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Modedesigner

FRANZISKA KESSE – MODEDESIGNERIN FÜR NACHHALTIGKEIT

Typ:

Freie Mode- und Textildesignerin

Bereiche

Strick (gesamtes Stricksortiment)

Jerseyartikel

Jacquarddesign

Webartikel

Textildesign (All-over Prints, Placements und Stickereien)

Service

Modedesign

Trendrecherche

Zielgruppenanalyse

Kollektionsplanung

Technische Zeichnungen

Ausarbeitung von Prints

Erstellung von Artworks

Studio Kesse

Ort

STUDIO KESSE
50933 Köln

Instagram: www.instagram.com/studio.kesse

Mit dem Studio Kesse bietet die freie Mode- und Textildesignerin mehr als sieben Jahre Erfahrung im nachhaltigen Bekleidungsbereich.

Neben der langjährigen Tätigkeit als Designerin im Strickbereich bekommst du bei Studio Kesse auch ein besonderes Feingefühl für grafische Ausarbeitungen, da die Modedesignerin in ihrer Berufslaufbahn auch die Printabteilung eines nachhaltigen Modeunternehmens geleitet hat.

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Stundensatz für Dienstleistung als Modedesigner

Wie kalkuliere ich den Stundensatz als selbstständiger Modedesigner?

Welchen Preis solltest du für deine Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner verlangen? Was kostet die Ausfertigung einer Kollektion? Wie solltest du dabei abrechnen? Diese Fragen sind gar nicht so einfach zu beantworten, da viele Faktoren davon abhängen. Aber die Antworten sind essenziell, um mit deiner Selbstständigkeit erfolgreich zu sein.

Viele Kreative verkaufen sich unter ihrem Wert

Unter Freelancern in der Kreativwirtschaft ist es leider weit verbreitet, sich deutlich unter dem eigenen Wert zu verkaufen. Gerade wenn es um die Themen Krankenversicherung oder gar Rentenversicherung geht, haben viele Creatives Schweißperlen auf der Stirn.

Ein Arbeitnehmergehalt kann nie alleine als Gegenstand für deine Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner dienen

Aber wie ermittelst du den Wert für deine Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner? Und wie bleibst du am Ende noch konkurrenzfähig auf einem hart umkämpften Markt? Angestellte in der Kreativbranche arbeiten oft für einen Mindestlohn, dies mehr schlecht als recht. Das sollte nicht das Ziel einer Selbstständigkeit sein. Ein Arbeitnehmerlohn kann niemals Maßstab für einen Freelancer sein. Denn neben deinen privaten Fixkosten und deinem Privatvergnügen musst du eine Reihe weiterer Punkte berücksichtigen:

Du musst dir Geld zurücklegen, falls du eine Weile keine Aufträge haben solltest. Gerade in der Corona-Krise standen viele Creatives von heute auf morgen ohne neue Aufträge da. Das gilt ebenso für Krankheiten, die jeden von uns treffen können. Selbstverständlich musst du als Freelancer deine Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung zu 100% bezahlen. Mit einem Zusatz in deiner Versicherung erhältst du ab 6 Wochen Krankengeld.

Da du kein Urlaubsgeld bekommst, musst du dies ebenfalls in deinen Stundenlohn einberechnen. Auch Anschaffungskosten für Arbeitsmaterial, Lizenzgebühren für bestimmte Programme etc. sind weitere zusätzliche Belastungen, die in eine Entlohnung für deine Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner einfließen müssen.

Grundsätzlich gilt, deine Einnahmen müssen höher sein als deine Ausgaben. Klingt einleuchtend, ist aber leider oft nicht die Realität

Ein Rechenbeispiel zum Stundensatz:

Hier berechne ich den Stundenlohn für eine Vollzeittätigkeit als Freiberufler. Zu Beginn kannst du dich an deinem letzten Bruttolohn orientieren. Achte aber darauf, ob Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld eingeschlossen ist oder nicht. Falls du vorher noch nicht gearbeitet hast, kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 2500 Euro Brutto rechnen, je nachdem wo du wohnst auch höher.

Dein Bruttogehalt lag zuletzt bei                   3308,33 Euro

Arbeitgeberanteil von KK, PV und RV         639,34 Euro

Zwischensumme                                3947,67 Euro

Der Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nach Lebenssituation, ob du Mitglied bei der KSK bist und in welchem Bundesland du lebst. D. h. dein Lohn würde im Monat 3947,67 Euro Minimum betragen. Was heißt das für den Stundenlohn? Als Freiberufler kannst du nicht 8 Stunden pro Tag an „Manpower“ zur Verfügung stellen, denn neben dem Abarbeiten von Aufträgen bist du viele Stunden mit Kundenterminen, Akquise, Abrechnungen, Beratungen etc. beschäftigt.

Die „Nebensachen“ nehmen gerne mal mehr Zeit in Anspruch, als die eigentliche Arbeit selbst. Daher kannst du mit max. 6 Stunden produktiver Arbeit pro Tag rechnen. Es hat nichts mit Faulheit zu tun, glaub mir, du wirst mehr Stunden mit deinem administrativen Aufgaben verbringen, als du dir zunächst vorstellst. Aber dafür bekommst du mit der Zeit ein Gefühl. Mit nur sechs Stunden pro Tag muss sich dein Stundenlohn erhöhen. Außerdem haben Angestellte durchschnittlich 2 Urlaubstage pro Monat. Auch das gilt für dich zu berücksichtigen, ebenso wie durchschnittlich 6 Krankheitstage pro Jahr.

Kalendertage pro Jahr               365 Tage

Wochenenden/ Feiertage          117 Tage (Feiertage variieren je nach Bundesland)

Urlaubstage                                   24 Tage

Krankentage                                   6 Tage

Arbeitstage pro Jahr             218 Tage

Arbeitstage pro Monat            18 Tage

Stunden pro Monat                120 Stunden

Damit wären laut des Beispiels 219,31 Euro pro Arbeitstag zu verdienen. Wenn du sechs Stunden pro Tag bezahlt bekommst, wären das 36,55 Euro pro Stunde. Aktuell haben wir eine Mehrwertsteuer von 16%, die du für jede Stunde veranschlagen und an den Staat abgeben musst. Weiterhin kommen noch Fixkosten für die Tätigkeit ins Spiel. Hier habe ich einige Fixkosten aufgelistet, diese sind jedoch sehr individuell.

