CLO 3D

Clo 3d – 3 Aspekte, welche die Zukunft der Modeindustrie revolutionieren

(Quelle: Screenshot Webseitentitel von clo3d.com)

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Der Artikel Warum technische Zeichnungen für dein Modelabel unerlässlich sind hat dir bereits erste Einblicke in die technische Umsetzung von Kollektionen gegeben. Bis dato waren zweidimensionale technische Zeichnungen die gängigste Methode, um mit den Produktionsstätten zu kommunizieren. Nun ist es den Entwicklern von CLO 3D gelungen, die visuelle Darstellung von Kleidungsstücken aufs „Next Level“ zu bringen. Wieso diese Technik der gesamten Modeindustrie zu Gute kommt und gleichzeitig einen sehr hohen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet, erfährst du in diesem Beitrag.

Wieso CLO 3D die Modeindustrie revolutionieren kann

Der Ursprung der Software stammt vom Grafikprogramm „Marvelous Designer“. Dieses richtet sich jedoch stärker an die Gaming Szene. Natürlich gibt es auch andere 3D-Programme, allerdings wurde CLO 3D speziell für Designer in der Modeindustrie entwickelt. Dadurch besitzt es einige Eigenschaften als Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt.


„Bring Fashion to life“ heißt es auf der Website von CLO 3D. Dieses Statement reflektiert am treffendsten die Zukunftsvision, denn durch virtuelle Prototypen können zukünftig in der Produktion eine Menge an Geld, Kilometern und Textilien eingespart werden.

Zukunftsweisende Innovationen durch die 3D-Software

Laut dem Unternehmen kann die Prototypenerstellung von 37 Tagen auf 27h reduziert und die Umsetzung von Innovationen bzw. Neuentwicklungen um 40% gesteigert werden.

Aufgrund der folgenden Punkte ist das möglich:

  1. Virtuelle Schnitterstellung
    Durch die Übertragung maßstabsgetreuer Schnittmuster ist es möglich die Kleidung an einem Avatar zu simulieren und in Echtzeit umzuwandeln. Der 3D-Avatar lässt sich zudem auf die individuellen Körpermaße deiner Zielgruppe abstimmen, sodass du exakt beobachten kannst, wie sich das entwickelte Kleidungsstück, sowohl im animierten Zustand (laufend, rennend, usw.), als auch in einer nicht animierten Version (z.B. stehend, sitzend, usw.), verhält. Du benötigst also mit CLO 3D lediglich einen qualifizierten Modedesigner, um einen Prototypen zu entwickeln. Bei physischen Modellen hingegen, benötigst du deutlich mehr mitwirkende Parteien und das in der Regel für jede einzelne Abwandlung bzw. Größe deines Schnitts. (Schnitttechniker, Schneider/ Produktionsstätte, Zulieferer, Model, usw.). Vor allem was die Gradierung betrifft ersparst du dir viel Zeit. Nimmt man eine Konfektionsgröße 38 und gradiert diese an Hand vorgegebener Formeln zu einer Größe 42, wird diese in den meisten Fällen nicht so passen, wie man es sich vorstellt. Mit dem 3D-Programm kann man die Maße so abwandeln, bis es dem Avatar in der gewünschten Größe am besten passt, ohne es vorab zu Probezwecken nähen zu müssen.
  2. Virtuelle Stoffauswahl
    Mit der großen Auswahl an unterschiedlichen Stoffen, die bei der Installation bereits in der Bibliothek
    hinterlegt sind, kannst du dein Kleidungsstück beliebig oft in allen Stoffvarianten darstellen. So hast du die Option bereits im Voraus zu erproben, welcher Stoff sich am besten eignet ohne Ressourcen beim echten „Probenähen“ zu verbrauchen. Sollte kein passender Stoff dabei sein, stehen kostenfreie Ergänzungen zum downloaden auf clo3d.com zur Verfügung. Hier wirst du auch in den Bereichen vorgefertigter Knöpfe, Reißverschlüsse usw., sogar auch fertiger Kleidungsstücke fündig.
  1. Virtuelle Schnittlagepläne
    Ein weiteres Gadget ist die Auswahl der Lageplanerstellung in den Darstellungsoptionen. Dies
    übernimmt in den meisten Fällen die Produktionsstätte. Es ist sehr zeitaufwendig und der Betrieb muss genaustens rechnen, um hohen Verschnitt zu vermeiden. Der einzige Nachteil an der virtuellen Version ist, dass du lediglich die Schnittteile auf dem Lageplan darstellen lassen kannst, die du auch gezeichnet hast. Hier ist es von Vorteil, die Schnitte zu duplizieren, da du in den meisten Fällen auch eine höhere Stückzahl produzierst. Das bedarf allerdings etwas an Erfahrung.
CLO 3D Fashion

Shirt aus Baumwollcord; Hose aus Stretchsamt

CLO 3D Fashion

Shirt aus Strechjeans; Hose aus Leinen

3D animierte Mode

Die Pandemie als Chance die Modeindustrie zu revolutionieren

Die oben genannten Punkte stehen deutlich für eine revolutionäre Entwicklung in der Modeindustrie – auch aus Sicht der aktuellen Pandemie. Immer mehr Unternehmen, wie z. B. Showrooms, Produktionsstätten und Stoffzulieferer greifen auf diese Technik zurück, um aus gegebenem Anlass Personenkontakt zu vermeiden. Leider ist die Methode der 3D-Darstellung in Europa noch nicht all zu verbreitet bzw. sind noch zu wenige Designer qualifiziert ausgebildet, was sich somit auch im Preis für eine 3D-Abbildung ausdrückt. Die Tendenz der Ausbildungsmöglichkeiten ist jedoch steigend, da diese Skills zunehmend gefordert werden. Hauptsächlich auf Grund der Schnelligkeit, Geldersparnis und dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Hier findest du ein paar Einsteigerkurse, mit deren Hilfe du deine Kenntnisse in 3D-Fashion ausbauen kannst.

Dein Einsteigerkurs in die Welt von CLO 3D

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Auf Udemy* findest du einen Einsteigerkurs zum Programm CLO 3D. Neben dem Kurs erhältst du auch Praxisaufgaben, um dein Portfolio anschließend mit den Ergebnissen füllen zu können. Für den Kurs genügt die kostenlose Testversion von CLO 3D.

3D-Zeichnungen mit dem Programm Marvelous Designer erstellen

Online Kurs Marvelous Designer 3D Fashion
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Mit diesem Kurs lernst du, wie du zweidimensionale Zeichnungen in 3D-Modelle verwandeln kannst. Für den Kurs nutzt du Software Marvelous Designer 5 und startest ganz easy im einem Shirt.

Dieser Artikel wurde von meiner Design-Kollegin Karina Venturini verfasst.

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