Body schwarz mit BH tiefer Ausschnitt Branini

Warum es sich lohnt den Schritt zum eigenen Modelabel als Quereinsteiger zu wagen – ein Interview der Gründerin von Branini

Im letzten Jahr hatte ich das Vergnügen, Nina Holzer durch ein Mentoring zu ihrer heutigen Marke Branini zu begleiten. Über ihre riesigen Sprünge von der Gründung des eigenen Modelabels als Quereinsteiger zur inzwischen zweiten Kollektion berichtete sie mir in einem Interview.

Modekarriere: Wofür steht Branini und was verbirgt sich hinter der Marke?

Nina: „Die Menschen wünschen sich immer mehr Gemütlichkeit in ihrem Leben und wollen dennoch modisch sein. Viele Frauen trauen sich aber noch nicht ohne BH nach draußen.

Ich sehe Branini als eine Marke für Frauen, die sich selbstbewusst kleiden und sich dennoch rundum wohlfühlen wollen, ob in der Öffentlichkeit oder Zuhause. Mit meiner Mode müssen sie nun keinen BH mehr tragen, da dieser bereits in allen Modellen integriert ist.“

Eigenes Modelabel als Quereinsteiger gründen Body Branini schwarz mit BH
Der Body „Toni“ von Branini in schwarz

Modekarriere: Du bist mit deinem eigenen Modelabel Quereinsteiger in der Modebranche. Wie hast du mit deiner Gründung gestartet?

Nina: „Im ersten Step habe ich begonnen, Modezeichnungen auf meinem Tablet zu skizzieren. Außerdem habe ich viel recherchiert und das Internet durchforstet, wie man ein eigenes Modelabel gründet. Dabei bin ich auf Modekarriere aufmerksam geworden. In diesem Zug habe ich mir dann gleich das eBook Produktionsreif gekauft und innerhalb von einem Tag fertiggelesen gelesen. Daraufhin habe ich dich angeschrieben und gefragt, ob du noch Mentoringplätze vergibst und glücklicherweise hattest du noch welche frei!

Wir haben zusammen viel erarbeitet – Preiskalkulationen, Moodboards und Zielgruppendefinition. Das hat mir enorm geholfen. Aber auch die Kontakte, die ich durch dich bekommen habe, waren sehr hilfreich.

Nach dem Mentoring habe ich mit einer Designerin zusammengearbeitet, was super ablief. Danach ging es daran, die Produktionsstätte anzuschreiben und Stoffe auszusuchen.“

Modekarriere: Was waren deine größten Herausforderungen vor dem Start und wie hast du sie gemeistert?

Nina: „Die größte Herausforderung war es auf jeden Fall herauszufinden, wie man überhaupt in die Modebranche einsteigen kann. Wie kommt man an Produktionsbetriebe? An Stoffe? An Partner und wie bekommt man Kontakte? Ich war in diesen Themen nicht drin und kannte auch niemanden, der in diesem Bereich arbeitet. Deshalb war ich auch so froh, dass ich Modekarriere gefunden habe.

Eine weitere Herausforderung war definitiv, dass ich nicht aus diesem Bereich komme und ich mein eigenes Modelabel als Quereinsteiger gegründet habe. Ich studiere Marketing und digitale Medien und arbeite inzwischen auch in der Branche. Ich hatte lediglich mal eine Nähmaschine bekommen und einfach drauflos genäht. Mit Schnittmustern und Ähnlichem kannte ich mich aber nicht aus.

Wenn man die ersten Prototypen in den Händen hält, lernt man schnell, wie ein Schnitt aussehen sollte und wie sich die Form am Körper verhält. Wenn man einfach startet kommt man rein – und genau das habe ich gemacht.“#

Modekarriere: Was hast du vor dem Launch deiner ersten Kollektion nicht erwartet?

Nina: „Während der Gründungsphase habe ich nur sehr wenigen Leuten von meinen Plänen erzählt. Daher war es für viele meiner Freunde eine riesige Überraschung aus dem Nichts heraus. Ich habe nicht erwartet, dass ich während des Launch so viel Unterstützung bekommen von ihnen bekommen würde. Sie haben meine Beiträge auf Instagram reposted, mich angeschrieben oder auch etwas gekauft und waren für mich da.

