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Modebranche

Als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit – BRA&BEE

Über Instagram bin ich auf ein ganz besonderes Wäsche Label aufmerksam geworden: BRA&BEE. Was ich daran faszinierend empfand?

Anders als die meisten Modemarken hat die Inhaberin Sarah Ehrentraut ihre Schritte in ihrer Selbstständigkeit auf Instagram dokumentiert. Viele andere Labels posten ansehnliche Bilder ihr Kollektionen über die Sozialen Netzwerke und verschwinden dabei oftmals soAls Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit schnell wieder in der Masse, wie die Bilder aufgetaucht sind.

 

Sarah geht in die Tiefe. Sie postet viel Wissenswertes über Schwierigkeiten bei der Entstehung ihrer BH-Modelle und ihre Erfolge. Ebenso beeindruckend finde ich, dass sie ihren Wissensschatz teilt. Damit stellt sie sich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein. Ihr Feed wirkt sofort sehr ehrlich und man spürt schnell, das Wissen und die Leidenschaft, die die Design Ingenieurin für Mode ausstrahlt. Entsprechend glücklich war ich darüber, mit ihr im Interview für Modekarriere.com den Fragen über die Gründung ihres Wäschelabels und ihre Visionen nachzugehen.

 

Die Leidenschaft für Dessous

Ihre ersten Steps in Richtung Modebranche machte die heute 25-jährige bereits in ihrer Kindheit. Durch ihren nicht enden wollenden Wissensdurst bei der Schnitterstellung begann sie mit einem bekleidungstechnischen Studium an der Hochschule Niederrhein. Im Laufe ihres Studiums rückte eine Thematik immer weiter in den Vordergrund: „Ich hatte schon immer Probleme damit einen passenden BH zu finden. Einen BH der nicht zu groß ist oder nur aus Push-Up-Schale besteht, die alles nur noch unnatürlich aussehen lässt.“ An ihrer Hochschule hatte sie dann die Möglichkeit einen Unterwäschekurs zu belegen. „Die feinen Materialien wie Spitze, der außergewöhnliche schnitttechnische Aufbau und der große Gestaltungsfreiraum haben mich an Dessous schon immer fasziniert.“, schwärmt Sarah. Während des Kurses bestätigte sich noch einmal ihre Leidenschaft.

 

Der Weg als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit

„Der Übergang vom Studium in die Selbstständigkeit war bei mir fließend. Für mein anstehendes Praxissemester war ich auf der Suche nach einem Unterwäsche Unternehmen in der Nähe, ich bin aber leider nicht fündig geworden. Also suchte ich nach Alternativen und wurde von einem Unternehmen, das T-Shirt Prints anfertigt, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nach einem Probetag schien alles perfekt zu sein. Kurz vor dem 2. Probetag war für mich ganz plötzlich klar, ich will da nicht hingehen. Meine Leidenschaft ist die Unterwäsche. Und wenn ich nicht an das andere Ende von Deutschland ziehen will, dann muss ich mein eigenes Unternehmen gründen. Ob das nun nach dem Studium passiert oder jetzt. Ich hab die Wahl. Ich möchte es jetzt wagen.“

  

So kam Sarah zu ihren Fähigkeiten für den Sprung in die Selbstständigkeit

„Alle spezifischen Fähigkeiten habe ich mir größtenteils selber angeeignet. Anfangs wurde mir natürlich das Basiswissen in dem Hochschulkurs vermittelt und dort nähte ich als Prüfungsabgabe auch schon erfolgreich die ersten Teile. Anschließend habe ich eine Studienarbeit über den BH geschrieben und mir darunter sehr viel über verschiedene BH Typen, Brafitting und das BH nähen angelesen. Das Selbststudium ging dann immer so weiter. Ich habe mich wirklich täglich durch alle möglichen Blogs, Fachliteratur, Videokurse und eigene Erstellung von Dessous weitergebildet.“

 

Die Vision der Design Ingenieurin

„Besonders wichtig ist es mir, den Frauen wieder mehr Selbstbewusstsein und Selbstliebe zu schenken. Große Unternehmen können natürlich nur für einen Bruchteil an Größen lukrativ BHs herstellen. Hat man eine BH-Größe außerhalb dieses Angebots, fühlt man sich schnell zu klein- oder großbusig. Dazu kommt, dass es einfach nur frustrierend sein kann stundenlang für einen passenden BH shoppen gehen / online shoppen zu müssen. Mit meiner Arbeit möchte ich den Frauen zeigen, wie es ist, sich in einem BH wohl-, sexy und schön zu fühlen. Die Gedanken an „ich bin nicht richtig, ich brauche eine Schönheits-OP“ vergessen zu lassen.“

 

Als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit

Ihre Projekte

Als ich gesehen habe, das Sarah Ehrentraut gerade an der Erstellung eines Ebooks arbeitet, wollte ich gerne mehr über dieses Projekt erfahren.

