarkte ich mein eigenes Modelabel online?

Die schönsten Entwürfe sind leider nicht viel mehr wert, wenn sie niemand sehen kann. Das Thema „Vermarktung“ ist enorm wichtig, um deine Kunden bei der Markenvielfalt am Ende zu deinem Label zu bringen und um ihnen deine Besonderheiten zu präsentieren. Durch den finanziellen Aspekt sind viele, gerade noch junge Labels gezwungen, auf große Marketing Kampagnen zu verzichten, um die Bekanntheit des eigenen Labels zu erhöhen.

Aber es gibt eine gute Nachricht, denn ich habe viele gute Tipps zusammengefasst, die deine Bekanntheit erhöhen, aber nicht teuer oder gar kostenlos sind.

Eine wichtige Frage musst du vorab klären:

Wo und wem bietest du deine Kollektion an? Es macht einen großen Unterschied, ob du deine Kollektion in der eigenen Boutique oder im stationären Einzelhandel anbietest ODER über einen Onlineshop.

Die Faustregel lautet, sich dem Kunden an dem Ort zu präsentieren, an dem er dich finden wird.

Im heutigen Artikel erkläre ich einige Wege, wie du deine eigene Modekollektion online vermarkten kannst.

Social Media

Allen Online-Marketinginstrumenten voran sind Facebook & Co. Oftmals stehen die Social Mediaauftritte noch vor der offiziellen Homepage oder gar vor dem Onlineshop. Dieses Medium hat den entscheidenden Vorteil, dass es ist einfach, eine Fanpage schnell erstellt werden kann und dabei viele Menschen erreicht. Allerdings erhältst du über Facebook & Co nur ein treues Publikum, wenn du regelmäßig postest.

Besonders gut kann es auch bei deinen Fans ankommen, sie in deine Entscheidungen einzubinden. Stelle offene Fragen oder lasse sie abstimmen.

Im Lauf der Zeit lassen sich dann auch gezielte Werbekampagnen starten. Diese kosten allerdings Geld. Wenn du hierfür deine Zielgruppe und deren Interessen sehr genau kennst und kannst du mithilfe von Facebook-Werbung eine große Bekanntheit erlangen.

Auch Instagram und Pinterest sind tolle Plattformen, um dein eigenes Modelabel bekannter zu machen und bieten die Chance von einer breiten Masse Aufmerksamkeit zu erlangen. Regelmäßige Updates und auch einige Einblicke hinter die Kollektion lassen dein Publikum wachsen.

Vergiss nicht, alle Medien miteinander zu vernetzen und kreiere am besten deinen eigenen Hashtag, damit andere gezielt nach Beiträgen von dir suchen können. Außerdem gib deinem Fan immer die Chance an dich und deine Kollektion heranzukommen. Gib deine Emailadresse oder deinen Onlineshop an, sei dabei nicht zu aufdringlich und ganz wichtig! Überprüfe regelmäßig deine Nachrichten und antworte immer und so schnell wie möglich!

Externe Onlineshops

Der korrekte Aufbau eines Onlineshops ist für viele Designer gerade am Anfang ein Buch mit sieben Siegeln. Und selbst dann bleibt die Frage offen, wie kommen die Kunden zum Onlineshop. Genau hier setzen Plattformen, wie Da Wanda oder Etsy an. Sie bringen die Kunden zu dir. Alles was du tun musst ist, ein Profil zu erstellen, das Material, wie Fotos und Texte in deinen Shop einzufügen und deine AGBs etc. zu verfassen. In den verschiedenen Rubriken kannst du nun von potenziellen Kunden entdeckt werden.

Mit einer guten Präsentation und etwas Glück werden deine Angebote evtl. von der Plattform gepusht, indem sie für einen bestimmten Anlass auf der Titelseite angezeigt werden. In meiner Zeit als selbstständige Designerin habe ich selbst über Da Wanda meine Produkte angeboten und war mehr als überrascht, dass ich damals selbst für ein Titelangebot ausgewählt wurde. Das verhalf mir natürlich zu einem zusätzlichen Push.

