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Achtung beim Verkauf von selbstgenähten Mundbedeckungen

Unbezahlte Werbung wegen namentlicher Nennung |

Seit heute gilt in weiten Teilen Deutschlands die Maskenpflicht. Dazu war es für mich ein Anliegen einen kurzen informativen Artikel zu veröffentlichen. Wie immer begann ich mit der Recherche. Mein Fokus: tolle Nähanleitungen zu selbstgenähten Mundbedeckungen für dich zu finden, damit auch du für die Maskenpflicht gewappnet bist. Das Thema quillt uns allen aber wohl schon zu den Ohren raus, darum wollte ich es einfach schnell hinter mich bringen. Dennoch ließ mich die Begrifflichkeit „Mundschutz“ irgendwie nicht los.

Das sind „Schutzprodukte“, die eine medizinische Wirksamkeit vermuten lassen und grundsätzlich verschiedenen Prüfungen und Standards unterliegen, bevor sie in den Verkauf gebracht werden. Und dann wurde mir schlagartig klar, mit dem Thema der Namensbezeichnung für selbstgenähte „Mundbedeckungen“ bewegen sich Händler und Modelabels jetzt auf ganz dünnem Eis. Denn selbstgenähte Masken erfüllen natürlich keinen medizinischen Anspruch.  Dazu wurde ich auch im Internet schnell fündig und bekam eine Bestätigung für meine Vermutung:

„Derartige rechtliche Fallstricke bestehen, wenn selbstgefertigte Masken bezeichnet werden als Mundschutz, Mundschutzmaske, Atemschutzmaske. Entscheidend ist hier, dass direkt oder indirekt ein „Schutz“ angedeutet wird. Verstärkt werden die Implikationen noch durch Zusätze, die auf antivirale Wirkungen oder auf eine Eignung zum Infektionsschutz hindeuten (etwa „Covid-19“, „Corona“, „Übertragungsschutz“ etc.).“

IT-Recht-Kanzlei.de

Das heißt aber nicht, dass du als selbstständiger Designer nun keine Mundbedeckungen nähen solltest. Im Gegenteil, viele Selbstständige helfen damit den Engpass für den Eigengebrauch zu umgehen. Eure Arbeit ist wichtig!

Darum habe ich dir hier ein paar Anleitungen rausgesucht, mit denen du schnell und teilweise sogar ohne Nähkenntnisse selbst Mundbedeckungen herstellen kannst:

Zum Herstellen selbstgenähter Mundbedeckungen benötigst du Folgendes:

  • Stoffe, die bei mindestens 60 Grad waschbar sind, besser auch gekocht werden können und bestenfalls in hellen Farben erhältlich sind. Denn je dunkleer die Farbe, desto mehr Pigmente und Farbbindemittel wurden verwendet. Das kann gerade bei den empfindlichen Wangenpartien zu Hautreizungen führen
  • Schrägband oder Gummiband
  • Schneiderschere
  • Nähgarn

Nähanleitungen findest du hier:

Ein Video für eine Mundbedeckung, bei der kein Schnittmuster benötigt wird:

Videoanleitungen für Mundbedeckungen ohne Nähkenntnisse:

Du kannst verschiedene Modelle aber auch kaufen und damit andere selbstständige Designer unterstützen. Dazu habe ich dir einige Onlineshops aufgelistet, die in Handarbeit Mundbedeckungen herstellen:

Fabelhaftwerkstatt

Mila Cardi

The Lovely Concept

Bonded Blond

Ich wünsche dir viel Gesundheit!

corona krise modebranche

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Modebranche aus

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Neben den News von den Modeketten, trifft die Corona-Krise vor allem die kleinen und mittelständischen Modelabels und Dienstleister der Modebranche. Vor welche Herausforderungen werden sie nun gestellt und wie gehen deutsche Mode-Start-ups damit um? Mit Modekarriere war es mir wichtig dieses aktuelle Stimmungsbild für dich einzufangen und einen Blick hinter die Kulissen während dieser außergewöhnlichen Zeit zu werfen und das natürlich aus sicherer Entfernung.

Stimmen zur aktuellen Corona-Krise aus der Modebranche

Mode-Start-ups und Jungdesigner haben meist nicht die Möglichkeit sich ein Polster für schlechte Zeiten anzulegen. Es ging um die essenziellen Finanzfragen, wie Krankenversicherung, Altersvorsorge etc. Denn niemand hatte so ein Szenario vorausgesehen. Wie geht es aber nun weiter, wenn die Geschäfte geschlossen sind? Wie können kommende Saisons noch finanziert werden und was können wir vielleicht sogar aus der Krise lernen? All das beantworten meine Interview-Partner. Dazu habe ich ihnen die folgende Frage gestellt:

Modekarriere: Wie seht ihr die Corona-Krise in der Modebranche? Wie geht ihr damit um?