Domaingebühren pro Jahr             60 Euro

Telefon/ Internet pro Jahr             360 Euro

Handykosten pro Jahr                    360 Euro

Computerlizenzen pro Jahr           720 Euro

Marketingausgaben pro Jahr         600 Euro

Zwischensumme                      2100 Euro/ 175 Euro pro Monat/ 1,46 Euro pro Stunde

Dein Lohn wäre nun bei 18 Arbeitstagen bei 36,55 Euro + 1,46 Euro für die Fixkosten. Das ergibt dann 38,01 Euro.

Stundenlohn Netto                           38,01 Euro

10% Gewinnrücklagen         3,80 Euro

Umsatzsteuer                                     6,69 Euro

Realer Stundensatz                      48,50 Euro

Wie schon erwähnt handelt es sich hier um ein fiktives Beispiel für die Berechnung eines Stundenlohns Freelancer-Designer. Hier gibt es keine Produkte und auch keine Gewerbesteuer. Die Zahlen werden sehr individuell ausfallen. Singlehaushalte oder Creatives aus der Stadt haben deutlich höhere Stundensätze, selbst als Starter. Mit steigender Erfahrung passt du dein „Bruttogehalt als Modedesigner“ weiter an.

5 Argumente, die deinen Stundensatz für die Dienstleistung als selbstständiger Modedesigner verteidigen

Vielleicht kommt dir dieser Betrag recht hoch vor und du fragst du dich nun, wie du diesen Preis rechtfertigen kannst. Aus diesem Grund habe ich einige Argument für dich, die zeigen, dass dein errechneter Stundenlohn völlig gerechtfertigt ist:

  1. Das Unternehmen, das dich beauftragen wird, muss dir zunächst einmal keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, d.h. kein technischer Aufwand, keine Kosten für Büromöbel.
  2. Selbstverständlich zahlt das Unternehmen auch keine Steuern und Sozialabgaben für dich. So hat die Buchhaltung viel weniger Arbeit, denn monatliche Abrechnungen sind nicht zu unterschätzen.
  3. Auch musst du nicht in eine Personalkartei aufgenommen werden, du erhältest keine Brandschutz- oder Datenschutzunterweisung.
  4. Für einen Freelancer werden keine vermögenswirksamen Leistungen ausgegeben.
  5. Arbeitnehmer haben im Gegensatz zu Freelancern viele unproduktive Zeiten, wie Team-Meetings, Kaffee- oder Raucherpausen, Krankheit, Weiterbildung, Einarbeitung, Personalgespräche etc. Ein Freelancer bekommt ein Briefing, steht im Austausch mit dem Auftraggeber, wird aber nicht von Alltagsgeschäft, unzähligen Meetings oder Übergaben an Kollegen unterbrochen. Außerdem wirst du nur für deine Arbeit bezahlt, ein Leerlauf bleibt mit einem freien Mitarbeiter nicht auf Kosten des Unternehmens.

Wie du also siehst, bringst du als Freiberufler bereits viele Vorteile für einen Auftraggeber mit, warum sollte also ein Schnäppchenpreis das Argument sein?

Da es noch so viel mehr zum Thema Dienstleistungsberechnung zu sagen gibt, erwartet dich nächste Woche an dieser Stelle die Antwort auf die Frage, wie du die benötigten Stunden für ein Projekt richtig einschätzt und je nach Auftraggeber veranschlagst.

Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Dazu freue ich mich auf einen Kommentar zu diesem Thema! Hier geht es nun weiter mit Teil 2: Stunden deiner Designleistungen kalkulieren.

Corona Virus Modebranche

Achtung beim Verkauf von selbstgenähten Mundbedeckungen

Unbezahlte Werbung wegen namentlicher Nennung |

Seit heute gilt in weiten Teilen Deutschlands die Maskenpflicht. Dazu war es für mich ein Anliegen einen kurzen informativen Artikel zu veröffentlichen. Wie immer begann ich mit der Recherche. Mein Fokus: tolle Nähanleitungen zu selbstgenähten Mundbedeckungen für dich zu finden, damit auch du für die Maskenpflicht gewappnet bist. Das Thema quillt uns allen aber wohl schon zu den Ohren raus, darum wollte ich es einfach schnell hinter mich bringen. Dennoch ließ mich die Begrifflichkeit „Mundschutz“ irgendwie nicht los.

Das sind „Schutzprodukte“, die eine medizinische Wirksamkeit vermuten lassen und grundsätzlich verschiedenen Prüfungen und Standards unterliegen, bevor sie in den Verkauf gebracht werden. Und dann wurde mir schlagartig klar, mit dem Thema der Namensbezeichnung für selbstgenähte „Mundbedeckungen“ bewegen sich Händler und Modelabels jetzt auf ganz dünnem Eis. Denn selbstgenähte Masken erfüllen natürlich keinen medizinischen Anspruch.  Dazu wurde ich auch im Internet schnell fündig und bekam eine Bestätigung für meine Vermutung:

„Derartige rechtliche Fallstricke bestehen, wenn selbstgefertigte Masken bezeichnet werden als Mundschutz, Mundschutzmaske, Atemschutzmaske. Entscheidend ist hier, dass direkt oder indirekt ein „Schutz“ angedeutet wird. Verstärkt werden die Implikationen noch durch Zusätze, die auf antivirale Wirkungen oder auf eine Eignung zum Infektionsschutz hindeuten (etwa „Covid-19“, „Corona“, „Übertragungsschutz“ etc.).“

IT-Recht-Kanzlei.de

Das heißt aber nicht, dass du als selbstständiger Designer nun keine Mundbedeckungen nähen solltest. Im Gegenteil, viele Selbstständige helfen damit den Engpass für den Eigengebrauch zu umgehen. Eure Arbeit ist wichtig!