„Begonnen hat das Projekt eigentlich mit einer ersten eigenen Dessous Kollektion. Diese sollte als besonderes Feature größenverstellbar sein. Als ich mein Vorhaben auf Instagram teilte, wurde ich oft gefragt, ob ich denn auch die dazugehörigen Schnittmuster verkaufen würde. Meine Leidenschaft gilt schon immer besonders der Schnittmustererstellung. Durch das Erstellen von Ebooks kann ich mich wirklich voll und ganz darauf konzentrieren Ideen als Schnittmuster und Nähanleitung umzusetzen. Deshalb habe ich mich dazu Entschlossen die Kollektion vorerst nur als Ebooks zu realisieren. Das erste geplante Ebook ist ein Triangel-BH. Danach folgen dann noch String und Slip Modelle.“

Dies ist jedoch nicht das einzige Projekt, an dem Sarah derzeit arbeitet. Sie ist in weitere vielfältige Aufgaben eingebunden:

„Ich habe einen größeren Auftrag bei dem ich für 6 Lingerie Designs Schnittmuster anfertige und diese Teile dann auch nähe. Alle Teile sind dabei komplett nachhaltig produziert und biologisch abbaubar, was ich unglaublich toll finde. Ein weiteres Projekt ist ein Ebook über die Erstellung von Mode-Illustrationen. Außerdem habe ich natürlich auch fortlaufend Kundinnen, für die ich einen maßgeschneiderten BH und andere Dessous anfertigen darf.“, so Sarah.

Das sind ehrgeizige Vorhaben, die auch sehr vielen anderen Modedesignern in Zukunft helfen können. Dazu möchte ich dich gerne auf dem Laufenden halten, sobald die Ebooks verfügbar sind.

 

Der Arbeitsalltag bei BRA&BEE

„Ich starte mit meiner Morgenroutine, die mich auf den Tag bestens vorbereitet. Dabei mache ich erst ein paar Minuten Yoga, trinke ausreichend Wasser und denke in Ruhe darüber nach wofür ich dankbar bin, was heute meine wichtigste Aufgabe ist und was meine langfristigen Ziele sind. Dann beantworte ich meist noch ein paar Instagram Nachrichten und setze mich an die wichtigste Aufgabe des Tages. Meist besteht diese aus dem Erstellen eines Schnittmusters, Nähen oder dem Beantworten dringender E-Mails. Danach mache ich eine kleine Mittagspause und setze mich an den Laptop. Da bearbeite ich dann entweder Fotos, mache neue Instagram Posts oder beantworte Nachrichten. Wenn ich mit allem soweit durch bin mache ich eine ausgiebige Pause. Anschließend arbeite ich oft noch bis ich ins Bett gehe an neuen Ideen oder meinem Pinterest Account. Eine Sache die ich langfristig ändern möchte, aber meiner Meinung nach ist es auch wichtig am Anfang sehr viel Zeit und Herzblut in sein Business zu geben, um eine solide Basis aufzubauen.“

 

Inspiration finden

„Inspiration finde ich auf vielen Wegen. Das kann sein, dass ich mich von neuen schönen Spitzen inspirieren lasse oder ich auf sozialen Netzwerken Fotos von aufregender Unterwäsche finde. Auch Oberbekleidung bringt mich auf neue Ideen, wie die dazu passende Unterwäsche am besten aussehen würde. An Inspiration mangelt es mir sehr selten.“

Dessous selbst erstellen

 

Ein Allrounder in der Selbstständigkeit

„Ich bin ein absoluter Allrounder. Von Fotos machen und bearbeiten, über die Erstellung meiner Website www.braandbee.com, Social Media Marketing, Grafikdesign für Flyer und Visitenkarten, Modedesign, Schnittmustererstellung und schließlich das Nähen der Dessous. Unterstützung hole ich mir dennoch von Freunden und Familie und innerhalb einer Mastermind Gruppe von angehenden Startups, um auf frische Gedanken zu kommen.“