Marita von der Produktionsagentur für nachhaltige Mode Good Garment Collective, Berlin

„Auch bei Good Garment Collective haben wir Maßnahmen ergriffen, um Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Kurve flachzuhalten.

Dennoch versuchen wir den Betrieb aufrecht zu halten, haben aber den größten Teil unseres Teams ins Homeoffice geschickt. Wir arbeiten im Schichtsystem in unserem Büro in Kreuzberg und sind weiterhin telefonisch erreichbar, können Ware annehmen und die laufenden Produktionen betreuen. Kundentermine und Besprechungen verlegen wir auf Videokonferenzen. Mit unseren Produzenten und Zulieferern sind wir im regen Austausch und reagieren flexibel auf die individuellen Probleme, wie Lieferengpässe von Stoffen und Zutaten und erfahren hier eine große Hilfsbereitschaft zwischen den einzelnen Akteuren.“

Joana Ganser, CEO & Head of Design bei Shipsheip, Köln:

„Als Brand für hochwertige, individuelle Kleidung besteht die erste Herausforderung vor allem darin, Typ- und Stilberatungen auch ohne Touchpoint anbieten zu können. Anspruchsvolle Mode möchte auf unterschiedlichen Ebenen real wahrgenommen werden – die Präsentation und Haptik der Produkte, sowie eine qualitative Beratung, ist für unsere Kunden/innen essentiell. Obwohl unser SHIPSHEIP STUDIO geschlossen ist, können unsere Kunden/innen von Dienstag – Samstag zwischen 12:00 und 15:00 Uhr anrufen und sich beraten lassen. Um unsere Produkte ohne weitere Kosten anprobieren zu können, bieten wir kostenlosen Versand an. Wir liefern via Fahrrad und DHL go green und bis zum 30.04.2020 legen wir jeder Bestellung eine kleine Überraschung bei.

Die zweite Herausforderung besteht darin, mit nur sehr geringen Umsätzen die Produktion der Winterkollektion vorzustrecken. Die Sommerware wurde an die Einzelhändler verschickt, aber durch die Schließungen der Läden, können die Einzelhändler unsere Rechnungen nicht begleichen. Auch unser eigenes Lager ist voll, aber natürlich ist unser SHIPSHEIP STUDIO geschlossen und der Umsatz bleibt aus. Um diese ungewisse Zeit zu überbrücken, kann jede einzelne Bestellung, jeder Like und jede geteilte Story von Bedeutung sein. Der Support unserer Community kann dafür sorgen, dass wir euch auch in Zukunft noch stilvolle und nachhaltige Alternativen anbieten können.

Die derzeitigen Entwicklungen betreffen jeden – Produzenten, Brands, Händler und Konsumenten – der Virus überschreitet jede Grenze, deshalb sollten wir alle Grenzen überwinden und zusammen halten. Wir sollten uns nicht von unseren Ängsten leiten lassen, sondern auf unsere Werte besinnen. SHIPSHEIP steht für Qualität, Fairness und Transparenz – diese Werte sind der Motor unsere Branche – als soziales Unternehmen sehe ich darin unsere gemeinsame Stärke und die größte Chance diese Situation zu meistern.“

Sabine Deml, Geschäftsführerin von sheDoes Tracht, Dorfen bei Erding:

„Ich glaube, dass wir alle etwas aus dieser Zeit lernen können… vielleicht ist es mehr Zeit denn je, über den Massenkonsum und über Billigproduktionen im Ausland nachzudenken… denn keiner von uns braucht 30 Billigkleider, sondern ein paar tolle Sachen, die mit Liebe und Sorgfalt hergestellt wurden… so zieht sich das in jeder Sparte von Mode bis Ernährung durch… ich denke, dass ich für mich auch meine Arbeit noch einmal gründlich überdenken werde und diese Werte noch weiter vertiefe….“

Mimi und Simmi von Studio Pilcrow, Weißenhorn bei Ulm:

 „Für uns geht die Arbeit zum Glück ganz normal weiter, da wir mittlerweile inhouse produzieren, kommt bei uns bisher nichts ins stocken. Auch mit der Zulieferung von Zutaten und Stoffen haben wir bisher keine Probleme. Die einzige Sorge bereiten uns die stationären Boutiquen, in denen wir geführt werden. Wir versuchen sie natürlich so gut es geht zu unterstützen. Sie haben gute Konzepte ausgearbeitet, wie z.B. Bringdienste oder Ähnliches.