Darum habe ich dir hier ein paar Anleitungen rausgesucht, mit denen du schnell und teilweise sogar ohne Nähkenntnisse selbst Mundbedeckungen herstellen kannst:

Zum Herstellen selbstgenähter Mundbedeckungen benötigst du Folgendes:

  • Stoffe, die bei mindestens 60 Grad waschbar sind, besser auch gekocht werden können und bestenfalls in hellen Farben erhältlich sind. Denn je dunkleer die Farbe, desto mehr Pigmente und Farbbindemittel wurden verwendet. Das kann gerade bei den empfindlichen Wangenpartien zu Hautreizungen führen
  • Schrägband oder Gummiband
  • Schneiderschere
  • Nähgarn

Nähanleitungen findest du hier:

Ein Video für eine Mundbedeckung, bei der kein Schnittmuster benötigt wird:

Videoanleitungen für Mundbedeckungen ohne Nähkenntnisse:

Du kannst verschiedene Modelle aber auch kaufen und damit andere selbstständige Designer unterstützen. Dazu habe ich dir einige Onlineshops aufgelistet, die in Handarbeit Mundbedeckungen herstellen:

Fabelhaftwerkstatt

Mila Cardi

The Lovely Concept

Bonded Blond

Ich wünsche dir viel Gesundheit!

Als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit

Als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit – BRA&BEE

Über Instagram bin ich auf ein ganz besonderes Wäsche Label aufmerksam geworden: BRA&BEE. Was ich daran faszinierend empfand?

Anders als die meisten Modemarken hat die Inhaberin Sarah Ehrentraut ihre Schritte in ihrer Selbstständigkeit auf Instagram dokumentiert. Viele andere Labels posten ansehnliche Bilder ihr Kollektionen über die Sozialen Netzwerke und verschwinden dabei oftmals soAls Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit schnell wieder in der Masse, wie die Bilder aufgetaucht sind.

 

Sarah geht in die Tiefe. Sie postet viel Wissenswertes über Schwierigkeiten bei der Entstehung ihrer BH-Modelle und ihre Erfolge. Ebenso beeindruckend finde ich, dass sie ihren Wissensschatz teilt. Damit stellt sie sich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein. Ihr Feed wirkt sofort sehr ehrlich und man spürt schnell, das Wissen und die Leidenschaft, die die Design Ingenieurin für Mode ausstrahlt. Entsprechend glücklich war ich darüber, mit ihr im Interview für Modekarriere.com den Fragen über die Gründung ihres Wäschelabels und ihre Visionen nachzugehen.

 

Die Leidenschaft für Dessous

Ihre ersten Steps in Richtung Modebranche machte die heute 25-jährige bereits in ihrer Kindheit. Durch ihren nicht enden wollenden Wissensdurst bei der Schnitterstellung begann sie mit einem bekleidungstechnischen Studium an der Hochschule Niederrhein. Im Laufe ihres Studiums rückte eine Thematik immer weiter in den Vordergrund: „Ich hatte schon immer Probleme damit einen passenden BH zu finden. Einen BH der nicht zu groß ist oder nur aus Push-Up-Schale besteht, die alles nur noch unnatürlich aussehen lässt.“ An ihrer Hochschule hatte sie dann die Möglichkeit einen Unterwäschekurs zu belegen. „Die feinen Materialien wie Spitze, der außergewöhnliche schnitttechnische Aufbau und der große Gestaltungsfreiraum haben mich an Dessous schon immer fasziniert.“, schwärmt Sarah. Während des Kurses bestätigte sich noch einmal ihre Leidenschaft.

 

Der Weg als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit

„Der Übergang vom Studium in die Selbstständigkeit war bei mir fließend. Für mein anstehendes Praxissemester war ich auf der Suche nach einem Unterwäsche Unternehmen in der Nähe, ich bin aber leider nicht fündig geworden. Also suchte ich nach Alternativen und wurde von einem Unternehmen, das T-Shirt Prints anfertigt, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nach einem Probetag schien alles perfekt zu sein. Kurz vor dem 2. Probetag war für mich ganz plötzlich klar, ich will da nicht hingehen. Meine Leidenschaft ist die Unterwäsche. Und wenn ich nicht an das andere Ende von Deutschland ziehen will, dann muss ich mein eigenes Unternehmen gründen. Ob das nun nach dem Studium passiert oder jetzt. Ich hab die Wahl. Ich möchte es jetzt wagen.“

  

So kam Sarah zu ihren Fähigkeiten für den Sprung in die Selbstständigkeit

„Alle spezifischen Fähigkeiten habe ich mir größtenteils selber angeeignet. Anfangs wurde mir natürlich das Basiswissen in dem Hochschulkurs vermittelt und dort nähte ich als Prüfungsabgabe auch schon erfolgreich die ersten Teile. Anschließend habe ich eine Studienarbeit über den BH geschrieben und mir darunter sehr viel über verschiedene BH Typen, Brafitting und das BH nähen angelesen. Das Selbststudium ging dann immer so weiter. Ich habe mich wirklich täglich durch alle möglichen Blogs, Fachliteratur, Videokurse und eigene Erstellung von Dessous weitergebildet.“

 

Die Vision der Design Ingenieurin

„Besonders wichtig ist es mir, den Frauen wieder mehr Selbstbewusstsein und Selbstliebe zu schenken. Große Unternehmen können natürlich nur für einen Bruchteil an Größen lukrativ BHs herstellen. Hat man eine BH-Größe außerhalb dieses Angebots, fühlt man sich schnell zu klein- oder großbusig. Dazu kommt, dass es einfach nur frustrierend sein kann stundenlang für einen passenden BH shoppen gehen / online shoppen zu müssen. Mit meiner Arbeit möchte ich den Frauen zeigen, wie es ist, sich in einem BH wohl-, sexy und schön zu fühlen. Die Gedanken an „ich bin nicht richtig, ich brauche eine Schönheits-OP“ vergessen zu lassen.“

 

Als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit

Ihre Projekte

Als ich gesehen habe, das Sarah Ehrentraut gerade an der Erstellung eines Ebooks arbeitet, wollte ich gerne mehr über dieses Projekt erfahren.

