Die Abschlusskollektion – wie kreierst du einen Trend?

der erste Tag mit einer herausfordernden Aufgabenstellung im Hinterkopf: Eine eigenständige Abschlusskollektion zu entwerfen. Aber wie beginne ich? Wie kreiere ich einen Trend?

Mein momentaner Auftrag inspiriert mich dazu, dem Mythos dahinter auf den Grund zu gehen.

Trends werden auf den Laufstegen dieser Welt den Menschen präsentiert. Perfekt inszeniert. Sie entstehen aus den Köpfen genialer Designer.

 

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Trends  können aber auch unspektakulärer daherkommen. Alternative Gesellschaftsformen leben uns Trends vor. Die kleiderhafte Ausdrucksweise von z.B. Punks beflügelt die Massen. Die Suche beflügelt. Der Glaube in eine Anarchie, in eine freie Welt, in eine alternative Lebensausrichtung lässt in uns die Sehnsucht wachsen, uns in unseren Modekombinationen an diese Gruppen anzupassen.

 

Um als Designer einen Trend zu erschaffen, gilt es in erster Linie zu beobachten. Ein Auge auf die Menschen zu haben, auf die unterschiedlichen Gruppierungen. Ihre Bedürfnisse und Sorgen in unserer aktuellen Welt zu kennen. Und den Markt zu sehen. In Geschäfte zu spazieren und die Qualitäten und Details von diesen in sich aufzunehmen.

Wie aber entgehst du Opfer eines aufgetauten Trends zu werden? Bewusst oder unbewusst zu kopieren?

 

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lass dich inspirieren.

 

Nicht nur an der Mode. Gehe in Museen, Möbelgeschäfte, in ferne Länder. Sauge deine Inspiration aus verschiedenen Quellen und gib dir die Zeit, unbekümmert mit einen visuellen Eindrücken zu spielen. Erstelle eine Mindmap mit allen Ideen, die aus deinem kreativen Inneren sprudeln. Halte alles fest. In einem Notizbuch – in Worten oder in Bildern. Meine persönlich Liebste Inspirationsquelle sind Stoffe und Tapeten. Für Letzteres kann ich dir das Tapetenmuseum im Elsass ans Herz legen. Eine Pilgerstätte für eine Vielzahl an Modedesignern.

 

Bei der Modemesse Premiere Vision erhältst du auch eine gute Einsicht über die Farbwelten der kommenden Saison. Viele Kreative ergründeten hierfür den Farbeinsatz führender Stoffhersteller, ja sogar Garnhersteller und ebenso die Beweggründe für diesen Farbwechsel und ihrer Wirkung auf unsere Psyche.

 

Es fühlt sich so wunderbar an, mit den Händen in die verschiedenen Materialien einzutauchen. Vor dem inneren Auge blitzen völlig selbstverständlich die Einsatzmöglichkeiten auf. Durch die Berührung lernen wir einen Stoff wirklich kennen. Und ebenso die feinen Unterschiede auch vermeintlich ähnlicher Qualitäten.

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Es geht um die Farbwelt. Um die Stimmung. Die Atmosphäre, die sich um den Trend legt, ihn greifbar macht. All das auf den Punkt gebracht: in einem Key-Look – komprimierter noch – in ein Key-Item. 

Welche Prints spiegeln die Farbe und die Atmosphäre wider? Die großen Aufreger, die Highlighter einer Kollektion. Und dann ist ein neuer Trend geboren.

 

Suchst du noch mehr Informationen für eine gelungene Abschlusskollektion? Bei Amazon habe ich hier ein interessantes Buch zu diesem Thema gefunden:

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