Deshalb auch an dieser Stelle der Aufruf: Unterstützt kleine Geschäfte und kauft so lokal wie möglich ein!

Gespannt sind wir auch auf die Zeit nach der Pandemie, wie sich das Kaufverhalten verändern wird. Es wäre schön, wenn wir die kleinen und schönen Dinge im Leben tatsächlich wieder mehr genießen können und der Support von lokalen Produkten bestehen bleibt bzw. die Nachfrage wächst.“

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Mit dem Klick auf das Buch, kannst du es dir bei Amazon ansehen.

Elisa Lange vom Marketing des Wäschlabels Erlich Textil, Köln:

 „Die derzeitige Situation trifft uns als junges und nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen sehr. Bei uns geht es jedes Jahr darum, dass wir wachsen und so sind auch unsere Rücklagen ausgelegt. Da wir sehr viel Geld reinvestieren, haben wir nicht so viele liquide Mittel zur Verfügung. Hinzu kommt, dass wir uns selbstfinanziert haben: Wir haben also keine externen Kapitalgeber, die uns mit großen Geldbeuteln im Rücken stehen. Daher ist die aktuelle Lage eine große Herausforderung für uns.

Auf der anderen Seite ist es für uns als kleines Start-Up auch einfacher uns an das Remote-Arbeiten anpassen zu können. Durch die von uns initiierte Aktion #supportsustainablebusinesses, haben wir uns beispielsweise auch mit anderen kleinen und nachhaltigen Brands vernetzt, um uns gegenseitig zu unterstützen und auf Aktionen und Rabatte aufmerksam zu machen. Wir helfen uns gegenseitig wo es nur geht, um gemeinsam das Beste geben zu können und diese Situation zu überstehen.“

Mentoring Modebranche Corona-Krise

Was könnte für dich neben der Corona-Krise in der Modebranche auch interessant sein:

In der Modebranche Ortsunabhängig arbeiten Illustration Yael Hertzog

Ortsunabhängige Berufe in der Modebranche – Modeillustrator

In der Modebranche ortsunabhängig arbeiten – geht das? Ich stelle heute den Beruf Modeillustrator vor und habe dazu ein Interview mit der Illustratorin Yael Hertzog geführt. Zunächst werde ich dir noch ein paar Infos zu dem Berufsbild geben:

 

Was macht ein Modeillustrator?

Durch die Digitalisierung hat die Kunstform einen Wandel vollzogen und ist heute ein wichtiges Mittel zur Abstraktion, um Träume anzuregen. Sowohl in Zeitschriften, auf Webseiten, als Lifestyle-Deko gerahmt oder in Werbespots werden heute Modeillustrationen genutzt. Die meisten Illustratoren sind Freiberufler und arbeiten an Aufträgen unterschiedlicher Kunden, sie können aber auch ein Gewerbe betreiben und eigene Projekte realisieren. Mehr dazu erfährst du weiter unten im Interview.

Damit können Illustratoren sich ihren Arbeitsort selbst aussuchen und in der Modebranche ortsunabhängig arbeiten. Meetings lassen sich auch häufig über Skype realisieren.

Welche Ausbildung benötigt ein Illustrator?

Das Berufsbild des Illustrators ist nicht geschützt, sodass ein Quereinstieg möglich ist. Eine Grundvoraussetzung sind deine Fertigkeiten beim Zeichnen und ein eigener Stil. Viele Illustratoren haben jedoch zuvor eine Ausbildung im Bereich Mode absolviert oder ein Modestudium abgeschlossen. Dort hatten sie genug Zeit verschiedene Techniken auszutesten und so ihre eigene „Handschrift“ zu finden. Weiterbildungsmöglichkeiten findest du bei Onlineakademie Udemy (Partnerlink) oder einen ersten kostenlosen Schnupperkurs findest du bei der Summer School der AMD Mode und Design Akademie GmbH.

 

Nun geht es auf zum Interview mit meiner Interviewpartnerin Yael Hertzog.

Ortsunabhängig arbeiten Modedesigner

Foto: Yael Hertzog

Yael ist Mutter und lebt in Hadera, einer Stadt zwischen Haifa und Tel Aviv in Israel.

