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Dein eigenes Modelabel

kreative Ergüsse

Inspiration für kreative Ergüsse

Ich hatte vor Kurzem eine Ausstellung besucht, die sich schwer in Worte fassen lässt, da sie mich so sehr beeindruckt hat. Sie hat mich zum Nachdenken angeregt, wenn es um unsere kreativen Ergüsse geht. Ich bin gerade in Recife in Brasilien unterwegs und dabei auf ein Museum des Künstlers Francisco Brennand gestoßen.

Außenbereich des Museums von Francisco Brennand
Außenbereich des Museums von Francisco Brennand

Der Künstler hat sich überwiegend der Arbeit mit Keramik verschrieben. Daneben hat er auch über die Jahrzehnte unzählige Zeichnungen und Gemälde angefertigt. Hierbei hat er sich unterschiedlicher Techniken bedient.

Sein Vater besaß eine Fliesenbrennerei, in der seine Liebe zur Keramik entflammte. Wer nun aber denkt, Brennand habe hübsche, seelenlose Tontöpfe gestaltet, irrt gewaltig. Seine Werke sind skurrile Skulpturen, unterschiedliche Figuren und Fliesenornamente, die uns in eine fremde Welt entführen. Allesamt stehen in und um die alten Fliesenbrennerei. Außerdem tauchen immer wieder säulenartige Kunstwerke oder Gemälde an Hauswänden von ihm in Recife verteilt wieder auf.

Unzählige Werke des Künstlers Francisco Brennand
Unzählige Werke des Künstlers, die er über Jahrzehnte hinweg anfertigte

Der Eingangsbereich ließ mich in eine mystische Welt eintauchen. Eine Art Tempellandschaft. Der Weg war gesäumt von Säulen, auf denen schlüpfende Eier ruhten. Diese Welt hatte etwas Düsteres, etwas Surreales und doch so Wahres. Im Innenbereich der ehemaligen Fliesenbrennerei wurden die Räume über und über mit den Kunstwerken von Brennand gefüllt. Die alten Öfen dienten als Installationsräume. Der Klang von Mönchsgesängen war zu vernehmen und im Inneren dieser Öfen war es bis auf ein einziges Spotlight komplett finster. Einige Besucher hatten großen Respekt vor diesen Räumlichkeiten.

Gemäldesammlung des Künstlers
Gemäldesammlung

Dieses Museum unterscheidet sich in meinen Augen allein von ihrer Dimension immens von allem, was ich zuvor gesehen habe. Es ist ein Museum, gefüllt mit unzähligen Werken einer einzigen Person. Eine Sammlung eines Künstlers. Das ist sicherlich ein Traum vieler Kreativer. Wenn ich mir vorstelle, wie der mittlerweile 91-Jährige weißbärtige Mann noch jeden Tag in dieses Museum kommt, um nach dem Rechten zu sehen. Dabei zieht er vorbei an seiner Sammlung gepackt von Emotionen und Visionen. Jedes einzelne Werk wird ihm eine Erinnerung oder ein Gefühl vermitteln. So wandert der Künstler jeden Tag durch seine Sammlung kreativer Ergüsse. Eine schöne Beschäftigung im Alter.

 Fliesenmosaik von Francisco Brennand
Fliesenmosaik von Francisco Brennand

Mir wurde schlagartig wieder bewusst, was meine Liebe zur Kunst und meine Neigung, Künstler zu sein, ausmacht – das Einfangen von Emotionen und Erinnerungen.
Es ist ein schöner Gedanke, seinen eigenen Kreationen einen würdigen Raum oder sei es auch nur eine Ecke einzuräumen, um sich von Zeit zu Zeit wertschätzend dorthin zu begeben. Gepackt von dieser inspirierenden Erfahrung, möchte ich mir für das nächste Jahr vornehmen meine kreativen Ergüsse in einer Sammlung zusammenzubringen.

Skulptur von Francisco Brennand im Außenbereich
Skulptur im Außenbereich

Einen weiteren positiven Aspekt in einer Art Sammlung für kreative Ergüsse sehe ich, da sie die eigene Entwicklung und die Stärken aufzeigt. Außerdem empfinde ich es als unheimlich motivierend, zu sehen, was bisher alles zusammengekommen ist, denn oftmals verfolgt uns als Kreative das Gefühl zu wenig zu Stande gebracht zu haben.

Wenn du weitere Inspirationen von meinen Reisen suchst, interessiert dich sicher dieser Artikel.

Als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit

Als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit – BRA&BEE

Über Instagram bin ich auf ein ganz besonderes Wäsche Label aufmerksam geworden: BRA&BEE. Was ich daran faszinierend empfand?

Anders als die meisten Modemarken hat die Inhaberin Sarah Ehrentraut ihre Schritte in ihrer Selbstständigkeit auf Instagram dokumentiert. Viele andere Labels posten ansehnliche Bilder ihr Kollektionen über die Sozialen Netzwerke und verschwinden dabei oftmals soAls Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit schnell wieder in der Masse, wie die Bilder aufgetaucht sind.

 

Sarah geht in die Tiefe. Sie postet viel Wissenswertes über Schwierigkeiten bei der Entstehung ihrer BH-Modelle und ihre Erfolge. Ebenso beeindruckend finde ich, dass sie ihren Wissensschatz teilt. Damit stellt sie sich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein. Ihr Feed wirkt sofort sehr ehrlich und man spürt schnell, das Wissen und die Leidenschaft, die die Design Ingenieurin für Mode ausstrahlt. Entsprechend glücklich war ich darüber, mit ihr im Interview für Modekarriere.com den Fragen über die Gründung ihres Wäschelabels und ihre Visionen nachzugehen.

 

Die Leidenschaft für Dessous

Ihre ersten Steps in Richtung Modebranche machte die heute 25-jährige bereits in ihrer Kindheit. Durch ihren nicht enden wollenden Wissensdurst bei der Schnitterstellung begann sie mit einem bekleidungstechnischen Studium an der Hochschule Niederrhein. Im Laufe ihres Studiums rückte eine Thematik immer weiter in den Vordergrund: „Ich hatte schon immer Probleme damit einen passenden BH zu finden. Einen BH der nicht zu groß ist oder nur aus Push-Up-Schale besteht, die alles nur noch unnatürlich aussehen lässt.“ An ihrer Hochschule hatte sie dann die Möglichkeit einen Unterwäschekurs zu belegen. „Die feinen Materialien wie Spitze, der außergewöhnliche schnitttechnische Aufbau und der große Gestaltungsfreiraum haben mich an Dessous schon immer fasziniert.“, schwärmt Sarah. Während des Kurses bestätigte sich noch einmal ihre Leidenschaft.

 

Der Weg als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit

„Der Übergang vom Studium in die Selbstständigkeit war bei mir fließend. Für mein anstehendes Praxissemester war ich auf der Suche nach einem Unterwäsche Unternehmen in der Nähe, ich bin aber leider nicht fündig geworden. Also suchte ich nach Alternativen und wurde von einem Unternehmen, das T-Shirt Prints anfertigt, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nach einem Probetag schien alles perfekt zu sein. Kurz vor dem 2. Probetag war für mich ganz plötzlich klar, ich will da nicht hingehen. Meine Leidenschaft ist die Unterwäsche. Und wenn ich nicht an das andere Ende von Deutschland ziehen will, dann muss ich mein eigenes Unternehmen gründen. Ob das nun nach dem Studium passiert oder jetzt. Ich hab die Wahl. Ich möchte es jetzt wagen.“

  

So kam Sarah zu ihren Fähigkeiten für den Sprung in die Selbstständigkeit

„Alle spezifischen Fähigkeiten habe ich mir größtenteils selber angeeignet. Anfangs wurde mir natürlich das Basiswissen in dem Hochschulkurs vermittelt und dort nähte ich als Prüfungsabgabe auch schon erfolgreich die ersten Teile. Anschließend habe ich eine Studienarbeit über den BH geschrieben und mir darunter sehr viel über verschiedene BH Typen, Brafitting und das BH nähen angelesen. Das Selbststudium ging dann immer so weiter. Ich habe mich wirklich täglich durch alle möglichen Blogs, Fachliteratur, Videokurse und eigene Erstellung von Dessous weitergebildet.“

 

Die Vision der Design Ingenieurin

„Besonders wichtig ist es mir, den Frauen wieder mehr Selbstbewusstsein und Selbstliebe zu schenken. Große Unternehmen können natürlich nur für einen Bruchteil an Größen lukrativ BHs herstellen. Hat man eine BH-Größe außerhalb dieses Angebots, fühlt man sich schnell zu klein- oder großbusig. Dazu kommt, dass es einfach nur frustrierend sein kann stundenlang für einen passenden BH shoppen gehen / online shoppen zu müssen. Mit meiner Arbeit möchte ich den Frauen zeigen, wie es ist, sich in einem BH wohl-, sexy und schön zu fühlen. Die Gedanken an „ich bin nicht richtig, ich brauche eine Schönheits-OP“ vergessen zu lassen.“

 

Als Wäsche Designerin in die Selbstständigkeit

Ihre Projekte

Als ich gesehen habe, das Sarah Ehrentraut gerade an der Erstellung eines Ebooks arbeitet, wollte ich gerne mehr über dieses Projekt erfahren.

