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Dein eigenes Modelabel

Produktionsreif – Von der gesponnenen Kollektionsidee zu einem individuellen Produktionsplan

Produktionsreif - Workbook für Modelabels

Taschenbuch Produktionsreif – Von der gesponnenen Kollektionsidee zu einem individuellen Produktionsplan

49,99 Euro


Die Fast-Fashion-Industrie hinter sich lassen und zu einer verantwortungsvollen Textilindustrie beitragen. Das ist eine häufig genannte Motivation ein Mode-Start-up zu gründen. Doch die Branche hütet ihre Geheimnisse und erlaubt nur wenigen einen Blick in das wahre Alltagsgeschäft der glitzernden Modewelt. Ohne fundiertes Wissen scheitern die meisten Modelabels an ihrem ambitionierten Traum.

Mit meinem praktischen und leicht verständlichen Workbook mache ich selbstständige Modedesigner und Quereinsteiger mit dem Thema der bewussten Bekleidungsproduktion vertraut. Durch Interviews mit bewusst agierenden Modelabels und praxisorientierten Aufgaben zeige ich mit meiner Erfahrung als gelernte Modedesignerin, wie die Produktion einer Kollektion auch mit kleinen Stückzahlen gelingen kann.

Das Buch wird vom Netzwerk für Mode.Textil.Interieur.Accessoire.Design e. V. empfohlen. Zur interaktiven eBook-Version geht’s hier entlang.

  • 140-seitiges Taschenbuch mit fachmännischem Wissen und praxisorientierten Aufgaben
  • Viele Dokumente als Excel- und PDF-Datei zum Download über QR-Codes im Buch (Für Sicherheit ist gesorgt. Mit einer kurzen Email an info@modekarriere.com inkl. deiner Bestellbestätigung schicke ich dir die Zugangsdaten zu)
  • Praktische Ausfüllhilfe und ausführliche Erklärungen, welche Infos ein Produzent benötigt
  • Zahlreiche Nachhaltigkeitstipps für eine bewusste Produktionsvorbereitung
  • Fallbeispiele und Interviews von Modelabels, die von ihrem Weg in die Branche erzählen
  • Hinweise zur Finanzierung und Aufschlüsselung der Kosten einer Bekleidungsproduktion
  • Eine Auswahl an Fachmessen, um die richtigen Kontakte zu knüpfen

Bestelle direkt über den Verlag tredition und erhalte dein Buch in geprüfter Qualität. Bestellungen über Amazon werden von externen Unternehmen gedruckt, auf deren Qualität ich leider keinen Einfluss habe.

Für wen ist das Taschenbuch Produktionsreif geeignet?

Es ist ein Projekt, das ich mir vor acht Jahren mit der Gründung meines Trachtenlabels selbst gewünscht hätte. Zu dieser Zeit musste ich mir alle Infos, trotz bekleidungstechnischer Ausbildung, selbst mühsam zusammensuchen. Dabei hatte ich viele Entscheidungen zu treffen, dessen Auswirkung mir oftmals noch nicht klar war, weil ich keinen gesamten Überblick über die Branche besaß. Das ändert für dich mit diesem Buch.

Auch für Modeschüler oder Modeinteressenten ist dieses Buch eine Bereicherung, um zu verstehen, was sie im späteren Berufsleben erwartet. 

Modedesign Vorlagen ArbeitsunterlagenProduktionsreif

Werfe einen Blick ins Buch und lade dir hier die Leseprobe von PRODUKTIONSREIF herunter.

Modelabels scheitern Schaufensterpuppe Preiskalkulation Modelabel

Warum so viele Modelabels scheitern – 7 Fehler, die du vermeiden kannst

Seit dem Jahr 2014 interviewe ich regelmäßig Modelabels und Newcomer mit spannenden Konzepten für die Textilindustrie. Seit dieser Zeit sind viele meiner Interviewpartner wieder vom Modemarkt verschwunden. Aus einigen Fehlern kannst du für dein Modelabel lernen. Hier kommen 7 häufige Gründe, warum Modelabels scheitern.

Hobby mit Unternehmertum verwechseln

Für viele Menschen ist es ein Traum, ein eigenes Modelabel zu gründen. Die eigenen Vorstellungen in eine Modekollektion zu verpacken ist der Antrieb. Dabei wird häufig vergessen, dass Modekollektionen von einer bestimmten Zielgruppe gekauft werden müssen, um erfolgreich zu sein.

Diese Zielgruppe muss zum einen auf die Produkte aufmerksam gemacht und im nächsten Schritt dazu verführt werden, Geld dafür auszugeben. Dazu spielen Werbebotschaften, Ort und Preis eine entscheidende Rolle. Wer seine Zielgruppe kennt, kann bestimmen, wo sie am ehesten auf Produkte aufmerksam wird und welchen Preis sie bereit ist, dafür zu zahlen. Für letzteres ist das Marketing entscheidend, denn hier wird neben dem Produkt die Wertschöpfungskette aufgezeigt. Viele Creatives haben Schwierigkeiten damit, ihre Zielgruppe vorher ausführlich zu studieren, obwohl es der Schlüssel zum Erfolg ist.

Das ist als kreativer Kopf völlig normal, sich lieber mit der eigenen Vision zu beschäftigen, als mit der Unternehmensplanung. Doch hier liegt der Unterschied zu einem erfolgreichen Modelabel und einem „teuren“ Hobby. Bei einem Hobby geht es ausschließlich um dich und deine Emotionen, aber als Unternehmen produzierst letztlich ausschließlich für deinen Kunden und baust stattdessen deine Emotionen in deine Werte ein.

Modelabels scheitern, weil sie ihre Werte für sich behalten

Aus dem vorherigen Grund werden keine langfristigen Strategien geplant. Marketing ist entweder nicht vorhanden oder wird planlos gestreut, womit wir zum nächsten Fehler kommen, warum Modelabels scheitern:

Es besteht kein professioneller Unternehmensauftritt. Unzählige Fragen lassen sich gezielt im Austausch mit Kunden, Interessenten, Gleichgesinnten oder Followern beantworten, auch wenn das Konzept nicht komplett ausgearbeitet ist.

Wie aber sollen potenzielle Kunden von einer Ideen erfahren? Wie soll ein Unternehmen Feedback bekommen, wenn sich die Unternehmensidee ausschließlich im eigenen Kopf abspielt?

Wenn ich eine Beratungsanfrage per Email bekomme, stelle ich einige Fragen, um mir ein besseres Bild von der Unternehmensidee und den Modellen zu machen. In den seltensten Fällen bekomme ich jedoch eine Internetseite, ein Moodboard oder einen Instagram Account verlinkt. Aber niemand kann dir sicher sagen, ob eine Idee erfolgreich sein wird, wenn du sie nicht selbst am Markt testest und damit ein Stück weit nach außen trittst. Durch das Internet ist das leichter als je zuvor und spart am Ende eine Menge Geld. Ein Instagram Account ist kostenlos und du benötigst keine Produkte. Auch bei einem Blog oder einer Landingpage sind deine Kosten minimal. Dort lassen sich die Werte deines Unternehmens mit der Welt teilen, auch ohne Onlineshop.