Crowdfunding

Eine weitere tolle Möglichkeit neben dem Gedanken der Finanzierung, kann Crowdfunding auch dazu beitragen ein größeres Publikum zu bekommen, Kontakt zu seiner Zielgruppe aufzunehmen und die Idee auszutesten. Vor kurzem habe ich mit dem Label SHIPSHEIP bereits über ihre Erfahrungen mit Crowdfunding gesprochen.

Übrigens hat es mich sehr gefreut, zu hören, dass die beiden ihre Fundingschwelle erreicht haben und das Projekt somit erfolgreich war. Hier kannst du das Interview noch einmal nachlesen.

Das Label Front Row Society hat ihre Idee ebenfalls über Crowdfunding finanziert und ihr Projekt selbst steht im Zeichen von Crowdfunding.

Das Konzept lautet: „Fashion Democracy.“  Über ihre Online-Plattform kommen Designer und Künstler weltweit zusammen und stellen sich einem Publikum von über 40.000 Mitgliedern. Es wird dabei über die beliebtesten Entwürfe abgestimmt und am Ende werden diese als Tücher, Taschen oder Damenoberbekleidung produziert. Dabei hat Front Row Society starke Partner, wie das KaDeWe oder Breuninger.

Wie ich finde eine sehr interessante Idee, die auch deinem Label zu mehr Bekanntheit verhelfen kann. Ab sofort werde ich dich auf meiner Homepage über aktuelle Challenges von Front Row Society auf dem Laufenden halten.

Label-Datenbank

Bei Seiten wie TheLabelFinder.de kannst du deine Marke mit deinen Verkaufspunkten eintragen lassen. Der Vorteil ist eine enorme Reichweite. Speziell bei TheLabelFinder greifen Kooperationspartner, wie die deutsche Vogue, GQ, Glamour und ANNABELLE auf die Datenbank zurück, um Marken zu finden.

Auf der Online-Plattform Modeopfer110 kannst du dich ebenfalls in deren Label-Datenbank eintragen lassen. Über diese Datenbank konnte ich damals nach interessanten Labels für eine Praktikantenstelle suchen und auch heute nutze ich diese Auflistung noch sehr gerne bei meiner Suche nach Newcomern.

Einen eigenen Blog schreiben

Das klingt im ersten Moment nicht nach einem Job für einen Modedesigner, doch mit dieser Möglichkeit

kannst du deiner Zielgruppe, auf kreativer Weise, deine Visionen und Ideen noch näher bringen. Durch das regelmäßige Verfassen von neuen Artikeln kannst du deine Kunden noch weiter an dich binden und mehr über sie und ihre Bedürfnisse erfahren. Es gibt die Möglichkeit durch einen separaten Anbieter wie Blogger.com oder WordPress.com einen simplen Blog zu erstellen.

Ich würde dir jedoch empfehlen, diesen  schon zu Beginn in deine Homepage einzubauen. Es ist ein wenig technisches Geschick nötig und nimmt gerade am Anfang viel Zeit in Anspruch, aber du kannst viel Geld sparen, wenn du diese Arbeit selbst übernimmst. Und übrigens kann es auch eine Menge Spaß machen.

Durch das regelmäßige vernetzen deines Blogs, wird deine Sichtbarkeit bei Google erhöht und ein größeres Publikum wird auf dich und deine Arbeit aufmerksam.

Mit Bloggern kooperieren um eigene Bekanntheit zu erhöhen

Fashion-Blogger, Youtube-Stars etc. sind die Vorbilder von morgen. Es sind die Stars zum Anfassen, was deren Fans fasziniert. Sie nehmen Einfluss auf unsere Entscheidungen, indem sie Produkte für uns testen und ihre Meinung zu Dingen aussprechen. Für dich sind besonders die Fashion-Blogger als „lebendes Werbeplakat“ interessant, denn sie zeigen ihren Fans die Tragbarkeit deines Modelabels und hauchen somit Leben in deine Kollektion.

Dieses und das Thema „einen eigenen Blog schreiben“ sind sehr eng miteinander verstrickt. Es ist nicht immer einfach den passenden Fashion-Blogger für sich zu gewinnen, vor allem, wenn du noch kein Budget für eine gute Bezahlung hast. Hast du aber einen aktuellen Blog, der den Fashion-Blogger anspricht, kann es dennoch zu einer „Geschäftsbeziehung“ kommen. Frei nach dem Prinzip: Eine Hand wäscht die andere.