„Begonnen hat das Projekt eigentlich mit einer ersten eigenen Dessous Kollektion. Diese sollte als besonderes Feature größenverstellbar sein. Als ich mein Vorhaben auf Instagram teilte, wurde ich oft gefragt, ob ich denn auch die dazugehörigen Schnittmuster verkaufen würde. Meine Leidenschaft gilt schon immer besonders der Schnittmustererstellung. Durch das Erstellen von Ebooks kann ich mich wirklich voll und ganz darauf konzentrieren Ideen als Schnittmuster und Nähanleitung umzusetzen. Deshalb habe ich mich dazu Entschlossen die Kollektion vorerst nur als Ebooks zu realisieren. Das erste geplante Ebook ist ein Triangel-BH. Danach folgen dann noch String und Slip Modelle.“

Dies ist jedoch nicht das einzige Projekt, an dem Sarah derzeit arbeitet. Sie ist in weitere vielfältige Aufgaben eingebunden:

„Ich habe einen größeren Auftrag bei dem ich für 6 Lingerie Designs Schnittmuster anfertige und diese Teile dann auch nähe. Alle Teile sind dabei komplett nachhaltig produziert und biologisch abbaubar, was ich unglaublich toll finde. Ein weiteres Projekt ist ein Ebook über die Erstellung von Mode-Illustrationen. Außerdem habe ich natürlich auch fortlaufend Kundinnen, für die ich einen maßgeschneiderten BH und andere Dessous anfertigen darf.“, so Sarah.

Das sind ehrgeizige Vorhaben, die auch sehr vielen anderen Modedesignern in Zukunft helfen können. Dazu möchte ich dich gerne auf dem Laufenden halten, sobald die Ebooks verfügbar sind.

 

Der Arbeitsalltag bei BRA&BEE

„Ich starte mit meiner Morgenroutine, die mich auf den Tag bestens vorbereitet. Dabei mache ich erst ein paar Minuten Yoga, trinke ausreichend Wasser und denke in Ruhe darüber nach wofür ich dankbar bin, was heute meine wichtigste Aufgabe ist und was meine langfristigen Ziele sind. Dann beantworte ich meist noch ein paar Instagram Nachrichten und setze mich an die wichtigste Aufgabe des Tages. Meist besteht diese aus dem Erstellen eines Schnittmusters, Nähen oder dem Beantworten dringender E-Mails. Danach mache ich eine kleine Mittagspause und setze mich an den Laptop. Da bearbeite ich dann entweder Fotos, mache neue Instagram Posts oder beantworte Nachrichten. Wenn ich mit allem soweit durch bin mache ich eine ausgiebige Pause. Anschließend arbeite ich oft noch bis ich ins Bett gehe an neuen Ideen oder meinem Pinterest Account. Eine Sache die ich langfristig ändern möchte, aber meiner Meinung nach ist es auch wichtig am Anfang sehr viel Zeit und Herzblut in sein Business zu geben, um eine solide Basis aufzubauen.“

 

Inspiration finden

„Inspiration finde ich auf vielen Wegen. Das kann sein, dass ich mich von neuen schönen Spitzen inspirieren lasse oder ich auf sozialen Netzwerken Fotos von aufregender Unterwäsche finde. Auch Oberbekleidung bringt mich auf neue Ideen, wie die dazu passende Unterwäsche am besten aussehen würde. An Inspiration mangelt es mir sehr selten.“

Dessous selbst erstellen

 

Ein Allrounder in der Selbstständigkeit

„Ich bin ein absoluter Allrounder. Von Fotos machen und bearbeiten, über die Erstellung meiner Website www.braandbee.com, Social Media Marketing, Grafikdesign für Flyer und Visitenkarten, Modedesign, Schnittmustererstellung und schließlich das Nähen der Dessous. Unterstützung hole ich mir dennoch von Freunden und Familie und innerhalb einer Mastermind Gruppe von angehenden Startups, um auf frische Gedanken zu kommen.“

 

Umgang mit sozialen Netzwerken für die Selbstständigkeit

„Instagram hilft mir vor allem mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Darüber habe ich schon viele Hobby-Dessous-Näherinnen kennengelernt, welche mich dazu motiviert haben meine eigenen Ebooks rauszubringen. Außerdem gibt es für mich keine aktuellere und einfachere Trendrecherche als darüber.“

 

Das musst du für die Selbstständigkeit wissen

„Ich hätte gerne gewusst, dass es mit den offensichtlichen Dingen wie Wahl der Rechtsform, Gewerbe anmelden und Steuerberater nicht getan ist. Auf einmal kommt auf einen unendlich viel zu, wie z.B. die Textilkennzeichnungsverordnung, Berufsgenossenschaft, DSGVO und Formen der Werbungskennzeichnung, die einen schnell an den Rand der Verzweiflung bringen können. Diese aber nur ein Messgerät dafür sind,  wie sehr man es will und ein Zeichen, dass man sich nicht unterkriegen lassen soll.“

Weitere Informationen zu Sarahs Werdegang findest du auch unter:

 

Vielen Dank, dass du deine spannende Geschichte mit mir und meinen Lesern geteilt hast. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!

Utensilien für Modedesigner

Die Must-Have Utensilien für Modedesigner

Sicherlich ist dir schon aufgefallen, wie viele unterschiedliche Materialen und Utensilien du für dein Vorhaben als Modedesigner angeboten bekommst. Von der Stoffschere bis zum Lineal.
Bei manchen Dingen, wie z.B. Scheren muss man auch mal richtig tief in die Tasche greifen, ohne zu wissen, ob man später mit den erstandenen Utensilien auch klar kommt.
Die nachfolgenden Produkte sind von mir während der Zeit meiner Ausbildung erprobt worden und zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus. Die meisten Utensilien benutze ich bis heute. So kannst du dir auch eine Menge Geld sparen, indem du gleich die richtigen Artikel kaufst und kannst lange Freude daran haben.

Für Nähwütige

*Mit einem Klick auf das Bild, wirst du zum Buch Shop weitergeleitet.

Für einen goldenen Schnitt, wie bei der Haute Couture

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf da Foto klickst)

  • ein 50 cm Lineal ist eine echte Erleichterung gerade wenn du ein Kleid oder einen langen Rock erstellst
    Minenbleistift, immer spitz ohne lästiges Anspitzen
    Radiergummi + Radierstift
  • Fixogum ist ein etwas teurer Flüssigkleber, der allerdings durch seine Eigenschaft abziehbar zu sein, für die Erstellung von Papier Schnitten ideal ist. Kleben, abziehen, kleben. Ein echter Traum beim Ausstellen von Röcken:

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf das Foto klickst)

  • Stoffe zum Drapieren vom holländischer Stoffmarkt
    Seidenpapier günstig auf Rollen vom holländischen Stoffmarkt
    Termin findest du hier.