Modelabels, die Produktionsstätten nicht von einer Zusammenarbeit überzeugen können

Viele Gründer geben an, dass sie Angst, um ihre Idee haben. Gerade in der Modebranche ist die Sorge weitverbreitet und manchmal nicht ganz unbegründet. Das gilt aber weniger für Start-ups, aus dem einfachen Grund, weil die Idee weder am Markt erprobt, noch ausgearbeitet ist. Es ist bequemer, eine fertige Kollektion zu kopieren, als eine unausgereifte Idee. Und darum geht es bei Plagiaten – Zeit- und Kostenersparnis in Kombination mit einer Erfolgsgarantie.

Modelabels scheitern durch diese Angst auch für die Suche nach Produktionspartnern. Viele Start-ups beginnen damit ihre Modelle selbst zu nähen oder diese von einer nahegelegenen Schneiderin erstellen zu lassen. Mit dem zunehmenden Erfolg beginnt die Suche nach einer preiswerteren Produktionsmöglichkeit, da die Stückzahlen steigen. Viele Kreative sind der Meinung, dass sie eine Email an ein Produktionsunternehmen stellen und damit alles seinen Lauf nimmt. Das ist ein fataler Fehler! Denn während die Bedrängnis groß ist, die Produktion auszulagern, damit die zunehmenden Aufträge abgearbeitet werden können, dauert es zunächst viele Monate bis eine Geschäftsbeziehung zustande kommt und ausgefeilt ist.

Mit einer schnellen Emailanfrage an eine Produktionsstätte wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Erfolg haben. Produktionsfirmen haben bereits Kunden und Aufträge. Sie leben davon und alles was ihnen undurchsichtig, unprofessionell und schlicht unprofitabel erscheint, wird meist ignoriert. Das heißt, auch der erste Kontakt zu einem Produzenten muss gut vorbereitet sein, damit du nicht in der Masse an Emails untergehst. In allen Modeunternehmen in denen ich bisher als Arbeitnehmerin gearbeitet habe, landen oftmals 100 Emails pro Tag im Postfach. In ca. 99,9 % von diesen Mails geht es um vorhandene Aufträge, die abgewickelt werden.

Welche Informationen ein Hersteller von dir benötigt und wie du eine Anfrage professionell formulierst, habe ich dir ausführlich in meinem neuen eBook Produktionsreif aufgeschlüsselt.

Produktionsreif
Mit einem Klick auf das Bild findest du weitere Informationen zum eBook Produktionsreif

Gesetzliche Verpflichtungen werden unterschätzt

Unwissenheit am Markt hat häufig zur Folge, dass du die Gesetzeslagen in der Modebranche nicht kennst. Der erste Schritt ist die Auseinandersetzung mit der Textilkennzeichnung, um teure Abmahnungen zu vermeiden. Aber auch welchen Namen du einzelnen Produkten evtl. gibst, kann schwerwiegende Folgen für dein Unternehmen haben. Je nach Unternehmensform bist du voll haftbar, solltest du deinen Produkten versehentlich einen geschützten Namen geben. Ebenso sind unlauterer Wettbewerb und Heilungsversprechen sind ein absolutes Tabu für dein Marketing. Eine kürzliche Falle war z. B. die Bezeichnung von Mund-Nasen-Bedeckungen, die manche Unternehmen als „Schutz“ bezeichneten. Viele Anwälte verdienen ausschließlich an solchen Fehltritten, darum informiere dich vorher über die Risiken. Eine kaufmännische Ausbildung oder ein BWL-Studium vermitteln dabei wichtigste Grundsätze, um für den Markt vorbereitet zu sein.

Qualitätsansprüche werden nicht erfüllt

Wer sich nicht auf dem Modemarkt auskennt, muss diese Kenntnisse schnellstmöglich nachholen, sonst hat das Unternehmen früher oder später ein Problem mit der Produktqualität. Abhilfe schafft nur der Gang in die Geschäfte, auf die Modemessen und bestenfalls zu den Produktionsstätten selbst. Mit meinem Textilkompass kannst du dir bereits die ersten Basics aneignen, gerade in der Zeit des Lockdowns.

Selbst Mode vom Discounter durchläuft eine ganze Reihe von Tests bis die Kollektion den Kunden zum Kauf angeboten wird. Dabei werden physische und chemische Parameter getestet. Letzteres nutzen auch viele etablierte Modeunternehmen noch nicht. Sie vertrauen auf die versprochene Qualität des Herstellers oder der Textilagentur, ohne einen Beleg dafür zu haben. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser, zumindest stichprobenartig. So fallen dir auch schnell Abweichungen in der Materialzusammensetzung auf. In vielen Fällen ist dies unbeabsichtigt während der Produktion geschehen, einige Produzenten sparen jedoch auch gerne und das nicht nur in Fernost Asien. In beiden Fällen haftest du für eine falsche Auszeichnung deiner Materialzusammensetzung.

Langfristigen Schaden nimmt Unwissenheit auch bei der Kundenbindung. Unternehmen schreiben von Werten und machen Versprechungen. Am Ende ist der Kunde enttäuscht, wenn ein Produkt nach dem ersten Waschen bereits pillt oder stark einläuft. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt für viele Konsumenten, aber wenn die Basics nicht stimmen, hat ein Kunde zum ersten und zum letzten Mal bei der Firma eingekauft. Am schlimmsten ist es, dass du meistens nicht davon erfährst, woran es liegt, dass Kunden deine Produkte nicht mehr kaufen. Ich habe selbst einige kostspielige Kleider in meinem Schrank hängen, von Start-ups, die für nachhaltige Werte einstehen und die ich gerne unterstützen wollte. Doch nachdem ich bemerkt habe, dass Nähte auf der Haut kratzen (raue Polyesterfäden), Reißverschlüsse klemmen (keine Markenreißverschlüsse) etc. werde ich kein Stammkunde dieser Marken.

Modelabels scheitern, wenn sie sich nicht bewusst mit Vertriebswegen auseinandersetzen

Während produktionsreife Modelle den Herstellungsprozess durchlaufen, ist es eigentlichen ganz einfach – ein Onlineshop ist schnell gebaut und die einzelnen Produkte dafür angelegt. Nun musst du nur noch warten, bis jemand auf deine Webseite findet und bei dir kauft. Zugegeben, das ist etwas überspitzt ausgedrückt, aber ein Unternehmen muss sich vorab mit verschiedenen Vertriebsstrategien auseinandersetzen, als nur dem eigenen Onlineshop, denn so einfach und risikolos es zunächst klingt ist es überhaupt nicht. Die Kosten, die du dadurch sparst, wirst du in Marketing investieren müssen, um überhaupt in der Flut der Modemarken gefunden zu werden. Je weniger du davon auslagerst, desto mehr Zeit wirst du selbst investieren müssen.