 

„Ich habe in der Highschool mit meinen Zeichenstudien begonnen und machte danach ein Modestudium am „Shenkar“ College in Tel Aviv. Durch den Beruf meines Vaters sind wir in meiner Kindheit die meiste Zeit in der Welt umhergereist. Für ein Jahr habe ich auch in Australien gelebt. Ich liebe es ortsunabhängig zu arbeiten.“

Seit wann zeichnest du und wie hast du deinen eigenen Stil entwickelt?

„Ich zeichne bereits seit meinem vierten Lebensjahr. Ich kann mit gut erinnern, dass es meine Lieblingsbeschäftigung war, woimmer ich mich befand. Ich fand diese in Notizbüchern und Postern, die ich besaß. Außerdem wuchs ich mit zwei älteren Brüdern auf, daher hatten wir viele Comic-Hefte, die mich stark beeinflussten, was man auch heute noch noch an meinem Zeichenstil sehen kann.“

modebranche ortsunabhängig arbeiten Illustration Yael Hertzog

Illustration by Yael Hertzog

Wie bist du zur Modeillustration gekommen? War das schon immer dein Traumberuf?

„Auf diese Idee hatte mich ein Freund gebracht, den ich von unserem her Modestudium kannte. Ich habe meinen Abschluss 2003 gemacht und bekam kurz danach eine Anstellung als Kostümdesignerin für unterschiedliche Produktionen. Ich liebte diese Tätigkeit und hatte schon damals Illustrationen angefertigt, um mich für meine Arbeit zu orientieren. Durch die Schwangerschaft mit meinem ersten Kind war mir klar, dass Kostümdesign nicht in meinem Lifestyle als Mutter passen würde. Aus diesem Grund wollte ich mich neu orientieren und Illustrator zu werden, war eine ganz klare Entscheidung für mich. Mein Zeichenstil bewegte sich, trotz meinem Hang zum Comic, immer um Modezeichnungen und heute habe ich viel Erfolg damit, diesen Stil mit verschiedenen Elementen zu mixen.“

 

Du bist Mutter, wie vereinbarst du deinen Alltag mit deinem Job? Das stelle ich mir ganz schön stressig vor.

„Mein Tag beginnt recht früh, um ca. 6 Uhr morgens. Ich starte mit meiner Arbeit ungefähr um 8.30 Uhr und bleibe bis 16 Uhr dran. Danach hole ich meine Kinder ab und verbringe den Rest des Tages mit ihnen. Wenn ich eilige Projekte, Fertigstellungstermine oder Meetings habe, arbeite ich solange weiter, wie mein Mann oder ein Babysitter auf die Kinder aufpassen kann. Es ist nicht immer einfach, aber wenn man es wirklich möchte, ist es möglich. Außerdem gebe ich jeden Tag mein Bestes, um noch Zeit mit meiner Familie zu verbringen.“

 

Wo befindet sich dein Arbeitsplatz?

 „Ich arbeite zuhause in meinem Studio.“

 

Was ist deine liebste Zeichentechnik?

„Ich mag es neue Techniken auszuprobieren. Ich liebe Aquarellfarben, aber seit einiger Zeit habe ich immer mehr schwarze Tusche implementiert. Für mich ist es wunderbar, wenn sich deckende Techniken und die Transparenz von Aquarell gegenüberstehen.“

 

Was zeichnet deiner Meinung nach einen guten Illustrator aus?

„Um ein guter Illustrator zu sein, ist es am wichtigsten, dass du deine Arbeit liebst, dass du eine Leidenschaft für das Zeichnen hast. Denn wie bei allen anderen freiberuflichen Jobs, gilt auch hier – es ist kein einfacher Job! Als guter Künstler musst du deine Fertigkeiten immer weiter verbessern und nie aufhören Neues zu lernen oder dir anzueignen.“

 

Wie hast du deine ersten Kunden bekommen?

„Zu meinen ersten Kunden gehörten Bekannte von unserem Modestudium. Manche von ihnen waren inzwischen Head of Designer in großen Modekonzernen oder Freiberufler, die Zeichnungen oder Illustrationen für ihre Arbeit benötigten. Ich glaube am besten ist es, wenn man seinem Umfeld von seiner Tätigkeit erzählt. Deine Bekannten erzählen dann weiter von deiner Arbeit. Wenn du in dem gut bist, was du tust, werden immer mehr Menschen zu dir finden.“

 

Wie können dich potenzielle Kunden finden?

„Gefunden zu werden ist heutzutage mit all den sozialen Netzwerken sehr einfach. Früher war das noch etwas anders und Kunden haben von mir durch andere Kunden gehört. Gute Mund-zu-Mund-Propaganda ist das beste, was man für ein Business haben kann.“

 

Wo entstanden bisher Probleme mit Kunden? Wie kann man so etwas umgehen?