Am Anfang steht die Idee eines Modedesigners

  • Buntstifte von Faber Castell
  • Copic Ciao (mit feiner und mittlere Spitze) Für die Hautfarbe benutze ich bei sehr hellem Teint E50 + YR20 und gebräuntem Teint: E21 + E31 (+Schatten und Contouren E33)
  • Feinliner 0,3 und 0,5 von Copic
  • Copicpapier von der Papierfabrik Schoellershammer (nur auf dem richtigen Papier lassen sich Copicstifte nahtlos miteinander vermischen und Schattierungen erzielen. Diese Stifte werden auch für Comiczeichnungen benutzt)
  • Bleistifte in verschiedenen Härtegraden von Faber Castell:

(du wirst zu Amazon weitergeleitet, wenn du auf da Foto klickst)

  • weißer Gelstift
  • Schminke Aquarellfarben (erstmal nur die Basisfarben. Glaub mir so sagenhaft intensive Aquarellfarben hast noch nicht gesehen)
  • Aquarellpapier von Hahnenmühle
  • Wasserbehälter
  • Mischpalette
  • Materialbibliothek für Schraffuren (Beginn am besten gleich deine Sammlung von Jeansresten bis zum Sandpapier. Lege das Material unter deine schon colorierte Zeichnung und gehe vorsichtig mit der flachen Kante eines Buntstifts darüber)
  • Sketchbook, um deine Ideen festzuhalten Copic Marker-Skizzenbuch, 12,7 x 17,8 cm, 50 Blatt, SKBK5x7
    *

Du kannst mit Schraffuren unterschiedliche Materialien nachempfinden

 

 

 

 

Einen Tipp hab ich noch für dich:

Da du dich in einer Branche bewegst, die ständig neue Trendfarben festlegt, würde ich davon absehen, Farben ohne den genauen Nutzen im Voraus zu kaufen. Warte lieber ab, was du wirklich brauchst. Bei dem Hobbymarkt „Idee“ oder in gut sortierten Schreibwarengeschäften bekommst du auch noch spontan Stifte.

Um gut vorbereitet zu sein, habe ich dir speziell auf die Bedürfnisse eines Modedesigners Fachbücher ausgesucht und ebenso Romane, die dich auf dein Vorhaben einstimmen.

Falls du noch Fragen oder eigene Tipps für die besten Utensilien für Modedesigner hast, lass es mich unten in den Kommentaren wissen.

(Credit für Logos: LogoMakr.com)

*Partnerlink für meine Bezugsquellen.

Florale Drucke AOP, deine eigene Modekollektion entwerfen

Prints, Pattern & Textildesign – Die eigene Modekollektion mit Wiedererkennungswert entwerfen

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Was macht eine Kollektion einzigartig und besonders? Farbe und Qualität sind ausschlaggebend für ein eindrucksvolles Kollektionsbild. Doch wie lässt sich eine eigene Modekollektion entwerfen, die einen echten Wiedererkennungswert hat? 

Unfinished Nature Print

Design by bluelela, patterndesigns.com

Die aktuellen Kollektionen auf den Modemessen zeigen einen durchgängigen Trend. Allover Prints. Davon viel, überall und sogar in Kombination. Derzeit sind vor allem großflächige grafische Prints und stilistisch reduzierte Makro Blüten ein Must-Have, um mit deiner Kollektion, deinen Kunden oder als Modeschüler sogar deinen Dozenten zu begeistern.

Schon seit einigen Saisons tauchen immer wieder moderne, eindrucksvolle Drucke am Markt auf. Die Range geht dabei von „Simple Form Florals“ in minimalistischer Farbgebung bis hin zu „Unfinshed Nature Prints“, die händische Skizzen anmuten lassen. Nichts kann deine eigene Modekollektion einfacher zu einem echten Hingucker machen, als ein herausragender Print.

Erst vor einer Woche war ich selbst bei einer Kollektionsbesprechung für diee kommende Saison Herbst/Winter. Dabei wurden mir unzählige Drucke vorgestellt. Anhand der richtigen Auswahl habe ich mich regelrecht in die neuen Kollektionen verliebt, auch wenn es nur Entwürfe auf dem Papier waren.

 

Wie bindest du Allover Prints in deine Modekollektion ein?

 

Für die Erstellung einer eigenen druckfähigen Datei benötigst du ein vektorbasiertes Grafikprogramm. D. h. deine Datei besteht aus sog. Pfaden und nicht aus einzelnen Pixeln. So vermeidest du ein unschönes „verpixeltes“ Ergebnis, wenn dein Muster in Druck gehen soll. Denn eine Vektordatei lässt sich ohne Qualitätseinbußen vergrößern und verkleinern.

Allover Prints - deine eigene Kollektion entwerfen

Design by Razina Athar, patterndesigns.com

 Die Anfertigung eines Allover Prints ist dabei mit vielen Details recht komplex und wird leider häufig bei entsprechenden Ausbildungen im Modesegment vernachlässigt. Dennoch gibt überaus viele Designer, die sich ausschließlich auf die Sparte Textildesign spezialisiert haben. Sie bearbeiten die Drucke so, dass am Ende ein unendliches Muster, ein sog. Rapport in alle Richtungen entsteht. Das kannst du dir vorstellen, wie eine Kachel, die sich immer wiederholt. Die Schwierigkeit liegt darin, dass am Ende kein „Rand“ sichtbar ist und der Betrachter keine Lücken oder Wiederholungen erkennt. Es steckt also viel Know-How dahinter, darum wählen auch Modeunternehmen aus der Industrie gerne den Weg vorgefertigte Drucke zu nutzen, einfach weil der Zeitaufwand im Tagesgeschäft zu hoch wäre. Denn ein einziger Allover Print kann 1 bis 3 Arbeitstage in Anspruch nehmen.

Da Druckbücher in der Branche zwar genutzt werden, jedoch sehr teuer sind, habe ich mich auf die Suche nach einer Datenbank begeben, die unterschiedliche Drucke beinhaltet und in die immer wieder neue Drucke hinzugefügt werden. Fündig wurde ich bei Pattern Design. Auf der  Online Plattform bieten Designer bei Pattern Design weltweit ihre angefertigten Drucke in unterschiedlicher Qualität zum direkten Download an. Der Dienstleister verfolgt eine klare Philosophie: „Einerseits möchten wir Designern helfen, ihre Muster weltweit zu verkaufen, und andererseits möchten wir die Nachfrage nach Mustern von Unternehmen und Individuen bestmöglich befriedigen.“ Der Vorteil ist klar: Du kaufst nur das Design, das du auch benötigst. Damit ist es eine perfekte Dienstleistung, gerade wenn du einen zielgenauen Bedarf an Prints hast, z. B. für deine Modemappe, für ein Portfolio als Freelancer oder für deine Selbstständigkeit, wenn du eine eigene Modekollektion entwerfen willst.

 

Deinen Wunschprint den Farben deiner Kollektion anpassen

 

Außerdem ist es auf der Internetseite möglich deinen gewünschten Print farblich deinen Vorstellungen anzupassen. Dazu stellt Pattern Design ein Tool zur Verfügung, womit du jede einzelne Farbe des Drucks ändern und anhand der Vorschaubilder gleich das Ergebnis begutachten kannst. Damit hast du auch im Voraus einen Überblick über die Anzahl der Farben. Das musst du berücksichtigen, wenn du Stoff mit deinem Wunschprint bedrucken lassen möchtest. Je mehr Farben und je filigraner der Druck, desto teurer wird das Aufdrucken.

 

Solltest du deine Drucke für dein eigenes Label bedrucken lassen wollen, gibt es noch einen weiteren Punkt, den du unbedingt bei der Einbindung von Allover-Prints beachten solltest:

Gerade bei kleinen Labels und Neugründungen in geringer Stückzahl greifen viele Designer gerne zu lokalen Stoffen von unterschiedlichen Stoffgeschäften. Dabei ist Vorsicht geboten, da einige Hersteller, ihre bedruckten Stoffe nicht für den kommerziellen Einsatz anbieten möchten. Welche Stoffe du auf keinen Fall für ein eigenes Label einbinden solltest, erfährst du bei den jeweiligen Herstellern. Damit du rechtskonforme Allover Prints in deine Kollektion einbinden kannst, ist es deshalb nur ratsam Stoffe selbst bedrucken zu lassen.

Florale Drucke AOP, deine eigene Modekollektion entwerfen

Design by Arantxa García Aldea, patterndesigns.com

 

Welche Möglichkeiten bietet dir Pattern Design als Modedesigner

  • Du hast einen einfachen Zugang zu endlos vielen verschiedenen Mustern. Diese Muster kannst du in unterschiedlichen Bildqualitäten kaufen und so kostengünstig dein Portfolio mit aussagekräftigen Allover Prints auffüllen
  • Wenn du bisher nicht wusstest, was designtechnisch alles möglich ist, kannst du auf dieser Webseite eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Mustern sehen und dich inspirieren lassen
  • Für die Gründung eines eigenen Labels gibt es viele Dinge zu tun, anhand der verschiedenen vorgefertigten Drucke bleibt dir viel Arbeit und auch evtl. viel Ärger, bei möglichen Fehlern einer eigenen Druckdatei erspart
  • Als Freelancer kommt es im Modebereich häufig vor, dass ein Kunde unterschiedliche Drucke zur Auswahl in eine Kollektion eingebunden haben möchte oder sogar ein komplettes Druckrepertoire benötigt. Mit der Datenbank von Pattern Design kannst du schnell und easy solche Aufträge umsetzen

Wie stehst du zu dem Thema Allover Print? Hast du Stoff schon mal selbst bedrucken lassen?