Dabei gibt es noch viele andere tolle Vertriebsmöglichkeiten, die dir gleichzeitig eine höhere Aufmerksamkeit schenken. So kannst du neben einem Onlineshop auch einen Pop-up-Shop betreiben, um deine Kunden persönlich kennenzulernen und aus dieser Erfahrung zu lernen. Außerdem kannst du deine Kollektion über eine Handelsagentur oder auf Fachmessen vertreiben. Zu all diesen Möglichkeiten ist eine vorherige Planung der Preise und Stückzahlen sinnvoll. Alle Vertriebsmethoden haben ihre Vor- und Nachteile, doch für ein langfristiges Wachstum ist eine Streuung deiner Vertriebswege wichtig.

Fehlende Kenntnisse bei der Preiskalkulation

Wer sich gut in der Bekleidungsindustrie auskennt, hat eine bessere Basis, um Preise zu verhandeln. Viele Modelabels lassen sich bei der Produktion „über den Tisch“ ziehen und schlucken Preise ohne diese zu hinterfragen. Sie kennen sich nicht mit den handelsüblichen Margen aus und haben keine Erfahrungswerte zu Einkaufspreisen. Gleichzeitig sehen viele Modemarken nicht, dass sie für die gleiche Qualität je nach Stückzahl sehr unterschiedliche Preise bezahlen. Hier ist es wichtig eine ausgewogene Kalkulation aufzustellen und die richtige Vertriebsstrategie zu entwickeln, um die Kollektionsteile am richtigen Ort, zum richtigen Preis zu verkaufen. Eine gute Planung ist alles, um Erfolg nicht dem Zufall zu überlassen. Ein schönes Tool dazu stammt von der gelernten Modedesignerin Judith Brehmer. Sie hat eine Preiskalkulationstabelle entwickelt, die dich bei deiner Preispolitik unterstützt.

Um als Start-up überhaupt einen Fuß in die Tür zu den Produktionsstätten zu bekommen, sind Kompromisse ebenso wichtig. Ob ein Deal gut oder schlecht ist, lässt sich jedoch nicht ohne bekleidungstechnisches Verständnis sagen. So kannst du nur mit ausreichend Wissen erkennen, ob eine Abänderung eines von dir ausgewählten Rapportmusters (allover Print) ein guter Deal ist oder nicht. Darum ist es ein wichtiger Bestandteil Produktionsangebote miteinander zu vergleichen.

Einen ganz entscheidenden Punkt möchte ich noch einmal betonen: Kein Unternehmen macht von Anfang an alles richtig und viele Fehler sind auch nötig für das eigene Wachstum. Jedoch ist fundiertes Wissen durch Neugierde in allen Unternehmensbereich der Schlüssel für das Bestehen an diesem hart umkämpften Markt. Scheitern kann auch ein Segen sein und einen Entwicklungsprozess herbeiführen.

Jahresplanung für dein Modelabel

Jahresplanung für dein Modelabel

In diesem Artikel wird dir die Expertin Kapitän Judith die Jahresplanung für dein Modelabel näherbringen. Sie hilft Label-Inhaberinnen dabei mehr Kunden zu gewinnen und ihr Unternehmen vom Handmade-Label zur Modemarke weiterzuentwickeln.

Diese 7 Fragen solltest du dir im Vorfeld stellen

Kennst du dieses aufregende Gefühl, wenn ein neues Jahr vor dir liegt und du 12 Monate, 52 Wochen und 365 Tage Zeit hast, deine Ideen und Projekte für dein Modelabel umzusetzen?

Da sich das aktuelle Jahr dem Ende neigt und ein neues Jahr mit vielen Möglichkeiten und Herausforderungen vor uns liegt, möchte ich diesen richtigen Zeitpunkt nutzen, um dir die richtigen Fragen mit auf den Weg zu geben, mit denen du dein kommendes Jahr besser planen kannst.

Hast du schon mal dein Jahr geplant?

Insbesondere wenn du noch ganz am Anfang stehst, wird dich die Jahresplanung für dein Modelabel vielleicht vor größere Herausforderungen stellen. Am Anfang weiß man gar nicht so recht, was man eigentlich überhaupt und wie planen soll. Je länger man dann im Modebusiness unterwegs ist, desto detaillierter befasst man sich dann auch mit der Jahresplanung.

Generell ist eine Jahresplanung für dein Modelabel sehr ratsam. Sie hilft dir, deine kreativen Ideen und Projekte zu strukturieren. Deine Jahresplanung legt den Grundstein dafür, dass du deine Ideen später auch wirklich umsetzen kannst. Weil du nicht in Bedrängnis kommst, alles gleichzeitig machen zu müssen, sondern viel mehr eine sehr stabile Struktur hast, die deine unternehmerische Basis bildet.

Genauso wichtig ist der Part der Zahlenplanung, der super wichtig ist, egal wo du gerade mit deinem Business stehst, ob du selber fertigst oder deine Produktion ausgelagert hast, ob du bisher 0, 3, 300 oder 300.000 Produkte verkauft hast.

Zu diesem Teil der Planung gehört deine Umsatz-, Investitions- und Liquiditätsplanung, die jeweils eine entscheidende Rolle für deine Planung spielen. Nur wenn du genau weißt, wohin du im nächsten Jahr umsatztechnisch wachsen willst, kannst du deine erforderlichen Investitionen budgetieren.


Ein konkretes Beispiel dazu: Eine Regel, die ich aus meiner Erfahrung mit meinen Kundinnen nur bestätigen kann lautet: 10% deines Zielumsatz für’s nächste Jahr solltest du in Marketing investieren. Nur so kannst du deinen Zielumsatz erreichen.

Zu Marketing zählen nicht nur bezahlte Werbeanzeigen, sondern auch u.a. Messe-Kosten, Grafiker, virtuelle Assistenzen zur Unterstützung, Planungssoftware, wie z. B. Hootsuite für Social Media, Flyer zur Beilage in deinen Paketen, individualisiertes Klebeband und und und.

Wenn du nicht weißt, wie hoch dein Umsatz im nächsten Jahr sein soll, kannst du auch nicht kalkulieren, wie hoch deine Marketinginvestitionen sein müssen.


“Einfach drauf los” ist dabei die schlechteste Perspektive: Du schipperst praktisch blind durch die See, bist dem Zufall, ob jemand dein Produkt kauft, völlig unterworfen und hast absolut keine Sicherheit für deine Einkommenssituation. Ohne Kompass und Karte auf hoher See, ein blöder Plan, oder?

Wenn du bereits die Entscheidung getroffen hast, dein Jahr zu planen, fehlt dir vielleicht noch ein klarer Einstieg in das Thema. Möchtest du erfahren, wie du dein Jahr planen kannst? Dann lies gerne weiter, denn im Folgenden stelle ich dir 7 wichtige Fragen, die du dir im Vorfeld deiner Jahresplanung für dein Modelabel stellen solltest. Los geht’s!

Die richtigen Fragen im Vorfeld deiner Jahresplanung für dein Modelabel

Einige Fragen triggern dich vielleicht und du fühlst dich ertappt. Aber ich möchte nochmal betonen: Ich will dir helfen, dich weiter zu entwickeln und dein Label weiter voranzutreiben.