Doch wie findest du Fashionblogger? Es gibt einschlägige Facebook Gruppen, wie „Fashion Collab Deck“ oder „Bloggerinnen und Blogger gesucht“ machen es dir einfach mit Fashion-Bloggern in Kontakt zu treten. Oder du suchst dir über Bloglovin‘ einen Fashion-Blogger aus und schreibst ihn einfach an. Dabei solltest du nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, sprich vielmehr ein Lob für den Blog aus und verweise auf deine Kollektion oder ein tolles Projekt, dass du gerade startest. Wenn der Blogger Interesse an deinem Label hat, könnt ihr beide von der tollen Kooperation profitieren.


Und nun kommt es auf dich an – Call to Action:

Was du heute schon tun kannst?

Hast du noch keine Fanpage auf Facebook, Instagram oder Pinterest? Erstelle heute noch eine Fanpage und/oder erstelle einen tollen Post mit Bildern und deinem persönlichen Hashtag von deiner heutigen Arbeit.

Füge noch meinen Hashtag #Modekarriere hinzu und lass mich so an deiner Arbeit teilhaben. Ich lasse dir gerne einen Like da.


Im nächsten Artikel erfährst du mehr über die offline Vermarktung deines eigenen Labels, z.B. durch Popup Stores.

Modelabel über Crowdfunding finanzieren, Shipsheip im Interview

Shipsheip: Wie sich das Modelabel über Crowdfunding finanziert

Da ich immer wieder nach Finanzierungsmöglichkeiten für den Startschuss eines eigenen Labels gefragt werde, möchte ich dir heute ein Designer Team vorstellen. Sie versuchen Ihre zweite Kollektion als Modelabel über Crowdfunding zu finanzieren.

Crowdfunding ist ein immer stärker werdender Trend aus den USA, der es gerade kleineren Unternehmen möglich macht, sich Geld für ihr Vorhaben zu beschaffen, ohne einen Kredit bei der Bank aufnehmen zu müssen.

Um ein Modelabel über Crowdfunding zu finanzieren musst du nur die benötigte Summe und den Zeitraum angeben und dich den potenziellen Unterstützern auf der Crowdfunding-Plattform vorstellen. Hier ist es wichtig, die Punkte hervorzuheben, warum dein Projekt unterstützungswürdig ist und was es erfolgsversprechend und  anders macht.

Am Ende heißt es dann alles oder nichts. Nur wenn dein Projekt die Fundingschwelle erreicht, darfst du die Summe behalten, ansonsten musst du das Geld den Geldgebern zurückzahlen.

Joana und Daniela von SHIPSHEIP nutzen ebenfalls Crowdfunding als Finanzierungsmöglichkeit bei der Plattform Startnext:

Modelabel über Crowdfunding finanzieren, Shipsheip im Interview
(Foto: Christoph Benjamin Schnedler)

MODEKARRIERE: Ihr seid auf die Idee gekommen euer Modelabel mit Crowdfunding zu finanzieren: Wie erlebt ihr diese Zeit und wie sind eure Erfahrungen damit?

 Shipsheip: Crowdfunding hat sich als alternative Finanzierungsmöglichkeit mittlerweile schon ziemlich etabliert, zumindest in Start-Up-Kreisen. Daher kannten wir auch schon einige, die selbst „gecrowdfunded“ haben. Von Startnext sind wir auf jeden Fall sehr begeistert, weil alles so unkompliziert ist – und die Betreuung extrem sympathisch. Da merkt man auf jeden Fall, dass alle mit Herzblut dabei sind.

M: Wie seid ihr darauf gekommen ein Modelabel zu gründen?

S: Als Modedesignerin und Theologin lag der Gedanke, ein ecofaires Modelabel zu gründen, relativ schnell auf der Hand. Weil es zwei Dinge, die wir lieben und von denen wir überzeugt sind, perfekt miteinander verbindet: Ethik & Ästhetik. Die Idee dazu hatten wir schon relativ früh, als wir gemeinsam in Berlin gewohnt und beide noch studiert haben.