„Begonnen hat das Projekt eigentlich mit einer ersten eigenen Dessous Kollektion. Diese sollte als besonderes Feature größenverstellbar sein. Als ich mein Vorhaben auf Instagram teilte, wurde ich oft gefragt, ob ich denn auch die dazugehörigen Schnittmuster verkaufen würde. Meine Leidenschaft gilt schon immer besonders der Schnittmustererstellung. Durch das Erstellen von Ebooks kann ich mich wirklich voll und ganz darauf konzentrieren Ideen als Schnittmuster und Nähanleitung umzusetzen. Deshalb habe ich mich dazu Entschlossen die Kollektion vorerst nur als Ebooks zu realisieren. Das erste geplante Ebook ist ein Triangel-BH. Danach folgen dann noch String und Slip Modelle.“

Dies ist jedoch nicht das einzige Projekt, an dem Sarah derzeit arbeitet. Sie ist in weitere vielfältige Aufgaben eingebunden:

„Ich habe einen größeren Auftrag bei dem ich für 6 Lingerie Designs Schnittmuster anfertige und diese Teile dann auch nähe. Alle Teile sind dabei komplett nachhaltig produziert und biologisch abbaubar, was ich unglaublich toll finde. Ein weiteres Projekt ist ein Ebook über die Erstellung von Mode-Illustrationen. Außerdem habe ich natürlich auch fortlaufend Kundinnen, für die ich einen maßgeschneiderten BH und andere Dessous anfertigen darf.“, so Sarah.

Das sind ehrgeizige Vorhaben, die auch sehr vielen anderen Modedesignern in Zukunft helfen können. Dazu möchte ich dich gerne auf dem Laufenden halten, sobald die Ebooks verfügbar sind.

 

Der Arbeitsalltag bei BRA&BEE

„Ich starte mit meiner Morgenroutine, die mich auf den Tag bestens vorbereitet. Dabei mache ich erst ein paar Minuten Yoga, trinke ausreichend Wasser und denke in Ruhe darüber nach wofür ich dankbar bin, was heute meine wichtigste Aufgabe ist und was meine langfristigen Ziele sind. Dann beantworte ich meist noch ein paar Instagram Nachrichten und setze mich an die wichtigste Aufgabe des Tages. Meist besteht diese aus dem Erstellen eines Schnittmusters, Nähen oder dem Beantworten dringender E-Mails. Danach mache ich eine kleine Mittagspause und setze mich an den Laptop. Da bearbeite ich dann entweder Fotos, mache neue Instagram Posts oder beantworte Nachrichten. Wenn ich mit allem soweit durch bin mache ich eine ausgiebige Pause. Anschließend arbeite ich oft noch bis ich ins Bett gehe an neuen Ideen oder meinem Pinterest Account. Eine Sache die ich langfristig ändern möchte, aber meiner Meinung nach ist es auch wichtig am Anfang sehr viel Zeit und Herzblut in sein Business zu geben, um eine solide Basis aufzubauen.“

 

Inspiration finden

„Inspiration finde ich auf vielen Wegen. Das kann sein, dass ich mich von neuen schönen Spitzen inspirieren lasse oder ich auf sozialen Netzwerken Fotos von aufregender Unterwäsche finde. Auch Oberbekleidung bringt mich auf neue Ideen, wie die dazu passende Unterwäsche am besten aussehen würde. An Inspiration mangelt es mir sehr selten.“

Dessous selbst erstellen

 

Ein Allrounder in der Selbstständigkeit

„Ich bin ein absoluter Allrounder. Von Fotos machen und bearbeiten, über die Erstellung meiner Website www.braandbee.com, Social Media Marketing, Grafikdesign für Flyer und Visitenkarten, Modedesign, Schnittmustererstellung und schließlich das Nähen der Dessous. Unterstützung hole ich mir dennoch von Freunden und Familie und innerhalb einer Mastermind Gruppe von angehenden Startups, um auf frische Gedanken zu kommen.“

 

Umgang mit sozialen Netzwerken für die Selbstständigkeit

„Instagram hilft mir vor allem mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Darüber habe ich schon viele Hobby-Dessous-Näherinnen kennengelernt, welche mich dazu motiviert haben meine eigenen Ebooks rauszubringen. Außerdem gibt es für mich keine aktuellere und einfachere Trendrecherche als darüber.“

 

Das musst du für die Selbstständigkeit wissen

„Ich hätte gerne gewusst, dass es mit den offensichtlichen Dingen wie Wahl der Rechtsform, Gewerbe anmelden und Steuerberater nicht getan ist. Auf einmal kommt auf einen unendlich viel zu, wie z.B. die Textilkennzeichnungsverordnung, Berufsgenossenschaft, DSGVO und Formen der Werbungskennzeichnung, die einen schnell an den Rand der Verzweiflung bringen können. Diese aber nur ein Messgerät dafür sind,  wie sehr man es will und ein Zeichen, dass man sich nicht unterkriegen lassen soll.“

Weitere Informationen zu Sarahs Werdegang findest du auch unter:

 

Vielen Dank, dass du deine spannende Geschichte mit mir und meinen Lesern geteilt hast. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!

Vorstellungsgespräch als Modedesigner

10 Tipps für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Was ist für dich das aller Schlimmste an einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner? Dass dem Personaler deine Arbeiten nicht gefallen? Die kühlen und abgeklärten Blicke deines Gegenüber? Die Möglichkeit, deine Schwächen zu erkennen? Es ist ein Thema, mit dem viele an ihre Grenzen stoßen. Bist du aber richtig vorbereitet wirst du dich schon gleich viel souveräner fühlen.