Also, schnapp dir dein Notizbuch und dann fangen wir gleich an:

  1. Welche Projekte und Ideen hast du für’s kommende Jahr? Was möchtest du gerne umsetzen?
  1. Was hast du 2020 nicht geschafft? Warum nicht?
  1. Wie fühlst du dich aktuell mit deinem Business? Was hat dich glücklich gemacht und was hat dich ziemlich genervt?
  1. Wofür hättest du gerne mehr Zeit? Beruflich und privat?
  1. Hast du Labels, an denen du dich orientierst oder die dich inspirieren? Z. B. auf Instagram?
  1. Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Kunden? Bekommst Du Dankes-Mails? Beschweren sich viele Kunden? Gibt es viele Sonderwünsche?
  1. Wie gut kennst du deine Zahlen? Weißt du, wie viel Umsatz du bisher erwirtschaftet hast? Wie hoch war dein Marketing-Budget, deine Fortbildungskosten oder deine Marge?

Konntest du alle Fragen zu deiner Zufriedenheit beantworten? Vielleicht nicht, das ist aber auch gar nicht schlimm. Es geht darum, dass du entdeckst, wo du persönlich, aber auch dein Label noch wachsen darf.

“Dein Label entwickelt sich so weit, wie du dich auch persönlich weiter entwickelst. Ohne persönliches Wachstum auch kein unternehmerisches.”

Kapitän Judith

Wenn du Lust hast, mehr über deine Jahresplanung zu erfahren, dann melde dich gerne für meine gratis 5-Tage-Challenge an. Wir starten zu Nikolaus und Du bekommst von mir jeden Tag eine Email mit einer Aufgabe, die du bequem neben deinem Tagesgeschäft beantworten kannst. Nach den 5 Tagen kannst du für dich abschließend bewerten, wie gut 2020 für dich lief. Das ist die perfekte Basis für deine Jahresplanung, die wir, wenn du magst gemeinsam am Sonntag, den 13.12.2020 in einem gemeinsamen Workshop erarbeiten. Den Link zum Workshop schicke ich dir dann in der Challenge nochmal zu.

Hier kannst du dich kostenlos zur Challenge anmelden:

Dein individueller Produktionsplan

Bekleidungshersteller finden

Das individuelle Starterkit für deine Herstelleranfragen

69,99 Euro


Du weißt nicht, wie du an Kontakte zu Bekleidungsherstellern kommst und falls doch, bekommst du auf deine Anfragen keine Antwort? Mit einem Produktionsplan speziell auf dein Vorhaben zugeschnitten, bekommst du einen roten Faden an die Hand, die dich durch die Produktion deiner Kollektion leitet. Dazu kann dir mein Team und ich auch mit der Überprüfung deiner bisher erstellten Produktionsunterlagen behilflich sein und zudem die passenden Hersteller und Produzenten für deine Modekollektion ausfindig machen.

  • Mit deiner Bestellung erhältst du einen Fragebogen, um die passenden Hersteller für dich heraussuchen zu können (Datenschutz hat bei Modekarriere.com oberste Priorität)
  • Du erhältst einen Zugang zu meiner Datenbank mit allen relevanten Vorlagen, die du für deine Herstelleranfragen benötigst
  • Zusätzlich erhältst du auch ein Musteranschreiben für die Produktionsanfrage und weitere Tipps speziell auf dein Business abgestimmt
  • Nachdem du den Fragebogen beantwortet hast, erhältst du eine umfangreiche Kontaktliste mit Herstellern, Stofflieferanten und allen Dienstleistern, die du entsprechend deines Sortiments benötigst
  • Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel zwei Wochen nach Auftragseingang
  • In dieser Zeit stehe ich dir auch für spezifische Fragen zur Verfügung und prüfe evtl. bereits vorhandene Dokumente, wie Tech Packs oder deine Materialauswahl

Das sagen meine Kunden

Eliane Peter:

„Ich habe mich an Modekarriere.com gewandt, weil ich auf der Suche nach Herstellern und Lieferanten war. Sonst findet man wenig zu diesem Thema. Dabei war ich über den schnellen, individuellen und mega netten und kompetenten Kontakt überrascht. Ich habe viele wichtige Informationen und Kontakte zu Herstellern bekommen. Durch die Informationen bin ich dabei Kontakte zu guten Lieferanten aufzubauen. Ohne die Adressen wäre ich ziemlich aufgeschmissen. Ich würde die Leistungen von Modekarriere.com Leuten empfehlen, die auch dabei sind ein eigenes Label zu gründen.“

Produktionsreif – dein Workbook für die Modeproduktion

Buch Modelabel gründen Produktionsreif

eBook-Version Produktionsreif – Von der gesponnenen Kollektionsidee zu einem individuellen Produktionsplan

39,99 Euro


Die Fast-Fashion-Industrie hinter sich lassen und zu einer verantwortungsvollen Textilindustrie beitragen. Das ist eine häufig genannte Motivation ein Mode-Start-up zu gründen. Doch die Branche hütet ihre Geheimnisse und erlaubt nur wenigen einen Blick in das wahre Alltagsgeschäft der glitzernden Modewelt. Ohne fundiertes Wissen scheitern die meisten Modelabels an ihrem ambitionierten Traum.

Mit meinem leicht verständlichen Workbook als praktische PDF-Datei mache ich selbstständige Modedesigner und Quereinsteiger mit dem Thema der bewussten Bekleidungsproduktion vertraut. Durch Interviews mit bewusst agierenden Modelabels und praxisorientierten Aufgaben zeige ich mit meiner Erfahrung als gelernte Modedesignerin, wie die Produktion einer Kollektion auch mit kleinen Stückzahlen gelingen kann.

Das Buch wird vom Netzwerk für Mode.Textil.Interieur.Accessoire.Design e. V. empfohlen.

  • 140 Seiten fachmännisches Wissen und praxisorientierte Aufgaben im PDF-Format
  • Viele Dokumente als Excel- und PDF-Datei zum Download über QR-Codes im Buch (Für Sicherheit ist gesorgt. Die Zugangsdaten erhältst du in der Bestellbestätigung.)
  • Praktische Ausfüllhilfe und ausführliche Erklärungen, welche Infos ein Produzent benötigt
  • Zahlreiche Nachhaltigkeitstipps für eine bewusste Produktionsvorbereitung
  • Klickbare Links zu weiterführenden Modethemen
  • Fallbeispiele und Interviews von Modelabels, die von ihrem Weg in die Branche erzählen
  • Hinweise zur Finanzierung und Aufschlüsselung der Kosten einer Bekleidungsproduktion
  • Eine Auswahl an Fachmessen, um die richtigen Kontakte zu knüpfen

Ich nutze einen externen Onlineshop über den deutschen Anbieter Elopage, um dir möglichst viele Zahlungsmöglichkeiten anbieten zu können und damit deine Zahlungsdaten vor Missbrauch sicher sind.

Das Taschenbuch ist über meinen Druckverlag tredition und alle gängigen Onlinebuchshops bestellbar.