 

Umgang mit sozialen Netzwerken für die Selbstständigkeit

„Instagram hilft mir vor allem mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Darüber habe ich schon viele Hobby-Dessous-Näherinnen kennengelernt, welche mich dazu motiviert haben meine eigenen Ebooks rauszubringen. Außerdem gibt es für mich keine aktuellere und einfachere Trendrecherche als darüber.“

 

Das musst du für die Selbstständigkeit wissen

„Ich hätte gerne gewusst, dass es mit den offensichtlichen Dingen wie Wahl der Rechtsform, Gewerbe anmelden und Steuerberater nicht getan ist. Auf einmal kommt auf einen unendlich viel zu, wie z.B. die Textilkennzeichnungsverordnung, Berufsgenossenschaft, DSGVO und Formen der Werbungskennzeichnung, die einen schnell an den Rand der Verzweiflung bringen können. Diese aber nur ein Messgerät dafür sind,  wie sehr man es will und ein Zeichen, dass man sich nicht unterkriegen lassen soll.“

Weitere Informationen zu Sarahs Werdegang findest du auch unter:

 

Vielen Dank, dass du deine spannende Geschichte mit mir und meinen Lesern geteilt hast. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!

10 Tipps für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Was ist für dich das aller Schlimmste an einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner? Dass dem Personaler deine Arbeiten nicht gefallen? Die kühlen und abgeklärten Blicke deines Gegenüber? Die Möglichkeit, deine Schwächen zu erkennen? Es ist ein Thema, mit dem viele an ihre Grenzen stoßen. Bist du aber richtig vorbereitet wirst du dich schon gleich viel souveräner fühlen.

Darum trage ich dir hier meinen Erfahrungsschatz in Sachen Vorstellungsgespräch als Modedesigner zusammen und kann dir schon gleich verraten, dass jedes Kennenlernen anders sein wird und aufs eine Herausforderung darstellt. Und es geht letztlich nicht nur darum, dass du dich bestmöglich verkaufst. Es ist ebenso wichtig, dass du ein besseres Bild von deinem Unternehmen erhältst, um selbst einschätzen zu können, ob die offene Stelle richtig für dich ist. Tipps für eine gelungene Bewerbung findest du hier.

Eine Chefin betonte immer wieder, sie wolle Designer in einem Vorstellungsgespräch haben, die „sprühen“. Ein guter Kandidat für sie ist ein Mensch, dem man von der Nasenspitze aus und vom ersten Wort her anmerkt, wie viel kreative Energie in ihm steckt. Natürlich spielt dabei das richtige Outfit eine enorme Rolle. Nicht umsonst gilt das Sprichwort: „Für der erste Eindruck zählt“ Vor allem in der Modebranche zählt der noch einmal mehr.

 

Das richtige Outfit für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Nun könnte dir Anne Hathaway im Film „Der Teufel trägt Prada“ in den Sinn kommen. Aber beim richtigen Outfit geht es gar nicht darum, im Chanel Kostüm aufzutauchen und dabei noch schwindelerregend hohe Absätze zu tragen, die jeden deiner Schritte noch unsicherer werden lassen.

Zieh das an, worin du dich wohl fühlst und was deinen Stil unterstreicht. In einem Modeunternehmen musst du auch gar nicht die typischen Stilregeln beachten. Bei einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner ist im Prinzip alles erlaubt, wichtig ist nur, dass du symbolisierst, dass du in das Unternehmen passt. Für ein Gespräch in einem Haute Couture Atelier kleide ich mich femininer, als bei einer Jeansmarke.

Soll ich am besten Teile von der Marke tragen, wirst du dich vielleicht Fragen. Wenn du die Marke liebst und sowieso trägst, warum nicht? Allerdings würde ich davon abraten, dich von Kopf bis Fuß in eine ungewohnte Marke zu hüllen und dann beim Vorstellungsgespräch mit der brandneuen Kollektion aufzutauchen. Zum einen ist das für deinen Gegenüber extrem auffällig und natürlich wirst du verstärkt Rückfragen zu erwarten haben.