Wir lieben Mode, aber für deren Produktion Ausbeutung und Umweltverschmutzungen hinnehmen? Auf keinen Fall. Genauso wenig wollen wir klassische Ökomode machen, die nicht ernst genommen wird. Weil wir wissen, dass anspruchsvolles, schönes Design und ethische Prinzipien nicht nur miteinander vereinbar sind, sondern gerade erst in Kombination einen wahren Mehrwert schaffen.

Die ersten Schritte waren dann bei uns vor allen Dingen Handelspartner/innen finden, die dieselben Ansprüche wie wir haben. Außerdem natürlich Finanzierungsmöglichkeiten und einen Gründungsberater, der uns in betriebswirtschaftlichen Fragen und Marketing unterstützt.

M: Wie sieht euer Berufsalltag seither aus?

S: Joana kümmert sich um all das, was mit Design zu tun hat – ob Website, Produkte, Flyer et cetera. In den letzten Wochen hat sie sich daher natürlich hauptsächlich mit unserer zweiten Kollektion beschäftigt – hat fleißig Prototypen genäht, Shootings organisiert und technische Zeichnungen angelegt. Und Daniela kümmert sich um alles Inhaltliche: Blogbeiträge, Kommunikation, Interviews, Social Media…

In den letzten Wochen vor allen Dingen rund um die Kampagne. Normalerweise wären wir beide damit schon ausgelastet, aber es kommen immer noch viele zusätzliche organisatorische Dinge hinzu, der allgemeine Alltagswahnsinn oder heißgeliebte To-Dos wie Buchhaltung.

M: Was ist das einzigartige an eurem Label?

S: Das Besondere an SHIPSHEIP ist vielleicht das Ziel, darauf hin zu arbeiten, irgendwann nicht mehr besonders zu sein. Und unseren Ansatz zum Alltag zu machen. Was zunächst paradox klingt, ist relativ simpel: Denn unsere Vision liegt darin, mit dazu beizutragen, eco-faire Mode selbstverständlich zu machen.

Das wollen wir nicht nur durch unsere Produkte umsetzen, sondern auch durch inhaltlichen Input und unseren Anspruch, immer ein Stückchen besser zu werden. Woran man uns natürlich trotzdem von anderen Marken unterscheiden kann, ist unser eigenes Design. Wir lieben klare, puristische Schnitte. Außerdem sind alle unsere Materialien von besonders langlebiger Qualität und unsere Kunden haben die Möglichkeit, uns die Produkte irgendwann zum Recyceln zurückzuschicken. Und, woran man uns immer erkennt: jedes unserer Produkte hat einen farbigen Stich, den wir persönlich annähen.

shipsheip modelabel über crowdfunding finanziert
Shipsheip bei den Kleinbauern in Bolangir/Oriss (Foto: Christoph Benjamin Schnedler)

M: Das Thema Nachhaltigkeit steht bei euch an oberster Stelle: Wie war es für euch Produzenten zu finden?

S: Wir haben anfangs tatsächlich sehr viel Zeit damit verbracht, geeignete Produzenten zu finden. Etliche Stoffsamples aus England und Holland haben wir bestellt und tausende Emails nach Indien geschickt. Es ist zwar nicht besonders schwierig, Produzenten zu finden, aber jemanden zu finden, der kleine Bestellmengen anbietet wiederum schon.

Einer unserer Freunde, der unser Team zwischenzeitlich unterstützt hat, hat uns dann auf die 3FREUNDE gebracht. Das war auf jeden Fall unser Glück, denn über sie können wir nicht nur kleinere Stückzahlen beziehen, sondern auch auf ihre Wertschöpfungskette – vom Baumwollfeld bis zur Näherei – zurückgreifen, die nicht nur unseren Ansprüchen genügt, sondern sich bereits jahrelang bewährt hat.

Zusätzlich übernehmen sie für uns organisatorische Dinge, wie Transport, Zoll und Lizenzierung. Wenn wir also Produkte bestellen, sprechen wir die Prototypen zwar mit der Manufaktur in Indien selber ab, Bestellung und Abwicklung läuft dann aber über die 3FREUNDE als unser Zwischenlieferant. Dementsprechend mussten wir auch niemanden von unserer Kollektion überzeugen – allerdings hat es uns einiges an Zeit gekostet, unseren Prototypen für unseren Hood JUNO BAI so anzupassen, dass er umsetzbar war. Dafür war es mehr als hilfreich, direkt in Indien vor Ort zu sein, als die Absprachen telefonisch und per Post zu regeln.