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Das sagen meine Kunden

Diana Wittmayer:

„Ich habe mir das Buch heruntergeladen und bin mega begeistert. Es hilft mir durchzublicken und zeigt mir den Weg auf, den ich mit meinem Label noch vor mir habe. Ich freue mich jeden Tag immer ein stückweit voranzukommen.“

Anfrage an Modeproduzenten stellen, Schnitttechnik

So stellst du eine Produktanfrage an einen Modeproduzenten

Im heutigen Artikel möchte ich dich bei deiner Produktanfrage an einen Modeproduzenten unterstützen. Denn ein Großteil der Anfragen von Mode Start-ups bleibt von Herstellern unbeantwortet. Das liegt zum einen daran, dass kleine Mengen bei vielen Herstellern unattraktiv sind und die Zusammenarbeit mit einem Fashion-Newbee noch weniger. Darum ist es wichtig, deine Produkte professionell aufzubereiten, bevor du eine Anfrage stellst und damit zum Ausdruck bringst, dass du genau weißt, was du willst.

In meiner Zeit im Modeeinkauf für ein mittelständisches Textilunternehmen habe ich in jeder Saison zahlreiche Anfragen für unsere gelisteten Produzenten vorbereitet und dabei auch eingeschätzt, welcher Produzent für welches Kleidungsstück in Frage kommt.

Um die geeigneten Hersteller für deine Kollektionsteile herauszupicken, musst du diese erst einmal bekleidungstechnisch aufbereiten, um herauszufinden, was du überhaupt benötigst. Schließlich fragst du auch in einer Kaffeerösterei an, wenn du gerösteten Kaffee möchtest und nicht in einer Brauerei.

Dabei beschäftigst du dich mit den jeweiligen Stoffkonstruktionen, benötigten Zertifikaten, Verarbeitungsdetails, zu produzierenden Mengen und Lieferterminen. Ohne diese Basics führt eine Anfrage zu keinem Ziel.

Modeproduzenten ist nicht gleich Modeproduzent

Modeproduzenten sind auf unterschiedliche Materialien und Verarbeitungstechniken mit ihrem Maschinenpark ausgerichtet. Grob lassen sich die Hersteller in Web-, Wirk- und Strickproduzenten einteilen. Neben dieser Einteilung hat jeder Modeproduzent weitere Spezialisierungen. D. h. der eine Produzent für Webwaren verarbeitet z. B. nur diffizile Materialien, also schwierig zu verarbeitende Stoffe wie Samt oder Chiffon und der andere hat seinen Maschinenpark auf die Verarbeitung von Blusen oder Hemdblusenkleidern spezialisiert. Eine größere Umstellung der Maschinen wäre für den Betrieb gerade bei einer geringen Stückzahl unwirtschaftlich. Denn der Aufwand für eine Produktion ist zu Beginn sehr ähnlich, ganz egal, ob die Produktionsstätte 30 oder 3000 Teile herstellt.  Hier habe ich dir bereits einen Artikel über die Kosten für die Entwicklung einer Kollektion zusammengestellt.

Der Aufwand für Modeproduzenten ist zu Beginn sehr ähnlich, ganz egal, ob die Produktionsstätte 30 oder 3000 Teile herstellt

Als ich später in einer deutschen Produktionsagentur gearbeitet habe, konnte ich dann auch die andere Seite der Textilindustrie erleben und wurde viermal im Jahr mit Kundenanfragen geradezu überschwemmt. Es war eigentlich alles dabei Damen, Herren, Kinder. Webartikel, Strickkollektionen, Jerseyware… Alle Produktanfragen waren bis ins kleinste Detail ausgearbeitet (alle Kunden waren Bestandskunden) und meine Aufgabe bestand darin, die richtigen Infos zu filtern, Alternativen anzubieten und Targetpreise kalkulieren zu lassen. Ein Target- bzw. Richtpreis ist der Einkaufspreis, den das Produkt ca. kosten darf, damit der gewünschte Verkaufspreis noch erreicht werden kann. Denn bevor ein Auftrag überhaupt zustande kommt, müssen sich beide Parteien über den Preis zu den vorgegebenen Konditionen einig sein.

Welche Infos benötigt ein Modeproduzent, um dir ein Angebot zu schicken?

Beantworte in deiner Anfrage die W-Fragen

Du solltest in deiner ersten Anfrage klassische W-Fragen beantworten:

  • Was soll produziert werden?
  • Wann soll produziert werden?
  • Wohin soll geliefert werden?
  • Wie soll produziert werden?

Je genauer du diese Fragen schon beantworten kannst, desto besser. Die schlichte Aussage „…Ich möchte bei Ihnen T-Shirts produzieren…“, wird einen Produzenten eher davon abhalten, eine Zusammenarbeit mit dir einzugehen. Besser ist es, du benennst das benötigte Produkt genau:

„…Für meine Kollektion für F/S2022 suche ich nach einem Hersteller für ein T-Shirt (Kurzarm, in 3 Farbwegen) aus 100% Bio-Baumwolle, Single Jersey, ca. 160 g/m². Im Anhang finden Sie meine Anforderungen zur Bemaßung und das Tech Pack. Ich freue mich auf Ihr Angebot bis X…“

Bereite Tech Packs und bekleidungstechnische Dokumente vor

Für die Frage „Wie“ dient dann ein sogenanntes Tech Pack, bestehend aus technischen Zeichnungen, Detailzeichnungen von Accessoires, Bemaßung, Angaben zu den Verarbeitungsmerkmalen, sowie den zu verwendenden Materialien und Zutaten. Wenn du Quereinsteiger bist oder noch wenig Erfahrung in der Branche hast, kommt in diesem Fall ein selbstständiger Modedesigner ins Spiel, der dich bei diesem Part unterstützen kann, da er auf seine Expertise zurückgreift. Erfahrene Modedesigner können einschätzen, welche Materialien, in welcher Grammatur, in welchen Farben für das jeweilige Modell in Frage kommen.

Damit schaffst du die Grundvoraussetzungen für eine optimale Passform und Langlebigkeit. Das ist schon ein wichtiger Baustein in Punkto Nachhaltigkeit. Darüber hinaus erstellen Mode- und Textildesigner auch vektorisierte Druckdaten für Prints und Rapportmuster, Stickereien, Labels etc. So erlebst du später bei der Produktion keine böse Überraschung.

Die Tech Packs bilden eine Anleitung für die Modeproduzenten. Verarbeitungsmethoden können sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem welchen Markt du mit deiner Modekollektion ansprechen möchtest. Du kannst z. B. eine einfache und produktionsfreundliche Verarbeitung für ein niedrigpreisiges Modelabel in das Tech Pack einfügen. Je schneller ein Modell genäht ist, desto günstiger werden die Herstellungskosten. Wenn du langlebige und nachhaltige Bekleidung bei deinen Kunden anpreist, ist eine umfangreichere Verarbeitung nötig. Etwa Kappnähte an den Innenbeinnähten von Hosen oder Riegel an Eingriffstaschen. Um all diese Details kümmert sich ein Modedesigner bei der Erstellung der Dokumente, um eine möglichst reibungslose Produktion zu gewährleisten.