 „Leider ist es so, auch wenn du dein bestes gibst, um den Kunden zufrieden zu stellen, ist es möglich dass es von Zeit zu Zeit zu Problemen kommt. Mein bester Ratschlag an Illustrationen, die in solch einer Situation stecken, lautet: Hör immer genau zu, was dein Kunde braucht. Auch wenn der Kunde es manchmal nicht direkt ausspricht, kann man, wenn man genau hinhört, verstehen, was er eigentlich meint. Außerdem sind ein guter Servicegedanke und deine Verfügbarkeit ein Schlüssel zu einem erfolgreichen Projekt und wiederkehrenden Kunden. Behandle einen unzufriedenen Kunden gut, es wird einem ein besseres Resultat geben, als ihn unzufrieden zu lassen. Es geht dabei nichtt ums eigene Ego, sondern um deren Produkt.“

 

Welches war das mit Abstand schönste Projekt für dich bisher?

„Eigentlich liebe ich alle meine Projekte und es ist schwer sich für eines zu entscheiden. Ich würde aber sagen, am meisten habe ich es genossen für „Babyland“ zu arbeiten. Das ist die größte Umstands-Messe in Israel! Das Unternehmen, das dieses Event veranstaltet, hat sich zu einem zeitgemäßeren Auftritt entschlossen, als das übliche „Soft Baby“-Image, das jeder von solchen Messen kennt. Das Ergebnis war spektakulär und wurde landesweit veröffentlicht. Das Projekt war ein riesiger Erfolg und ich war glücklich, dass ich dabei eine so große Rolle spielen durfte.“

ortsunabhängig arbeiten als Modedesigner

Illustration: Yael Hertzog

 

Zusätzlich zu deiner Freelance-Tätigkeit als Illustratorin, hast du einen Onlineshop gegründet. Kannst du ein bisschen darüber erzählen?

Ich betreibe seit letztem Jahr einen eigenen Onlineshop mit illustrierten Produkten von mir. Es ist für mich ein ziemliches Abenteuer. Meine Produkte werden in den USA hergestellt und bedruckt und danach weltweit versendet. Ich plane auch für dieses Jahr eine separate Bade- und Surfkollektion mit einer Bademodenfirma zu starten.

Dankeschön Yael! Ich wünsche dir noch weiterhin gutes Gelingen!

 

Hier findest du das Originalinterview:

Interview with the fashion illustrator Yael Hertzog

„I am 40 years old, born and raised in Israel. Living today in Hadera, which is exactly in the middle between Haifa and Tel Aviv. I started fashion studies in high school and continued in college. I studied in „Shenkar“ college in Tel Aviv. Because of my fathers work  I traveled all around the world most of my life and lived about one year in Australia. I love working globally.“

 

remote work as fashion illustrator

Foto: Yael Hertzog

How did you learn your own style of illustrating and how long do you draw already?

„I’ve been drawing since age 4! I remember it quite good as my favorite activity wherever I was. I used to practice by copying drawings I found on notebooks and posters I had. Also, since I was growing up with two older brothers, we had lots of comic books lying around so I was very influenced by comic books art and you can see that even today in my style of illustration.“

 

How did you come up with the idea to become a fashion illustrator?

„The idea of becoming a fashion illustrator came actually from my best friend who’s been there with me since our fashion studies in college. I’ve graduated college in 2003 and immediately became a costume designer for all performance arts. I loved it and always used illustration as a leading tool in my work as a designer. During my pregnancy with my first child I knew that being a costume designer will not fit my lifestyle as a mom anymore so I wanted to make a change and illustration was the natural choice. My style, even if it was heavily influenced by comic books or anima was always around fashion drawings and today I succeed in mixing them all together.“

 

How is your usual business day working as being a mother?

„My day begins very early around 6 am. I start my work day around 08:30 am and always stop around 4 pm to pick up my kids and spend the rest of the day with them. If I have urgent projects, deadlines or meetings waiting I continue working as long as it takes while my husband or a babysitter takes care of the kids. It’s not always easy but it’s possible if you really want it. I do my best to have some quality time with my family every day.“

 

ortsunabhängig arbeiten als Modeillustrator

Illustration: Yael Hertzog

Where are you working from?

„I’m working from my home studio.“

 

What is your favourite technique of illustrating?

„I like to try out new techniques of drawing all the time. I love using watercolors but lately I found myself working more and more with black ink on paper. I just love the opaque (nontransparent) affect as oppose to the transparency of watercolors.“

 

What do you think it’s necessary to become a good illustrator?