Darum trage ich dir hier meinen Erfahrungsschatz in Sachen Vorstellungsgespräch als Modedesigner zusammen und kann dir schon gleich verraten, dass jedes Kennenlernen anders sein wird und aufs eine Herausforderung darstellt. Und es geht letztlich nicht nur darum, dass du dich bestmöglich verkaufst. Es ist ebenso wichtig, dass du ein besseres Bild von deinem Unternehmen erhältst, um selbst einschätzen zu können, ob die offene Stelle richtig für dich ist. Tipps für eine gelungene Bewerbung findest du hier.

Eine Chefin betonte immer wieder, sie wolle Designer in einem Vorstellungsgespräch haben, die „sprühen“. Ein guter Kandidat für sie ist ein Mensch, dem man von der Nasenspitze aus und vom ersten Wort her anmerkt, wie viel kreative Energie in ihm steckt. Natürlich spielt dabei das richtige Outfit eine enorme Rolle. Nicht umsonst gilt das Sprichwort: „Für der erste Eindruck zählt“ Vor allem in der Modebranche zählt der noch einmal mehr.

 

Das richtige Outfit für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner

Nun könnte dir Anne Hathaway im Film „Der Teufel trägt Prada“ in den Sinn kommen. Aber beim richtigen Outfit geht es gar nicht darum, im Chanel Kostüm aufzutauchen und dabei noch schwindelerregend hohe Absätze zu tragen, die jeden deiner Schritte noch unsicherer werden lassen.

Zieh das an, worin du dich wohl fühlst und was deinen Stil unterstreicht. In einem Modeunternehmen musst du auch gar nicht die typischen Stilregeln beachten. Bei einem Vorstellungsgespräch als Modedesigner ist im Prinzip alles erlaubt, wichtig ist nur, dass du symbolisierst, dass du in das Unternehmen passt. Für ein Gespräch in einem Haute Couture Atelier kleide ich mich femininer, als bei einer Jeansmarke.

Soll ich am besten Teile von der Marke tragen, wirst du dich vielleicht Fragen. Wenn du die Marke liebst und sowieso trägst, warum nicht? Allerdings würde ich davon abraten, dich von Kopf bis Fuß in eine ungewohnte Marke zu hüllen und dann beim Vorstellungsgespräch mit der brandneuen Kollektion aufzutauchen. Zum einen ist das für deinen Gegenüber extrem auffällig und natürlich wirst du verstärkt Rückfragen zu erwarten haben.

Auf meiner Pinnwand findest du ein paar aktuelle Anregungen (Stand FS 2018).

Erlange Know-How

Eine gute Vorbereitung macht dich fit für das Gespräch. Lerne etwas über die Firmenphilosophie.

Schau dir an, wo die Marke erhältlich ist. Es wird immer wieder gern gefragt, woher man die Marke kennt.

Außerdem solltest du den Stil der Kollektion beschreiben können und was du persönlich daran bewundernswert findest.

Deinen eigenen Lebenslauf solltest du ebenso gut kennen, wie einige der aktuellen Modetrends der Saison.

Verschaffe dir auch einen Überblick über die direkten Konkurrenten.

Überlege dir gut, wie du begründest, weshalb du gerne für dieses Unternehmen arbeiten möchtest oder warum du den Arbeitsplatz wechselst und mach dir in deiner Vorstellung bereits ein Bild, wie die zukünftigen Tätigkeiten aussehen könnten.

Wie soll ich mich Verhalten?

Sei immer offen und höflich. Steh auf, wenn jemand den Raum betritt, gib jedem die Hand mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich selbst habe ein super schlechtes Namensgedächtnis, dafür gibt es aber einen Trick: Wiederhole den Namen deines Gegenüber. „Ich freue mich sehr Sie kennenzulernen Fr. …“ „Vielen Dank Herr … für die Einladung zum persönlichen Kennenlernen.“

Wo genau deine Hände beim Gespräch sind und ob du deine Beine überschlägst oder nicht, sind Fragen, die evtl. beim Management eine Rolle spielen oder bei sehr seriösen Unternehmen. Solange du nicht lümmelst, deine Schultern schon fast den Tisch vor dir berühren und du den Boden anstarrst, wird vieles toleriert. Es geht nicht um die perfekte Haltung, sondern um deine Ausstrahlung. Du gestikulierst sehr viel? Das ist wunderbar. Aber zwinge dir kein Verhalten auf, das dir sonst auch nicht liegt.

Vielleicht wirst du auch im Unternehmen herumgeführt. Sei neugierig. Begrüße alle anderen Mitarbeiter, bestenfalls gib ihnen die Hand und stell dich kurz vor. (Lieber auch 2x, als jemanden auszulassen). Und bedanke dich am Ende der Führung.

Du kannst das!

Vermittle deinem Gesprächspartner, dass du für alles bereit bist. Selbst wenn du im innersten Panik bekommst, sei mutig und trau dir auch Aufgaben zu, die du bisher noch nicht kennengelernt hast. Die Modebranche wird dich sowieso irgendwann eiskalt erwischen, warum also versuchen, davor davon zu laufen? Was du jedoch unterlassen solltest, ist lügen! Sei offen für neues, aber bleib bei den Tatsachen. Schwindeln wird sehr schnell entlarvt.

Fettnäpfchen umgehen

Rede stehts respektvoll über andere andere Personen. Eine der obersten Regeln lautet: Rede niemals schlecht über jemanden. Weder über deine Lehrer, noch über vorherige Arbeitgeber.

Kein Meister ist vom Himmel gefallen. D.h. erläutere dein Know-How, aber lasse im Gespräch genug Raum, dass dir dein Gegenüber auch noch die Arbeitsweisen des Unternehmens erklären kann.

Sei bitte nicht schockiert, falls man das Gespräch auf Englisch switchen wird, wenn du dies als Sprache in deinem Lebenslauf angegeben hast.