Auf meiner Pinnwand findest du ein paar aktuelle Anregungen (Stand FS 2018).

Erlange Know-How

Eine gute Vorbereitung macht dich fit für das Gespräch. Lerne etwas über die Firmenphilosophie.

Schau dir an, wo die Marke erhältlich ist. Es wird immer wieder gern gefragt, woher man die Marke kennt.

Außerdem solltest du den Stil der Kollektion beschreiben können und was du persönlich daran bewundernswert findest.

Deinen eigenen Lebenslauf solltest du ebenso gut kennen, wie einige der aktuellen Modetrends der Saison.

Verschaffe dir auch einen Überblick über die direkten Konkurrenten.

Überlege dir gut, wie du begründest, weshalb du gerne für dieses Unternehmen arbeiten möchtest oder warum du den Arbeitsplatz wechselst und mach dir in deiner Vorstellung bereits ein Bild, wie die zukünftigen Tätigkeiten aussehen könnten.

Wie soll ich mich Verhalten?

Sei immer offen und höflich. Steh auf, wenn jemand den Raum betritt, gib jedem die Hand mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich selbst habe ein super schlechtes Namensgedächtnis, dafür gibt es aber einen Trick: Wiederhole den Namen deines Gegenüber. „Ich freue mich sehr Sie kennenzulernen Fr. …“ „Vielen Dank Herr … für die Einladung zum persönlichen Kennenlernen.“

Wo genau deine Hände beim Gespräch sind und ob du deine Beine überschlägst oder nicht, sind Fragen, die evtl. beim Management eine Rolle spielen oder bei sehr seriösen Unternehmen. Solange du nicht lümmelst, deine Schultern schon fast den Tisch vor dir berühren und du den Boden anstarrst, wird vieles toleriert. Es geht nicht um die perfekte Haltung, sondern um deine Ausstrahlung. Du gestikulierst sehr viel? Das ist wunderbar. Aber zwinge dir kein Verhalten auf, das dir sonst auch nicht liegt.

Vielleicht wirst du auch im Unternehmen herumgeführt. Sei neugierig. Begrüße alle anderen Mitarbeiter, bestenfalls gib ihnen die Hand und stell dich kurz vor. (Lieber auch 2x, als jemanden auszulassen). Und bedanke dich am Ende der Führung.

Du kannst das!

Vermittle deinem Gesprächspartner, dass du für alles bereit bist. Selbst wenn du im innersten Panik bekommst, sei mutig und trau dir auch Aufgaben zu, die du bisher noch nicht kennengelernt hast. Die Modebranche wird dich sowieso irgendwann eiskalt erwischen, warum also versuchen, davor davon zu laufen? Was du jedoch unterlassen solltest, ist lügen! Sei offen für neues, aber bleib bei den Tatsachen. Schwindeln wird sehr schnell entlarvt.

Fettnäpfchen umgehen

Rede stehts respektvoll über andere andere Personen. Eine der obersten Regeln lautet: Rede niemals schlecht über jemanden. Weder über deine Lehrer, noch über vorherige Arbeitgeber.

Kein Meister ist vom Himmel gefallen. D.h. erläutere dein Know-How, aber lasse im Gespräch genug Raum, dass dir dein Gegenüber auch noch die Arbeitsweisen des Unternehmens erklären kann.

Sei bitte nicht schockiert, falls man das Gespräch auf Englisch switchen wird, wenn du dies als Sprache in deinem Lebenslauf angegeben hast.

Antworte auch auf „seltsame“ Fragen gewissenhaft. Es ist dazu auch okay zu fragen, ob du eine kurze Bedenkzeit bekommst. Manchmal tauchen etwas abnormale Fragen mitten im Gespräch auf, dies soll dein Stresslevel testen. „Mit welchem Star würden Sie sich vergleichen und warum?“ „Was war das bisher größte Erfolgserlebnis in Ihrem Leben?“

In der Modebrache sollte man unempfindlich, bei der Frage nach der Kleidergröße sein. Ein Modeunternehmen freut sich immer über Mitarbeitern, die evtl. Musterteile zur Beurteilung anprobieren können. Größe 38 ist dabei der klare Favorite. D. h. aber nicht, dass dies ein Einstellungskriterium ist.