Modeeinkäufer überzeugen

Wie kann ich einen Modeeinkäufer überzeugen?

Deine Kollektion steht, du kennst deine Zielgruppe, dein Traum ist zum Greifen nah. Zu deinem Glück fehlen dir nur noch die richtigen Vertriebspartner. Einkäufer für Boutiquen, Modehäuser, Boutiquenbesitzer etc.. All jene die sich dafür entscheiden, deine Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen und daran glauben, ihre Zielgruppe mit deiner Kollektion begeistern zu können. Die Vertriebsmöglichkeit über eine Einkaufsabteilung kann sich gerade bei großen Modehäusern schwierig gestalten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Einkäufer gegenüber neuen Marken extrem skeptisch sind, gerade wenn du mit deinem Modelabel erst einmal einen Fuß in die Tür bekommen möchtest . Am Ende kommt es nur auf die Zahlen an. Penibel wird errechnet, welche Drehung der Artikel auf der Ladenfläche macht, sprich, wie schnell auf den Quadratmeter verkauft wird. Dardurch fallen die meisten Marken so schnell wieder aus dem Sortiment, wie sie einst aufgenommen wurden. Bei kleinen Boutiquen ist die Sache noch einfacher, hier freut man sich über eine Kollektion, die sich von den bekannten Marken der großen Modeketten abhebt und genau das schätzen auch die Kunden dieser Geschäft.  In diesen Geschäften bekommst du meist die Möglichkeit, ausgewählte Artikel auf Kommission zu verkaufen. Das heißt, du bekommst erst Geld, wenn ein Teil verkauft wurde und damit eignet es sich kaum, wenn du in etwas höheren Stückzahlen produzieren lässt.



Der Schritt zum Modeeinkäufer

Als erstes ist es wichtig, dass du deine Kollektion und die angestrebte Zielgruppe weißt einzuschätzen. Du für dich klar und vorallem begründbar sein zu welchen Modehäusern, Marken etc. deine Artikel passen würden. Genau diese Argumente wirst du für die Vorstellungsgespräche benötigen. Bereite dich gut darauf vor und vor allem versuche ein persönliches Gespräch oder zumindest ein Telefonat mit anschließender Musterzusendung zu erwirken. Einkäufer sind vielbeschäftigte Menschen, die oft unterwegs sind und täglich einen schwall an Emails erhalten. Durch verschiedene Gespräche mit Einkäufern und auch aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass einige aufgehört haben, Nachrichten zu lesen, in denen sie CC stehen. Wieder andere lesen Nachrichten nur, wenn ihnen ihr Assistent den Hint gibt, dass es sich um eine wichtige Nachricht handelt.

Suche nach passenden Boutiquen oder Pop-Up Shops. Durchforste Online-Shops, die thematisch mit deiner Kollektion harmonieren würden. Rufe in der Zentrale an, schildere dein Anliegen und frage nach dem zuständigen Einkäufer. In der Regel wirst du weitergeleitet, da die Empfangsdame nicht weiß, ob der Einkäufer Bedarf an neuen Marken hat oder nicht. Achte bei der Nummer aber darauf, dass es kein Nummer für den Kundenservice ist. Denn die Callcenter sitzen meist weit weg von den Firmenzentralen.

 

Einkäufer auf sich aufmerksam machen

Es gibt aber auch eine einfachere Möglichkeit an einen Einkäufer heranzutreten, ohne dass du das Gefühl bekommst, dass du jemanden mit deinem Anliegen überfällst. So kannst du entscheidende Konktakte über unterschiedlichste Messen knüpfen. Dabei gibt es Messen speziell für den Modeeinkauf, aber auch Designermärkte, die sich ebenfalls auch an Endkunden richten. Die Platzierung auf einer Messe ist für dich auf jedenfall ein Gewinn, da dabei jede Menge Gespräche führen kannst und gleich ein Feedback für deine Arbeit bekommst.

Hier einige Tipps für einen gelungenen Messestand:

n  Einen Tisch oder ein Regal im vorderen Bereich, auf dem kleine Zusatzartikel stehen. Etwas an dem Menschen stehen bleiben und sich nicht durch horende Preise etc. bedroht fühlen könnten (evtl. Postkarten, Ohrringe, Schlüsselanhänger)

n  Gute Beleuchtung, mit der du deine Kollektion ins rechte Licht rücken kannst

n  Eine Wandgestaltung, die die Stimmung der Kollektion aufgreift, ob rustikal mit Holz oder weiß mit Fotorahmen für ein puristisches Stimmungsbild

n  Eine Möglichkeit für Kunden die Kleidung anprobieren zu können

n  Kredit- oder EC Kartenzahlung  ermöglichen, wenn direkt verkauft wird

n  Eine Atmosphäre schaffen mit Blumen, Teppichen oder speziellen Kleiderständern

n  Lookbooks und Infomaterial

n  Mannequins

n  Kleiderständer leicht zugänglich, vorderne hinstellen (damit man im Vorbeigehen gleich anfassen kann)

n  Keinen richtigen Eingang bauen, damit sich der Interessent nicht in der Falle fühlt

n  Schmeichelnde Lichtverhältnisse und einen guten Spiegel



 

Verkaufe eine Message

Deine Kollektion kann super aussehen, qualitativ hochwertig produziert worden sein und auch noch eine Innovation beinhalten, dennoch werden dich Einkäufer in der Flut der Modemarken schnell übersehen. Darum ist es so wichtig, einen „Rahmen“ um die Kollektion zu bauen. Bei jeder Handlung mit deinem Modelabel, sollte dieser Rahmen sichtbar sein. Egal ob das ein Briefkopf, eine Email oder ein Lookbook ist.

Präsentiere deine Kollektion, als würdest du ein Schaufenster oder einen Pop-Up-Store gestalten. Es ist wichtig, beim Einkäufer eine Emotion zu erzeugen, damit du nicht in der Masse verschwindest. Gleichzeitig pusht das nochmal die Wertschätzung beim Betrachter. Wenn er vor deiner Kollektion steht und sich denkt „Wow“, wird er kaum an dir vorbeikommen. Dabei muss es nicht einmal ein aufwändiger Messebau sein. Erzähl einfach eine Geschichte. Ob gerahmte Fotos aus dem Shooting, Plakate oder Dekoelemente wie Pflanzen.

Präsentiere deinen potenziellen Weiterverkäufer stets deine Idee zum Kollektionsaufbau. So kann sich der Einkäufer besser in deine Gedanken versetzen und sich gleichzeitig vorstellen, wie schön ansprechend, dass für seine Kunden aussieht.

Hier auf Pinterest habe ich dir einige Beispiele zusammengetragen


Interview mit dem Modelabel Studio Pilcrow.

Hinter den Kullissen der Jungdesigner von Studio Pilcrow – Design aus zwei Welten

Zwei völlig verschiedene Kulturen miteinander vereinen? In der Modewelt ist das möglich. So beweist es ein junges Label aus Süddeutschland – Studio Pilcrow. Die Gründer des Modelabel, Mimi und Simmi haben sich zum Ziel gesetzt, laotische Gelassenheit mit gut strukturierter, deutscher Mentalität zu vereinen. Alles über ihren Einstieg im Interview mit den Jungdesignern des Modelabels..

Interview mit dem Modelabel Studio Pilcrow.

Model: Oliver Keder Fotograf: Simeon Oßwald

 

Das Pilcrow oder Absatzzeichen markiert den Anfang eines neuen Paragrafen einer Geschichte. Mit jeder Kollektion wollen die Modeschöpfer einen Teil der Geschichte einer laotischen Familie erzählen, die in den 80er Jahren ihr Zuhause verlassen hatte, um ein Leben in Deutschland aufzubauen. Die erste Kollektion „Vientiane Highschool“ ist dabei an die Studienzeit der laotischen Schüler angelegt.

 

Den Gründern von Pilcrow ist es nicht nur wichtig, dass ihre Produkte die höchste Qualität besitzen, sondern auch nachhaltig und fair produziert werden. Darum haben sie mit größter Sorgfalt ihre Produzenten ausfindig gemacht.