Antworte auch auf „seltsame“ Fragen gewissenhaft. Es ist dazu auch okay zu fragen, ob du eine kurze Bedenkzeit bekommst. Manchmal tauchen etwas abnormale Fragen mitten im Gespräch auf, dies soll dein Stresslevel testen. „Mit welchem Star würden Sie sich vergleichen und warum?“ „Was war das bisher größte Erfolgserlebnis in Ihrem Leben?“

In der Modebrache sollte man unempfindlich, bei der Frage nach der Kleidergröße sein. Ein Modeunternehmen freut sich immer über Mitarbeitern, die evtl. Musterteile zur Beurteilung anprobieren können. Größe 38 ist dabei der klare Favorite. D. h. aber nicht, dass dies ein Einstellungskriterium ist.

Zeige Schwächen

Eine gefürchtete Frage, bei fast jedem Bewerber: „Was sind ihre Schwächen?“ Eigentlich ist das schon ein bisschen frech, aber leider wird diese Frage regelmäßig gestellt. Überlege dir lieber eine aufrichtige Antwort. Spreche auch an, wie du aktuell versuchst, dieses „Problem“ in den Griff zu bekommen. Hier wird jedoch werder verlangt über psychische Probleme zu sprechen, noch über irgendwelche emotionalen Dinge. Es geht lediglich um die kleinen Ecken und Kanten, die wir alle haben, die uns liebenswert machen. Z. B. kann es sein dass du kein geborener Rhetoriker bist, dafür hast du aber erst einen Rednerkurs besucht oder du bist sehr selbstkritisch, was deine eigene Arbeit angeht…

Sei neugierig

Zum Ende des Gesprächs wird man häufig gefragt, wo es noch Unklarheiten gibt oder ob du selbst noch etwas wissen möchtest. Es wird von dir erwartet, dass du neugierig auf das Unternehmen bist. Allerdings ist man oftmals von all den Erzählungen des Personalchefs ziemlich reizüberflutet und es will dir vielleicht so gar kein Stichpunkt mehr einfallen, den es zu hinterfragen gäbe. Kluge Antworten im Vorfeld zu überlegen, kann dich in dieser Situation retten. So könnten mögliche Fragen aussehen:

„Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen?“

„Wie gestalten Sie die Einarbeitungsphase? Wird man dabei das gesamte Unternehmen kennenlernen/durchlaufen?“

„Wie groß ist das Team, in dem ich arbeiten werde?“

Das Assessment Center als Modedesigner

In meiner Laufbahn wurde ich immer wieder mit Assessment Center konfrontiert. Dies auch bei großen Unternehmen, wie Tom Tailor. (Dieses Vorstellungsgespräch als Modedesigner habe ich übrigens über den Young Professionals Day der Textwirtschaft ergattert).

Ein solches „Bewerbungsduell“ dauert meist den ganzen Tag. Mit dir am Tisch sitzen 5 – 11 weitere Kandidaten. Die Aufgaben sind in der Regel machbar, wenn du eine Leidenschaft für den Job hast. Es gibt immer eine kleine kreative Vorstellungsrunde und eine Gruppenaufgabe. Außerdem werden weitere Fähigkeiten, wie Präsentationstalent oder die Beherrschung von Grafikprogrammen getestet. Manchmal sind auch Rollenspiele dabei. Zum Schluss folgt das Einzelgespräch. Leider oftmals mit einer langen vorherigen Wartezeit verbunden.

Vor dem eigentlichen Tag, wurde mir auch schon mal eine Hausaufgabe aufgegeben. Ich hatte 3 Tage Zeit eine Kollektion nach den eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Diese Kollektion sollte jeder Kandidat dann zum Ende des Tages hin präsentieren.

Am Ende hat sich bei mir ein Satz der 3 „Jury Mitglieder“ eingeprägt: „Wir suchen nicht nach der Besten, die alle Aufgaben perfekt erledigt. Wir suchen nach der Besten für uns. Jemand, die zwar aus der Gruppe hervorsticht, aber dennoch keine Unruhe schafft.

Alles im Gepäck?

Bring eine vollständige Bewerbungsmappe und ebenso dein Portfolio mit zum Gespräch, auch wenn du eine Email mit Anhang gesendet hast und diese auch offensichtlich angekommen ist. Personalchefs sind vergessliche Wesen und manche Abteilungsleiter wissen schlichtweg nicht, wie ein Kopierer funktioniert, darum überlasse nichts dem Zufall. Dein gedrucktes Portfolio kannst du so auch nochmal präsentieren und wichtige Details veranschaulichen. Eine einfache Möglichkeit, deinen Gegenüber zu begeistern.

Ein Stift und ein nettes Notizbuch sind auch gern gesehene Begleiter bei deinem Vorstellungsgespräch und unerlässliche Utensilien bei einem Vorstellungsgespräch.

Last but not least

Komm unbedingt pünktlich zum Vorstellungsgespräch! Nichts wird dir mehr die Stelle kosten, als ein/e genervte/r Personalchef/in oder gar Unternehmer/in, der oder die warten muss.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit meinen Tipps und freue mich von deinen Erfahrungen unten in den Kommentaren zu hören!

Florale Drucke AOP, deine eigene Modekollektion entwerfen

Prints, Pattern & Textildesign – Die eigene Modekollektion mit Wiedererkennungswert entwerfen

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Was macht eine Kollektion einzigartig und besonders? Farbe und Qualität sind ausschlaggebend für ein eindrucksvolles Kollektionsbild. Doch wie lässt sich eine eigene Modekollektion entwerfen, die einen echten Wiedererkennungswert hat? 

Unfinished Nature Print

Design by bluelela, patterndesigns.com

Die aktuellen Kollektionen auf den Modemessen zeigen einen durchgängigen Trend. Allover Prints. Davon viel, überall und sogar in Kombination. Derzeit sind vor allem großflächige grafische Prints und stilistisch reduzierte Makro Blüten ein Must-Have, um mit deiner Kollektion, deinen Kunden oder als Modeschüler sogar deinen Dozenten zu begeistern.