Verweise auf vorhandene Swatche oder Anschauungsmuster

Materialbeschaffung

Im besten Fall hast du auch bereits Stoffabschnitte sogenannte Swatche, die du der Produzentenanfrage im Nachhinein beifügen kannst. Ein erster Prototyp oder Anschauungsmuster können für den Bekleidungsproduzenten zudem hilfreich sein, um deine Anfrage einzuschätzen. Gerade, wenn es sich um Strickprodukte handelt, ist ein Blick auf das Gesamtgewicht, die Dicke des verstrickten Garns bzw. die Anzahl/ Farbigkeit der einzelnen Fäden im Garn (Ply) und die Teilung (Gauge) wichtig , um die gewünschte Optik zu erreichen.

Hier habe ich einen zwar schon sehr alten, aber anschaulichen Artikel zum Thema Cashmere Strick-Qualität, der dir ein Feingefühl gibt, worauf es bei einer guten Strickqualität ankommt:

https://www.bestofbest-mode.com/showthread.php/309-CASHMERE-Strick-Wie-unterscheidet-man-Ramsch-von-Qualit%C3%A4t

Eine Agentur für nachhaltige Strickprodukte findest du übrigens im kostenlosen Modedienstleisterverzeichnis.

Wie arbeiten Modeproduzenten weiter, wenn ein Auftrag zustande kommt?

Wenn du im Anschluss einen Stückpreis vom der Produktionsstätte erhalten hast, kannst du diesen ggf. mit anderen Angeboten vergleichen und entsprechend den Auftrag platzieren. Daraufhin werden alle Details und Anforderungen mit dem Produzenten besprochen und die Musterungsphase in der Prototypen entstehen, startet. Bist du bereit für diesen Schritt? Willst du endlich deine Modelle in Händen halten können?

Bis mein Workbook PRODUKTIONSREIF – Von der gesponnenen Kollektionsidee zum stichhaltigen Produktionsplan Ende diesen Jahres erscheint, hast du die Möglichkeit deine Produktanfragen von mir und meinem Team aus erfahrenen Modedesignern prüfen bzw. überarbeiten zu lassen und bekommst ein individuelles Handbuch mit Produktionsstätten, passgenau für deine Kollektion. Hier erfährst du mehr.

Produktionsreif
Designleistung kalkulieren

Freier Modedesigner: Wie werden Designleistungen kalkuliert?

„… eine ganze Kollektion zu entwerfen. Von den Farben, Stoffen und Styles über technische Zeichnungen in Illustrator und Worksheets erstellen, Anprobe, Skizzen verbessern, Kommentare schreiben an das jeweilige Produktionsland. Es wird ein Style von A bis Z bezahlt und ich bin komplett überfragt, wie ich diese Designleistungen kalkulieren kann.“

Das war eine Anfrage, die ich vor einiger Zeit erhalten habe und steht exemplarisch für die vielen Anfragen, die ich zum Kalkulieren von Designleistungen für die Modebranche erhalten habe. In den letzten Jahren konnte ich mir einen guten Einblick in dieser Feld verschaffen, da ich auch selbst immer wieder auf der Suche nach Freelancern bin. Darum möchte ich deine Fragezeichen mit diesem Beitrag heute auflösen.

Die Stundenanzahl deiner Designleistungen kalkulieren

Letzte Woche wurde das Thema zum richtigen Stundensatz behandelt und heute möchte ich die Frage beantworten, wie du deine Designleistungen kalkulieren kannst, sprich wie du herausfindest, wie du deine Stunden für ein Projekt berechnest. Das ist in der Kreativwirtschaft gar nicht so leicht zu beantworten, denn für kreative Arbeiten gibt es kein fixes Zeitfenster. Dennoch benötigst du einen Preis, den du deinem Kunden in einen Kostenvoranschlag oder ein Angebot packen musst. Ein wichtiger Bestandteil liegt darin, dass du ein ausführliches Briefing für den Auftrag erhältst, welche Tätigkeiten du übernehmen sollst.

Viele Auftraggeber tun sich schwer mit dem Briefing, darum kannst du dich an die folgende Fragen richten, um deine Designleistung kalkulieren zu können:

  • Welche Infos bekommst du zur Verfügung gestellt? Gibt es Vorlagen von früheren Saisons, die du nutzen kannst? Welche Recherchen werden von dir erwartet?
  • Wie viele Modelle, Moodboards, Schnitte, Kollektionsentwürfe etc. sollst du erstellen?
  • Sollen Korrekturen von dir übernommen werden? Wenn ja, wie viele sind üblich und um welchen Zeitraum handelt es sich, in dem die Korrekturen stattfinden? (Das ist ganz wichtig für die Planung deines Terminkalenders)
  • Wie viel Zeit hast du für die Umsetzung, sprich was ist die Deadline?
  • Musst du dich an besondere Vorgaben halten, mit denen du dich erst einmal intensiv beschäftigen musst? Z. B. besondere Richtlinien beim Layout in den Grafikdateien.
  • Wie bzw. in welchem Datei-Format sollen die Ergebnisse übergeben werden? (Wenn du die Originaldatei herausgibst, kann diese auch weiterhin vom Unternehmen verwendet werden, d. h. das Unternehmen hat dadurch einen zusätzlichen Mehrwert.
  • An welchen, bzw. an wie vielen Besprechungen wirst du während des Auftrags teilnehmen? Ist eine längere Präsenzzeit notwendig?
  • Welche Stückzahlen werden ca. anhand deiner Arbeit produziert? (Es macht einen großen Unterschied, ob ein von dir entworfenes Kleid 500x oder 100.000x produziert wird)

Anhand der Antworten, kannst du dir ein besseres Bild über den Umfang des Auftrags machen. Danach geht es daran, dir zu überlegen, wie lange du für die jeweiligen Tätigkeiten benötigst.

Designleistungen kalkulieren mit Zeiterfassung

Ich notiere mir dazu immer meine Arbeitszeiten für jede Tätigkeit separat, um Folgeaufträge und auch Aufträge von Neukunden besser einschätzen zu können. Dabei sehe ich auch immer wieder einen deutlichen Unterschied zu den verschiedenen Marken. Hochpreisige Labels benötigen viel mehr Recherche und Individualität, damit auch mehr Zeit. Je tiefgründiger deine Arbeit sein muss, desto mehr Stunden wendest du dafür auf. Aber auch große Marken, bei denen du dich an strenge Vorgaben halten musst, werden viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, als ein kleines Start-up, bei dem du evtl. sogar aus vorherigen Recherchen für andere Marken zurückgreifen kannst. Damit meine ich nicht, dass du die gleiche Arbeit zweimal verkaufst, aber wenn cropped Trend ist, ist cropped eben Trend, dafür musst du dann nicht zweimal recherchieren.

Tagessätze nutzen

Sollte deine Arbeitskraft längerfristig vor Ort benötigt werden, kannst du mit Tagessätzen rechnen. Die Anwesenheit sollte vorher genau festgelegt werden und vergiss deine Fahrkosten nicht einzukalkulieren.

Ich empfehle dir, je nach Kunden großzügiger Stunden zu berechnen oder eben die ein oder andere Tätigkeit zeitlich kürzer zu kalkulieren, gerade wenn es sich um Gründer handelt.  Bedenke auch, dass ein Neukunde immer mehr Aufwand erfordert als ein Bestandskunde. Einige Kunden erwarten neben deinem Portfolio auch eine Art Bewerbung, bei der du dich vorstellst oder eine kleine Aufgabe löst, um zu sehen, ob dein Stil zum Unternehmen passt. Diese Arbeit gehört zur Akquise dazu und wird sich bezahlt machen, wenn du einen langfristigen Kunden dazugewonnen hast, auf den du gut eingespielt bist.