„In order to become a good illustrator, I believe you need first of all have to completely love it, be passionate about it, because like any other freelance job – it is not easy! Like every good craftsman, you will need to practice endlessly. Always be in a learning mode, there is always something new to learn or try out.“

 

How did you get your first customers?

„My first customers were people who knew me from our studies in fashion college. Some of them were already head designers in large fashion companies or freelance designers who needed sketches and illustrations for their work. I think it is best to start spreading the word about your art to your closest circle and then let it go from there. If you are good in what you do, more people will come to you.“

 

How could your customers find you?

„Finding me today is very easy with all the social networks, but a decade ago things were a little different, and clients heard about me from other clients. Word to mouth recommendations are the best kind you can have as a business.“

 

 Did you ever had problems with a customer? And is there an advise you would like to give to young creatives, who would like to start in fashion illustrating?

„Unfortunately, even when you give your best and do everything in your power to satisfy your clients, it is inevitable to have problems once in a while with customers. My best advice for illustrators is to listen always to what your customer needs. Even if they don’t say it specifically, you can always listen carefully to understand what they really need. Also, your service and availability are most of the times the key to a successful project and to a returning customer. Remember that dealing well with an unhappy customer will give you better results than falling apart from it. This is not about your ego, it’s about their end product.“

 

What was your favourite project until today?

Although I love all my projects and it’s really hard to choose, I would say that I mostly enjoyed working on „Babyland“, which is the largest maternity event in Israel! The company producing the event decided to go for a more fashionable look than the usual „soft babies“ branding everyone is used to seeing in these kind of events. The result was spectacular and published nationally. It was a huge success and I loved having such a big part in that.

 

Besides your work as fashion illustrator you are running your own online shop. Could you tell me a bit about it?

„I have been running my own online shop of illustrated products for past year and it’s been an amazing adventure. My products are printed and manufactured in the USA and sent worldwide. Also I plan to start a separate swim and surf collection with a swimwear company this year.“

Thanks alot Yael! I wish you great success for your further projects!

Vorstellungsgespräch als Modedesigner

10 Tipps für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Was ist für dich das aller Schlimmste an einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner? Dass dem Personaler deine Arbeiten nicht gefallen? Die kühlen und abgeklärten Blicke deines Gegenüber? Die Möglichkeit, deine Schwächen zu erkennen? Es ist ein Thema, mit dem viele an ihre Grenzen stoßen. Bist du aber richtig vorbereitet wirst du dich schon gleich viel souveräner fühlen.

Darum trage ich dir hier meinen Erfahrungsschatz in Sachen Vorstellungsgespräch als Modedesigner zusammen und kann dir schon gleich verraten, dass jedes Kennenlernen anders sein wird und aufs eine Herausforderung darstellt. Und es geht letztlich nicht nur darum, dass du dich bestmöglich verkaufst. Es ist ebenso wichtig, dass du ein besseres Bild von deinem Unternehmen erhältst, um selbst einschätzen zu können, ob die offene Stelle richtig für dich ist. Tipps für eine gelungene Bewerbung findest du hier.

Eine Chefin betonte immer wieder, sie wolle Designer in einem Vorstellungsgespräch haben, die „sprühen“. Ein guter Kandidat für sie ist ein Mensch, dem man von der Nasenspitze aus und vom ersten Wort her anmerkt, wie viel kreative Energie in ihm steckt. Natürlich spielt dabei das richtige Outfit eine enorme Rolle. Nicht umsonst gilt das Sprichwort: „Für der erste Eindruck zählt“ Vor allem in der Modebranche zählt der noch einmal mehr.

 

Das richtige Outfit für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Nun könnte dir Anne Hathaway im Film „Der Teufel trägt Prada“ in den Sinn kommen. Aber beim richtigen Outfit geht es gar nicht darum, im Chanel Kostüm aufzutauchen und dabei noch schwindelerregend hohe Absätze zu tragen, die jeden deiner Schritte noch unsicherer werden lassen.

Zieh das an, worin du dich wohl fühlst und was deinen Stil unterstreicht. In einem Modeunternehmen musst du auch gar nicht die typischen Stilregeln beachten. Bei einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner ist im Prinzip alles erlaubt, wichtig ist nur, dass du symbolisierst, dass du in das Unternehmen passt. Für ein Gespräch in einem Haute Couture Atelier kleide ich mich femininer, als bei einer Jeansmarke.