Schon seit einigen Saisons tauchen immer wieder moderne, eindrucksvolle Drucke am Markt auf. Die Range geht dabei von „Simple Form Florals“ in minimalistischer Farbgebung bis hin zu „Unfinshed Nature Prints“, die händische Skizzen anmuten lassen. Nichts kann deine eigene Modekollektion einfacher zu einem echten Hingucker machen, als ein herausragender Print.

Erst vor einer Woche war ich selbst bei einer Kollektionsbesprechung für diee kommende Saison Herbst/Winter. Dabei wurden mir unzählige Drucke vorgestellt. Anhand der richtigen Auswahl habe ich mich regelrecht in die neuen Kollektionen verliebt, auch wenn es nur Entwürfe auf dem Papier waren.

 

Wie bindest du Allover Prints in deine Modekollektion ein?

 

Für die Erstellung einer eigenen druckfähigen Datei benötigst du ein vektorbasiertes Grafikprogramm. D. h. deine Datei besteht aus sog. Pfaden und nicht aus einzelnen Pixeln. So vermeidest du ein unschönes „verpixeltes“ Ergebnis, wenn dein Muster in Druck gehen soll. Denn eine Vektordatei lässt sich ohne Qualitätseinbußen vergrößern und verkleinern.

Allover Prints - deine eigene Kollektion entwerfen

Design by Razina Athar, patterndesigns.com

 Die Anfertigung eines Allover Prints ist dabei mit vielen Details recht komplex und wird leider häufig bei entsprechenden Ausbildungen im Modesegment vernachlässigt. Dennoch gibt überaus viele Designer, die sich ausschließlich auf die Sparte Textildesign spezialisiert haben. Sie bearbeiten die Drucke so, dass am Ende ein unendliches Muster, ein sog. Rapport in alle Richtungen entsteht. Das kannst du dir vorstellen, wie eine Kachel, die sich immer wiederholt. Die Schwierigkeit liegt darin, dass am Ende kein „Rand“ sichtbar ist und der Betrachter keine Lücken oder Wiederholungen erkennt. Es steckt also viel Know-How dahinter, darum wählen auch Modeunternehmen aus der Industrie gerne den Weg vorgefertigte Drucke zu nutzen, einfach weil der Zeitaufwand im Tagesgeschäft zu hoch wäre. Denn ein einziger Allover Print kann 1 bis 3 Arbeitstage in Anspruch nehmen.

Da Druckbücher in der Branche zwar genutzt werden, jedoch sehr teuer sind, habe ich mich auf die Suche nach einer Datenbank begeben, die unterschiedliche Drucke beinhaltet und in die immer wieder neue Drucke hinzugefügt werden. Fündig wurde ich bei Pattern Design. Auf der  Online Plattform bieten Designer bei Pattern Design weltweit ihre angefertigten Drucke in unterschiedlicher Qualität zum direkten Download an. Der Dienstleister verfolgt eine klare Philosophie: „Einerseits möchten wir Designern helfen, ihre Muster weltweit zu verkaufen, und andererseits möchten wir die Nachfrage nach Mustern von Unternehmen und Individuen bestmöglich befriedigen.“ Der Vorteil ist klar: Du kaufst nur das Design, das du auch benötigst. Damit ist es eine perfekte Dienstleistung, gerade wenn du einen zielgenauen Bedarf an Prints hast, z. B. für deine Modemappe, für ein Portfolio als Freelancer oder für deine Selbstständigkeit, wenn du eine eigene Modekollektion entwerfen willst.

 

Deinen Wunschprint den Farben deiner Kollektion anpassen

 

Außerdem ist es auf der Internetseite möglich deinen gewünschten Print farblich deinen Vorstellungen anzupassen. Dazu stellt Pattern Design ein Tool zur Verfügung, womit du jede einzelne Farbe des Drucks ändern und anhand der Vorschaubilder gleich das Ergebnis begutachten kannst. Damit hast du auch im Voraus einen Überblick über die Anzahl der Farben. Das musst du berücksichtigen, wenn du Stoff mit deinem Wunschprint bedrucken lassen möchtest. Je mehr Farben und je filigraner der Druck, desto teurer wird das Aufdrucken.

 

Solltest du deine Drucke für dein eigenes Label bedrucken lassen wollen, gibt es noch einen weiteren Punkt, den du unbedingt bei der Einbindung von Allover-Prints beachten solltest:

Gerade bei kleinen Labels und Neugründungen in geringer Stückzahl greifen viele Designer gerne zu lokalen Stoffen von unterschiedlichen Stoffgeschäften. Dabei ist Vorsicht geboten, da einige Hersteller, ihre bedruckten Stoffe nicht für den kommerziellen Einsatz anbieten möchten. Welche Stoffe du auf keinen Fall für ein eigenes Label einbinden solltest, erfährst du bei den jeweiligen Herstellern. Damit du rechtskonforme Allover Prints in deine Kollektion einbinden kannst, ist es deshalb nur ratsam Stoffe selbst bedrucken zu lassen.

Florale Drucke AOP, deine eigene Modekollektion entwerfen

Design by Arantxa García Aldea, patterndesigns.com

 

Welche Möglichkeiten bietet dir Pattern Design als Modedesigner

  • Du hast einen einfachen Zugang zu endlos vielen verschiedenen Mustern. Diese Muster kannst du in unterschiedlichen Bildqualitäten kaufen und so kostengünstig dein Portfolio mit aussagekräftigen Allover Prints auffüllen
  • Wenn du bisher nicht wusstest, was designtechnisch alles möglich ist, kannst du auf dieser Webseite eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Mustern sehen und dich inspirieren lassen
  • Für die Gründung eines eigenen Labels gibt es viele Dinge zu tun, anhand der verschiedenen vorgefertigten Drucke bleibt dir viel Arbeit und auch evtl. viel Ärger, bei möglichen Fehlern einer eigenen Druckdatei erspart
  • Als Freelancer kommt es im Modebereich häufig vor, dass ein Kunde unterschiedliche Drucke zur Auswahl in eine Kollektion eingebunden haben möchte oder sogar ein komplettes Druckrepertoire benötigt. Mit der Datenbank von Pattern Design kannst du schnell und easy solche Aufträge umsetzen

Wie stehst du zu dem Thema Allover Print? Hast du Stoff schon mal selbst bedrucken lassen?