 

„Wir sind nämlich der Meinung, dass Kleidung nicht nur gut aussehen, sondern mit gutem Gewissen getragen werden soll.“

 

Interview Modedesigner Studio Pilcrow

Model: Oliver Keder
Fotograf: Simeon Oßwald

 Mimi, die Tochter laotischer Migranten, hat einen Abschluss an der Akademie Mode und Design in München. Durch ein anschließendes Praktikum bei einem jungen Modelabel, konnte sie erste Erfahrungen in der Modewelt sammeln. Durch verschiedene Nebenjobs im Verkauf konnte sie sich ebenfalls einen Einblick in den stationären Handel verschaffen. 

 

Simmi hat seinen Bachelor an der Hochschule der Medien in Stuttgart im Fach Medien Design absolviert. Er arbeitet nebenher als Gestalter bei einer Werbeagentur und ist Geschäftsführer eines Food Trucks.

 

Wie wurde die Idee für das eigene Label geboren?

Die Idee ein eigenes Label zu Gründen kam uns vor ein paar Jahren in den Sinn. 2015 hat Mimi ihren Bachelor in Mode Design an der Akademie Mode und Design in München gemacht und Simmi seinen Bachelor ein Jahr früher in Medien Design an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Wir standen also vor der Entscheidung wo es uns hin verschlägt und wie wir unsere Kreativität zusammen bringen .

Da wir beide unsere eigenen Chefs sein wollten und uns für Design und Mode interessieren, dachten wir uns: Wieso probieren wir es nicht?“

 

 

Interview Modelabel Studio Pilcrow

Model: Oliver Keder
Fotograf: Simeon Oßwald

Wo verkauft ihr eure Kollektion?

Zum Release der ersten Kollektion wurde ein Pop-Up Store betrieben, der aktuelle Vertrieb erfolgt ausschließlich online.

 

Was ist euer bisher grösster Erfolg?

Womit wir nicht unbedingt gerechnet hätten, ist das positive Feedback während des Pop-Up Stores und den zufriedenen Kunden, die uns darin bestärken weiter zu machen.

 

Wie gestaltet sich euer Arbeitsalltag?

Einer jeden Kollektion geht eine gemeinsame Ideenfindung voraus. Im Anschluss kümmert sich Mimi um Schnitte und Samples, welche wir dann zusammen mit unseren Produzenten besprechen und umsetzen. Fotografiert wird unsere Kollektion im Moment von Simmi im ateliereigenen Studio. Unsere Marketing Strategien entstehen ebenfalls im Team und werden dann von Simmi in die Wege geleitet. Kommt es zu einem Kauf, übernimmt Mimi den Versand. 

 

Was sind eure Ziele für Studio Pilcrow?

Gerne würden wir über den Zeitraum einiger Kollektionen sowohl feste Kunden, als auch Vertriebspartner gewinnen, um den Sprung von der risikobehafteten Selbstständigkeit hin zum sichereren Bedienen der Kunden via Order-Messen zu schaffen. Besonders am Herzen liegt uns auch das Ausbauen der Zusammenarbeit mit laotischen Kunsthandwerkern und Produzenten.

 

Der Start ist geschafft, auch wenn es einige Hürden zu überwinden gab. Vor allem die Suche nach den richtigen Produzenten hat die beiden lange beschäftigt. Gerade diese so wichtigen Punkte werden in einer Ausbildung zum Modedesigner zu wenig bis gar nicht angeschnitten, wie ich selbst schmerzlichst festgestellt habe. Darum ist es so wichtig sich in diesem Job stetig weiterentwickeln zu wollen und gleichzeitig an seinen Zielen festzuhalten. Auch der Austausch mit Gleichgesinnten kann dabei hilfreich sein.

 

Ich danke Mimi und Simmi für ihren offenen Einblick hinter die Kullissen von Studio Pilcrow und wünsche ihnen viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg!

Motivation als Designer

Inspirationsblockade? Motivation als Designer finden

Es fällt dir schwer, Motivation als Designer zu finden? Du hast dir so viele Projekte im Kopf ausgemalt, aber du findest keinen Antrieb sie umzusetzen?
Motivation als Designer
In unserem Job sollte es uns eigentlich leicht fallen, im wahrsten Sinne des Wortes, wie ein junger Hund morgens aus dem Bett zu springen und gar nicht erwarten zu können, mit unseren kreativen Projekten zu beginnen. Denn wir leben den Traum einer schaffenden/ schöpferischen Tätigkeit nachgehen zu können.

Und dennoch sind wir gerade als Kreative in bester Gesellschaft, Dinge vor uns herzuschieben, unsere inspirative Quelle versiegen zu lassen und noch schlimmer: ein dauerhaft schlechtes Gewissen unserer Gabe gegenüber, dass uns sogar krank machen kann.
So weit muss es aber nicht kommen. Im Folgenden habe ich dir einige Tipps zusammengestellt, wie du deine Motivation als Designer ankurbeln kannst:

Lerne positive Emotionen mit deiner Arbeit zu verbinden.

Das größte Problem meiner Meinung nach ist die Tatsache, dass wir negative Gefühle mit unseren Modeprojekten in Verbindung bringen. Daher entwickeln wir eine Abwehrhaltung dagegen und schieben alles Andere vor. Es gibt einen Trick, wie du deine Sichtweise ins Positive verändern kannst.
Lerne zu Visualisieren, indem du nicht in Bildern denkst, sondern in wohligen Emotionen. Es bringt leider wenig, dir dein Ziel detailgetreu vor Augen zu führen, wenn du Emotional nicht anwesend bist. Eine stärkere Wirkung hat das Ganze also, wenn du dich an einen Moment erinnerst, der dich in Bezug auf dein jetziges Ziel besonders bewegt hat.
Bei mir war das eine Nacht, alleine in einem Zelt in der Wüste, bei 0 Grad unter sternenklarem Himmel. Als ich im Bett lag und der absoluten Stille der Nacht lauschte, sprudelten plötzlich nur so die Ideen aus mir heraus. Es war schwierig, alles in meinem Notizbuch festzuhalten. Es fühlte sich an, als hätte man eine Wasserluke geöffnet und alle Ideen strömen ungehindert aus meinem Kopf heraus. Und auch, wenn es eine unangenehm bitterkalte Nacht für mich war, bin ich doch sehr glücklich eingeschlafen und kann jene Magie bis heute festhalten.

Set your mind free

Motivation als Designer
Als kreative Menschen sind wir ein nahes Zusammenleben mit unserem inneren Kritiker gewohnt und doch fällt es uns oft schwer, vor lauter Zweifeln noch voranzukommen. Außerdem glauben wir häufig, alles schon auf Anhieb perfekt machen zu müssen. Aber wie auch Tänzer oder Sänger täglich üben müssen und auch irgendwann mal klein angefangen haben, musst du dir bewusst werden, dass auch du dich in einem Lernprozess befindest. Es wird immer neue Aufgaben geben, die du zum ersten Mal machst, aber du musst dir eingestehen, dass du sie dadurch nicht fehlerfrei hinbekommen wirst. Darum ist es so wichtig, die Dinge mit einer „unschuldigen“ Neugierde zu betrachten, denn alles andere ist ein Killer für deine Motivation als Designer.
 
Beginne, übe und Step by Step
Das verhindert die ständige Grübelei. Einige Beispiele:
  • Du willst zeichnen lernen, also probiere verschiedene Zeichenstile aus, bevor du dich auf einen festlegst, den du noch nicht wirklich beherrscht.
  • Du willst ein Modelabel gründen, beschäftigst dich aber schon mit Marketing und Werbung, bevor du überhaupt ein perfektes Produkt in Händen hältst.
  • Nach deiner Ausbildung möchtest du in Firma XY arbeiten, bewirbst dich aber nicht mal, weil du Angst vor einem Accessment Center hast.