Soll ich am besten Teile von der Marke tragen, wirst du dich vielleicht Fragen. Wenn du die Marke liebst und sowieso trägst, warum nicht? Allerdings würde ich davon abraten, dich von Kopf bis Fuß in eine ungewohnte Marke zu hüllen und dann beim Vorstellungsgespräch mit der brandneuen Kollektion aufzutauchen. Zum einen ist das für deinen Gegenüber extrem auffällig und natürlich wirst du verstärkt Rückfragen zu erwarten haben.

Auf meiner Pinnwand findest du ein paar aktuelle Anregungen (Stand FS 2018).

Erlange Know-How

Eine gute Vorbereitung macht dich fit für das Gespräch. Lerne etwas über die Firmenphilosophie.

Schau dir an, wo die Marke erhältlich ist. Es wird immer wieder gern gefragt, woher man die Marke kennt.

Außerdem solltest du den Stil der Kollektion beschreiben können und was du persönlich daran bewundernswert findest.

Deinen eigenen Lebenslauf solltest du ebenso gut kennen, wie einige der aktuellen Modetrends der Saison.

Verschaffe dir auch einen Überblick über die direkten Konkurrenten.

Überlege dir gut, wie du begründest, weshalb du gerne für dieses Unternehmen arbeiten möchtest oder warum du den Arbeitsplatz wechselst und mach dir in deiner Vorstellung bereits ein Bild, wie die zukünftigen Tätigkeiten aussehen könnten.

Wie soll ich mich Verhalten?

Sei immer offen und höflich. Steh auf, wenn jemand den Raum betritt, gib jedem die Hand mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich selbst habe ein super schlechtes Namensgedächtnis, dafür gibt es aber einen Trick: Wiederhole den Namen deines Gegenüber. „Ich freue mich sehr Sie kennenzulernen Fr. …“ „Vielen Dank Herr … für die Einladung zum persönlichen Kennenlernen.“

Wo genau deine Hände beim Gespräch sind und ob du deine Beine überschlägst oder nicht, sind Fragen, die evtl. beim Management eine Rolle spielen oder bei sehr seriösen Unternehmen. Solange du nicht lümmelst, deine Schultern schon fast den Tisch vor dir berühren und du den Boden anstarrst, wird vieles toleriert. Es geht nicht um die perfekte Haltung, sondern um deine Ausstrahlung. Du gestikulierst sehr viel? Das ist wunderbar. Aber zwinge dir kein Verhalten auf, das dir sonst auch nicht liegt.

Vielleicht wirst du auch im Unternehmen herumgeführt. Sei neugierig. Begrüße alle anderen Mitarbeiter, bestenfalls gib ihnen die Hand und stell dich kurz vor. (Lieber auch 2x, als jemanden auszulassen). Und bedanke dich am Ende der Führung.

Du kannst das!

Vermittle deinem Gesprächspartner, dass du für alles bereit bist. Selbst wenn du im innersten Panik bekommst, sei mutig und trau dir auch Aufgaben zu, die du bisher noch nicht kennengelernt hast. Die Modebranche wird dich sowieso irgendwann eiskalt erwischen, warum also versuchen, davor davon zu laufen? Was du jedoch unterlassen solltest, ist lügen! Sei offen für neues, aber bleib bei den Tatsachen. Schwindeln wird sehr schnell entlarvt.

Fettnäpfchen umgehen

Rede stehts respektvoll über andere andere Personen. Eine der obersten Regeln lautet: Rede niemals schlecht über jemanden. Weder über deine Lehrer, noch über vorherige Arbeitgeber.

Kein Meister ist vom Himmel gefallen. D.h. erläutere dein Know-How, aber lasse im Gespräch genug Raum, dass dir dein Gegenüber auch noch die Arbeitsweisen des Unternehmens erklären kann.

Sei bitte nicht schockiert, falls man das Gespräch auf Englisch switchen wird, wenn du dies als Sprache in deinem Lebenslauf angegeben hast.

Antworte auch auf „seltsame“ Fragen gewissenhaft. Es ist dazu auch okay zu fragen, ob du eine kurze Bedenkzeit bekommst. Manchmal tauchen etwas abnormale Fragen mitten im Gespräch auf, dies soll dein Stresslevel testen. „Mit welchem Star würden Sie sich vergleichen und warum?“ „Was war das bisher größte Erfolgserlebnis in Ihrem Leben?“

In der Modebrache sollte man unempfindlich, bei der Frage nach der Kleidergröße sein. Ein Modeunternehmen freut sich immer über Mitarbeitern, die evtl. Musterteile zur Beurteilung anprobieren können. Größe 38 ist dabei der klare Favorite. D. h. aber nicht, dass dies ein Einstellungskriterium ist.