Außerdem möchte ich dir in diesem Sinne noch mitgeben, dass es völlig in Ordnung ist, wenn du noch einmal nachkalkulieren musst. Dafür kannst du den Auftraggeber gleich sensibilisieren, anstatt plötzlich mit einer weiteren Rechnung um die Ecke zu kommen. Das funktioniert z. B. gut über Korrekturschleifen oder wenn dein Auftraggeber plötzlich eine Komplettänderung wünscht, die so nicht einkalkuliert worden ist. Dazu ist es wichtig, dass du in deinem Angebot detailliert festhältst, was der Kunde für den Preis bekommen wird.

Hast du Fragen dazu? Ich freue mich auf deinen Kommentar dazu!

Du möchtest mehr Kunden in für deine Selbstständigkeit? Ich fördere regionale Freelancer sowie Mode Start-ups über das Modedienstleisterverzeichnis und bringe dich damit ins Sichtfeld für deine zukünftigen Kunden.

So lassen sich Designleistungen kalkulieren, das kann dich außerdem interessieren:

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Du hast eine Dienstleistung, die du Label-Gründern vorstellen möchtest? Ob Modedesigner, Freelancer, Schneider, Textilagentur oder Lohnnäherei – modespezifische Dienstleistungen werden dringend benötigt und regelmäßig von meinen Lesern erfragt. Die Infoplattform Modekarriere.com versammelt Jungdesigner und Mode Start-ups, die auf der Suche nach Infos zum Thema Modebusiness oder Modedienstleistern sind. Von meinen Kunden weiß ich, dass gerade der nachhaltige Kollektionsaufbau eine große Rolle bei der Lieferantenwahl spielt.  Da ich über Modekarriere.com bereits seit 2014 relevante Infos für die Zielgruppe bereitstelle, wird die Seite überwiegend organisch gefunden, wovon auch du profitieren kannst.

Viele meiner Kunden sind auf der Suche nach Produktionspartnern, Modedesignern und Schnitttechnikern, was ich anhand der vielen Anfragen zu diesem Thema erkenne. Entsprechend habe ich ich das Modedienstleisterverzeichnis implementiert, um meinen Seitenbesuchern einen einfachen Zugang zu diesen Informationen zu ermöglichen. Das Ziel ist es einen Ort zu schaffen, an dem Kunden und Bekleidungshersteller/ -dienstleister sich finden können. Mit einem Eintrag in diesem Verzeichnis kannst du ohne lästige Neukundenakquise schnell viele relevante Kunden erreichen und hast damit die Chance langfristige Neukunden über den Eintrag zu gewinnen. In der Vergangenheit konnten Dienstleister, die über meine Webseite auf sich aufmerksam gemacht haben, bereits gute Ergebnisse erzielen.

Zum Start der neuen Möglichkeit einer Kooperation habe ich ein unverbindliches Kennenlern-Angebot für dich als Dienstleister kreiert:

(Die Verzeichniseintragung wird dir im ersten Monat nicht berechnet)

Angebote für deine Eintragung im Verzeichnis

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Du möchtest eine Anzeigenplatzierung im Dienstleistungsverzeichnis

  • Einen Eintrag als monatlich kündbares Abonnement
  • Die ersten 6 Monate ab dem Buchungsdatum sind völlig kostenlos
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  • Eine Detailseite mit allen Infos zu deiner Dienstleistung
  • Spezifische Dienstleistungsgesuche meiner Kunden, richte ich über meinen Newsletter an alle Dienstleister.
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6 Monate kostenlos,

danach 9,95 Euro exkl. MwSt. / pro Monat

 

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Du möchtest mit deiner Anzeigenplatzierung im Handumdrehen potenzielle Kunden erreichen

  • Abonnement von einem Jahr ab Buchung
  • Der 1. Monate ab dem Buchungsdatum völlig kostenlos
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  • SEO-optimierte Detailseite mit allen Infos zu deiner Dienstleistung
  • Spezifische Dienstleistungsgesuche meiner Kunden, richte ich über meinen Newsletter an alle Dienstleister
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199 Euro exkl. MwSt. / pro Jahr

 

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299 Euro exkl. MwSt. / pro Jahr

 

Bitte beachte, dass alle Abonnements vor der Veröffentlichung genau geprüft werden. Die Platzierung soll für meine Leser einen Gewinn und eine echte Hilfe darstellen. Darum behalte ich mir vor, Bestellungen, die den Anforderungen nicht entsprechen, bei voller Erstattung, abzulehnen.

Hast du ein Frage zum Verzeichnis?

Schildere mir gerne dein Anliegen über das Kontaktformular oder direkt unter info@modekarriere.com. Ich beantworte deine Anfrage so schnell wie möglich.

    was kostet eine Kollektion

    Was kostet eine Kollektion während der Entwicklungsphase?

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    Mit der Entwicklung der eigenen Modelinie verlässt du dich in vielen Bereichen auf andere. Aber worauf lässt du dich genau ein und was kostet eine Kollektion letztendlich? Diese Frage möchte ich anhand der verschiedenen Stationen, die deine Entwicklungen durchlaufen werden, beantworten. Nach der zugrundeliegenden Idee zu deinen Kollektionsteilen beginnt die eigentliche Arbeit. Dafür ist vor allem dein Geschäftsinn und deine Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen maßgebend für deinen Erfolg. Zusätzlich bist du auf Stoff- und Zutatenlieferanten, Fertigungsstätten, Nähereien, Modedesigner, Schnittdirectricen und Speditionsfirmen angewiesen. Jeder Partner, der dir in deinem Entwicklungsprozess zur Seite steht, wird für deine Neuentwicklungen viel Zeit benötigen, daher sind längerfristige Geschäftsbeziehungen sinnvoll, um die Arbeitsweise des jeweils anderen besser zu verstehen. Des Weiteren solltest du dir über die relativ langen Vorlaufzeiten im Klaren sein. In mittelständischen Unternehmen wird eine Kollektion noch heute ca. ein Jahr im Voraus geplant.

    Ein Budget festlegen

    Zunächst einmal stellst du dir die Frage, wo stehst du und welche Bereiche kannst du selbst abdecken oder Freunde Hilfe erwarten. Für alles andere musst du dir ein Budget festlegen. Dabei geht es nicht nur um die Kosten für die Entwicklung einer Kollektion, sondern auch um ein Verkaufsbudget, für das Anmieten von PopUp-Stores, Messeflächen, Ausstellungsräumen etc. Bedenke auch, dass sich selbst die erfolgreichste Kollektion im ersten Jahr nicht selbst tragen wird und die Einnahmen zunächst einmal zurück ins Unternehmen fließen werden.