Zeige Schwächen

Eine gefürchtete Frage, bei fast jedem Bewerber: „Was sind ihre Schwächen?“ Eigentlich ist das schon ein bisschen frech, aber leider wird diese Frage regelmäßig gestellt. Überlege dir lieber eine aufrichtige Antwort. Spreche auch an, wie du aktuell versuchst, dieses „Problem“ in den Griff zu bekommen. Hier wird jedoch werder verlangt über psychische Probleme zu sprechen, noch über irgendwelche emotionalen Dinge. Es geht lediglich um die kleinen Ecken und Kanten, die wir alle haben, die uns liebenswert machen. Z. B. kann es sein dass du kein geborener Rhetoriker bist, dafür hast du aber erst einen Rednerkurs besucht oder du bist sehr selbstkritisch, was deine eigene Arbeit angeht…

Sei neugierig

Zum Ende des Gesprächs wird man häufig gefragt, wo es noch Unklarheiten gibt oder ob du selbst noch etwas wissen möchtest. Es wird von dir erwartet, dass du neugierig auf das Unternehmen bist. Allerdings ist man oftmals von all den Erzählungen des Personalchefs ziemlich reizüberflutet und es will dir vielleicht so gar kein Stichpunkt mehr einfallen, den es zu hinterfragen gäbe. Kluge Antworten im Vorfeld zu überlegen, kann dich in dieser Situation retten. So könnten mögliche Fragen aussehen:

„Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen?“

„Wie gestalten Sie die Einarbeitungsphase? Wird man dabei das gesamte Unternehmen kennenlernen/durchlaufen?“

„Wie groß ist das Team, in dem ich arbeiten werde?“

Das Assessment Center als Modedesigner

In meiner Laufbahn wurde ich immer wieder mit Assessment Center konfrontiert. Dies auch bei großen Unternehmen, wie Tom Tailor. (Dieses Vorstellungsgespräch als Modedesigner habe ich übrigens über den Young Professionals Day der Textwirtschaft ergattert).

Ein solches „Bewerbungsduell“ dauert meist den ganzen Tag. Mit dir am Tisch sitzen 5 – 11 weitere Kandidaten. Die Aufgaben sind in der Regel machbar, wenn du eine Leidenschaft für den Job hast. Es gibt immer eine kleine kreative Vorstellungsrunde und eine Gruppenaufgabe. Außerdem werden weitere Fähigkeiten, wie Präsentationstalent oder die Beherrschung von Grafikprogrammen getestet. Manchmal sind auch Rollenspiele dabei. Zum Schluss folgt das Einzelgespräch. Leider oftmals mit einer langen vorherigen Wartezeit verbunden.

Vor dem eigentlichen Tag, wurde mir auch schon mal eine Hausaufgabe aufgegeben. Ich hatte 3 Tage Zeit eine Kollektion nach den eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Diese Kollektion sollte jeder Kandidat dann zum Ende des Tages hin präsentieren.

Am Ende hat sich bei mir ein Satz der 3 „Jury Mitglieder“ eingeprägt: „Wir suchen nicht nach der Besten, die alle Aufgaben perfekt erledigt. Wir suchen nach der Besten für uns. Jemand, die zwar aus der Gruppe hervorsticht, aber dennoch keine Unruhe schafft.

Alles im Gepäck?

Bring eine vollständige Bewerbungsmappe und ebenso dein Portfolio mit zum Gespräch, auch wenn du eine Email mit Anhang gesendet hast und diese auch offensichtlich angekommen ist. Personalchefs sind vergessliche Wesen und manche Abteilungsleiter wissen schlichtweg nicht, wie ein Kopierer funktioniert, darum überlasse nichts dem Zufall. Dein gedrucktes Portfolio kannst du so auch nochmal präsentieren und wichtige Details veranschaulichen. Eine einfache Möglichkeit, deinen Gegenüber zu begeistern.

Ein Stift und ein nettes Notizbuch sind auch gern gesehene Begleiter bei deinem Vorstellungsgespräch und unerlässliche Utensilien bei einem Vorstellungsgespräch.

Last but not least

Komm unbedingt pünktlich zum Vorstellungsgespräch! Nichts wird dir mehr die Stelle kosten, als ein/e genervte/r Personalchef/in oder gar Unternehmer/in, der oder die warten muss.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit meinen Tipps und freue mich von deinen Erfahrungen unten in den Kommentaren zu hören!