Die entscheidenden 5 Minuten für deine Motivation als Designer

Du möchtest so gerne eine Karriere in der Modebranche starten oder arbeitest vielleicht sogar in einem kreativen Beruf, hast aber das Gefühl, gestalterisch nicht ausgelastet zu sein oder träumst insgeheim von einem eigenen Projekt. Doch du fühlst dich nach deinem stressigen Alltag nur noch erledigt und sehnst dich nach Ruhe und Entspannung? Gleichzeitig hast du ein schlechtes Gewissen deiner Kreativität gegenüber, hast das Gefühl dich im Kreis zu bewegen und nichts zustande zu bringen. Aber ich sage dir, mit einem kleinen Trick ist es dennoch möglich, sogar ein Modelabel neben einem Vollzeitjob entstehen zu lassen.
Entwickle eine Routine. Setz dich jeden Tag (wirklich jeden Tag) für wenigstens 5 Minuten vor deine Herzensangelegenheit. Am besten tust du dies immer zur gleichen Zeit. Da ich ein Morgenmensch bin, stehe ich jeden Morgen ein bisschen früher auf, um mich meinen Projekten zu widmen. Für diese Zeit solltest du schon alles zurechtlegen, damit du direkt mit der Arbeit loslegen kannst. Erarbeite z. B. jeden Tag ein bisschen das erste Schnittmuster für einen Prototypen oder beginne mit einer Inspirationscollage. Aber nimm dir täglich zumindest diese 5 Minuten vor. Vergiss für die diese Minuten deine Zweifel an diesem Projekt und beginne einfach. Dein Kritiker kann sich dann am Ende der fertigen Arbeit noch einmal zu Wort melden. Aber danach hast du schon einmal den Vorteil, eine fertige Arbeit in den Händen zu halten.

Am schwierigsten ist der Beginn. Wir können uns monate- oder sogar jahrelang in Ausreden winden. Allem voran ist der Zeitfaktor. Aber wenn du es schaffst, einen Anfang zu finden und diese Routine beizubehalten, wird sie sich in deinem Innersten festigen und du wirst merken, wie dieser kaum merkliche Zeitaufwand langsam Früchte trägt.

Bewahre dir eine Reserve für den nächsten Tag

Kreativität ist anstrengend. Ich merke selbst, wenn ich gerade ein neues Kleidungsstück entwerfe und dabei so richtig in meiner Flowphase bin, will ich nichts tun, außer an diesem Projekt weiterzuarbeiten. Ich vergesse dabei zu essen und spüre erst, wenn es schon viel zu spät ist, dass ich meine Energie komplett verbraucht habe. Das gilt auch für meine Kreativität. Darum ist es so wichtig, dass du lernst, rechtzeitig aus einer kreativen Phase herauszukommen, bevor deine sprudelnde Quelle der Inspiration versiegt. Behalte dir ein bisschen davon zurück – nach dem Motto aufhören, wenn es am schönsten ist. Hab keine Angst dass dein Projekt nicht mehr weiterlaufen wird. Durch diese bewusste Fernhaltung davon, wirst du auch am nächsten Tag wieder daran arbeiten wollen.
Und das Wichtigste: Gib niemals auf. Auch wenn du an der einen Sache scheitern magst, deine Kreativität wird neue Wege für dich bereit halten, du musst es nur zulassen.
Businessplan für dein Modelabel

So erstellst du schnell den perfekten Businessplan für dein Modelabel

Enthält Werbung

 

Der Businessplan ist ein wichtiges Instrument für dein Mode Business, in dem du dich auf das Wesentliche fokussierst. Gerade wir kreativen Köpfe haben es schwer uns an einen festen Plan zu halten. Aus uns sprudelt eine Idee nach der Anderen. Aus genau diesem Grund, brauchst du eine fundierte Grundstruktur, auf die du immer zurückgreifen kannst, wenn dein kreativer Geist einmal wieder mit dir durch geht.

Außerdem hilft dir der Businessplan, deine Geschäftsidee richtig zu formulieren. Vielleicht kennst du das ebenfalls. Du lernst neue Leute kennen und dann kommt die ganz normale Frage: „Was machst du beruflich.“ Ich empfinde es gerade beim Entwickeln eines Modelabels sehr schwer, einem branchenfremden Menschen, eine zufriedenstellende Antwort zu geben sehr schwierig. Auch für diesen Fall findest du mit einem Businessplan für dein Modelabel eine einfache Antwort für neugierige Fragen.

Spätestens, wenn du Banken oder andere Institutionen für dein Projekt mit ins Boot holst, ist ein ausführlicher Businessplan unerlässlich. Dazu würde ich dir in jedem Fall eine Gründungsberatung empfehlen. Laut der IHK kannst du eine Förderung zu diesem Coaching beantragen. Dafür gelten die folgenden Voraussetzungen:

… Der Existenzgründer muss bereits selbstständig tätig sein. Zu Zeitpunkt des Beratungsbeginns darf die Existenzgründung allerdings nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.“

Welche Punkte im Businessplan sind unerlässlich für die eigene Reflexion?

Mein aller erster Businessplan war in einer halben Stunde geschrieben. Geholfen hatte mir dabei ein befreundeter Unternehmer, der natürlich genau die richtigen Fragen zu meinem Geschäftsmodell hatte. Es war kein Meisterwerk, hatte mir damals aber sehr geholfen einen besseren Blick für mein Vorhaben zu erhalten. Darum möchte ich dir heute keinen Aufbau eines klassischen Businessplans vorstellen. Eine tolle Auswahl an bank- gerechten Musterbusinessplänen findest du hier.

Im Folgenden erhältst du alle wichtigen Kernfragen, um einen Businessplan für dein Modelabel aufzusetzen und dir über dein Vorhaben im Klaren zu werden:

Deine Geschäftsidee

Schreibe diese Idee in einem Satz (kurz, knapp, knackig). Das so wirst du dein Vorhaben in Zukunft auch immer Neugierigen präsentieren.

Investitionen für den Start

Was ist für den Start deiner Kollektion finanziell nötig?

Was sind deine Fixkosten? (z.B. Mitarbeiter, Ateliermiete, Webhosting etc.)?

Welche Kosten fallen neben der Kollektion an? (z.B. Gewerbeschein, Gründungsberatung, Geschäftsreisen)

Dein Unternehmerlohn

Wieviele Mittel benötigst du für den privaten Bedarf monatlich? (z. B. Lebensmittel)

Was sind deine Fixkosten? (z. B. Handyvertrag, Versicherungen, ggf. Altersvorsorge)

Produzenten und Dienstleistungspartner

Welche Lieferanten liefern dir in welcher Menge? Und zu welchem Preis? Ist seine Ware/Dienstleistung dauerhaft verfügbar?

Wo verkaufst du deine Ware?

Wie lagerst bzw. versendest du deine Ware?

Zielgruppe für deine Kollektion

Wer ist dein Idealkunde?

Gibt es Menschen in deinem Umfeld, die deiner Kundschaft entsprechen?

Was arbeitet dein Kunde? Wo wohnt er bzw. sie? Wofür interessiert sich diese Person? Alter? Welches Probleme hat dieser Kunde?

Gehörst du selbst du deiner Zielgruppe?

Alleinstellungsmerkmal der Idee und Kaufanreiz

Was braucht dieser Kunde? Welche Probleme lösen deine Produkte? Was unterscheidet dich von deinen Mitbewerbern? Was ist deine Innovation?

Worst- and Best-Case

Die Basisfrage im Businessplan für dein Modelabel lautet:

Was ist dein Ziel und bis wann möchtest du es erreichen?

(z.B. einen gewissen Stundenlohn innerhalb eines Jahres erreichen oder eine bestimmte Menge deiner Produkte verkaufen etc.)

Best-Case

Du erreichst dein Ziel! Wie sieht die optimale Situation aus? Was muss dafür passieren?

Worst-Case-Alternative

Welche Risiken birgt dein Vorhaben?

Wie sähe eine Geschäftsaufgabe aus?

Wie könntest du an finanzielle Mittel kommen? (z.B. Nebenjob)

Aufgaben bis zur Gründung

Hier erstellst du eine genaue To-Do-Liste der Aufgabe, die du vor der Gründung noch in Angriff nehmen musst. Darin sollte unter Anderem stehen: Businessplan schreiben.

Übrigens: Auch wenn du schon ein Mode Startup gegründet hast, ist der Businessplan ein guter Leitfaden, um deine aktuellen Ziele zu realisieren. Ebenfalls kann es manchmal dazu kommen, dass du erst mit gewisser Zeit, eine finanzielle Unterstützung von deiner Bank benötigst. Wie schon am Anfang erwähnt, sind für offizielle Institutionen aber ausführlichere Angaben zu machen.

 

Wie schreibe ich einen Businessplan für mein Modelabel – der kompakte Onlinekurs

Finde diesen Kompaktkurs mit praktischen Tipps auf der Online-Akademie Udemy. Der Kurs wurde vom Modedesign Instruktor Nino Via erstellt.

(Mit einem Klick auf das Bild, kannst du den Kurs auf Udemy anschauen)

Hast du dazu noch Fragen zum Businessplan für dein Modelabel? Ich helfe dir gerne weiter und stehe dir mit meinem Feedback zur Verfügung.