    In meiner Zeit als Modestudentin habe ich gelernt, dass man ca. drei Jahre keinen Gewinn mit dem eigenen Modelabel erwarten kann, da die Investitionskosten so immens hoch sind. Als Modeabsolvent kann man viele Arbeitsschritte zwar selbst übernehmen, aber auch hier ist es eine kostensparende Planung in jedem Fall essenziell, d. h. mehrmalige Verwendung der gleichen Stoffe, um Mengenrabatte zu erzielen, Produktion von verkaufsstarken Farben, eine preisgerechte Qualität, perfekte Passform, die Verwendung der gleichen Schnitte für die nächste Saison und langfristige Partnerschaften, um kostspielige Missverständnisse zu vermeiden.

    Das Budget muss also die Entwicklung, die Vermarktung und die Produktion abdecken, sowie die Lebenshaltungskosten in dieser Zeit. Bestenfalls für mindestens drei Saisons. Um die eigenen Investionen aufzustocken nutzen immer mehr Jungunternehmen Crowdfunding als Finanzierungsmöglichkeit.

    Designerleistungen für die eigene Kollektion beanspruchen

    Große Modeunternehmen stellen Modedesigner für die Planung ihrer Kollektionen an. Dabei werden Trends recherchiert und auf die eigene Zielgruppe heruntergebrochen. Es werden Materialkarten anhand der Erfahrungen erstellt, daraus werden Farbkarten speziell für die zu verwendenden Materialien entwickelt. Danach wird ein Thema erstellt, die Inspiration dazu als Collage aufbereitet. Damit beginnt die Arbeit an der Kollektionsplanung. Welche Warengruppen werden für den geplanten Zeitraum benötigt. Es wird das Kollektionsbild aufgebaut und danach über die einzelnen Styles entschieden. Dazu werden jeweils detailgenaue technische Zeichnungen (TechPacks) angefertigt, die jede einzelne Naht beschreiben. Dies ist die Anleitung für die Schnitttechnik, die im Nachgang die Schnittteile für den ersten Prototypen anfertigt.

    Mit einem Klick auf das Bild gelangst du zum Creative Market und kannst weitere sogenannte Flat Sketches entdecken.

    Wenn du all diese Leistungen siehst, kannst du dir vorstellen, dass wir hier von vielen Stunden intensiver Arbeit sprechen. Ob du all diese Leistungen benötigst, liegt an deinen Zielen, deinen Marktkenntnissen, deinen eigenen Fähigkeiten etc. Für große Produktionsstätten sind ausgearbeitete TechPacks essenziell, für eine Schneiderin genügt auch eine händische Zeichnung mit einem ausführlichen Briefing. Eine Vorlage für ein TechPack findest du hier, sowie zahlreiche Vorlagen von technischen Zeichnungen verschiedener Produktgruppen. Digitale Zeichnungen und auch Drucke werden in der Regel mit vektorbasierten Programmen wie Adobe Illustrator oder CorelDraw erstellt.

    Mit einem Klick auf das Bild gelangst du zum Creative Market, wo du die Vorlage kaufen kannst.

    Kosten für die Erstellung eines Prototypen

    Mit einer fertigen Ausarbeitung in Form einer Zeichnung oder eines TechPacks lässt du einen Schnitt von einer Schnittdirectrice aufstellen. Es kommt hier auf den jeweiligen Anbieter an, ob mehrere Schritte von einer Firma/ von einem Freelancer übernommen werden können. Die Beratung und Erstellung von einer Konstruktion, ob mit einem CAD-Programm oder händisch kostet für ein T-Shirt ca. 150 – 300 Euro. Dazu kommen Änderungen des Schnitts nach Anproben der Musterteile obendrauf. Nachdem die Passform perfekt sitzt, muss der Schnitt gradiert, also in die verschiedenen Größen gezogen werden. Durchschnittlich zahlst du dafür 100 – 200 Euro pro Kollektionsteil. Evtl. werden auch noch Schnittlegebilder für die optimale Ausnutzung der Stoffbahnen benötigt oder Arbeitsbeschreibungen für die spätere Produktionsstätte.

    Nach der Schnitterstellung damit erstmals ein Passformmuster genäht und von einem Fitmodel (das die exakten Maße hat) anprobiert. Dazu muss auch schon Stoff vorhanden sein oder zumindest ein sehr ähnliches Material. Das erste Muster wird in den meisten Fällen nicht wie gewünscht ausfallen, es müssen noch Anpassungen vorgenommen werden. D. h. ein Abnäher sitzt vielleicht noch zu tief, ein Rock benötigt noch mehr Weite am Saum, Ärmel müssen verlängert oder erweitert werden, Taschen umpositioniert werden etc.

    Der Prozess muss entsprechend wiederholt werden, d.h. der Schnitt wird geändert und es wird ein 2. Passformmuster genäht. Am Ende benötigst du mindestens ein Vorproduktionsmuster (auch Pre Production Sample oder Freigabemuster genannt), d. h. ein Kollektionsteil, an dem alles bereits so aussieht, wie es später in die Produktion gehen soll. Dieses Muster benötigst du für Fotoshootings, Messebesuche oder für die Produktionsstätte. Entsprechend kommen für ein Kollektionsteil Näharbeiten für ca. 4 – 5 Passform- bzw. Vorproduktionsmuster auf dich zu. Eine ortsansässige Schneiderin berechnet für ein T-Shirt ca. 60 – 120 Euro.

    Kosten während der Produktion

    Für die Produktion selbst benötigst du Stoffe, Zutaten und musst die Näharbeit der Produktionsstätte pro Stück einkalkulieren. Je mehr du produzieren lässt, desto günstiger der Preis. Denn vor der Produktion deiner Teile, werden alle Maschinen dafür speziell eingestellt und die Näher/innen dafür gebrieft. Hier ist es schwieriger eine Preisaussage zu treffen, da diese sehr individuell ist. Wenn du aber vergleichweise Merchendising-Artikel (Werbeshirts) betrachtest kostet eine Lieferung von 30 T-Shirts aus Bio-Baumwolle, fertig produziert, ca. 5 -11 Euro pro T-Shirt. Zusätzlich zur Produktion kommen die Verpackungs- und Speditionskosten auf dich zu. Je nach Umfang auch Lagerhaltungskosten. Dazu hast du weiterhin auch die Aufwendungen für Fotoshootings und Marketingtools (z. B. Webseitenhosting) zu tragen.

    Der Blick, was eine Kollektion in der Entwicklung kostet, zeigt sehr deutlich auf, warum so viele Firmen im Ausland, vor allem in Fernost produzieren lassen. Denn die regulären Preise sind so kaum haltbar. Der Markt in Fernost ist jedoch stark auf die Masse geprägt und hat eine sehr enge zeitliche Taktung. Mein Anliegen persönlich ist es den Modemarkt in Deutschland und Europa wieder stärker zu vernetzen, um damit auch kleinen Labels, die ihre Werte leben möchten und Verantwortung für die Umwelt und soziales Miteinander übernehmen möchten, eine Chance am Markt zu bieten. Anbei findest du hier noch eine Dokumentation, wie die großen Modeketten sich derzeit in der Krise verhalten und welches Schicksal Arbeiter in Bangladesch erleiden. Aus meinen eigenen Quellen weiß ich, dass die genannten Unternehmen keine Ausnahme sind.