M: Eure Produktion ist sehr transparent, denn ihr zeigt die Bedingungen vor Ort: Möchtet ihr noch weitere Schritte in Richtung nachhaltigeres Bewusstsein gehen, als nur durch eure Kollektion?

S: Unserer Meinung nach besteht das Hauptproblem immer noch darin, dass zu wenig bewusst ist, was alles hinter einem einzelnen Shirt oder einer Hose steckt. Die traurige Tatsache ist ja, dass für die meisten Produkte nicht nur die Umwelt massiv verschmutzt wird, sondern Menschen regelrecht ausgebeutet werden und gegen ihre Rechte verstoßen wird.

Dabei ist es nicht relevant, ob man in Billiggeschäften oder bei teuren Marken einkauft: die wahren Kosten tragen meist nicht wir, sondern diejenigen, die es sich am wenigsten leisten können. Dafür wollen wir natürlich sensibilisieren. Das tun wir hauptsächlich über unseren Blog und sämtliche weitere Kanäle, wie beispielsweise Facebook.

Geplant ist aber, dass wir auch Workshops anbieten. In unserer Kampagne ist das sogar schon in den „Dankeschöns“ erhältlich. Mittlerweile haben wir dazu auch schon einige Anfragen bekommen, unter anderem von Hochschulen. Die Nachfrage scheint also da zu sein.

M: Euer Projekt bei Startnext läuft am 22.02.2016 aus: Seid ihr zuversichtlich und habt ihr einen Plan B?

S: Natürlich sind wir zuversichtlich! Aber genauso natürlich haben wir auch einen Plan B, vielleicht sogar noch einen Plan C. So oder so, es wird auf jeden Fall weitergehen bei SHIPSHEIP.

M: Wie sieht euer Blick in die Zukunft aus?

S: Wenn wir alles zusammenbekommen, werden wir die zweite Kollektion wie geplant umsetzen – das bedeutet, wir setzen uns mit Girish aus der Mila-Manufaktur in Verbindung, schleifen vielleicht noch ein letztes Mal zusammen an den Prototypen und dann wird bestellt! Im März/ April gibt es dann die neuen Stücke in unserem Onlineshop.

M: Was möchtet ihr anderen kreativen Einsteigern gerne in punkto Crowdfunding mit auf den Weg geben?

S: Wichtig ist definitiv, dass man sich gut vorbereitet und sich frühzeitig und regelmäßig Feedback einholt. Denn je mehr man selber im eigenen Thema drinsteckt, desto leichter kann man den Blick dafür verlieren, wie das Ganze von außen wahrgenommen wird. Und beim Crowdfunding ist es natürlich am wichtigsten, dass alle schnell verstehen, warum genau das Projekt so unterstützungswürdig ist.

Außerdem muss man sich klarmachen, dass die Arbeit, wenn die Kampagne startet, eher mehr als weniger wird, weil die Kommunikation sehr zeitintensiv ist. Die gute Nachricht dabei ist allerdings: selbst wenn die Kampagne nicht erfolgreich ist, ist diese Arbeit nicht umsonst gewesen – weil man seinen Bekanntheitsgrad immens gesteigert hat.

Persönliche Eckdaten:

Joana: 26 Jahre aus Köln, hat Modedesign studiert und arbeitet mittlerweile an ihrer Alma Mater, der AMD in Düsseldorf

Daniela: 29 Jahre aus Köln, Theologin mit Schwerpunkt Wirtschaftsethik und Entwicklungszusammenarbeit. Neben dem Label arbeitet sie bei FEMNET, einer Frauenrechtsorganisation, die sich für die Rechte von Mädchen und Frauen weltweit einsetzt, und als freie Referentin für Fair Trade Deutschland.

Hast du bereits Erfahrungen darin, ein Modelabel über Crowdfunding zu finanzieren? Oder hast du weitere Fragen? Lass es mich gerne in einem Kommentar wissen.