Womit ich auch gar nicht gerechnet habe: Als Außenstehender, der nicht vom Fach ist, mag man vielleicht denken, dass die Kommunikation während der Produktion schwierig wird oder der Betrieb einen nicht richtig ernst nehmen würde. Aber es kam ganz anders als erwartet.

Ich habe eine super Produktionsstätte, die mich sehr unterstützen. Der Kontakt ist sehr persönlich. Die Mitarbeiter helfen mir viel und wenn ein neuer Prototyp ankommt, machen sie mir auch Vorschläge, was noch optimiert werden könnte. Ich denke aber nicht, dass alle Produktionsstätten so sind.“

Modekarriere: Du hast nun deine zweite Kollektion mit einem Modelabel als Quereinsteiger herausgebracht. Was war das für ein Gefühl und was hast du aus der ersten Kollektion gelernt?

Nina: „Es war ein ganz tolles Gefühl! Ich habe mich fast noch mehr auf die zweite Kollektion gefreut, als auf die erste, da ich aus der ersten Kollektion schon so viel gelernt habe. Ich habe weniger Teile bestellt, habe gezielter auf Kundenwünsche geachtet, aber gleichzeitig mehr auf mein Bauchgefühl gehört. Die erste Kollektion hatte noch viele Einflüsse von außen, während in der neuen Kollektion mehr von Nina steckt.

Während des Mentorings haben wir bereits über einen Body gesprochen. Dieser kam nun endlich mit der neuen Kollektion raus. In dieser Saison sind nun auch Sommermodelle. Ich wollte keine langärmligen Teile mehr herausbringen, da ich selbst ein Sommermensch bin.

Es machte mich unheimlich glücklich, dass ich vor dem Launch so oft gefragt wurde, wann die neue Kollektion denn endlich herauskommt und so viele Menschen mit mir mitgefiebert haben.

Insgesamt konnte ich mich mit dieser Kollektion viel intensiver beschäftigen, da ich zusätzlich zur ersten Kollektion noch mitten in der Gründung war und somit auch noch eine Webseite aufbauen musste und und und… Ich hatte mich für die neue Kollektion in Adobe Illustrator reingefuchst, um diese komplett alleine zu designen. Dabei hat mir die Produktionsstätte zusätzlich viel Unterstützung gegeben.

Ich habe mich tiefgehend mit der Passform auseinandergesetzt, weil ich möchte, dass Branini für jede Frau da ist, egal ob kleine oder größere Brust. Deshalb gab es hier noch einige Überarbeitungen. Die Modelle sind in S, M und L erhältlich.

Diesmal sind zwei Modelle herausgekommen, bei denen ich mir nun sicher bin, dass sie jeder Frau passen. Ein weißes Top mit eckigem Ausschnitt und natürlich integriertem BH. Und dann gibt es noch einen Body in schwarz, weil ich diese Farbe für das Modell so edel empfand. Ich stelle mir das Teil zum Ausgehen oder zum Feiern gehen vor. Der Body hat einen sehr tiefen Rückenausschnitt und ist dadurch perfekt mit dem integriertem BH zu tragen. Ich war selbst immer auf der Suche nach so einem Teil, allerdings waren mir oft die Stoffe zu dünn, sodass alles durchschien. Und natürlich stellte sich damals immer die Frage, was ich darunter tragen könnte. Deshalb bin ich froh, dass ich mit Branini nun einen solchen rückenfreien Body mit integriertem BH herausbringen durfte.“

Modekarriere: Was sind deine zukünftigen Ziele mit Branini?

Ich wünsche mir noch weitere Kollektionen und dass sich Frauen in den Teilen wohlfühlen. Ich möchte, dass Frauen gerne ihre Branini-Sachen anziehen und sie nicht mehr missen möchten, weil sie diese auch ohne BH selbstbewusst tragen können. Ich schließe aber nicht aus, dass Branini auch mal andere Teile herausbringt. Ich hatte auch schon einige Anfragen für eine Herrenkollektion. Dann natürlich ohne integriertem BH ;)

Ich möchte, dass Branini ein Label ist, das Spaß macht, das sich ausprobiert.“

Vielen Dank für das Interview und die vielen Einblicke, die du mir und meinen Lesern damit gegeben hast. Wenn du Lust hast, die Teile von Branini kennenzulernen, schau hier in ihrem Shop vorbei.

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