Zeige Schwächen

Eine gefürchtete Frage, bei fast jedem Bewerber: „Was sind ihre Schwächen?“ Eigentlich ist das schon ein bisschen frech, aber leider wird diese Frage regelmäßig gestellt. Überlege dir lieber eine aufrichtige Antwort. Spreche auch an, wie du aktuell versuchst, dieses „Problem“ in den Griff zu bekommen. Hier wird jedoch werder verlangt über psychische Probleme zu sprechen, noch über irgendwelche emotionalen Dinge. Es geht lediglich um die kleinen Ecken und Kanten, die wir alle haben, die uns liebenswert machen. Z. B. kann es sein dass du kein geborener Rhetoriker bist, dafür hast du aber erst einen Rednerkurs besucht oder du bist sehr selbstkritisch, was deine eigene Arbeit angeht…

Sei neugierig

Zum Ende des Gesprächs wird man häufig gefragt, wo es noch Unklarheiten gibt oder ob du selbst noch etwas wissen möchtest. Es wird von dir erwartet, dass du neugierig auf das Unternehmen bist. Allerdings ist man oftmals von all den Erzählungen des Personalchefs ziemlich reizüberflutet und es will dir vielleicht so gar kein Stichpunkt mehr einfallen, den es zu hinterfragen gäbe. Kluge Antworten im Vorfeld zu überlegen, kann dich in dieser Situation retten. So könnten mögliche Fragen aussehen:

„Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen?“

„Wie gestalten Sie die Einarbeitungsphase? Wird man dabei das gesamte Unternehmen kennenlernen/durchlaufen?“

„Wie groß ist das Team, in dem ich arbeiten werde?“

Das Assessment Center als Modedesigner

In meiner Laufbahn wurde ich immer wieder mit Assessment Center konfrontiert. Dies auch bei großen Unternehmen, wie Tom Tailor. (Dieses Vorstellungsgespräch als Modedesigner habe ich übrigens über den Young Professionals Day der Textwirtschaft ergattert).

Ein solches „Bewerbungsduell“ dauert meist den ganzen Tag. Mit dir am Tisch sitzen 5 – 11 weitere Kandidaten. Die Aufgaben sind in der Regel machbar, wenn du eine Leidenschaft für den Job hast. Es gibt immer eine kleine kreative Vorstellungsrunde und eine Gruppenaufgabe. Außerdem werden weitere Fähigkeiten, wie Präsentationstalent oder die Beherrschung von Grafikprogrammen getestet. Manchmal sind auch Rollenspiele dabei. Zum Schluss folgt das Einzelgespräch. Leider oftmals mit einer langen vorherigen Wartezeit verbunden.

Vor dem eigentlichen Tag, wurde mir auch schon mal eine Hausaufgabe aufgegeben. Ich hatte 3 Tage Zeit eine Kollektion nach den eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Diese Kollektion sollte jeder Kandidat dann zum Ende des Tages hin präsentieren.

Am Ende hat sich bei mir ein Satz der 3 „Jury Mitglieder“ eingeprägt: „Wir suchen nicht nach der Besten, die alle Aufgaben perfekt erledigt. Wir suchen nach der Besten für uns. Jemand, die zwar aus der Gruppe hervorsticht, aber dennoch keine Unruhe schafft.

Alles im Gepäck?

Bring eine vollständige Bewerbungsmappe und ebenso dein Portfolio mit zum Gespräch, auch wenn du eine Email mit Anhang gesendet hast und diese auch offensichtlich angekommen ist. Personalchefs sind vergessliche Wesen und manche Abteilungsleiter wissen schlichtweg nicht, wie ein Kopierer funktioniert, darum überlasse nichts dem Zufall. Dein gedrucktes Portfolio kannst du so auch nochmal präsentieren und wichtige Details veranschaulichen. Eine einfache Möglichkeit, deinen Gegenüber zu begeistern.

Ein Stift und ein nettes Notizbuch sind auch gern gesehene Begleiter bei deinem Vorstellungsgespräch und unerlässliche Utensilien bei einem Vorstellungsgespräch.

Last but not least

Komm unbedingt pünktlich zum Vorstellungsgespräch! Nichts wird dir mehr die Stelle kosten, als ein/e genervte/r Personalchef/in oder gar Unternehmer/in, der oder die warten muss.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit meinen Tipps und freue mich von deinen Erfahrungen unten in den Kommentaren zu hören!