Textilkennzeichnung

Wie kennzeichne ich meine Produkte richtig?

Es ist ein leidiges Thema: Die Textilkennzeichnung. Die Texte aus dem Internet sind trocken geschrieben und oftmals eine reine Ernüchterung, gerade wenn du nur kleine Stückzahlen verkaufen möchtest.

Ein Hinweis vorab

Darum habe ich dir hier einmal die wichtigsten Infos zusammengepackt. Bevor wir dann endgültig in das Thema Textilkennzeichnung einsteigen, möchte ich dich vor ab darauf aufmerksam machen, dass ich meine Angabe nach bestem Wissen und intensiven Recherchen zusammengefasst habe. Allerdings liegt es letztendlich in deiner Verantwortung, deine Produkte gesetzeskonform zu kennzeichnen. Für den beschriebenen Leitfaden übernehme ich keine Verantwortung auf Richtigkeit, bzw. Aktualität. Außerdem musst du dich separat informieren, wenn du deine Produkte auch außerhalb von Deutschland verkaufst.

Das kleine 1×1 der deutschen Textilkennzeichnung

Durch das Textilkennzeichnungsgesetz soll dein Kunde, der in Deutschland einkauft, eine bessere Einsicht über die von dir verwendeten Materialien bekommen.

  • Du bist verpflichtet alle Textilprodukte zu kennzeichnen. Das kannst du durch Drucken, Aufnähen, Aufsticken, Prägen oder durch andere Arten der Anbringung machen.
  • Wenn du einen Onlineshop betreibst, musst du darauf achten, dass alle deine Produkte eine korrekte und vollständige Produktbeschreibung mit Materialzusammensetzung im Shop aufweisen. Dazu kannst du besondere Tipps für die Pflege der Bekleidung geben.
  • Dein Kunde muss einen leichten und dauerhaften Zugang zu deiner Textilkennzeichnung haben. Darum entscheiden sich die meisten Designer für ein eingenähtes Label, das auch nach langem Tragen der Kleidung noch gut lesbar ist. Der Hersteller Wunderetiketten ist auf Bekleidungsetiketten spezialisiert und bietet auch kleinen Modelabels gute Angebote.
  • Ausführliche Empfehlungen zu Materialangaben, sowie Tipps für das Verpackungsgesetz, das dich vor allem als Onlineanbieter betrifft, findest du im kürzlich erschienen Textilkompass – dem E-Guide für Materialbeschaffung
Textilkompass
Der E-Guide ist exklusiv über Modekarriere.com erhältlich. So kommst du Stich für Stich weiter mit deinem Modelabel.
  • Für Produkte, die du in Deutschland verkaufst gilt: die Kennzeichnung muss in jedem Fall auf Deutsch geschrieben sein. Eine Beschreibung auf Englisch oder in weiteren Sprachen kann dennoch zusätzlich erfolgen.
  • Alle Arten von Fasern und ihre Zusammensetzung müssen gekennzeichnet sein. Die einzelnen Bestandteile musst du in absteigender Reihenfolge des Anteils in Prozent auflisten. Hast du Schnittteile in verschiedenen Materialien, benutzt du am besten eine Waage bevor du die Teile zusammennähst.
  • Wenn dein Modell Leder oder andere Bestandteile tierischen Ursprungs besitzt, musst du auch kleine Anteile schon angeben. Dabei bringst du den folgenden Hinweis an: „Enthält nicht-textile Teile tierischen Ursprungs“
  • Textilien aus Filz müssen ebenfalls gekennzeichnet werden.
  • Maßgeschneiderte Modelle, die von einem selbstständigen Schneider gefertigt wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden. Das heißt, Einzelanfertigungen sind frei von der Kennzeichnungspflicht. Kleinserien jedoch nicht.
  • Auch das Innenfutter musst du ebenfalls kennzeichnen. Allerdings kannst du dies gesondert aufführen. Z. B. Beschreibst du erst die Kennzeichnung für dein Obermaterial, danach erwähnst du den Punkt „Innenfutter“ oder Ähnliches und führst hierfür die Kennzeichnung für das z. B. Innenfutter auf.
  • Es ist erforderlich deinen Firmensitz bei der Textilkennzeichnung anzugeben.
  • Der Pflegehinweis bzw. eine Waschanleitung musst du nicht verpflichtenden anzugeben, allerdings ist es sinnvoll, um Reklamationen aufgrund der falschen Pflege zu vermeiden.

Gesetzestext aus dem Jahr 2011

Textilkennzeichnung in der Praxis für Modelabels

Bei kleinen Mode Start-ups ist es sehr aufwendig, für jedes Kollektionsmodell ein eigenes Label anzufertigen. Vor allem da es kaum möglich ist, preiswert geringe Mengen an Labels zu kaufen. Darum kann es gerade als Jungdesigner von Vorteil sein, die Kollektion aus Stoffen mit „reiner“ Materialzusammensetzung zu fertigen. Das ist auch für das spätere Recycling der Kleidungsstücke vorteilhaft. Etwa Stoffe aus 100% Baumwolle oder 100% Seide. Evtl. hast du auch die Möglichkeit die selben Stoffe für mehrere Modelle zu verwenden. Das spart dir auch Geld bei deinem Stoffeinkauf, da du eine höhere Menge ordern kannst. Des weiteren sind minimale Schwankungen innerhalb einer Toleranz, bei den Materialangaben akzeptabel.

Bei einer größeren Auflage an Stückzahlen hast du häufig die Möglichkeit auf einen Fullservice zurückzugreifen, bei der dir dein Warenproduzent auch gleich Textilkennzeichnung abnimmt. Auf eine korrekte Kennzeichnung musst du dennoch achten. Ebenfalls inklusive ist diese Art von Service, wenn du über Anbieter, wie „Spreadshirt“ deine Kollektion produzierst und vertreibst.

Was ist sonst noch wichtig?

Als kleinen Zusatz habe ich dir hier noch einmal zusammengefasst, was du beim Kauf deiner Stoffe beachten musst:

Für den Stoffhersteller ist es ausreichend, dir über eine Rechnung oder ein ähnliches Dokument Auskunft über die Materialzusammensetzung zu geben. Im besten Fall prüfst du die Angaben noch einmal selbst, da der Hersteller nicht dafür haften wird, wenn du für deinen Kunden „falsche“ Kennzeichnungsangaben machst.

Der Textilhersteller darf über den Verwendungszweck seiner Ware bestimmen. Es gibt Stofflieferanten, die ihre Stoffe ausschließlich für Endverbraucher produzieren lassen. Diese Stoffe darfst du dann für den kommerziellen Gebrauch nicht verwenden. Es gibt aber auch Hersteller, die eine Weiterverarbeitung für kommerzielle Zwecke erlauben, allerdings nicht namentlich erwähnt werden möchten. Außerdem ist es nicht möglich geschützte Stoffe aus anderen Textilien für deine eigene Kollektion zu verarbeiten. Gerade wenn du in Stoffmärkten für Endkunden einkaufst, ist es wichtig, dass du dir die Hersteller noch einmal genau anschaust, bevor du deren Stoffe für deine neue Kollektion verwendest.

Stand März 2017 – Überarbeitet Juni 2020

7 todsünden für deine Gründung

Die 7 Todsünden in deiner Gründung

Für die Gründung eines Modelabels benötigst du in Deutschland nicht viel. Es ist lediglich notwendig, dass du 18 Jahre alt bist und eine Gewerbeanmeldung zu Beginn deiner Selbstständigkeit für ca. 40 Euro angibst.

Das ist auch schon alles.

Oder auch nicht. Ich werde dich über die 7 Todsünden in deiner Gründung aufklären, die dein Vorhaben zum Scheitern bringen.

7 todsünden für deine Gründung

 

Zunächst einmal möchte ich dir aber deutlich sagen, dass es wichtig ist, Fehler zu machen und du keine Angst davor haben musst. Nur durch sie kannst du Erfahrungen sammeln und daraus nachhaltig lernen.

Und die allerwichtigsten Zutaten für deinen Erfolg sind: „Wille, Ziele und Ausdauer“. Dieser Erfolgscocktail hilft dem Jungdesigner Ioannis Schyma ebenfalls auf seinem Weg nach vorn. Todsünden in deiner Gründung sind jedoch,..