Edelbunt apparel: Ein freiheitsliebender und bunter Lebensstil, den auch die Designerin Sabine Kanngiesser lebt

„Wir leben den Moment“, so war auch mein Gefühl, als ich das erste Mal mit edelbunt apparel in Berührung kam.

Der Slogan trifft zu 100 Prozent auf das Label von Sabine Kanngiesser zu.

Edelbunt apparel wurde vor knapp 3 Jahren gegründet. Die Idee dahinter war, durch Kleidung einen freiheitsliebenden und bunten Lebensstil auszudrücken. „Anhand der vielen ankommenden edelbunten Fotos, die uns von überall aus der Welt erreichen, scheint uns das ganz gut gelungen zu sein und freut uns zutiefst.“, berichtet die Designerin und Inhaberin des Labels stolz.

„I wish to live a life that causes my soul to dance inside my body“

Sabine ist der Inbegriff der Selbstständigkeit.

Selbst und Ständig:

Sie ist der kreative Kopf hinter dem Label, steht mit ihren Kunden und Lieferanten im direkten Kontakt, ist für den Bereich Social Media verantwortlich und auf vielen Stil-Messen anzutreffen.“An sich mache ich alles, auch wenn ich viele liebe, unterstützende Hände an meiner Seite habe.“

Zurzeit wird ebenfalls an einer neuen Website gearbeitet. Sabine wird hier auch selbst die Texte schreiben und die Pflege der Website übernehmen.

Auf meine Frage nach ihrem bisher größten Erfolg hat mir Sabine folgendes zu sagen:

„Ich bin sehr stolz auf das edelbunte Imagevideo, welches wir 2015 in Berlin gedreht haben und auf Facebook und unserer Page www.edelbunt.me angesehen werden kann. Hier kommt das edelbunte Gefühl sehr gut zum Tragen…

Ein besonderes Highlight war es auch, durch Köln über den Weihnachtsmarkt zu gehen und jemand Fremdem zu begegnen, der unsere Cap trug. Das war (m)ein einmaliges Gefühl und mein persönliches Highlight 2015. Aber auch der Zuspruch von vielen edelbunten Menschen macht mich sehr stolz und gibt immer wieder neuen Auftrieb.“

Das Video hat mich ebenfalls dem Vibe von ebelbunt apparel näher gebracht. Mittlerweile sehe ich immer mehr, die Wichtigkeit eines solchen Imagevideos. Es transportiert nicht nur eine Botschaft, sondern auch ein Lebensgefühl, dass mit dem Label in Verbindung gebracht werden kann. In Kürze will ich dir hier noch einmal einen ausführlicheren Post zu diesem Thema präsentieren.

„Die Natur kreiert nicht ohne Bedeutung wir machen es ihr gleich“

edelbunt

 

Neben ihrer Liebe zur Mode ist auch das Reisen ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens. „Ich selbst war bereits auf 4 Kontinenten. In zwei Wochen geht es nach Kambodscha zum Abschalten und neue Energie tanken.“, so die Designerin.

 Die Welt entdecken gehört zum Lifestyle von edelbunt

Das Reisen spiegelt ebenfalls den edelbunten Lifestyle wieder. Denn zu ihrer Zielgruppe gehören Menschen, die weltoffen und viel unterwegs sind.

Die Inhaberin des Labels selbst ist 30 Jahre alt und arbeitet hauptberuflich im Marketingbereich. Sie genießt es mit anderen Menschen zusammen zu sein und ist viel und gerne unterwegs. Auf ihren Reisen holt sie sich Inspirationen von anderen Kulturen und Menschen. So bekräftigen sie auch die vielen ankommenden Fotos von edelbunt Fans von überall aus der Welt noch weiter.

„The best project you will ever work on is you“

 

Das Label ist ganz klar auf die Menschen konzentriert, die Sabines Mode tragen. Alle Teile werden mit Sorgfalt und Liebe produziert. So wird z. B. großen Wert auf Fair Trade und zertifizierte Ware gelegt, da dem Label die soziale Verantwortung eine Herzensangelegenheit ist.

Durch die kreativen Aufdrucke und Statments, wird versucht immer wieder ein Schmunzeln auf den Gesichtern der Menschen zu erzeugen. In den knapp 3 Jahren hat Sabine die Erfahrung gemacht, dass jedes Design seine ganz eigenen Liebhaber hat. Durch die kleinen Auflagen wird die Besonderheit für die Kunden abgerundet.

Seit knapp 3 Jahren ist Sabine nun schon mit ihrem Label auf Erfolgskurs und dabei viel unterwegs. Zurzeit ist sie auf dem Stijl DesignMarkt in Mainz zu finden.

Anderen kreativen Einsteigern möchte sie folgendes mitgeben: „Glaubt an Euch, denn wenn Ihr es nicht tut, wer sollte es sonst tun!“ Jeder Mensch soll das machen, was er machen möchte. Viel Herzblut, eine Vision und sehr viel Engagement und Willensstärke sollte man mitbringen, so fährt Sabine fort. Ihre Worte sind voller Energie und beflügeln. Sie vertritt mit ihren Worten genau die gleiche Meinung wie ich. „Jeder kann sich selbst verwirklichen, wenn er es wirklich möchte.“ Und mit dieser Weisheit hält sie sich nun schon seit 3 Jahren auf einem so hart umkämpften Markt. Denn am Ende kommt es nicht auf das Geld oder Ähnliches an, sondern nur auf die innere Einstellung.

Ich bin gespannt in welchen Ländern ihr Label in der Zukunft noch zu finden sein wird und wünsche ihr alles Gute!

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