 

Wenn du dich vor Entscheidungen drückst.

entscheidungen treffen Modekarriere

 

Es gibt vermutlich nichts, das deine Selbstständigkeit mehr zurückwirft als sinnloses philosophieren über „Wenn… dann…“ Diese Einstellung wird dich in deinem Fortkommen behindern, weil du in deinen Zweifeln, deinen Möglichkeiten oder deinen Grübeleien versinkst. Am Ende führst du keine Selbstständigkeit mehr aus, sondern bewegst dich nur noch in einem Gedankenkarussell.

 

„Wem das Risiko, Fehler zu machen, zu hoch ist, der wird überhaupt nichts zustande bringen.“

 

Bedenke das Richtige und nur das Wichtigste, das ist völlig ausreichend. Vergiss alles andere.

Tipp: Schreibe dir eine konkrete To-Do-Liste und konzentriere dich dabei auf das Wesentliche. Überlege dir bei jedem einzelnen Punkt sehr genau, ob er dich wirklich in deiner Selbstständigkeit voranbringt, bzw. zum JETZIGEN Zeitpunkt relevant ist. Planen ist wichtig, aber es wird dir nichts bringen Eventualitäten Jahre im Voraus ausklügeln zu wollen. Für plötzliche Einwände oder Geistesblitze kannst du dir ein kreatives Notizbuch anlegen, damit deine Gedanken nicht verloren gehen.

 

Wenn du eine One-Man-Show betreiben willst.

one man show modekarriere

 

Selbstständigkeit bedeutet für viele immer noch Selbst und Ständig. Es ist jedoch völlig okay, Aufgaben abzugeben. Vor allem, wenn du dich in diesem Gebiet nicht auskennst. Du bist das Herz deines Labels,

d. h. ohne deine Arbeit an der eigentlichen Idee wird deine Kollektion nicht überleben.

Deine Arbeitstage werden auch mit deinen eigentlichen Tätigkeiten ausgefüllt sein und schließlich willst du nicht, dass auf deinen leidenschaftlichen Enthusiasmus die Ernüchterung folgt. Darum gehe einen professionellen Weg und verteile Aufgaben, die nicht in deinem Wissensbereich liegen oder nicht zu deinen Stärken gehören.

 

Wenn du mit deinem Label keine Lösung für ein Problem findest.

Warum sollte ein Kunde bei dir kaufen? Welchen Mehrwert lieferst du ihm? Es ist in der Fülle der Markenlandschaft sehr wichtig, dass du dem Kunden eine Lösung für ein Problem lieferst. Es ist einer der sichersten Wege, Kunden von sich zu begeistern, wenn du eine Nische entdeckst und diese Zielgruppe bedienst. Viele Marken haben inzwischen ihr Steckenpferd im Punkto Nachhaltigkeit gefunden. Andere verkaufen spezielle Festivaloutfits. Oder die Zielgruppe sind berufstätige Frauen mit häufiger Reisetätigkeit… Schon sehr lange gibt es den folgenden Leitsatz: Wenn jeder dein Kunde ist, dann ist niemand dein Kunde.

Das Geheimnis besteht darin, deine Leidenschaft auszuleben und eine Bereicherung für deine Zielgruppe dazustellen. Umgekehrt bedeutet das aber, du solltest niemals eine Zielgruppe auswählen, nur weil du ein Problem gefunden hast, für die Lösung jedoch keine Leidenschaft empfindest und dich nur dazu zwingst. Das ist das Patentrezept zum Misserfolg.

 

Wenn du dein Produkt nicht verkaufen kannst.

Was bringt dir die beste Kollektion, wenn du es nicht verstehst sie unter die Leute zu bringen? Du ahnst bereits die Antwort. Für den Verkauf deiner Kollektion benötigst du viel Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen. Verkaufen bedeutet aber nicht, potenziellen Kunden etwas aufzuschwatzen. Es geht viel mehr um die rundum Marketingstrategien, die deine Marke vorantreiben. Dazu musst du zwingend den Markt kennen, indem du dich bewegst.

Wenn du schon zu Beginn deiner Selbstständigkeit weißt, dass händlerisches Handeln nicht zu deinen Stärken gehört, rate ich dir eine für dich passende PR- bzw. Werbeagentur zu finden. Mit einem professionellen Partner an deiner Seite, werden zwar deine Einnahmen durch zusätzliche Kosten geringer, aber dafür schaffst du es neue Kunden zu gewinnen.

 

Wenn du zu schnell aufgibst.

Die ersten Jahre werden geprägt sein von endlosen Arbeitsstunden, hohen Ausgaben und geringen Einnahmen. Es werden entbehrungsreiche Jahre auf dich zukommen, die dich oft zum Zweifeln verführen. Das ist völlig normal. Doch mit der Gründung deines Labels bist du auch eine Vereinbarung mit dir selbst eingegangen – nämlich deinen Träumen zu folgen, gegen den Strom zu schwimmen und neue Herausforderungen anzutreten. Denke immer daran, dass du auch dich selbst verrätst, wenn du viel zu schnell das Handtuch werfen willst. Ein Erfolgsgeheimnis lautet: Halte durch, wo die anderen schon aufgeben.

 

Wenn du keine umfangreiche Recherche betreibst.

Modebranche kennen Modekarriere

 

Schon zu Beginn habe ich erwähnt, wie einfach es ist, sich in Deutschland selbstständig zu machen. Bevor du den eigentlichen Schritt gehst, ist es jedoch wichtig, dein Vorhaben genau zu planen und wenn möglich auch zu prüfen.

Mit den folgenden Fragen solltest du dich unbedingt vor deiner Gründung auseinandersetzen:

 

Welche Rechtsform wählst du für dein Unternehmen?

Wie soll dein Markenname lauten?

Wo wirst du Arbeiten?

Warum willst du dich mit deiner Idee selbstständig machen?

Was macht dein Produkt einzigartig?

Wie sieht der Markt für dein Produkt aus?

Wer ist deine Zielgruppe und wo findest du sie?

Wer sind deine Business-Partner?

Wie finanzierst du dich? Wie stellst du sicher, dass du ohne Einnahmen bestehen kannst und wie lange?

Wie produzierst du deine Kollektion?

Was sind deine langfristigen Ziele?

Wie vermarktest du deine Kollektion?

Was ist deine Botschaft?

 

Wenn du dich nicht mit Gleichgesinnten austauschst.

Vielleicht hast du in deinem Bekanntenkreis keine anderen Gründer aus dem Modebereich mit denen du in Kontakt treten kannst. Das ist in der heutigen Zeit aber kein Problem mehr.

Es gibt einige Deutsche Verbände und Gruppen in den Sozial Medien, deren Mitgliedschaft eine Bereicherung für deine Selbstständigkeit darstellt und sich speziell mit der Modebranche befasst:

Als Modedesigner durchstarten (für den Austausch als Designer)

VDMD (Verband Deutscher Mode- und Textildesigner e.V.)

DMI (Deutsches Modeinstitut)

AGD (Allianz Deutscher Designer)

DF (Designerinnen Forum e.V.)

 

Außerdem kannst du über spezifische Gruppen auf Business Portalen, wie z.B. Xing mit anderen Gründern in Kontakt treten. Frei nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark. In diesen Unterhaltungen geht es nicht darum, andere auszuhorchen oder sich zu vergleichen. Vielmehr ist es eine wunderbare Methode, um über Probleme zu sprechen oder vielleicht sogar gemeinsame Projekte zu starten.

 

Extra Tipp:

Wenn du ohne Erfahrungen in die Selbstständigkeit gehst.

Modekarriere ohne Erfahrung

Es mag sein du brennst für deine Idee von einem eigenen Label. Prinzipiell ist es auch schön, wenn man schon früh weiß, wohin der Weg gehen soll. Jedoch ersparen dir einige Jahre Erfahrung in einem Angestelltenverhältnis viele Fehler, Nerven und jede Menge Geld durch Fehlinvestitionen. Außerdem wirst du in dieser Zeit Kontakte im In- und Ausland knüpfen, Vertriebs- und PR-Agenturen kennenlernen und wichtige Adressen für Produktionsstätten bekommen.So startest du leichter und professioneller.

 

In den 4 Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich selbst einige Fehler gemacht und teilweise sehr lange gebraucht, um mich aus meinem Schlamassel zu befreien. Darum lege ich dir meine Tipps besonders ans Herz, damit du entspannter und gut vorbereitet mit deinem Modelabel durchstarten kannst. Konnte ich dir damit weiterhelfen, freue ich mich über einen Kommentar.